Elisabeth Petznek née Erzherzogin Elisabeth

                   ca. 1910

Erzherzogin; die einzige Tochter von Kronprinz Rudolf und seiner Frau Stephanie von Belgien war das Lieblingsenkelkind von Kaiser Franz Joseph I.. Sie war in erster Ehe mit Otto Fürst zu Windisch-Graetz verheiratet. Die Ehe war sehr unglücklich, konnte jedoch erst nach dem Tod des Großvaters undmit Otto Fürst zu Windisch-Graetz dem Zusammenbruch der Donau-Monarchie geschieden werden. Es folgte ein erbitterter Kampf um die vier Kinder, bei dem sich Elisabeth auch Hilfe bei den Sozialdemokraten holte und in dieser Zeit eine Lebensgemeinschaft mit dem sozialdemokratischen Lokalpolitiker Leopold Petznek einging. Sie begleitete ihn auf zahlreiche Versammlungen und Aufmärsche; 1948 heiratete das Paar, und aus der ursprünglichen Erzherzogin Elisabeth wurde Elisabeth Petznek. Sie ging als die "rote Erzherzogin" in die Geschichte ein. Ihr beträchtliches Vermögen vermachte sie der Gemeinde Wien.

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Bild: KN (08.10.2005)

Hinweis: Der Grabstein trägt keinerlei Inschrift oder Namen. Ihr zweiter Ehemann ist in der selben Grabstätte beerdigt worden; ihr erster Mann, Otto zu Windisch-Graetz, ruht auf dem Friedhof des Schweizerischen Lugano-Castagnola.

Wien, Hütteldorfer Friedhof

Olga von Griechenland und Dänemark

 

 

Prinzessin von Griechenland; älteste Tochter des griechischen Prinzen Nikolaus, einem Sohn von König Georg I., und dessen Gemahlin Großfürstin Jelena Wladimirowna Romanowa von Rußland; Schwester von Herzogin Marina von Kent, Cousine von Prinz Philipp, Herzog von Edinburgh; Ehefrau von Prinzregent Paul von Jugoslawien, den sie am 22. Oktober 1923 in Belgrad heiratete, nachdem sie 1922 zunächst mit dem dänischen Kronprinzen Frederik, dem späteren König Friedrich IX. verlobt war. Nach dem Attentat auf Alexander I. trat Paul die Regentschaft für seinen noch nicht volljährigen Neffen Peter II. an. Das Paar hatte drei Kinder: Elisabeth, Alexander und Nikola. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ging die Familie ins Exil nach Südafrika. Als Griechenland 1975 Republik wurde, verlor sie den griechischen Titel; es blieb ihr nur ihr dänischer Titel. Ihre Enkeltochter aus der Ehe ihrer Tochter Elisabeth mit Howard Oxenberg ist die US-amerikanische Schauspielerin Catherine Oxenberg.

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Bild: Alexander Krischnig (2008)

Lausanne, Cimetière du Bois-de-Vaux

Dreux (Dép. Eure-et-Loir), Chapelle Royale

Bilder: Bernd Wolter (08/2010)

Elisabeth Alexandra Luise Alice

1887

Prinzessin von Hessen-Darmstadt und bei Rhein; russische Großfürstin; zweite Tochter Großherzog Ludwigs IV. und dessen Gattin Alice, einer Tochter Königin Victorias; damit deren Enkelin; ältere Schwester der letzten russischen Zarin Alexandra und durch Heirat mit Großfürst Sergei Alexandrowitsch auch Sergejselbst Mitglied der kaiserlichen Familie und unter dem Namen Jelisawjeta Fjodorowna Romanowa Großfürstin von Rußland. Das Paar heiratete am 3.6.1884 in der Kapelle des Winterpalastes in Sankt Petersburg; die Ehe verlief unglücklich und blieb kinderlos. Als ihr Mann nach einem durch dem Terroristen Iwan Kaljajew verübten Bombenattentat getötet worden war, entschied sie sich, ihr Leben den Leidenden und Armen zu widmen und gründete nach Ablauf des Trauerjahrs in Moskau ein Kloster, das Martha-Maria-Kloster der Barmherzigkeit. Als die Oktoberrevolution 1917 um sich griff, schlossen die Bolschwiki das Kloster als “Brutstätte des Aberglaubens”(1926 wurde das Kloster geschlossen und die Schwestern nach Zentralasien deportiert). Wie andere der Romanows auch, wurde Elisabeth nach nach Alapajewsk verbracht, und während des beginnenden Russischen Bürgerkriegs wurde sie im April 1918 zuerst nach Perm und anschließend nach Jekaterinburg verbannt. Ein Tag nach der Ermordung der Zarenfamilie in Jekaterinenburg am 16.7.1918 ermordete die Tscheka auch die in Alapajewsk internierten Romanows. Nachdem das Gebiet vorübergehend durch die Weiße Armee zurückerobert worden war, barg man die Leichen, die in einer stillgelegten Grube gebracht und in einen Schacht gestoßen worden waren, und nahm sie mit in das sibirische Tschita. Währen die gemeinsam mit elisabeth ums Leben gekommenen Romanow-Prinzen ihre letzte Ruhestätte in Peking fanden, wurden die sterblichen Überreste Elisabeths auf Betreiben ihrer Schwester Viktoria von Hessen-Darmstadt, 1920/1921 durch die britische Regierung von Peking nach Palästina gebracht und im russisch-orthodoxen Maria-Magdalenen-Kirche in Jerusalem beigesetzt, das sie 1888 zusammen mit ihrem Mann besucht hatte. Heute wird Elisabeth in Rußland wie eine Heilige verehrt.ie erhaltenen Gebäude des Konvents an der Odrynka wurden 1992 der Kirche zurückgegeben.

