Bild: Lisa Burks (10/2007)

Samuel Goldwyn eigentl. Samuel Goldfish

 

US-amerikanischer Filmproduzent; ging im Alter von elf Jahren nach England, wo er bei Verwandten unterkam; drei Jahre später emigrierte in die Vereinigten Staaten, wo er 1902 die Staatsbürgerschaft erwarb. Nach einigen Jahren als Handschuhfabrikant in New York gründete er 1913 zusammen mit Jesse L. Lasky und Cecil B. De Mille, die Jesse L. Lasky Feature Picture Play Company. Mit seinem ersten Film (The Squaw Man, 1914) gelang ihm ein großer finanzieller Erfolg; noch im gleichen Jahr folgten 21 weitere Filme. Nachdem sich die Firma 1916 mit Adolph Zukors “Famous Players” verbunden hatte, drängte Lasky Goldwyn, der zunächst Geschäftsführer war, nach Querelen aus der Firma. Er gründete daraufhin 1918 zusammen mit Edgar Selwyn die Goldwyn Pictures Corporation. 1922 schloß sich Goldwyn, der die Firma verließ, mit “Metro Pictures Corporation” und Louis B. Mayer Productions zu Metro-Goldwyn-Mayer Inc. zusammen, verkaufte jedoch wenig später seine Geschäftsanteile und arbeitete ab 1923 als unabhängiger Produzent. Goldwyn beschäftigte die besten Drehbuchautoren seiner Zeit und brachte eine Reihe von Stars heraus: unter den Filmstars, die er verpflichtete, befanden sich u. a. Rudolph Valentino, Gary Cooper, Danny Kaye, Pola Negri, Will Rogers und Susan Hayward.

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Bilder: Lisa Burks (10/2007)

Joan Blondell

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US-amerikanische Filmschauspielerin; die Tochter eines bekannten Komikers, die 1926 zur “Miss Dallas” gewählt wurde und bei der anschließenden Wahl zur “Miss America” den vierten Platz belegte, begann ihre schauspielerische Karriere am Broadway in New York, wo sie u.a. in The Trial of Mary Dugan neben Ann Harding auftrat. Zum Film kam sie, nachdem sie 1929 neben James Cagney eine Rolle in der Revue Penny Arcade spielte, die im Folgejahr unter dem Titel Sinner's Holiday verfilmt wurde. Sie erhielt von Warner Brothers einen Vertrag, 1931 gehörte sie zu den WAMPAS1 und war in den nächsten Jahren in zahlreichen erfolgreichen Filme zu sehen. 1939 verließ sie Warner Bros. und wechselte zugleich auch ihr Image: Sie versuchte sich im dramatischen Fach. 1951 wurde sie als beste Nebendarstellerin in dem Melodrama The Blue Veil (dt. Herz einer Mutter) für den Oscar nominiert. Verheiratete war sie mit dem Schauspieler Dick Powell und dem Filmproduzenten Michael Todd.

Filme u.a.: The Public Enemy (1931, dt. Der öffentliche Feind), Bullets or Ballots (1936, dt. Wem gehört die Stadt), There’s Always a Woman (1938), Topper Returns (1941, dt. Topper 2 – Das Gespensterschloß), Cincinnati Kid (1965)

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1 Jährlich zwischen 1922 und 1934 wurden von der Western Association of Motion Picture Advertisers jeweils (mit einer Ausnahme im Jahr 1932) dreizehn junge Frauen ausgewählt, von denen man glaubte, sie würden in der nächsten Saison zu Leinwandstars reüssieren. Ihnen zu Ehren wurde unter dem Namen “WAMPAS Frolic” eine Party ausgerichtet, um sie der Presse vorzustellen. Zu den WAMPAS gehörten neben Joan Blondell u.a. Clara Bow (1924), Mary Astor (1926), Dolores Costello (1926), Joan Crawford (1926), Janet Gaynor (1926), Dolores Del Rio (1926), Fay Wray (1926), Sally Rand (1927), Loretta Young (1929), Anita Page (1929), Joan Blondell (1931) und Ginger Rogers (1932).

