Friedrich Wilhelm I. (gen. Soldatenkönig)

König in Preußen; als Friedrich Wilhelm II. Kurfürst von Brandenburg; Sohn von König Friedrich I. in Preußen und Sophie Charlotte von Hannover, Vater Friedrichs II., des Großen; verheiratet seit 1706 mit Sophie Dorothea. Friedrich Wilhelm war berüchtigt für seine Wutausbrüche, denen sich niemand entziehen konnte. Trafen Sophie Dorotheasie seine Gattin versteckte sie sich im Palast, bis er sich wieder beruhigt hatte. Mit seinem Sohn und Nachfolger verstand er sich nicht; er erzog ihn über die Maßen streng, so daß es zu großen Konflikten kam. Friedrich Wilhelm, der die französische Kultur und Lebensart haßte ließ nach dem Tode seines Vater allen Luxus, mit dem dieser sich umgeben hatten, aus dem Hofe schaffen und verkaufte dessen Möbel und Juwelen.

Er war der Begründer Preußens als Kontinentalmacht aus der Einsicht heraus, daß Preußen sich nur mittels einer starken, gut ausgerüsteten Armee gegen eine Bedrohung durch die europäischen Großmächte behaupten könne. DieserLange Kerls Einsatz für den Auf- und Ausbau der Armee - er baute das Heer auf 80.000 Mann aus - brachte ihm den Beinamen “Soldatenkönig” ein. Ein besonderes Merkmal der Grenadiere des Königsregiments, die “Lange Kerls” - war ihre Körpergröße, die wenigstens 6 Fuß (ca.1,88 Meter) aufweisen mußte; sie waren ihm so wertvoll (er ließ sie sich sogar aus dem Ausland “besorgen”), daß er sie im Kampf nicht eingesetzte.

Innenpolitisch beseitigte er die Vorrechte des Adels z.B. deren Steuerbefreiung, und begann mit der Bauernbefreiung. Wirtschaftspolitisch führte er die Aufstellung eines Budgets ein, um durch eine vorhersehbare Situation der Einnahmen und Ausgaben zur Planung notwendigen Investionen sicherer agieren zu können. So setzte er große Mittel für die “innere Kolonisation” besonders des durch den Dreißigjährigen Krieg verödeten Ostpreußen frei. Er ließ Zweckbauten errichten und richtete an den Universitäten Halle (Saale) und Frankfurt an der Oder Lehrstühle für Kameralistik (altertüml. für Lehre von der Verwaltung) ein.1717 führte er in seinem Land die allgemeine Schulpflicht ein. Das von König Friedrich I. anläßlich einer Pest erbaute sogenannte Quarantäne-Haus wurde unter seiner Regentschaft als Charité zum führenden Medizinzentrum. Insgesamt bildeten u.a. diese Maßnahmen den Grundstein für den Aufstieg Preußens als europäische Großmacht. Außenpolitisch gewann im Utrechter Frieden (1713) Geldern, eroberte, im Kriege gegen Schweden mit Rußland (Peter dem Großen schenkte er 1717 dekoratives Bernsteinmaterial für dessen Winterpalast, das später im Katharinenpalast in Zarskoje Selo von B. Rastrelli eingerichtet wurde), Sachsen und Dänemark verbündet, Rügen und Stralsund und erhielt im Frieden von Stockholm (1720) Vorpommern bis zur Peene. Am 12.10.1626 schloß er zu Wusterhausen mit Österreich ein Bündnis, in dem er diesem die Pragmatische Sanktion garantierte.

Testament Friedrich Wilhelms I. vom Jahre 1722

 

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Potsdam, Mausoleum an der Friedenskirche

Bilder: Hartmut Riehm (09/2006)

Meiningen (Thüringen), Parkfriedhof

Georg II.

