Sir Edward William Elgar

Englischer Komponist; viertes von sieben Kindern eines Musikalienhändlers, Klavierstimmers und Organisten; in der Hoffnung später am Konservatorium in Leipzig studieren zu lkönnen, begann Elgar in der Schule Deutsch zu lernen. Als sein Vater ihm 1872 am Ende der Schulzeit eröffnete, daß er sich einen solchen Aufenthalt nicht leisten könne, war er tief enttäuscht; statt dessen mußte er in einem Anwaltsbüro als Angestellter arbeiten. Dennoch hatte er seine ersten öffentlichen Auftritte als Violinist und Organist. Nach einigen Monaten verließ Elgar das Anwaltsbüro, half seinem Vater vorübergehend in dessen Geschäft. Er wirkte als Geiger im Orchester von Birmingham und als Konzertmeister in Worcester und wurde 1885 als Organist an der römisch-katholischen Kirche Saint George in Worcester Nachfolger seines Vaters, und er begann mit ersten Kompositionen. 1889 gab er seine Anstellung auf, um sich ganz dem Komponieren zu widmen. Die Aufführung seiner Ouvertüre Froissart im Jahr 1890 rückte Elgar erstmals in das Bewußsein der Kritiker und des Publikums, aber erst 1899 konnte er mit Enigma Variationen und v.a. mit dem auf einem Gedicht des englischen Kirchendichters John Henry Newman basierenden Oratoriums The Dream of Gerontius (1900, dt. Der Traum des Gerontius), seinen musikalischen Durchbruch feiern. Elgar entwickelte in Anlehnung an die Spätromantik (vor allem Richard Wagner und Johannes Brahms) einen ganz eigenen Stil und eine eigene musikalische Formensprache, die die Entwicklung der englischen Musik stark beeinflußt hat. Edward Elgar schrieb Oratorien, Orchesterwerke, Kammermusik, Lieder, Bühnenwerke und Sinfonien. Sein bekanntestes Werk ist der Pomp & Circumstance March No. 1, dessen Trioteil die Hymne Land of Hope and Glory entlehnt ist, die unter anderem jedes Jahr bei der Last Night of the Proms gespielt wird. Elgar starb während der Arbeit an seiner 3. Sinfonie und der Oper The Spanish Lady (Die spanische Dame).

Werke u.a.: The Black Knight (1893, dt. Der schwarze Ritter), Caractacus (1898), The Apostles (1903, dt. Die Apostel), The Kingdom (1906, dt. Das Königreich), Falstaff (1913).

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Bilder: Bob Embleton (11/2005) bzw. 06/2007) Wikipedia.org

Little Malvern, St. Wulstan's Churchyard

Étienne-Nicolas Méhul

      

