Romy Schneider eigentl. Rosemarie Magdalena Albach

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Österreichische Filmschauspielerin; die Tochter des Schauspielerehepaars Magda Schneider und Wolf Albach-Retty , die schon bei Theateraufführungen des Mädcheninternat auf Schloß Goldenstein, einer privaten Hauptschule der Augustiner-Chorfrauen B.M.V. in Elsbethen nahe Salzburg, auf der Bühne stand,.debütierte bereits 1953 in dem Film Wenn der weiße Flieder wieder blüht in der Rolle des Evchen Forster, wurde bekannt allerdings erst durch die Sissi-Film-Trilogie (1955-57). Nach ihrer Umsiedlung nach Paris entwickelte sie sich, .nachdem sie ihr Jungmädchen- und Sissi-Image ihr Jungmädchen- und Sissi-Image abgestreift hatte, zu einem internationalen Star und spielte In den 1970er Jahren u.a. an der Seite von Yves Montant und Michel Piccoli (*1925) in französischen Filmen Charakterrollen z.B. 1973 in Das Mädchen und der Kommissar.

Ihre Beziehung zu dem französischen Schauspieler Alain Delon (*1935), den sie 1958 kennengelernt hatte, mit dem sie seit 1959 verlobt war und mit dem sie in einigen Filmen spielte, ging 1964 in die Brüche. 1965 lernte sie Harry Meyen kennen und heiratete ihn ein Jahr später in Saint-Jean-Cap-Ferrat. 1975 erfolgte die Scheidung von Meyen, der der Vater ihres Sohnes David war. Noch am Tage der Scheidung heiratete sie ihren Sekretär Daniel Biasini, der der Vater ihrer Tochter Sarah Magdalena wurde. Die Scheidung von diesem (1981) und der tragische Tod ihres Sohnes brachten sie aus dem seelischen Gleichgewicht; nach Tabletten- und Drogenmißbrauch wurde sie tot in ihrer Pariser Wohnung aufgefunden.

Obwohl Schneider mit ihren Filmen ein Vermögen verdient hatte, stand sie am Ende ihres Lebens vor einem Schuldenberg: Hans Herbert Blatzheim, der bis zu seinem Tod im Mai 1968 die Gagen seiner Stieftochter verwaltete, hatte ihre gesamten Einnahmen veruntreut. Auch Daniel Biasini hatte auf ihre Kosten ein luxuriöses Leben geführt. Die Forderungen des französischen Finanzamtes beliefen sich zuletzt auf Nachzahlungen in Millionenhöhe

Filme u.a.: Robinson soll nicht sterben (1956), Monpti, Scampolo (beide 1957), Die schöne Lügnerin (1959), Die Dinge des Lebens (1970), Cesar und Rosalie (1972), Die Frau am Fenster (1976), Gruppenbild mit Dame (1977), Der gekaufte Tod (1979), Das Verhör (1981), Die Spaziergängerin von Sanssouci (1982).

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Bild: Matthias Kohler (2004)
  Bild: Dieter Georg

Boissy-sans-Avoir, Friedhof

Berchtesgaden, Bergfriedhof

Bild: Matthias Bauer (08/2006)

Benno Hoffmann eigentl. Bernhard Adolf Bodmann

 

Deutscher Schauspieler und Balettmeister; nach einem Praktikum von 1934 bis 1936 bei der Friedrich Krupp AG absolvierte er eine Schauspiel- und Tanzausbildung an der Folkwangschule in Essen. Ab 1939 arbeitete er als Tänzer und Ballettmeister u.a. in Wuppertal, Coburg, am Deutschen Theater Göttingen, in Bielefeld und Karlsruhe. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs, in dem er von 1941 bis 1945 bei der Marine diente, arbeitete er bis Ende der 1940er Jahre als Solotänzer am Staatstheater München. Ab 1951 wirkte er in Filmen mit, durch die er schließlich überregional bekannt wurde. U.a. warb er als Paul Platschke in Fernsehspots für die ARD-Glücksspirale und arbeitete zudem Synchronsprecher. Auf der Bühne war seine Paraderolle die Figur des Doolittle in dem Musical My Fair Lady, den er mehr als 1.000 mal verkörperte.

