Bilder: Alexander Krischnig (10/2007)

Tatoi, Königlicher Friedhof

Paul I. [griech. Παύλος Α΄]

König von Griechenland (1947–1964); Sohn Konstantins I. und Bruder Georgs II. und Alexanders I.;

Zurück zur Personenliste

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Friederike Luise Thyra Victoria Margarita Sophia Olga Cecilia Isabella Christa [griech. Φρειδερίκη]

Bild: US Federal Governmentno_copyright

Königin von Griechenland; Prinzessin von Hannover; Herzogin zu Braunschweig-Lüneburg; die Tochter von Herzog Ernst August von Braunschweig (*1887, †1953) und dessen Gemahlin Viktoria Luise (*1892, †1980), der Tochter Kaiser Wilhelms II.; heiratete 1938 Prinz Paul von Griechenland, den späteren König Paul I., Sohn von König Konstantins I. von Griechenland und Prinzessin Sophia von Preußen, der Schwester Kaiser Wilhelms II., war; sie heiratete somit den Cousin ihrer Mutter.

Zurück zur Personenliste

 

 

 

 

 

 

 

 

Andreas [griech. Ανδρέας]

 

Prinz von Griechenland; Prinz von Dänemark; vierter Sohn König Georgs I. von Griechenland und der Großfürstin Olga Konstantinowna Romanowa, der Nichte Zar Alexanders II.; Enkel Christians IX. von Dänemark; Vater Prinz Philipps (*1921), des Herzogs von Edinburgh, und demnach Schwiegervater von Königin Elisabeth II. (wenn er auch noch vor deren beider Vermählung verstarb). Deren gemeinsamer Sohn Andrew (*1960) wurde nach Andreas, seinem Großvater väterlicherseits, benannt.

Zurück zur Personenliste

Bilder: Alexander Krischnig (10/2007)
Bilder: Alexander Krischnig (10/2007)
Bild: Alexander Krischnig (10/2007)

Grabmal Pauls und Friederikes

Bild: Alexander Krischnig (10/2007)

München, St. Michael Kirche

Bilder: Alexander Krischni (10/2007)

Karl Theodor

Kurfürst von der Pfalz; Kurfürst von Bayern; der Sohn Herzog Johann Christians von der Pfalz-Sulzbach und Marie Anne Henriëtte Leopoldine de La Tour d'Auvergne übernahm 1741 die Nachfolge im Herzogtum Pfalz-Sulzbach und gewann sukzessive durch Erbfolge alle bayerischen und pfälzischen Besitzungen der Wittelsbacher hinzu. Um Ansprüche Kaiser Josephs II. zu befriedigen, überließ er Österreich einige bayerische Gebiete, was Preußen veranlaßte, den Bayerischen Erbfolgekrieg 1778/79 auszulösen. Seit 1777 war Karl Theodor drittgrößter Territorialherr in Deutschland. Im 1.  Koalitionskrieg gegen das revolutionäre Frankreich (1792-97) mußte er die Besetzung von Teilen seiner Gebiete durch französische Truppen hinnehmen, floh 1796 nach Dresden. Im 2.  Koalitionskrieg (1798-1802) unterstellte er seine Armee österreichischem Oberbefehl. Innenpolitisch stieß er zahlreiche Reformen an und betätigte sich als Mäzen. So gründete er u.a. 1763 die Mannheimer Akademie der Wissenschaften, in Düsseldorf das Collegium Anatomico-Chirurgicum und im Jahre 1780, ebenfalls in Mannheim, die Societas Meteorologica Palatina als 3. Klasse der Akademie. Per Edikt verbot er 1785 alle ohne landesherrliche Bestätigung gegründeten Geheimgesellschaften, darunter den Illuminatenorden und die Freimaurer, die als “landesverräterisch“ und ”religionsfeindlich“ eingestuft wurden.

Da Karl Theodor, seit 1742 in erste Ehe mit seiner Kusine Elisabeth Auguste, ältester Enkelin des Kurfürsten Karl Philipp, in zweiter Ehe seit 1794 mit Erzherzogin Maria Leopoldine von Österreich-Este verheiratet, keine direkten männlichen Nachkommen hatte, fielen seine Länder an Herzog Max IV. von Pfalz-Zweibrücken, den späteren König Maximilian I. Joseph von Bayern.