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Bild: Lisa Burks (10/2007)

Robert Taylor eigentl. Spangler Arlington Brugh

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US-amerikanischer Filmschauspieler; der Sohn eines Arztes begann zunächst ein Musikstudium, ging dann jedoch nach Los Angeles, um Medizin zu studieren. Am dortigen Pomona College wurde er Mitglied einer Theatergruppe. Er war schon drauf und dran, eine Schauspielschule zu besuchen, als er 1933 von einem Talentscout der MGM entdeckt wurde. Seine erste Rolle spielte er 1935 in dem Film Society Doctor; ein Jahr später erhielt er seine erste große Rolle in dem Leinwandstreifen Camille (dt. Die Kameliendame) neben Greta Garbo. Im gleichen Jahr spielte er u.a. in Private Numbers (dt. Frauenehre) neben Loretta Young, in Small Town Girl (dt. Kleinstadtmädel) neben Janet Gaynor und in The Gorgeous Hussy (dt. Karriere) neben Joan Crawford. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnte Taylor zunächst nicht an seine bisherigen Erfolge anknüpfen. Erst Anfang der 1950er Jahre gelang ihm mit Monumental- und Historienfilmen wie Quo Vadis (1951), Ivanhoe (1952, dt. Ivanhoe, der schwarze Ritter), Knights Of The Round Table (1953, dt. Die Ritter der Tafelrunde) und The Adventure of Quentin Durward (1955, dt. Liebe, Tod und Teufel) ein Comeback. Daneben wirkte er auch in zahlreichen Western mit. Verheiratet war Taylor in erster Ehe mit Barbara Stanwyck (*1907, †1990).

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Glendale (CA), Forest Lawn Memorial Park

RichardDickE. Powell

 

US-amerikanischer Filmschauspieler und Regisseur; begann seine Karriere als Sänger in verschiedenen Big Bands, ehe er 1932 mit einem Vertrag bei Warner Brothers nach Hollywood ging. 1933 wurde er an der Seite von Ruby Keeler in Musicals wie 42nd Street (1933, dt. Die 42. Straße), Footlight Parade (1933, dt. Parade im Rampenlicht) und Gold Diggers (1933, dt. Goldgräber) bekannt. Nachdem seine Karriere gegen Mitte der Dekade zunehmend verblaßte, gelang ihm 1945 ein überraschendes Comeback als hartgesottener Privatdetektiv in Filmen wie Murder My Sweet (1944, dt. Leb wohl, Liebling). Später arbeitete er als Regisseur für Fernsehen und Rundfunk und gründete zusammen mit Charles Boyer, Ida Lupino und David Niven die Fernsehproduktionsfirma “Four Star Production”. Verheiratet war er in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Joan Blondell, die er für June Allyson verließ.

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Gloria Swanson eigentl. Gloria May Josephine Svensson

 Quelle: Library of Congress, Prints & Photographs Division (Ausschnitt)

US-amerikanische Filmschauspielerin und -produzentin; zählte zu den bekanntesten Stars der Stummfilmzeit. Die Tochter eines Offiziers arbeitete bereits als 14-Jährige in den Filmstudios von Chicago als Statistin. Mit ihrem ersten Ehemann Wallace Beery zog sie 1915 nach Hollywood und wirkte ab 1915 in Stummfilmen von Mack Sennett mit. Bereits im Folgejahr erhielt sie ihre erste Hauptrolle. Mit den Filmen von Cecil B. De Mille aus den Jahren 1918 bis 1921, so z.B. in Don’t Change Your Husband, Male and Female oder For Better for Worse (alle 1919) avancierte sie zu einem internationalen Sexidol. Während ihrer gesamten Karriere gelang es ihr aufgrund guter Beziehungen zu Regisseuren, nur in solchen Filmen mitzuwirken, in denen sie vorteilhaft zur Geltung kam. 1928 gründete sie zusammen mit Joseph Kennedy, dem Vater John F. Kennedys, des späteren Präsidenten der Vereinigten Staaten, eine Produktionsfirma, die mit United Artists eng verbunden war. 1928 brachte ihr die Mitwirkung an der Verfilmung des Somerset-Maugham-Stückes Sadie Thompson an der Seite von Lionel Barrymore eine Oscarnominierung ein. Ohne Probleme gelang Swanson der Übergang vom Stumm- zum Tonfilm. In ihrem ersten Tonfilm (The Trespasser, 1929) sang sie den Schlager “Love, Your Magic Spell Is Everywhere”. Ein Jahr später drehte sie mit der Komödie What a Widow! (1930) einen ihrer besten Filme. Nach diesem Erfolg zog sie sich weitgehend von der Leinwand zurück und engagierte sich verstärkt im Theater und im Rundfunk. Nach vereinzelten Auftritten Anfang der 1940er Jahre kehrte sie erst 1950 zum Film zurück. An der Seite von William Holden, Erich von Stroheim und Buster Keaton spielte sie unter der Regie von Billy Wilder die weibliche Hauptrolle in dem Noir-Klassiker Sunset Boulevard (1950, dt. Boulevard der Dämmerung). Für ihre Darstellung der alternden Stummfilmdiva Norma Desmond wurde sie zum dritten Mal für den Oscar nominiert. Nach diesem großen Erfolg äußerte sie: „I’m still big, it’s the pictures that got small.” In den 1950er Jahren wandte sie sich wieder der Bühnenarbeit zu. Letztmalig trat sie vor die Kamera für den Katastrophenfilm Airport 1975 (1974).