Filme und Fersehproduktionen u.a.: Zimmer 13 (1964), Die Nibelungen (1966), Lina Braake (1975), Wehe, wenn Schwarzenbeck kommt (1979).

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Vomperberg (Tirol), Friedhof der Gralsgemeinde

Bilder: Matthias Bauer (08/2006)

Harald Leipnitz

Bild: Herbert Greite

Deutscher Schauspieler; der Sohn eines Schlossermeisters fand nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft keine Arbeit und bekam keinen Studienlatz. Er nahm daher nach anfänglicher Mitarbeit in Laienspielgruppen Schauspielunterricht bei Hans Caninenberg. 1948 hatt er in Wuppertal sein Bühnendebut. Es folgten Engagements an diversen Bühnen, u.a. in München, Berlin, Düsseldorf oder Stuttgart und bei Tourneetheatern. Parallel dazu spielte er in zahlreichen Filmen und Fernsehproduktionen. Seine erste Filmrolle spielte er 1962 in Will Trempers Die endlose Nacht, für die er 1963 den Bundesfilmpreis erhielt. Große Popularität erlangte er durch seine Auftritte in Karl-May-Filmen sowie als Hauptdarsteller in den Edgar-Wallace-Verfilmungen Die Gruft mit dem Rätselschloß, Der unheimliche Mönch und Die blaue Hand. Seinen letzten Filmauftritt hatte Leipnitz in dem Science-Fiction-Kurzfilm Vortex, der erst nach seinem Tode fertiggestellt wurde.

Filme u.a.: Playgirl - Berlin ist eine Sünde wert (1965), Die Wirtin an der Lahn, Herrliche Zeiten im Spessart (beide 1967), Alle Menschen werden Brüder (1973), Unsere schönsten Jahre (1983).

Auszeichnungen u.a.: Goldenes Bambi (1968).

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Köstenberg b. Velden (Kärnten)

Bild: anonym

Bruni Löbel eigentl. Brunhilde Melitta Hagen, née Löbel

 

Deutsche Bühnen- und Filmschauspielerin; im Alter von 15 Jahren spielte sie ihre erste Rolle am Chemnitzer Stadttheater in Der eingebildete Kranke von Molière. Anschließend arbeitete sie als Sekretärin, nahm aber nebenbei Schauspielunterricht in München. 1939 nahm sie ein Angebot der Ufa an und spielte neben Wolf Albach-Retty in dem Operettenfilm Heimatland. Ihr Bühnendebüt gab sie anläßlich der Marburger Festspielen als Hermia in William Shakespeares Sommernachtstraum, in dem auch der damals noch unbekannte Gert Fröbe auftrat. 1942 gelang ihr der Durchbruch mit dem unter der Regie von Boleslaw Barlog entstandenen Film Wenn die Sonne wieder scheint an der Seite von Mit Paul Klinger und Paul Wegener. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ging sie zunächst auf Tournee, wirkte aber ab 1958 wieder in München an der Kleinen Komödie, den Münchener Kammerspielen und dem Residenztheater. Insgesamt spielte sie in mehr als 40 Filmen, meistens in der Rolle der “munteren Naiven”, darunter auch in US-amerikanischen Produktionen. Später rückten Fernsehproduktionen in den Mittelpunkt ihres Schaffens; so wirkte sie in der BR-Serie Polizeiinspektion 1 (1977-88) und Ich heirate eine Familie (1983-86) an der Seite Peter Wecks (*1930) mit. Ihre größte Popularität erreichte sie allerdings durch die Vorabendserie Forsthaus Falkenau, in der sie seit 1989 mitwirkte. Löbel, die vor ihrer Heirat mit dem Schauspieler Holger Hagen mit dem Komponisten und Kabarettisten Gerhard Bronner verheiratet war, kehrte dennoch immer wieder auf die deutschen Theaterbühnen zurück.

Filme u.a.: Wenn die Sonne wieder scheint (1943), Liebesbriefe, Der große Preis (beide 1944), Kein Platz für Liebe (1947), Krach im Hinterhaus (1949), The Big Lift (1950), Engel im Abendkleid (1951), Vater braucht eine Frau (1952), Vom Himmel gefallen (1955).