Französischer Komponist; Sohn eines Chefdiener des Grafen von Montmorency und nach dessen Tod Eigentümer einer kleinen Weinhandlung; ersten Orgelunterricht erhielt der kleine Étienne durch einen blinden Organisten in seiner Geburtsstadt. Im Alter von zehn Jahren wurde er Organist m örtlichen Franziskanerkloster. Nachdem der aus der Abtei Schussenried stammende Mönch Wilhelm Hansen 1775 in dem in der Nähe von Givet gelegenen Kloster von Laval-Dieu eine Musikschule gegründet hatte, wurde Méhul dort zunächst dessen Schüler, 1778 dann dessen Stellvertreter. 1779 ging Méhul, “...ne possédant que mes seize ans, ma veille et l’espérance”1, aber ausgestattet mit einem Empfehlungsschreiben an Christoph Wilibald Gluck nach Paris und nahm Unterricht bei dem aus dem Elsaß stammenden Cemablisten und Komponisten Jean-Frédéric Edelmann. Am Anfang seiner Karriere schuf er Adaptionen bekannter Arien. Seine erste publizierte Komposition waren 1783 drei Sonaten für Pianoforte. Im Jahre 1788 folgte als sein Opus II eine Sammlung von Sonaten. Unterstützt von Gluck und von dessen Werk beeinflußt, machte Méhul eine rasche Karriere als dramatischer Komponist.Im September 1790 wurde seine erste Oper, Euphrosine, ou Le tyran (dt. Euphrosine oder Der Tyrann), mit sehr großem Erfolg aufgeführt, nachdem der Librettist François-Benoît Hoffmann, mit dem er auch später eng zusammenarbeitete, das Libretto zuvor überarbeitet hatte. Und trotz eines Rückschlags mit der Oper Cora im Jahre 1791 und dem aus politischen Gründen erfolgten Aufführungsverbot von Adrien (dt. Hadrian) stieg seine Reputation mit Werke wie Stratonice (1792) und Mélidore et Phrosine (1794). Während der Französischen Revolution schuf Méhul zahllose patriotische Lieder und schrieb Propagandastücke, von denen das berühmteste Chant du départ ist. Méhul wurde, indem er der erste Komponist genannt, um das neu gegründete Institut de France im Jahr 1795 belohnt. Er hielt auch einen Posten als einer der fünf Inspektoren des Conservatoire de Paris. Mehul befreundet war mit Napoleon und wurde einer der ersten Franzosen, die Légion d'honneur erhalten. 1795 wurde er als erster Komponist Mitglied im Institut de France und er wurde zu einem der fünf Inspektoren des Conservatoire de Paris ernannt. Mehul befreundet mit Napoléon, wurde als einer der ersten Franzosen 1804 Mitglied der Légion d'honneur, die 1802 begründet wurde. Mit der Wende zum 19. Jahrhundert ließen seine Opernerfolge nach, obwolh er mit seinem Joseph (1807) jetzt auch im Ausland, insbesondere in Deutschland, bekannt wurde. Das Scheitern seiner Oper Les amazones im Jahre 1811 war ein schwerer Schlag für ihn und beendete seine Karriere. Trotz seiner Freundschaft mit Napoléon überstand Méhul den Übergang zur Restauration unbeschadet. Allerdings starb er wenig später an den Folgen einer Erkrankung an Tuberkulose

Werke u.a.: Uthal (1806), Joseph (1807); ferner Ballette, Sinfonien, Kammer- und Kirchenmusik. 

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1 ...nichts besitzend, als meine 16 Jahre, meine Zeit und die Hoffnung.

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Bild: Didier Descouens (02/1999) Wikepedia.fr

Paris. Cimetière du Père Lachaise

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Johann Christian Bach

pinxit Thomas Gainsborough

 

Deutscher Komponist; elftes von dreizehn Kindern aus Johann Sebastians Bachs zweiter Ehe mit Anna Magdalena; nach dem Todes seines Vater im Jahree 1750 ging er nach Berlin zu seinem Halbbruder Carl Philipp Emanuel Bach, der dort als Kammercembalist König Friedrichs II. tätig war. 1754 verließ er Berlin, reiste nach Italien und trat in Mailand in die Dienste des Grafen Agostino Litta. 1760 wurde er Organist am Mailänder Dom, nachdem er zuvor zum Katholizismus konvertiert war. Während dieser Zeit studierte er auch bei dem italienischen Komponisten Giovanni Battista Martini. In London wurde die britische Königin Sophie Charlotte, née Prinzessin zu Mecklenburg-Strelitz, auf ihn aufmerksam und engagierte ihn als ihren persönlichen Musiklehrer. Im Mai 1762 ließ sich Bach vom Mailänder Domkapitel beurlauben und reiste nach London, wo er im Sommer 1762 eintraf und als Opernkomponist an das King's Theatre in London berufen. 1763 begann mit den sechs Klavierkonzerten op. 1 die Reihe seiner im Druck erschienenen Werke. Der Finalsatz des letzten Konzertes besteht aus Variationen über God save the King, eine Hommage an die Königsfamilie. Ab 1765 veranstaltete er gemeinsam mit Carl Friedrich Abel die für die Entwicklung des Konzertwesens bedeutenden Bach-Abel-Concerts. 1764 begegnete er dem 8jährigen Wolfgang Amadeus Mozart, der Bach zeitlebens freundschaftlich verbunden blieb. Bach schrieb elf Opern, 90  Sinfonien, 40  Klavierkonzerte und zahlreiche Kammermusik.