Herzog von Sachsen-Meiningen; Sohn des Herzogs von Sachsen-Meiningen, Bernhard II., und dessen Gattin Marie, née Prinzessin von Hessen-Kassel (*1804, †1888); als Regent führte er liberale Reformen durch, war jedoch hauptsächlich als Theaterleiter, Regisseur, Bühnenbildner und Kulturpolitiker und Förderer des Theaters bekannt, was ihm den Sitznamen “Theaterherzog”. einbrachte. Als solcher förderte er das Meininger Hoftheater, das unter seiner künstlerischen Leitung europäische Geltung erlangte, und setzte sich für das Konzertwesen ein. An seiner Hofkapelle wirkten u.a. Hans Guido von Bülow, der die CharlotteKapelle von 1880 bis 1885 Ellen Franzleitete und dort seine Meininger Prinzipien der Orchesterarbeit verfaßte, sowie Max Reger.

Georg II. war dreimal verheiratet: In erster Ehe mit Prinzessin Charlotte von Preußen, in zweiter Ehe mit Prinzessin Feodora (*1839, †1872), Tochter von Ernst I. Fürst zu Hohenlohe-Langenburg und schließlich mit der Schauspielerin Ellen Franz, die er 1867 an die Bühne in Meinigen hat engagieren lassen, die 1868 seine Geliebte wurde und die er nach dem Tode seiner Ehefrau Feodora 1873 morganatisch heiratete, nachdem er sie kurz zuvor als Helene Freifrau von Heldburg in den Adelsstand erhoben hatte.

 

1831 eröffnetes Theater in Meiningen

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linkes Grab

Speyer, Dom

Konstantin der Große eigentl. Flavius Valerius Constantius

Römischer Kaiser; war der Sohn des Constantius I. Chlorus (*250, *306) und der Heiligen Helena, einer Herbergswirtin und vermutlich dessen Konkubine, die sein Vater 289 verstieß, um die Stieftochter des Augustus Maximianus zu heiraten. Konstantin weilte seit 293 zur Erziehung am Hofe Kaiser Diokletians, wurde 293 adoptiert und zum Caesaren ernannt. Als sein Vater im britannischen Eburacum (heute York) 306 starb, wurde er zunächst in der Thronfolge übergangen, dann aber vom römischen Heer zum Augustus ausgerufen. Da der ranghöchste Augustus, Galerius, stattdessen Severus und nach dessen Tod 308 Licinius zum Augustus im Westen ernannte und Konstantin nur als Caesar anerkannte, arbeitete Konstantin zunächst mit Maximian und dessen Sohn Maxentius zusammen, um seine Herrschaft in Britannien, Gallien und Spanien auszubauen. Nach dem Tod des Galerius im Jahre 311 wandte er sich im Einvernehmen mit Licinius gegen Maxentius Daia und schlug diesen vernichtend am 8.10.312 an der Milvischen Brücke. Zuvor soll er seine Armee angewiesen haben, das Christusmonogramm vor der Schlacht auf die Schilde und das Labarum (= Hauptheeresfahne des römischen Heeres) zu malen (“In hoc signo vinces”). Durch den Sieg wurde Licinius nach der Niederwerfung des Maximus Daia (313) Herr über den Osten, Konstantin Herr über den Westen. Allerdings kam es bereits zwei Jahre später zwischen beiden Kaisern zu einem Krieg, in dem Konstantin nach der Schlacht bei Cibalae (heute Vinkovci, Kroatien) Licinius zur Abtretung der illyrischen Provinzen zwang. Es kam zwischen beiden jedoch auch weiterhin zu Differenzen, da Licinius der Schlacht an der Milvischen Brückealte Religion anhing, während Konstantin seit seinem Sieg das Christentum förderte. Erst der Krieg von 324, in dem er bei Adrianopel und Chrysopolis über Licinius besiegte, brachte Konstantin die Alleinherrschaft. Er verlagerte nun die Reichshauptstadt nach Byzantion, das am 11.5.330 als Constantinopolis eingeweiht und als “Neues Rom” mit eigenem Senat zur zweiten Hauptstadt des Reiches ausgebaut wurde; (die gewaltige, 7 Kilometer lange, doppelte Wallanlage, die die Stadt sichelartig von Wasser zu Wasser, d.h. vom Ufer des Marmarameeres zum dem des Goldenen Horns, umgibt, die noch heute sichtbar ist, wurde erst unter Kaiser Theodosius II. [*401, †450] gebaut). Jetzt begann Konstantin die Entwicklung des Byzantinischen Reichs und seiner Staatsziele einzuleiten: er führte die von Diokletian begonnenen Reformen weiter, reformierte u.a. Heer und Verwaltung, schuf die vier Präfekturen Oriens, Illyricum, Italia und Gallia und sanierte durch die Einführung des Solidus (eine Goldmünze) die zerrüttete Währung. Außerdem sicherte er die Reichsgrenzen gegen die Einfälle der Franken, Alemannen, Goten und Sarmaten. In seinem 313 erlassenen Toleranzedikt von Mailand verfügte Konstantin die Restitution des unter Diokletian enteigneten Kirchengutes und stellte das Christentums mit der antiken Religion gleich. Zugleich gewährte das Toleranzedikt “sowohl den Christen als auch überhaupt allen Menschen freie Vollmacht, der Religion anzuhängen, die ein jeder für sich wählt.”