Zurück zur Personenliste

München, Theatinerkirche, Fürstengruft

Bilder: Alexander Krischnig (10/2007)

Ferdinand Maria

Kurfürst von Bayern; ältester Sohn Kurfürst Maximilians von Bayern und dessen zweiter Frau Maria Anna, der Tochter Kaiser Ferdinands II.. Nach seiner Ausbildung in den Staatswissenschaften durch Jesuiten vermählte ihn sein Vater mit der erst 14-jährigen Henriette Adelheid von Savoyen am 11.12.1650 per procurationem in Turin. Nach dem Tod seines Vaters 1651 stand er zuerst unter Vormundschaft seiner Mutter, die währenddessen Regentin war. Sein Onkel Herzog Albrecht fungierte dabei als Landesadministrator. Durch seine zurückhaltende Politik gegenüber Frankreich unter Ludwig XIV. konnte er den Frieden für Bayern wahren und durch die Einführung merkantilistischer Wirtschaftsmethoden die Folgen des Dreißigjährigen Krieges schneller als andere deutsche Länder überwinden. Zwar gab es zeitweise Pläne, eine bayerische Kolonie bei New York zu erwerben, doch wegen seiner oben erwähnten zurückhaltenden Politik wurde auf dieses Vorhaben verzichtet. Durch seine Ehefrau Henriette Adelheid von Savoyen zog der italienische Barock mit zahlreichen Musikern, Künstlern und Architekten in Bayern ein. Nach der Geburt des langersehnten Thronfolgers Maximilian Emanuel 1662 gab das Kurfürstenpaar Schloß Nymphenburg und die Theatinerkirche in Auftrag.

Zurück zur Personenliste          

Tatoi, Königlicher Friedhof

Tatoi, Königlicher Friedhof

München, Theatinerkirche, Fürstengruft

Gisela Louise Marie eigentl. Gisella Luise Marie

           

Erzherzogin von Österreich; Prinzessin von Bayern; zweite Tochter des Kaisers Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeths; da sie zu ihrer Mutter kein herzliches Verhältnis entwickeln konnte, wurde sie von ihrer Großmutter, der Erzherzogin Sophie, erzogen. Eine sehr innige Beziehung hatte sie hingegen zu ihrem jüngeren Bruder, dem Kronprinzen Rudolf. Beide blieben selbst nach Giselas Hochzeit und ihre Übersiedelung nach Bayern, nachdem sie am 20. April 1873 in Wien im Alter von 16 Jahren Leopold Prinz von Bayern, Sohn Prinzregenten Luitpolds von Bayern, stets in Kontakt. Die Selbsttötung ihres Bruder hat sie zeitlebens nicht überwinden können. Das Verhältnis zu ihren Schwiegereltern entwickelte sich herzlich, während ihre Mutter sich nur zur Taufe der ersten Tochter Giselas, Elisabeth Marie Auguste von Bayern (*1874, †1957) blicken ließ. Ihr Leben war von sozialem und kirchlichem Engagement geprägt; so richtete sie u.a. während des Ersten Weltkriegs ein Lazarett in ihrem Münchner Palais ein. Nach der bereits zweijährig verstorbenen Schwester Sophie und ihrer jüngeren Schwester Marie Valerie verstarb Gisela als letztes Kind des Kaiserpaares.