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Rattenkrichen, OT Ramering, Hof von Holger Hagen

Bild: David Washington (01/2006)

Audie L. Murphy

 

 

US-amerikanischer Filmschauspieler; bevor der in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsene Murphy nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges durch zahlreiche, vor allen Dingen Westernfilme bekannt wurde, war er der höchstdekorierter US-Soldat und ein Kriegsheld in den Vereinigten Staaten. Über seine Zeit als Soldat schrieb er ein Buch, das 1955 mit ihm in der Hauptrolle unter dem Titel To Hell and Back (dt. Zur Hölle und zurück) verfilmt wurde. Er starb bei einem Absturz eines Privatflugzeugs, bei dem weitere fünf Insassen zu Tode kamen.

Filme u.a.: Kansas Raiders (1950, dt. Reiter ohne Gnade), The Red Badge of Courage (1951, dt. Die rote Tapferkeitsmedaille), The Unforgiven (1959, dt. Denen man nicht vergibt), A Time for Dying (1969, dt. Zeit zum Sterben).

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Arlington, National Cemetery

Bild: anonym
Bild: Matthias Bauer (08/2008)
Bild: Bernd Wolter (08/2010)
Bild: Claus Harmsen (stones & art, 7/2012

Michail Semjonowitsch Schtschepkin [russ. Михаи́л Семёнович Ще́пкин]

                 

 

Russischer Schauspieler; Sohn eines Leibeigenen des Grafen Wolkenstein; von 1799 bis 1801 war er Schüler in der öffentliche Schule der Kleinstadt Sudscha (Oblast Kursk) und stand in dieser Zeit in einer Komödie erstmals auf der Bühne, u.a. im Privattheater des Grafen. Auch während er von 1801 bis 1803 Schüler an der Staatlichen Schule in Kursk war, arbeitete er immer wieder als Souffleur im Kursker Stadttheater und überarbeitete die Textbücher. Erstmals professionell auf der Bühne stand Schtschepkin 1805 in der Rolle eines Briefträgers in einem Stück von Louis-Sébastien Mercier. Über zahlreiche Stationen in Provinztheatern kam er 1824 an das Maly-Theater in Moskau, dem er 40 Jahre angehören wird. Er spielte in Komödien von Molière, so z.B. in Die Schule der Frauen den Arnolphe oder in Der Geizige den Harpagon. 1831 übernahm er dort die Rolle des Famusow in Alexander Gribojedows bekanntestem Stück Горе от ума (Gore ot uma, dt. Verstand schafft Leiden), das erstmals unzensiert aufgeführt wurde, und 1836 verkörperte er Anton Antonowitsch Skwosnik-Dmuchanowski, den Stadthauptmann in Nikolaj Gogols Komödie Ревизор (Revisor). 1835 spielte er auch erstmals Shakespeare. den Shylock in Kaufmann von Venedig. Die großen zeitgenössischen Schriftsteller, wie Gogol, Alexander Puschkin, Alexander Herzen, und Iwan Turgenjew waren voll des Lobes über sein Spiel; sie lobten dessen subtile Darstellung und die Liebe zum Detail. Schtschepkin gilt als der erste der russischen Schauspieler, der durch seine Darstellung den Blick für die sozialen Brennpunkte in der Gesellschaft öffnete und dem russischen Theater eine neue Perspektive gab.

Die renommierte Schtschepkin-Theaterhochschule in Moskau ist nach ihm benannt.

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Bild: Vladimir OKC (08/2011), Wikipedia.ru
Bild: Vladimir OKC (08/2011), Wikipedia.ru

Moskau, Pjatnizkoje-Friedhof ( Пятницкое кладбище)

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Karl Moik

Bild: Udo Grimberg

 

