Bild: Alexander Krischnig (01/2007)
Bild: Alexander Krischnig (01/2007)

Friedrich I.

 

Herzog von Österreich (1195-98) aus dem Geschlecht der Babenberger; Sohn Herzog Leopold V.. Er folgte 1194 seinem Vater nach und beteiligte sich 1197 am Kreuzzug Kaiser Heinrichs VI.. Friedrich I. starb unvermählt bei der Rückkehr aus Palästina. Seine Gebeine wurden von Bischof Wolfger zurück nach Österreich gebracht.

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Friedrich II., “Der Streitbare”

 

Herzog von Österreich (1230-46); letzter Babenberger-Herrscher, die von 976 bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1246 - vor dem Aufstieg des Hauses Habsburg - als Markgrafen und Herzöge in Österreich herrschten. Mit seinem Tod ging Österreich an die Habsburger. Zeit seines Lebens war er in Kämpfe mit allen seinen Nachbarn verwickelt – vor allem mit den Ungarn, Bayern und Böhmen. Im Streit lag er auch mit Kaiser Friedrich II., der ihn 1236 wegen Willkürherrschaft sogar ächtete. Wien war während seiner Ächtung für ein paar Jahre freie Reichsstadt. Er konnte sich aber in Wiener Neustadt halten. 1239 kam es jedoch zu einer spektakulären Wendung in der kaiserlichen Politik – Friedrich wurde zu einem wichtigen Bündnispartner des Kaisers. Mit ihm verhandelte er über die Erhebung Wiens zu einem Bistum. Da seine Nichte Gertrud (*1226, †1288), Tochter Heinrichs von Mödling, die Hochzeit mit dem damals fast fünfzigjährigen Kaiser verweigerte, scheiterte 1245 sein Versuch, Österreich zum Königreich zu erheben und zugleich die Steiermark einzugliedern. 1241 bekämpfte er zwar erfolgreich die in Ungarn eingefallenen Mongolen, starb aber in der Schlacht gegen den Ungarnkönig Béla IV. an der Leitha bei Ebenfurth.

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Bilder: Alexander Krischnig (01/2007)

Leopold VI. “Der Glorreiche”

Herzog von Österreich (1194-1230) und Steiermark (1194-1230); entstammte dem Geschlecht der Babenberger; der jüngere Sohn Herzog Leopolds V. nahm an zwei Kreuzzügen teil: dem Albigenserkreuzzug 1212 (nicht zu verwechseln mit den Kreuzzügen ins Heilige Land!) und an Friedrichs II. gescheitertem Kreuzzug von 1228/29. Da er seine Mutter, Theodora Komnena (*1145 od. 1146, †unbekannt), von 1158 bis 1162 Königin von Jerusalem, mit Isaak Komnenus, dem letzten griechischen Herrscher über Zypern, verwandt war, erhob er gegenüber Richard Löwenherz Ansprüche auf die Insel, der sie 1191 im Rahmen des Dritten Kreuzzugs erobert hatte; er konnte seine Forderung jedoch nicht durchsetzen, da Richard Löwenherz die Insel inzwischen an Guido von Lusignan (†1194) einen französischer Ritter veräußert hatte. In der Tradition seiner Vorgänger gründete er Kloster, von denen aus das umliegende Land erschlossen wurde; seine bekannteste Gründung ist Lilienfeld in heutigen Niederösterreich. Und er gründete Städte bzw. verlieh Stadtrechte wie z.B. 1212 Enns oder 1221 Wien. Sein Nachfolger war sein einziger Sohn, der Herzog von Österreich und der Steiermark Friedrich II..

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Lilienfeld, Zisterzienserkloster

Hinweis: Das beeindruckende Grabmal in der Mitte des Chorraumes ist leer; die Gebeine Leopolds ruhen unter der Grabplatte, die sich etwas links von dem Grabmal befindet.