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Bilder: Deror Avi (04/2009) wikipedia.org

Jerusalem, Maria-Magdalenen-Kirche

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Mausolos II. [griech. Maussolos]

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Persischer Satrap von Karien (377-353 v. Chr.) aus der mylasischen Dynastie der Hekatomniden; als sich die Satrapen gegen die strikte Zentralherrschaft der Perser unter König Artaxerxes II. erhoben, ergriff Mausolos die Gelegenheit, sein Gebiet erheblich zu erweitern. Er blieb zwar weiterhin nominell unter persischer Oberhoheit, tatsächlich aber errichtete er eine souveräne Herrschaft. Im sog. Ersten Attischen Bundesgenossenkrieg (357-355 v. Chr.) unterstützte Mausolos die abtrünnigen Inseln Chios, Rhodos und Kos, die ihn um Hilfe gegen den von Athen dominierten Attischen Seebund gebeten hatten und sich unabhängig erklären wollten. Ab etwa 370 v. Chr. ließ er Halikarnassos ausbauen, wohin er die karische Residenz von Mylasa verlegt hatte. Für den Ausbau zog er griechischen Architekten heran. Eines der von ihm initiierten Bauwerke war das Mausoleum, das allerdings erst nach seinem Tode unter seiner Schwester, Gattin und Nachfolgerin Artemisia II. vollendete wurde und sein Grabmal wurde.

Fries vom Mausoleum

Es wurde  von den Architekten Pytheos und Satyros errichtet und von den Bildhauern Skopas, Bryaxis, Timotheos und Leochares prachtvoll ausgeschmückt. Bereits in der Antike galt das mehr als 50 Meter hohe Grabmal als eines der Sieben Weltwunder, und sein Name wurde zum Synonym für alle späteren monumentalen Grabbauten.

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Bodrum (ehem. Halikarnassos) Türkei

Mittelalterliche Phantasiedarstellung

Rekonstruktionsversuch

Bild: Kapto (Wikipedia.org

Blick auf einen Teil des Geländes, auf dem einst das Mausoleum stand.

Roxelana [türk. Haseki Hürrem Sultan] eigentl. Aleksandra Lisowska

                         

Lieblingsgemahlin des osmanischen Sultans Süleiman I. mutmaßlich die Tochter eines ruthenischen Priesters; wurde im Rahmen eines der Raubzüge der Krimtataren entführt und als Sklavin nach Istanbul verkauft und kam dort in den Harem des Padischahs. Sie löste als Lieblingskonkubine Mahidevran (auch Gülbahar), Mutter des erstgeborenen Sultanssohnes Mustafa, als Haseki Sultan (Hauptfrau des Sultans) ab. Nachdem es zu einer tätlichen Auseinandersetzung mit der eifersüchtigen Mahidevran gekommen war, in deren Verlauf Roxelana im Gesicht verletzt worden war, verbannte Süleiman die Verursacherin des Streits gemeinsam mit ihrem Sohn, den “Erbprinzen”, in die Provinzhauptstadt Manisa (Mustafa wurde später erdrosselt). Roxelana war nun die Favoritin des Sultans geworden und blieb auch nach der Geburt des ersten Sohnes entgegen der Gepflogenheiten im Serail und gebar weitere Kinder. Nach dem Tode der Mutter Süleimans, Valide Aişe, heiratete er Roxelana im Sommer des Jahres 1534. Aufgrund ihrer privilegierten Stellung gelang es ihr, jegliche Konkurrenz auszuschalten, was ihr insbesondere gelang, als sie nach dem Brand des alten Serails im Jahre 1541 in das Topkapi-Serail zog und dort direkt Einfluß auf den Sultan nehmen konnte. Als Haseki Hürrem Sultan gewann sie nahezu unumschränkten Einfluß auf den Sultan, wobei sie sich auch auf nationale und internationale politische Angelegenheit Einfluß nahm. Dieser war so bedeutend und unerklärbar zugleich, daß man sie auch als Hexe bezeichnete. Für ihre Söhne erlangte sie das Anrecht auf den Thron. Im Jahre 1566 wurde ein Sohn Roxelanas als Selim II. Süleimans I. Nachfolger.