Österreichischer Fernsehmoderator und -entertainer; Sohn einer alleinerziehenden Mutter; machte zunächst eine Lehre als Werkzeugmacher.und arbeitete auch in diesem Beruf und später als Vertreter von Kopiergeräten und Fernsehantennen. 1970/71 absolvierte er eine Sprechausbildung im Salzburger Mozarteum. 1973 moderierte Moik, der schon früh Klavier- und Akkordeonspielen gelernt hatte und es verstand, mit Menschen umzugehen, für den Rundfunksender Oberösterreich der ORF die Sendung Volkstümliche Hitparade, die sich zu einem großen Erfolg entwickelte. Von 1981 bis 2005 moderierte er den Musikantenstadl, eine TV-Gemeinschaftsproduktion zwischen Deutschland, Österreich un der Schweiz sowie Südtirol. Spektakuläre Sendungen zogen das Fernsehpublikum an: So moderierte er 1989 die erste Sendung in der DDR nach der Maueröffnung, 1998 ein Sendung aus Kapstadt, wo er auch mit Nelson Mandela eine live-Übertragung hatte, oder sein Auftritt in Peking vor der Kulisse der Verbotenen Stadt auf, wobei mehrere 100 Millionen Zuschauer im chinesischen Staatsfernsehen die Sendung einschalteten. Als die Einschaltquoten allmählich zurückgingen, wurde er von dem jüngeren Andy Bork abgelöst, wobei Moik diese Entscheidung als dem Jugendwahn geschuldet kritisierte. Neben dem Musikantenstadl moderierte Karl Moik bis 1999 auch die österreichische Vorentscheidung zum Grand Prix der Volksmusik bzw. mit seinen Kollegen Carolin Reiber und Sepp Trütsch auch die internationale Veranstaltung der drei Länder.

Für seine Verdienste um die Kultur wurde Karl Moik im Jahre 2003 mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen seiner Heimatstadt Linz ausgezeichnet, außerdem erhielt er 2004 einen Ehren-Professorentitel. 2004 und 2007 "Krone der Volksmusik" .

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Oberalm (Bez. Hallein, Salzburger Land), Friedhof

Marcel L’Herbier

 

 

Französischer Filmregisseur und Drehbuchautor; besuchte das Collège Stanislas de Paris und studierte später Recht an der Universität Paris. Danach war er als Autor von Schauspielen, Gedichten und Essays tätig. Während des Ersten Weltkriegs war er drei Jahre im Hilfsdienst eingesetzt und diente 1917/18 dann in der Filmabteilung der französischen Armee, wo er in zwei Filmen Regie führte. Während der Zeit des Stummfilms galt er als Meister des Films mit Werken wie El Dorado (1921), The Inhuman (1924), L'Inhumaine (1924), Feu Mathias Pascal (1926) und mit L'Argent als Protagonist der französischen Kino-Avantgarde. Als seine wichtigsten Tonfilme gelten die Streifen Le Mystère de la chambre jaune (1930), Le Parfum de la dame en noir (1931), Forfaiture (1937), La Nuit fantastique (1942) und L'Honorable Catherine (1943).

Marcel L’Herbier war Gründer und erste Präsident des Institut des hautes études cinématographiques.

Verheiratet war er mit der Stummfilmschauspielerin Marcelle Marie Claire Penicaut, die sich Marcelle Pradot nannte.

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Bilder: Herbert Herterich (05/2015)

Paris, Cimetière du Montparnasse

Marie-Charles Vanel

 

 