Zurück zur Personenliste

Gabrielle d'Estrées

       ~16199      1600

Herzogin von Beaufort und Verneuil (ab 1597), Marquise von Monceaux (ab 1594); Tochter des Großmeisters der Artillerie Antoine d’Estrées. König Heinrich IV. lernte die gerade 18 Jahre alte blonde Schönheit kennen, als er gemeinsam mit Roger de Bellegarde, dem königlichen Oberstallmeister, der von ihr geschwärmt hatte, zu einem Besuch auf Schloß Cœuvres kam und sich, kaum daß er sie sah, in sie verliebte, während sie sich wenig geschmeichelt zeigte. Als er sie wenig später in Compiègne empfing, zeigte ihm Gabrielle, die - noch immer finanziell abhängig - bei ihrem Vater in Cœuvres  wohnte, die kalte Schulter und ließ sie ihn mit den Worten:“Ich werde euch nie lieben!” stehen. Aber Heinrich gab nicht auf; er verheiratete sie im April 1592 in der Kathedrale von Nayon als Titular-Ehemann mit dem sechsunddreißg Jahre alten Nicolas d’Armeval. dem Lehnsherrn von Liancourt, nachdem dieser sich für die Herrschaft über Falvy-sur-Somme und einer Summe von achttausend Ecus dazu bereit erklärt hatte. Er besuchte sie immer wieder und versuchte sie zu überreden, zu ihm zu kommen; sie aber zierte sich, so daß er in einem Brief klagte: “Euer Zögern bringt mich um!” Schließlich aber wurde sie seine Geliebte und mit der Zeit seine engste Vertraute, begleitete ihn sogar als Hochschwangere - am 7.6.1594 schenkte sie einem Knaben das Leben, der den Namen César erhielt - auf seinen zahlreichen Feldzügen, um in seiner Nähe zu sein. Sie bestärkte ihn in der Absicht, zum Katholizismus überzutreten, um den Einfluß der Heiligen Liga zu brechen. Während seine Ehe mit Margarete von Valois kinderlos blieb, entsprangen der Beziehung mit Gabrielle vier Kinder, wobei eines der Kinder bei der Geburt starb. Nach der Gebur tCésars wurde sie zur Marquise de Monceaux und zur offiziellen Mätresse des Königs von Frankreich erhoben. Als der Papst seine Zustimmung zur Lösung der Ehe Heinrichs mit Margareten von Valois erteilt hatte und Heinrich sich von seiner Gattin scheiden ließ, wollte er seine Geliebte heiraten. Dazu kam es aber nicht nur nicht, weil erheblicher Widerstand gegen eine solche Verbindung entstand, sondern weil Gabrielle d’Estress unter ungeklärten Umständen plötzlich verstarb. Am 23.2.1599 hatte er sich entschlossen, sie zu heiraten, was er auch vor anläßlich einer Karnevalveranstaltung geladenen Gästen bekanntgab. Da, einem Brauch gemäß, das Paar vor der Hochzeit einige Wochen zur Besinnung getrennt verbringen soll, trennen sich Heinrich und Gabriele; während er in Fontainbleau blieb, wohin der Hof übersiedelt war, reiste Gabriele zu Sebastian Zamer, einem in kürzester Zeit reich gewordenen italienischen Bankier. Kurz nachdem sie bei Mahl eine Zitrone probiert hatte, wurde ihr übel und schwindlig, bekam starke Schmerzen, die am Abend jedoch nachließen. Am nächsten Morgen, Karfreitag, kamen die Leibschmerzen heftiger als zuvor zurück. Da die Ärzte glaubten, eine Frühgeburt könnten die Ursache sein, holen sie das Ungeborene “zerstückelt und zerkleinert” aus ihrem Leib. Das Leiden ließ jedoch nicht nach; erst am Ostersonnabend, morgens gegen 6 Uhr verlor Gabrielle d'Estrées. inzwischen blind und taub, das Bewußtsein und verstarb. Die einen glaubten, sie sei vergiftet worden, weil der Großherzog der Toskana, Ferdinand I. de’ Medici, seine Nichte Maria de’ Medici mit Heinrich vermählen wollte, andere vermuteten, der Tod sei die Folge von Komplikationen in der erneuten Schwangerschaft gewesen.

Gabrielle d’’Estress mit ihrer älteren Schwester Diana

_____________________________________________________________________

1 Eine ihrer späteren Rivalinnen, Louise Margarethe von Guise (*1588, †1631), Tochter von Henri I de Lorraine, die Heinrich 1605 an Franz von Bourbon, Prinz von Conti verheiratete, und Verfasserin der Histoire des amours de Henri IV., beschrieb sie wie folgt: “Ihre Augen leuchteten in himmelblauer Bläue unter zwei pechschwarzen, elegant geschwungenen Brauen, ihre Nase war leicht gebogen, die Lippen purpurfarben und der Hals vom feinsten und schönsten Elfenbein. Die Farbe ihrer Hände glich der von Rosen und Lilien vereint, und ihre Formen waren so vollendet, daß man sie als Meisterwerk der Natur bezeichnen konnte.”

Zurück zur Personenliste                   btn_up

Bild: Reinhard Hauke (08/2012) Wikipedia.de

Cergy-Pontoise OT Saint-Ouen-l'Aumône (Dép. Val-d’Oise),Abbaye de Maubuisson 

cc_somerightsreserved
Adel / Regenten LVII

Omnibus salutem!