Bild: Alexander Krischnig (01/2008)

Ludwig VI. “der Dicke” (le Gros)

König von Frankreich (1108-37); Vater Ludwigs VII.; ältester Sohn König Philipps I. und dessen erster Frau Bertha von Holland, wurde auf den Namen Louis Thiébaut getauft. Er war seit 1100 König und Mitregent seines Vaters und folgte ihm am 29.7.1108 auf dem Thron. Verband sich, beraten von Abt Suger von Saint-Denis, mit der Kirche, unterwarf die Barone der Domaine royal (Krondomäne), begünstigte die nordfranzösischen Städte, womit er den Aufstieg des französischen Königtums einleitete.

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Bild: Alexander Krischnig (01/2008)

Johann II. “der Gute” (Jean le Bon)

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König von Frankreich (1350-64); Sohn König Philipps VI.; geriet während des Hundertjährigen Krieges in der Schlacht bei Maupertuis (bei Poitiers) 1356 in englische Gefangenschaft und wurde von Eduard, dem Schwarzen Prinzen, nach England gebracht. Während seiner Gefangenschaft übernahm sein Sohn Karl, der spätere Karl V., für den Abwesenden die Regentschaft. 1360 entließ man Johann nach Frankreich, um ihm die Gelegenheit zu geben, das im Frieden von Brétigny, bei dem das ganze südwestliche Frankreich abgetreten werden mußte, für seine Freilassung vereinbarte Lösegeld aufzubringen. Johann konnte die geforderte Summe allerdings nicht beschaffen und kehrte 1364 freiwillig in die Gefangenschaft nach England zurück, wo er noch im gleichen Jahr starb.

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Bild: Alexander Krischnig (01/2008)

Philipp VI.

König von Frankreich (1328-50); Enkel König Philipps III. und Neffe König Philipps IV., des Schönen, nach dessen Tod er die Regentschaft in Frankreich übernahm, obwohl auch Eduard III. aus dem Hause Plantagenet, ein Enkel Philipps IV., Anspruch auf den französischen Thron erhob. Dieser Anspruch und der daraus resultierende Streit löste 1337 den mit Unterbrechungen bis 1453 andauernden sogenannten Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England aus, in dem die Franzosen hohe Verluste erlitten. Nach Niederlagen der Franzosen (1340 der französische Flotte vor Sluis, 1346 bei Crécy, 1347 Eroberung Calais) schloß Philipp mit Eduard III. einen Waffenstillstand, der bis zu seinem Tod hielt. Um den Krieg gegen England finanzieren zu können, nahm er hohe Kredite auf und erhob drückende Steuern, u.a. die unpopuläre Salzsteuer. 1349 gelang es Philipp, die Dauphiné für Frankreich zu gewinnnen.

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Links auf dem Bild: Johann II.

Bild: Alexander Krischnig (01/2008)

Philipp V. “der Lange” (le Long)

König von Frankreich und Navarra (1316-22); zweiter Sohn König Philipps IV.; führte nach dem Tod seines älteren Bruders Ludwig X. für dessen Sohn und Nachfolger Johann die Regentschaft; nach Johanns Tod 1316 ließ er sich selbst zum König proklamieren. 1320, am Ende des Krieges gegen Flandern, der unter Philipp IV. ausgebrochen war, konnte sich Frankreich flämisches Territorium sichern. Philipp führte im Inneren Verwaltungsreformen durch und strebte eine Vereinheitlichung der Münzen, Gewichte und Maße an, stieß damit aber bei den Generalständen auf heftigen Widerstand. Er starb ohne männlichen Erben. Die Nachfolge trat sein jüngerer Bruder Karl IV. an.

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Bild: Alexander Krischnig (01/2008)

Ludwig X. “der Zänker” (le Hutin)

König von Frankreich und Navarra (1305-14); ältester Sohn Philipps IV. von Frankreich und seiner Gemahlin Johanna von Navarra. 1305 wurde er König von Navarra und im Jahre 1314 auch von Frankreich. Von 1305 bis 1316 war er ebenfalls Graf von Champagne. Ludwig X. befand sich bei Übernahme der Herrschaft in einer schwierigen Situation, da die hohen Steuern, die sein Vater kurz vor seinem Tod gefordert hatte, allgemeinen Widerstand auslösten. In einzelnen Provinzen, so im Vermandois, in der Picardie, der Normandie, der Champagne, in Burgund und auch im Süden, schlossen sich die Adligen zu "Ligen" zusammen, um ihre Interessen durchzusetzen. Sie verlangten die Aufhebung der allgemeinen Steuer (taille), das Aufhören der Münzverschlechterung und der Eingriffe der königlichen Richter in die Gerichtsrechte der Barone sowie eine Anerkennung des Fehderechts des Adels. Den Ligen gelang es allerdings nicht, die Position des Königtums entscheidend zu beschränken, wenn auch Ludwig X. im Laufe des Jahres 1315 in einer Reihe von Urkunden den einzelnen Adelsgruppierungen gewisse Zugeständnisse machte.