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Istanbul, Türbe bei der Süleiman-Moschee

Bild: M. Brueckner (02/2010)

Otto Weriand Hugo Ernst Prinz (seit 1902 Fürst) zu Windisch-Graetz

               

Österreichischer Adliger; wurde durch seine Heirat am 23.1. 1902 in Wien mit der Erzherzogin Elisabeth Marie von Österreich, der sogenannten "roten Erzherzogin", bekannt. Kaiser Franz Joseph hatte der Heirat zugestimmt, obwohl Windisch-Graetz der Braut nicht voll ebenbürtig war. Anläßlich der Vermählung erhob er den Bräutigam in den persönlichen Fürstenstand. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor, um die ein erbitterter Kampf stattfand, als sich das. Ehepaar 1924 trennte

 

 

 

 

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Lugano-Castagnola

Bilder: Matthias Bauer (06/2012)
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Victoria Alice Elizabeth Julia Marie von Battenberg

1885

Prinzessin von Hessen-Darmstadt; Prinzessin von Griechenland; Tochter des Prinzen Ludwig von Battenberg (später Louis Mountbatten) und der Prinzessin Viktoria von Hessen-Darmstadt; Mutter von Philip Mountbatten, Herzog von Edinburgh und somit die Schwiegermutter von Königin Elisabeth II.: Alice seit ihrer Geburt taub, erlernte in mehreren Sprachen Lippenlesen. 1903 heiratete sie in Darmstadt Prinz Andreas von Griechenland, den vierten Sohn des Königs Georg I. von Griechenland und dessen Gemahlin Olga Konstantinowna Romanowa und Enkel von König Christian IX. von Dänemark. 1922 mußte sie mit ihrem Mann Griechenland verlassen, nachdem das griechische Heer durch die Türken unter Kemal Atatürk besiegt worden war, und ging nach Paris ins Exil, wo Alice ein Kunstgeschäft eröffnete, in dem sie Handstickereien, Spitzen und Bilder verkaufte.

Prinzessin Alice (pinxit Philip Alexius de László, 1922) 

1930 wurde bei ihr Schizophrenie diagnostiziert. Nach mehrjährigen Aufenthalten in Sanatorien lebte sie dauerhaft getrennt von ihrem Ehemann, der 1944 in Monaco starb. Nach Griechenland zurückgekehrt, entsagte sie im Jahre 1948 allen Titeln und trat in den Nonnenorden Maria und Martha ein, den sie nach dem Vorbild ihrer Tante, der Märtyrerin Elisabeth von Hessen-Darmstadt, gegründet hatte. Nach dem Putsch der griechischen Obristen im Jahr 1967 mußte sie das Land wieder verlassen; sie zog zu ihrem Sohn Prinz Philip und ihrer Schwiegertochter Elisabeth in den Buckingham-Palast. Nach ihrem Tode wurde sie zunächst in der Gruft der St. George’s Chapel von Windsor Castle beigesetzt, 1988 aber zur Maria-Magdalena-Kirche auf dem Ölberg in Jerusalem überführt, wie es ihr Wunsch gewesen war.

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Jerusalem, Maria-Magdalenen-Kirche (Seitenkapelle)

Rekonstruktionsversuch

Hinweis: Die sterblichen Überreste Olgas wurden von hier nach Topola-Oplenac (Serbien) umgebeittet.

Louis-Philippe I.  (Ludwig-Philipp I.)

               

 

König der Franzosen: ältester Sohn von Herzog Ludwig Philipp Joseph von Orléans; auch Roi Citoyen (“Bürgerkönig“) genannt; war 1830 bis 1848 (die sogenannte Julimonarchie) der letzte französische König. Er schloß sich zunächst der Revolution von 1789 an, ging aber 1793 zu den Österreichern über, lebte bis 1817 im Exil. Als die Revolution von 1830 Karl X. zur Abdankung zwang, forderten ihn die Kammern auf, den Thron zu besteigen. Am 9. August kam er dieser Aufforderung nach, erklärte die Annahme der Krone unter dem Titel eines Königs der Franzosen und leistete den konstitutionellen Eid. 1848 wurde er gestürzt und floh in Zivilkleidern und einer Mietkutsche mit seiner Gemahlin Maria Amalie von Sizilien, zweite Tochter des Königs Ferdinand I., die er im November 1809 geheiratet hatte, nach Honfleur, von wo aus sich beide am 2.3. nach England einschifften. Dort lebte er unter dem Namen eines Grafen von Neuilly in Claremont bei Windsor,

Abdankungsurkunde  zoom

Auf Louis-Philippe geht die Gründung der Fremdenlegion zurück, die er am 10.3.1831 durch einen Erlaß ins Leben rief. Sie diente zunächst der Eroberung und Absicherung der afrikanischen Kolonien Frankreichs, die mit Algerien als erster gerade im Entstehen waren.

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Adel / Regenten LXXXVIII

Omnibus salutem!