Französischer Schauspieler und Regisseur; Sohn eines Kaufmanns; verließ mit zwölf Jahren die Schule und beabsichtigte, zur Marine zu gehen; sein Plan scheiterte jedoch an seiner Sehschwäche. Er wandte sich daraufhin dem Theater zu und stand 1908 erstmals auf der Bühne. 1910 kam er dann zum Film, der sein eigentliches Metier werden sollte. Dort debütierte er in dem Stummfilm Jim Crow von Robert Peguy. Nach dem Ersten Weltkrieg, in dem er eingezogen war, war er auf mehreren Theatertourneen mit Sacha Guitry unterwegs, bevor er sich ganz dem Film zuwandte. .1923 spielte er an der Seite des Exil-Russen Iwan Iljitsch Mosschuchin in La Maison du mystère des ebenfalls aufgrund der Oktoberrevolution aus Rußland geflohenen Regisseurs Alexander Wolkow sowie in Pêcheur d’Islande (1924), einem Fischerdrama von Jacques de Baroncelli. Bekannt aber wurde er dann im Jahre 1926 als Liebhaber in René Clairs La proie du vent, so daß er nun auch Angebote aus dem Ausland erhielt und in deutsch-französischen Coproduktionen spielte, wie etwa 1927 in Da hält die Welt den Atem an / Maquillage. oder in der Rolle des Napoléon in den Filmen Königin Luise und Waterloo des österreichischen Regisseurs Karl Grune. 1929 realisierte er das Filmdrama Dans la nuit, in dem er nicht nur die Hauptrolle übernahm, sondern auch als Regisseur und Drehbuchautor tätig war. Auch nach der Einführung des Tonfilm ging seine Karriere ungebrochen weiter. In den 1930er Jahren drehte er im Jahr mehrere Filme. Während der Zeit der Okkupation Frankreichs durch die deutsche Wehrmacht drehte er 1940 La Nuit merveilleuse mit Fernandel und mit Tino Rossi 1941 Le soleil a toujours raison. Zwischen 1949 und 1951 drehte er mehrere Filme in Italien. Weltweit bekannt geworden ist er an der Seite von Yves Montand und Peter van Eyck: in der Rolle des Lastwagenfahrers Jo in Henri-Georges Clouzots gefeiertem Spielfilm Le Salaire de la peur (1953, dt. Lohn der Angst), ein Film, der sowohl mit dem Goldenen Bären als auch mit derGoldene Palme ausgezeichnet wurde. In Hitchcocks Film To Catch a Thief (1955, dt. Über den Dächern von Nizza) spielte er einen Gastwirt, der während des französischen Widerstands im Zweiten Weltkrieg mit dem Held der Résistance, dargestellt von Cary Grant, zusammen gearbeitet hatte. Im selben Jahr war er mit Vera Clouzot, der Frau des Regisseurs, und Simone Signoret in dem Thriller Les Diaboliques (dt. Die Teuflischen) von Clouzot als Privatdtektiv zu sehen, und 1956 - ebenfalls mit Signoret - in Luis Buñuels Film La Mort en ce jardin (dt. Pesthauch des Dschungels). Später war er Partner u.a von Jean-Paul Belmondo (*1933) in L'aîné des Ferchaux (1963, dt. Die Millionen eines Gehetzten)

In seiner 77-jährigen Karriere - er hatte seinen letzten Filmauftritt 1988 in Les saisons du plaisir (dt., Ein turbulentes Wochenende - wirkte Charles Vanel in mehr als 200 Filmen mit.

Filme u.a.: Les misérables (1934, dt. Die Verdammte), Le Grand Jeu (1934, dt.: Die letzte Etappe), Tintin et le mystère de la toison d’or (1961, dt. Tim und Struppi und das Geheimnis um das goldene Vlies), Camorra (1972), Cadaveri eccellenti (1976, dt. Die Macht und ihr Preis), Si le soleil ne revenait pas (1987, dt. Wenn die Sonne nicht wiederkäme).

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Mouans-Sartoux (Dép. Alpes-Maritimes), Cimetiere Paysager

Bilder: Berd Wolter (05/2015)

Hermann Maria Louise Speelmans

 

 

Deutscher Schauspieler; studierte in Köln, Heidelberg und Berlin Philosophie, Kunstgeschichte und Soziologie. Während seiner Doktorarbeit über den europäischen Nihilismus kam er als Statist in Köln erstmals zum Theater und begann nach dem Studiumabschluß 1924 am Schauspielhaus in Köln als Schauspieler zu arbeiten; 1925 spielte er am Stadttheater in Hagen und 1926 am Deutschen Theater in Berlin. In Berlin spielte er in der Folgezeit an verschiedenen Bühnen. Heinz Hilpert engagierte ihn 1928 an das Renaissance-Theater. 1930/31 war er an der Tribüne tätig, später auch an der Komödie. 1929 drehte er seinen ersten Film, dem bis in die 1950er Jahre zahlreiche weitere folgten. Erstmals in einer tragenden Rolle war er neben Heinz Rühmann in dem Streifen Der Mann, der seinen Mörder sucht zu sehen. Bei Kriegsende gründete er 1945 mit der Wanderbühne “Die Werkstatt“ eine eigene Existenz und zog mit der Bühne drei Jahre lang durch die Provinz. Dann aber war er auch wieder auf der Leinwand zu sehen: Sein erster Nachkriegsfilm war der von Helmut Käutner inszenierte Film In jenen Tagen (1947), ein sogenannter Trümmerfilm, der im vom Bombenkrieg völlig zerstörten Hamburg spielt. Anfang der 1950er Jahre übernahm er auch immer wieder Gastrollen, so trat er 1951 in Hamburg im Schauspielhaus vor das Publikum; außerdem war er auch im Hörspielbereich tätig. Hermann Speelman kämpfte auch mit einem Alkoholproblem. Kurz nach Abschluß eines Vertrages mit der DEFA brach er auf der Straße zusammen und starb kurz darauf.