Ludovico Manin

 

Doge von Venedig; wurde am 9.3.1789 zum Dogen gewählt, aufgrund seines Geizes machte er sich jedoch bei der Bevölkerung Venedigs schon bald sehr unbeliebt. Nach dem Einmarsch Napoléons in Italien (1795) schlossen sich die Stadtrepubliken Genua und Venedig als einzige nicht einer Allianz gegen Frankreich an, sondern blieben neutral. Der Karneval wurde in gewohnter Manie gefeiert, ohne daß man sich um die außenpolitischen Ereignisse kümmerte. Nachdem bereits ganz Oberitalien zum Schlachtfeld französischer und österreichischer Truppen geworden war, fielen am 1.6.1796 französische Truppen im zur Republik Venedig gehörenden Verona ein, und jetzt erst reagierte die venezianische Diplomatie - viel zu spät. Am 18. April wurde in einem geheimen Zusatz des Friedensvertrages von Leoben vereinbart, daß Venetien, Istrien und Dalmatien Österreich zugesprochen werden sollte, eine Woche später lag eine französische Flotte vor dem Lido. Am 12.5.1796 legte Manin sein Amt ohne Widerstand nieder, und zum ersten Mal in der Geschichte Venedigs standen fremde Truppen auf dem Markusplatz. Damit endete auch die eigenständige Geschichte Venedigs. Am 17.10.1797 wurde Venedig im Vertrag von Campoformio Österreich zugesprochen. Nach der Niederlage Österreichs gegen Napoléon wurde Venedig 1805 an das Königreich Italien abgetreten, beim Wiener Kongreß 1815 wurde es abermals österreichisch und erst 1867 kam es wieder zurück an Italien.

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Venedig, Scalzi-Kirche (S. Maria di Nazareth)

Bild: Alexander Krischnig (03/2007)
Bild: KN (ca. 1975)

Leonidas

König von Sparta (488-480) aus dem Königsgeschlecht der Agiaden entstammend; nachdem die Perser unter Führung ihres Königs Xerxes I., der nach dem Todes seines Vater Dareios I. die Regentschaft übernommen hatte, erneut in Griechenland eindrangen und über Mittelgriechenland nach Süden vorrückten, mußte die erste griechische Abwehrstellung im Tempe-Tal kampflos aufgegeben werden. Leonidas besetzte daraufhin mit dem Landheer von 7.000 Mann am 10.7.480 v.Chr. den Thermopylen-Paß, eine Landenge zwischen hoch aufragenden Felswänden und steil abfallendem Ufer, in der Hoffnung, damit einerseits die zahlenmäßige Überlegenheit des Gegners auszugleichen, andererseits der griechischen Flotte ausreichend Zeit zu geben, nach Süden abzuziehen und eine neue Stellung zu beziehen. Als der Grieche Ephialtes seine Landsleute verriet, indem er den Persern eine Umgehung wies und diese in eine bedrohliche Zange gerieten, entließ Leonidas das Bundeskontingent und blieb mit 300 Spartiaten, 700 Thespiern und 400 Thebanern in einer aussichtslosen Situation an dem Paß zurück. Sie wurden bis auf den letzten Mann von den Persern aufgerieben. Den Leichnam des Leonidas ließ Xerxes verstümmeln.

Ὦ ξεῖν’, ἀγγέλλειν Λακεδαιμονίοις ὅτι τῇδε κείμεθα, τοῖς κείνων ῥήμασι πειθόμενοι (o xein angellein Lakedaimoniois hoti tede keimatha tois keinon remasi peithomenoi - dt.: Wanderer, kommst Du nach Sparta, verkündige dorten, daß Du uns habest hier liegen sehn, wie das Gesetz es befahl (Übersetzung des Epigramms: Friedrich von Schiller).

 

Leonidas an den Thermopylen, pinxit Jacques-Louis David (1814)

Blick auf die Thermopylen (pixit Edward Dodwell, 1821)

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Thermopylai, Griechenland

Bild: Michael Görgl (09/2005)
Bild: Robert Wallace (04/2006) flickr.com
Bild: Anneliese Nerger

Mehmet V. Resat Resat Efendi

Vorletzter osmanischer Sultan; der Sohn von Abdülmecid und (Halb-)Bruder von Abdülhamid II. (*1842, †1918) wurde nach dessen Sturz durch die Jungtürken ab 27.4.1909 Sultan. In seiner langen Zeit als Prinz von der Politik ebenso wie von westlicher Kultur und Bildung ferngehalten, beschäftigte er sich mit orientalischer und islamischer Bildung und Gelehrsamkeit. Sein Persisch soll perfekt gewesen sein, europäische Sprachen hingegen beherrschte er nicht. Als Herrscher hatte er keinen Einfluß auf die Politik. Auf Wunsch seiner deutschen Verbündeten ließ er am 14.11.1914 den “Heiligen Krieg” verkünden.