Petrus und Paulus erscheinen dem Kaiser im Traum.

Seine Entscheidung, die Kleriker von der Steuer zu befreien und überall im Reiche (Rom, Trier und Palästina) Kirchenbauten zu errichten, gab er dem Christentum einen wesentlichen Impetus für seine Ausbreitung. 325 berief er das erste ökumenische Konzil nach Nicaea, dem heutigen Iznik ein, wo unter seinem Vorsitz “von den Vätern” die theologischen Grundsätze des Christentums formuliert wurden. Trotz aller dieser fördernden Maßnahmen ließ er sich, obwohl er sich seit seines unter den Zeichen des Kreuzes errungenen Sieges an der Milvischen Brücke offen zu Gott bekannte, erst kurz vor seinem Tode taufen. Durch die Beisetzung in der Apostelkirche in Konstantinopel wurde Konstantin als 13. Apostel geehrt. Nach seinem Tode wurde das Reich unter seinen Söhnen Konstantin II., Constantius II. und Constans aufgeteilt. Die Urkunde über die Konstantinische Schenkung (Constitutum Constantini, auch Donatio Constantini ad Silvestrem I papam), derzufolge er Papst Silvester I. (314-335) und sämtlichen seiner Nachfolger auf der sedes Petri die Oberherrschaft über Rom, Italien und die gesamte Westhälfte des Römischen Reichs übertragen haben soll, ist eine vermutlich zwischen 750 und 760 in Rom hergestellte Fälschung. Sie wurde seitens der Päpste genutzt, um ihre Vormacht über die Christenheit und territoriale Ansprüche zu begründen. Bereits im 15. Jahrhundert wiesen einer der bedeutendsten Theologen des Mittelalters, der Deutsche Nicolaus Cusanus (Nikolaus von Kues) in De Concordantia Catholica (1433) und der italienische Humanist Lorenzo Valla (um 1140) nach, daß es sich um eine Fälschung handele.

Verheiratet war Konstantin I. seit 307 mit Flavia Maxima Fausta (* zw. 289 und 298), Tochter des Kaisers Marcus Aurelius Valerius Maximianus (* ~240 † 310); jüngere Schwester des späteren Kaisers Maxentius. 326 ließ Konstantin I., Fausta und seinen ältesten, aus seiner ersten Ehe stammenden Sohn Crispus töten. Das Motiv konnte nie zweifelsfrei geklärt werden; der Anlaß könnte eine gegen ihn gerichtete Intrige gewesen sein oder aber ein Eifersuchtsdrama.

     

 Madonna mit Konstantin (r.) und Justinian (Mosaik in der Hagia Sophia)

Taufe Konstantins durch Papst Silvester I. (pixit Gianfrancesco Penni, Schüler Raffaels, 1517-24, der Silvester die Gesichtszüge Klemens VII., dem Auftraggeber, verlieh), Stanze di Raffaello, Apostolischer Palast , Konstantinsaal, Ausschnitt

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Konstantinopel (heute Istanbul), Apostelkirche

Hinweis: Die Kirche und damit auch das Grab wurden nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Jahre 1453 abgerissen; an ihrer Stelle errichteten sie die Fatih-Moschee.