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Bild: David Shaw (09/2005) Wikipedia.en

London, St. Pancras Old Church, St Pancras Gardens

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Pablo Casals [katalan. Pau Casals i Defilló]

Bild: Library of Congress no_copyright

 

Spanischer Violoncellist, Komponist und Dirigent; Sohn von Carles Casals i Ribes, Organist in El Vendrell, der ihm ersten . Gesangs-, Klavier-, Orgel- und Kompositionsunterricht erteilte; 1888 begleitete er seine Mutter nach Barcelona, wo sich am Escola Municipal de Música einschrieb. In Barcelona gab er im Alter von 14 Jahren ein Solo-Rezitativ; fünf Jahre später beendete er sen Studium an der Escola mit Auszeichnung. 1893 begann er ein Studium der Kammermusik am Conservatoria de Musica y Declamacion (Madrider Konversatorium), das er 1896 abschloß und 1896 studierte er Konservatorium in Brüssel. 1898 spielte er in Paris dem bedeutenden Dirigenten Charles Lamoroux vor, der ihn für sein Orchester engagierte. Es folgte eine Reihe von für den jungen Cellovirtuosen sehr erfolgreichen Konzerttourneen durch Europa, die Vereinigten Staaten und Südamerika. In London wurde er von der Königin zu einem Konzert eingeladen. Damit begann eine einzigartige Karriere. Besonders seine Interpretation der Suiten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach fand besondere Beachtung. Mit seinen Freunden Alfred Cortot und Jacques Thibaud bildete er 1905 ein sehr erfolgreiches Trio, das in ganz Europa auftrat. Während der Ersten Weltkrieges hielt er sich vorwiegend in in New York auf. 1919 begann er seine Karriere als Dirigent und gründete 1920 in Barcelona das Orquesta Pau Casals, das sich zu einer wichtigen kulturellen Einrichtung in Katalonien entwickelte. Dieser große Erfolg wurde 1936 durch den Spanischen Bürgerkrieg beendet. Casals ließ er sich im südfranzösischen Prades nieder. Erst nach dem Ende des Bürgerkriegs in Spanien im Jahre 1939 kehrte er nach Spanien zurück. 1950 veranstaltete er zum ersten Mal sein künftig jährlich stattfindendes Musikfestival in Prades. 1956 zog er nach Puerto Rico ,woher seine Familie mütterlicherseits stammte und wo er 1957 gemeinsam mit dem Geiger Alexander Schneider das Musikfestival und das Sinfonieorchester Puerto Ricos gründete.

Neben seiner Arbeit als Violoncellist komponierte Casals Orchesterwerke und geistliche Musik, darunter das Oratorium El pesebre (1960, dt. Die Krippe).

Auszeichnungen u.a.: Grammy Lifetime Achievement Award (1989, posthum).

Lebenserinnerungen: Joys and Sorrows (1970, dt. Licht und Schatten auf einem langen Weg

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El Vendrell (Prov. Tarragona), Gemeindefriedhof

Bilder: Bernd Wolter (05/2013)

Christian Theodor Weinlig

 

Deutscher Komponust, Musikpädagoge und Chordirigent; studierte von 1797 bis 1803 an der Universität Leipzig Jura und ließ sich 1803 als Advokat in Dresden nieder. Dort erhielt er Musikunterricht von seinem Onkel, der als Kantor an der Dresdner Kreuzkirche wirkte. Anschließend ging er nach Bologna, wo er den Contrapunkt studiert und in die dortige philharmonische Gesellschaft gewählt wurde. Nach zwei weiteren Jahren in Italien kehrte er nach Dresden und ließ sich dort als Musiklehrer nieder. Nachdem sein Onkel gestorben war, bewarb er sich erfolgreich als dessen Nachfolger; ab 1814 war Weinlig dort als Kanto tätig. 1817 reichte er sein Entlassungsgesuch ein, das bewilligt wurd, so daß er sich zunächst ins Privatleben zurückzog und Musikunterricht erteilte, bevor er die Direktion der Dreyßig’schen Singakademie übernahm. Am 10.7.1823 wurde Weinlig Thomaskantor in Leipzig und hielt dieses Amt die nächsten 18 Jahre bis zu seinem Tode inne.