Filme u.a.: My American Wife (1922), Manhandled (1924), Stage Struck (1925), Indiscreet (1931), Perfect Understanding (1933), Father Takes a Wife (1941).

Autobiographie: Swanson on Swanson (1980).

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New York City, Church of Heavenly Rest

James Francis Cagney

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US-amerikanischer Schauspieler; der Sohn irischer Einwanderer begann nach Absolvierung der Stuyvesant High School ein Studium an der Columbia University, brach es jedoch ab und nahm Gelegenheitsjobs an, um seine Familie finanziell unterstützen zu können. 1919 trat er erstmals im Varieté als Stepptänzer, Sänger und Komödiant auf, 1920 spielte er am Broadway in der Musical-Revue Pitter Patter, ab 1925 übernahm er auch Hauptrollen. Sein Filmdebüt gab Cagney 1930 in Sinner’s Holiday, der Verfilmung eines Theaterstücks, in dem er mit großem Erfolg bereits am Broadway mitgewirkt hatte. Seinen Durchbruch hatte er 1931 in dem Gangsterfilm The Public Enemy (dt. Der öffentliche Feind). Ab da war Cagney der Filmgangster der 1930er und 1940er Jahre; in über 60 Filmen verkörperte er sie, vom Kleinkriminellen bis zum psychopathischen Gewalttäter. In den 1950er Jahren spielte er dann auch in Western-Filmen mit u.a. in Robert Wises (*1914, †2005) Tribute To A Bad Man, (1955, dt. Mein Wille ist Gesetz). Seine einzige Regiearbeit war der Gangsterfilm Mit dem Satan auf du (1957). 1961 verkörperte er unter der Regie von Billy Wilder in der schwarz-weiß Filmkomödie One, Two, Three (1961, dt. Eins, zwei, drei) an der Seite von Horst Buchholz einen amerkanischen Vertreter der Firma Coca-Cola im geteilten Berlin. Nach einer Pause von 20 Jahren kehrte Cagney für Milos Formans (*1932) Film Ragtime (1981) zum Film zurück. Seine letzte Rolle spielte er 1983 in dem Fernsehfilm Terrible Joe Moran (dt. Nick sitzt in der Klemme). Verheiratet war Cagney seit September 1922 bis zu seinem Tode mit der Tänzerin Frances Willard “Billie” Vernon (*1899, †1994).

Filme u.a.: The Crowd Roars (1932, dt. Der Schrei der Menge) 'G' Men (1935, dt. Der FBI-Agent), Angels with Dirty Faces (1938, dt. Chicago), The Roaring Twenties (1939, dt. Die wilden Zwanziger), White Heat (1949, dt. Maschinenpistolen), Love Me or Leave Me (1955, dt. Tyrannische Liebe).

Auszeichnungen u.a.: Oscar für seine Darstellung in Michael Curtiz’ Yankee Doodle Dandy (1942), Life Achievement Award des American Film Institute für sein Lebenswerk (1974).

Memoiren: Cagney by Cagney (1975).