Bild: P. Robert Jauch (OFM) 06/2006

Pavia, Certosa di Pavia (Kirche der Karthäuser)

Hinweis: Das Grabmal wurde von Cristoforo Solari (1497) geschaffen.

Gian Galeazzo Sforza

 pinxit Leonardo da Vinci

Italienischer Herzog; der ältester Sohn von Galeazzo Maria Sforza und Bona von Savoyen folgte seinem Vater als Herzog von Mailand unter der Regentschaft seiner Mutter, die 1481 vom Onkel ihres Sohnes, Ludovico Sforza, gen. Il Moro, verdrängt wurde. Er heiratete am 2.2.1489 Isabella von Aragonien (*2.10.1470, †11.2.1524), eine Tochter König Alfons II.). Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor: Francesco Sforza (*1490, †1511), gen. Il IppolitaDuchetto, Ippolita Sforza (†~1501) und Bona Sforza (†1558), die im Jahre 1518 den König von Polen, Sigismund I., heiratete. Gian Galeazzi Sforza wurde durch ein Attentat getötet, das sein Onkel mit Hilfe engster Freunde ausführte, um an die Macht zu gelangen: Er starb durch mehrere auf den Kopf und den Oberkörper gerichtete Messerstiche. Noch am gleichen Tag nahm Ludovico die Herzogskrone an sich, womit er zugleich Francesco Sforza, der Nachfolger geworden wäre, in der Herrschaftsnachfolge überging (nach dem Sturz Ludovicos im Jahre 1499 wurde Francesco von Ludwig XII. nach Frankreich gebracht, wo er Abt von Marmoutiers wurde).

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Bilder: P. Robert Jauch (OFM) 06/2006

Gian Galeazzo Sforza als Stifter der Kartäuserkirche

Hinweis: Das Grabmal wurde von Gian Cristoforo Romano (1492-97) geschaffen.

Bild: P. Robert Jauch (OFM) 06/2006
Bild: Marco Bonavoglia (05/2005) GNU-FDL

Apsisgewölbe über dem Grab

Bild: P. Robert Jauch (OFM) 06/2006

Statue Konstantins vor San Lorenzo in Mailand.

Bilder: Klaus Meinert (04/2004)

Pavia, Certosa di Pavia (Kirche der Karthäuser)

Albrecht I.

Römischer König (1298-1308), Herzog von Österreich und Steiermark (seit 1282); ältester Sohn Rudolfs I. von Habsburg; wurde bei der Königswahl 1282 zugunsten Adolfs von Nassau übergangen und erst nach dessen Absetzung durch die Kurfürsten und seinem Tod 1298 zum König gewählt; brach den Widerstand der rheinischen Kurfürsten gegen seine Hausmachtpolitik (Kurfürstenkrieg, 1301/02); von seinem Neffen Johann von Schwaben (“Parricida”) ermordet. Sein Nachfolger war Heinrich VII. aus dem Hause Luxembourg.

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Waldemar I. der Große [dän. Valdemar I. den Store]

König von Dänemark (1157-82); aus dem Haus Estridsson; Sohn von Knud Lavard, König von Südjütland, und Enkel von König Erik Ejegod; nachdem sein Vater von König Magnus von Schweden getötet worden war, wuchs er in Fjenneslev am Hof von Asser Rig, einem seeländischen Häuptling aus der Familie der Hvide, mit dessen Söhnen Esbern und Absalon, dem späteren Bischof von Roskilde (1158) und Erzbischof von Lund (1177), auf, der ihm 1157 zum dänischen Thron verhalf und später sein Ratgeber und dann auch Knuts IV. dessen Sohn und Nachfolger, wurde. Im Gegenzug wurde Absalon 1158 als Bischof von Roskilde eingesetzt.