Filme u.a.: Es gibt eine Frau, die dich niemals vergißt (1930), Der Hauptmann von Köpenick (1931), Danton (1931), F.P.1 antwortet nicht (1932), Hitlerjunge Quex (1933), Ferien vom Ich (1934), Sherlock Holmes (1937), Münchhausen (1942), Ein Herz spielt falsch (1953), Hanussen (1955), Das Mädchen Marion (1956), Von der Liebe besiegt (1956), Liebe, Luft und lauter Lügen (1959).

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Bild: Matthias Bauer-Tauber (1970)

Berlin, Waldfriedhof, Potsdamer Chaussee

Bilder: Klaus Paap (08/2016)
Bild: Parsifal von Pallandt (04/2017)

Magda Schneider

mit Peter Bosseno_copyright

Deutsche Schauspielerin; die Tochter eines Installateurs besuchte eine katholische Mädchenschule und eine Handelsschule und arbeitete dann als Stenotypistin in einer Getreidehandlung. Nach einer Gesangausbildung am Konservatorium für Musik und Theater in Augsburg und Ballettausbildung am dortigen Stadttheater folgten erste Auftritte als Soubrette am Augsburger Theater sowie am Münchener Staatstheater am Gärtnerplatz sowie in Wien am Theater an der Wien, an das sie Ernst Marischka holte, und bis 1933 am Theater in der Josefstadt. 1930 erhielt sie ihre erste Filmrolle in der Ufa-Produktion Zwei in einem Auto. Bei den Dreharbeiten zum dem von Kurt Gerron inszenierten Film Kind, ich freu mich auf dein Kommen (1933) lernte sie ihren ersten Ehemann Wolf Albach-Retty kennen, den sie 1937 in Berlin-Charlottenburg heiratete. Aus der Ehe stammen die beiden Kinder Rosemarie, gen. Romy und Wolf-Dieter (* 1941). Das Paar trennte sich 1943 und die Ehe wurde 1945 geschieden. 1953 heiratete sie den Kölner Großgastronomen Hans Herbert Blatzheim, zu dem Romy stets in einer angespannten Beziehung stand. Nach dem Tode Blatzheims 1968 war Magda Schneider bis zu ihrem Tode war sie mit dem Kameramann Horst Fehlhaber verheiratet.

Bekannt wurde Magda Schneider durch zahlreiche zwischen 1930 und 1945 gedrehte Unterhaltungfilme. Als ihre künstlerisch beste Leistung gilt ihre Darstellung der Christine in Max Ophüls’ Filmversion von Arthur Schnitzlers Liebelei (1932/33). Als Film-Ikone des Dritten Reichs mit großer Nähe zu Hitler konnte sie zunächst an ihre Erfolge nicht anschließen und bediente sich ihrer Tochter Romy, mit der gemeinsam sie in acht Filmen auftrat, u.a. auch in den Sissi-Filmen, um im Filmgeschäft wieder Fuß fassen zu können.

Filme u.a.: Liebelei, Ein Mädel wirbelt durch die Welt, Ich kenn’ dich nicht und liebe dich (alle 1933), G’schichten aus dem Wiener Wald (1934), Geheimnis eines alten Hauses (1936), Ihr Leibhusar (1937), Am Abend auf der Heide (1941), Liebeskomödie (1943), Wenn der weiße Flieder wieder blüht (1953).

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Theater / TV / Film / Show CVI

Omnibus salutem!