Zu seinen bekanntesten Schülern gehörten die Pianistin Clara Schumann und der Komponist und Kapellmeister Richard Wagner. Wagner widmete Weinlig sein erstes gedrucktes Werk, die Klaviersonate in B-Dur.

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Bilder: Carsten Jonsson (05/2013)

Leipzig, Alter Johannisfriedhof

Hans Posegga

 

 

Deutscher Komponist, Pianist und Dirigent; viertes Kind eines Beamten; erhielt bereits früh Klavier- und Geigenunterricht durch seine Schwestern und später Musiklehrer. Im Alter von 17 Jahren bekam er in Dortmund professionellen Klavierunterricht und wirkte im dortigen Theater bereits bald als Jungdirigent. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er zum Wehrdienst eingezogen. Während seiner statiuonierung im bestzten Paris gelang es ihm, bei Jacques Thibaud und Alfred Cortot, zwei seinerzeit bekannten Musikern, Unterricht zu nehmen. Nach dem Ende des Krieges war er zunächst Lehrer am Trapp-Konservatorium (heute Richard-Strauss-Konservatorium) in München. Ab Mitte der 1960er Jahre schrieb er Filmmusik u.a. für Ulrich Schamonis Spielfilm Es (1966) und den Film Schonzeit für Füchse von Peter Schamoni - für den Posegga 1966 das Filmband in Gold bei der Berlinale erhielt. 1967 schrieb er dann wieder die Filmmusik für Ulrich Schamonis Film Alle Jahre wieder, in dem er auch eine kleine Rolle spielte, Poseggas kompositorisches Schaffen umfaßt neben der für zahlreiche Filme komponierten Musik Kammermusik, Oper, geistliche Musik, symphonische Werke sowie Jazz. Einem breiten Publikum wirklich bekannt geworden aber ist seine für die Fernsehsendung Die Sendung mit der Maus komponierte Musik.

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Bilder: Heiko Bockstiegel (07/2004)

Berg OT Aufkirchen, Starnberger See

Curt Herbert Richter

 

 

Deutscher Zithersolist und Komponist; Sohn des Gründers des Bärensteiner Konzertzither-Clubs "Elegie" und Neffe des Generalmusikdirektors von Sankt Petersburg wurde ihm die Musikbegabung förmlich mit in die Wiege gelegt. Er lernte frühzeitig das Spielen von Zither und Gitarre und musizierte mit 13 Jahren bereits selbständig. 1920 trat der gelernte Elektromechaniker erstmals mit dem Volksdichter und Sänger des Erzgebirges Anton Günther in Niederschlag auf und widmete sich fortan der erzgebirgischen Volksmusik. Ab 1928 komponierte er als Erster eigene neue erzgebirgische Weisen für die Zither. 1930 erschien die erste Schallplatte mit Richters Musik.

Am Sonnabend dem 3. Dezember 1932 übertrug einer der Reichssender erstmals eine erzgebirgische Adventsfeier aus Scheibenberg, an der Richter als Musiker beteiligt war. In den späteren Jahren folgten weitere ähnliche Sendungen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gestaltete er ab 1946 die Leipziger Volksmusikstunde im Rundfunk. 1963 zog er sich krankheitsbedingt von Funk und Bühne zurück (Quelle: Wikipedia)

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Bilder: Axel Friedrich (05/2013)

Bernsbach i. Erzgeb., Friedhof

Kurt Schwabach eigentl. Kurt Schneider

 

 

Deutscher Komponist, Sänger, Textdichter und Kabarettautor; arbeitete in Berlin als Journalist und verfaßte für diverse Etablissements der Unterhaltungszene, darunter für das Kabarett der Komiker und die Nelson-Revue, Texte; außerdem schrieb er Drehbücher und Musik für den Film. Seinen ersten Erfolg hatte Schwabach, als er 1920 den Text des Liedes Lila Lied, verfaßte. zu dem Arno Billing (Pseudonym für Mischa Spoliansky, *1898, †1985) die Musik komponierte. Das Lied, von den Beiden dem Sexualforscher Magnus Hirschfeld, der sich in der Weimarer Republik für eine Liberalisierung der Scheidungsgesetze einsetzte, zugeeignet, wurde rasch populär und entwickelte sich zur ”Hymne“ der Berliner Schwulen- und Lesben-Szene. Kurt Schwabach, der während der Naz-Diktatur das Land verlassen musste, zählt mit mehr als 2.000 Titeln zu den erfolgreichsten Schlagertextern der deutschen. Unterhaltungsszene. Von der Weimarer Zeit bis in die 1960er Jahre hinein entstanden aus seiner Feder zahlreiche Schlager oder Operettenlibretti, die durch ihre Interpreten, u.a. Evelyn Künneke, Zarah Leander oder Freddy Quinn (*1931) bekannt wurden. Schwabach war Mitglied des Aufsichtsrats der GEMA sowie des Vorstands des Verbands Deutscher Bühnenschriftsteller. und Bühnenkompomponisten.