Statue Köng Waldemars I. des Großen vor der St. Bendt's Kirche (Bild: Finn Larsen)

Waldemars Regierung war durch eine Politik der Versöhnung im Inneren und durch seine Beziehungen zu Kaiser Barbarossa, dem er 1158 und 1162 huldigte, und dem Sachsenherzog Heinrich dem Löwen mit dem er 1159 einen Freundschaftsvertrag schloß, gekennzeichnet. 1159 zogen Waldemar und Heinrich gemeinsam gegen die Obodriten in Mecklenburg zu Felde. Außerdem begann er im selben Jahr seine Flottenangriffe gegen die Ranen auf Rügen, da diese regelmäßig die Küsten Dänemarks verwüsteten. Am 15.6.1169 wurde deren Heiligtums am Kap Arkona verwüstet, womit Christianisierung Rügens begann. Nachdem Waldemar einen langjährigen Streit mit Bischof Eskil von Lund beendet hatte, wurde er 1165/66 von Papst Alexander III. als erblicher König anerkannt. Daraufhin ließ Waldemar 1166 seinen Sohn Knut VI. zum König ausrufen; am 25.6.1170 wurde Knud VI. in Ringsted gekrönt.

Verheiratet war er seit 1157 mit Sophia von Minsk.

Bischof Absalon reißt die Statue des Gottes der Ranen auf Rügen bei Kap Arkona nieder (Bild aus dem XIX. Jhdt.)

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Waldemar III. [dän. Valdemar III]

 

König von Dänemark (1326-30); als Waldemar V. Herzog von Schleswig (1325-26 u. 1330-64); Sohn von Herzog Erich II. von Schleswig (Sohn von Waldemar IV. und Enkel von Erich I.) und Adelheid von Holstein (Tochter von Graf Heinrich I. von Holstein-Rendsburg). Waldemar wurde 1326 im Alter von elf Jahren von seinem Onkel und Vormund Gerhard der Große an Stelle von Christoph II. zum dänischen König erhoben. Damit war Gerhard praktisch der Regent von Dänemark. Dafür ließ er sich von dem minderjährigen König Waldemar mit dem Herzogtum Schleswig belehnen. Bereits 1330 legte Waldemar die Dänenkrone nieder, da er sie gegen seine Gegner, die Söhne Christophs II., nicht verteidigen konnte. Christophs II. jüngster Sohn Waldemar IV. Atterdag folgte dem Vater auf den Thron nach der Ermordung Gerhards im Jahre 1340 nach.

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Ringsted, St.-Bendts-Kirche

Ringsted, St.-Bendts-Kirche

Ludovico Sforza gen. Il Moro (Der Dunkle)

Italienischer Herzog (1494-99); der fünfte Sohn des Herzogs Francesco I. Sforza von Mailand (*1401, †1466) und der Bianca Maria Visconti; er war einBiancha Maria Francesco I.Förderer Leonardo da Vincis und anderer Künstler. Am 18.1.1491 heiratete er Beatrice d'Este, Tochter des Ercole I. d'Este. Aufgrund des am 22.10.1494 erfolgten Attentats auf Gian Galeazzo Sforza, dem dieser zum Opfer fiel, errang er die Mailänder Herzogskrone. Um seine Herrschaft zu sichern, suchte er ein Bündnis mit Karl VIII. von Frankreich, trat jedoch nach der französischen Eroberung von Neapel im Jahre 1495 auf die Seite der Gegner Frankreichs. Seine Nichte Bianca Maria Sforza verheiratete er mit Kaiser Maximilian I. und erhielt im Gegenzug die Investitur in Mailand durch den Kaiser. Im April 1500 wurde er an die Franzosen ausgeliefert. Er starb als Gefangener auf Burg Loches. Francesco Sforza (†1511), der Sohn Gian Galeazzo Sforzas, den er bei der Erlangung der Herzogskrone Mailands übergangen hatte, wurde ebenfalls von Ludwig XII. nach Frankreich gebracht, wo er Abt von Marmoutiers wurde.

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Adel / Regenten XXXV

Omnibus salutem!