Mit Kaiser Wilhelm II. und Kaiser Franz Joseph I. von Österreich (Unterschrift: Sultan Mehmet Han Hamis el-Gazi ve Müteffikleri, Der siegreiche Sultan Mehmed V. und seine Verbündeten),

 

 

 

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Bild: Dr. Hans-Peter Laqueur (ca. 1984)

Istanbul OT Eyüb

Bild: Chris (08/2003)

Eduard VIII. [engl. Edward]

König des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, Kaiser von Indien; ab 1936 Herzog von Windsor; ältester Sohn Georgs V.; bestieg nach dessen Tode im Januar 1936 den englischen Thron. Bereits im Dezember dankte er ab, da er seine Geliebten Wallis Simpson née Warfield, eine zweifach geschiedene US-Amerikanerin, die er 1931 kennengelernt hatte, heiraten wollte, sie jedoch vom englischen Hof abgelehnt wurde und die Church of England, deren Oberhaupt Eduard war, die Wiederverheiratung von Geschiedene untersagt, solange deren Partner noch am Leben sind; beide Ex-Ehemänner von Simpson (Winfield Spencer und Ernest Simpson) waren noch am Leben. Es gab aber auch eine allgemeine Ablehnung gegenüber der Amerikanerin; so gab es eine ganze Reihe von bislang allerdings nicht bestätigten Gerüchten über ihr Vorleben und ihre Charaktereigenschaften; u.a. hieß es, Simpson sei Joachim von Ribbentrops Geliebte gewesen, als er als Botschafter des Deutschen Reichs in England war. Nach der Heirat des Paares, dem Nähe zum Nationalsozialismus nachgesagt wurde, im Juni 1937 führten sie einen sehr aufwendigen Lebensstil, reisten sehr viel und waren Mitglieder des fidelen “Jet-Sets”. Der Nachfolger Eduards auf dem englischen Thron wurde Georg VI., der jüngere Bruder Eduards und Vater von Königin Elisabeth II. (*1926).

Abdankungsurkunde Eduards VIII.zoom

 

 

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Bassie Wallis Simpson

1970 

Herzogin von Windsor; seit 1937 Gemahlin des Herzog von Windsor, der als Eduard VIII. ihretwegen im Dezember 1936 abgedankt hatte. Sie galt als sehr umstritten und war insbesondere in Großbritannien unbeliebt. Viele der Gerüchte, die sie umgaben, sind nach wie vor unbestätigt, da die Akten noch unter Verschluß liegen. U.a. hieß es, Simpson sei Joachim von Ribbentrops Geliebte gewesen war, als dieser als Botschafter des Deutschen Reichs in England war. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges sollen sie und Eduard Pläne verfolgt haben, mit Hilfe Adolf Hitlers und Benito Mussolinis den englischen Thron zurückzugewinnen. Nach dem Krieg soll Simpson eine Affäre mit Jimmy Donahue, einem homosexuellen Sproß der Woolworth-Dynastie gehabt haben.

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Bild: Chris (08/2003)

Frogmore, Royal Burial Site

Heiligenkreuz, Kapitelsaal des Klosters

Heiligenkreuz, Kapitelsaal des Klosters

Frogmore, Royal Burial Site

Hinweis: Die Landschaft hat sich in den vergangenen 2500 Jahren stark verändert. Lt. Herodot war der Durchgang zwischen dem Ufer des Golfes und dem Gebirge zu seiner Zeit an den beiden engsten Stellen (Alpenoi und Anthele) nur so breit, daß ein Pferdewagen kaum hindurchkam.

Adel / Regenten XLI

Omnibus salutem!