Werke u.a.: Allerdings, sprach die Sphinx (1949), Wenn der Herrgott will (1950, Musik: beide Michael Jary); Pst, hinter Ihnen steht einer (1951, Musik: Lotar Olias), Danke schoen (1962, Musik Bert Kaempfert),.

Auszeichnungen u.a.: 1. Preis beim Schlagerwettbewerb in Baden-Baden (1960); Richard Strauss-Medaille der GEMA (1963).

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Bild: Heiko Bockstiegel (05/2002)

Hamburg-Ohlsdorf, Jüdischer Friedhof Ilandkoppel

Kurt Schwaen

 

 

Deutscher Komponist; Sohn eines Kolonialwarenhändlers; studierte von 1929 bis 1933 Germanistik, Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie an den Universitäten von Berlin und Breslau, brach dann aber sein Studium ab und bildete sich autodidaktisch weiter. Ab 1934 war er in Berlin-Gesundbrunnen.als Klavierlehrer tätig. 1935 wurde Schwaen, der seit 1932 Mitglied der KPD und Mitglied der Roten Studentengrupppe war und Seminare bei Hanns Eisler in der Marxistischen Arbeiterschule (MASCH) belegt hatte, von der Gestapo verhaftet und zu drei Jahren Zuchthaushaft verurteilt. Als er 1938 wieder auf freiem Fuß war, arbeitete er als Korrepetitor im Tanzstudio von Gertrud Wienecke, begleitete ab 1939 die Tänzerinnen Manon Ehrfur, Ilse Meudtner und Oda Schottmüller am Klavie rund war ab Anfang 1943 in Leipzig kurzzeitig Korrepetitor bei Mary Wigman, bevor er im Februar desselben Jahres in die Strafdivision 999 der Wehrmacht einrücken mußte und in Frankreich und Griechenland eingesetzt war.1944 kam er wegen eine Behandlung seiner Malariaerkrankung nach Deutschland zurück, wo es ihm gelang, bis zum Kriegsende iim Mai 1945 unterzutauchen. 1946 wurde er Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Von 1946 bis 1947 arbeitete er als Korrepetitor mit Ernst Busch und Kate Kühl zusammen und vertonte Texte von Günter Kunert. Ab 1947 nahm er aktiv am Aufbau von Volksmusikschulen teil. Er wirkte von 1948 bis 1953 als Musikreferent der Volksbühne Berlin. Von 1950 bis 1951 war er außerdem Dozent für Tonsatz und Klavier an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ab 1953 war er freischaffend tätig und komponierte bis 1956 u.a. für Bertolt Brecht. komponierte aber auch Musik für Kinder. Schwaen bekleidete in der DDR zahlreiche öffentliche Ämter: u.a. war er von 1953 bis 1962 2. Sekretär im Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR, von 1951 bis 1961 stellvertretender Vorsitzender, von 1961 bis 1979 Vorsitzender und ab 1979 Ehrenvorsitzender des Beirates der Anstalt zur Wahrung der Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte auf dem Gebiet der Musik. Er wurde 1961 Mitglied der Deutschen Akademie der Künste in Berlin und war von 1962 bis 1978 Präsident des Nationalkomitees Volksmusik der DDR und 1986 Vizepräsident des Musikrats der DDR. Neben diese Tätigkeiten engagierte Schwaen sich auch in Ehrenämtern.

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Bilder: Klaus-D. Meinert (10/2008)

Berlin-Hellersdorf, Städt. Friedhof Mahlsdorf

Musiker XC

Omnibus salutem!