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Bild: Alexander Krischnig (01/2008)

Ludwig III.

 

König von Frankreich und Navarra (879-882); der Sohn Ludwigs II. (Ludwig der Stammler) von Westfranken, Bruder Karlmanns II.; wurde im September 879 durch den Erzbischof von Sens geweiht und somit zum König der Westfranken. Iim gleichen Jahr kam es zu Gebietsabtretungen (westliches Lotharingien) an Ludwig (Ludwig III., der Jüngere, König in Ostfranken). Diese Abtretung wurde im Vertrag von Ribemont 880 beurkundet. Im März 880 erfolgte in Amiens eine interne Reichsteilung zwischen Ludwig und seinem Bruder Karlmann. Ludwig erhielt Franzien und Neustrien und Karlmann den Süden. Die ganze Karolingerzeit hindurch kam es zu Einfällen der Wikinger und auch Ludwig III. schaffte es nur kurz mit der Schlacht bei Saucourt (3.8.881), die Angriffe der Normannen abzuwehren. Dieser Sieg wird im althochdeutschen Ludwigslied besungen. Ludwig starb kinderlos.

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Bild: Alexander Krischnig (01/2008)

Louise von Lothringen

Königin von Frankreich (1575-89); seit 15.2.1575 Gattin Heinrichs III.; Schwester Karls IX.; erbte das Schloß Chenonceaux, auf dem ihre Schwiegermutter Katharina von Medici berühmte Feste veranstaltet hatte und das sie nach der Ermordung des Königs am 2.8.1589 für den Rest ihres Lebens zu einem Trauerhaus machte. Da sie ihr Gesicht mit einem weißen Schleier verhängte wurde sie “La Reine Blanche” (weiße Königin) genannt.

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Saint-Denis, Basilika

Saint-Denis, Basilika

Saint-Denis, Basilika

Saint-Denis, Basilika

Saint-Denis, Basilika

Saint-Denis, Basilika

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Philipp V.

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König von Spanien; Herzog von Anjou (1683-1710); zweiter Sohn des Dauphin Ludwig von Frankreich (*1661, † 1711) und dessen Gemahlin Maria Anna von Bayern (*1660, † 1690); wurde 1700 von seinem Großvater Ludwig XIV. von Frankreich als Erbe der spanischen Habsburger und damit zum König von Spanien proklamiert. Diese Proklamation war der Auslöser für den von 1701 bis 1713/14 währende Spanische Erbfolgekrieg, da die österreichischen Habsburger sowie weitere europäische Staaten sein Erbrecht bestritten. 1724 dankte Philipp, dessen Regierungsfähigkeit unter seinen Depressionen litt, zugunsten seines ältesten Sohnes Ludwig I. Philipp ab, übernahm jedoch nach dessem frühen Tode im Jahre 1724 erneut die Herrschaft für zwölf Jahre bis zu seinem Tode.

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Philipp V. im Kreise seiner Familie (v.l. Ferdinand VI, Philipp V, der spätere König Ludwig I., Philipp, der der zukünftige Herzog von Parma, Elisabeth Farnese, ein Porträt der Infantin Mariana Victoria, der künftigen Gattin Ludwigs XV, von Frankreich, der spätere König Karl III.)

Elisabeth Farnese [span. Isabel de Farnesio]

farnese_elisabeth1_bd       1698        1739

Königin von Spanien; Tochter des Erbherzogs Odoardo II. Farnese von Parma und Piacenza (*1666, †1693) und seiner Gemahlin Dorothea Sophie von Pfalz-Neuburg; Sie war Erbin des kinderlosen letzten Herzogs Antonio Farnese, der am 20. Januar 1731 starb. Das Erbe bestand aus dem Herzogtum, aber auch dem Besitz der Familie in und um Rom, dem Palazzo Farnese, der Villa Farnese, der Villa Farnesina, v.a. aber den Farnesischen Sammlungen.

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Bild: Bocachete (12/2007)
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San Ildefonso, Mausoleum des Schlosses La Granja

Adel / Regenten LXI

Omnibus salutem!