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Hawthorne, Gate of Heaven Cemetery

Bild: Susan Kane (03/2008)
Bilder: Lisa Burks (10/2007)

Glendale (CA), Forest Lawn Memorial Park

Glendale (CA), Forest Lawn Memorial Park

Glendale (CA), Forest Lawn Memorial Park

Ruth Leuwerik eigentl. Leeuwerik

 

 

Deutsche Schauspielerin; Tochter eines Kaufmanns; besuchte Lyzeen in Essen und Münster, anschließend die höhere Handelsschule, wobei sie zu jener Zeit parallel bereits privaten Schauspielunterricht nahm. 1943/44 tourte sie mit dem Westfälischen Landestheater Paderborn durch Westfalen, wurde 1944 an die Städtischen Bühnen Münster verpflichtet und noch im selben Jahr, nachdem aufgrund der Kriegseinwirkungen alle Theater im Deutschen Reich geschlossen worden waren, dienstverpflichtet und arbeitete in einem Rüstungsbetrieb als Fräserin. 1947 begann ihre eigentlich Karriere am Theater, als sie am Theater der Freien Hansestadt Bremen spielte und sich ein Engagement in der Spielzeit 1948/49 an den Städtischen Bühnen Lübeck anschloß. Von 1949 bis 1953 spielte Leuwerik am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und hatte Gastspiele 1955 am Schauspielhaus Düsseldorf und in Berlin. Zu ihrem Rollenrepertoire zählten u.a. Gretchen in Faust, Rosalinde in Wie es euch gefällt und an der Seite von Werner Krauß die junge Inken Peters in Gerhart Hauptmanns Schauspiel Vor Sonnenuntergang. Bereits 1950 hatte auch ihre Karriere beim Film begonnen Bekannt wurde sie in diesem Jahrzehnt v.a. durch ihre Rollen in den Filmen Vater braucht eine Frau (1952), Königliche Hoheit (1953) oder Königin Luise (1957) - jeweils an der Seite von Dieter Borsche - neben Kinostars wie Maria Schell, O.W. Fischer, Romy Schneider und Karlheinz Böhm zu einem Liebling des deutschen Nachkriegspublikums reüssierte. Einen großen Erfolg konnte Ruth Leuwerik mit den Kinofilmen Die Trapp-Familie (1956) und Die Trapp-Familie in Amerika (1958) in der Rolle der Baronin Maria Trapp feiern. In den 1960 Jahren zog sie sich mehr und mehr aus dem Filmgeschäft zurück; erst nach einer längeren Pause kam der Erfolg zurück. 1971 drehte sie .den auf dem Roman vom Johannes Mario Simmel basierenden Roman Film Und Jimmy ging zum Regenbogen und 1977 Unordnung und frühes Leid. Einen letzten großen Auftritt hatte sie 1979 in dem Fernsehmehrteiler Die Buddenbrooks. nach der Vorlage von Thomas Manns gleichnamigem Roman.

Ruth Leuwerik war dreimal verheiratet: In erster Ehe seit 1949 mit dem Schauspieler Herbert Fleischmann, von 1965 bis 1967 mit Dietrich Fischer-Dieskau und ab 1969 mit dem Augenarzt Dr. Heinz Purper.                    

München, Nymphenburger Friedhof

Raimu   eigentl. Jules Auguste César Muraire

 

 

Französischer Entertainer und Filmschauspieler; wuchs in einfachen Verhältnissen als Sohn eines Polsterers auf; mehr als für die Schule interessierte sich der junge Jules für das Theater und die Schauspielerei und trat im Alter von 16 Jahren erstmals öffentlich in Musikhallen und Tanzlokalen vor Matrosen in Toulon und auch in Marseille und sogar Nordafrika auf - jedoch ohne großen Erfolg. Dabei hatte er u.a. den Caféhaus-Sänger Polin, sowie den ebenfalls aus Toulon stammenden Chansonnier Felix Mayol (*1872, †1941) , den Schöpfer des berühmten Lied Les mains de femme, imitiert. Er nahm sogar Gelegenheitsaufträge an z,B. als Croupier im Casino von Aix-les-Bains oder arbeitete als Handelstreibender; 1809 arbeitete er am Theatre de Marseille Alhambra als Souffleur. Als er Mayol 1910 persönlich traf, riet dieser ihm, nach Paris zu gehen, um es dort zu versuchen. Dort hatte er dann seine ersten Erfolge, und er wurde als Entertainer und Bühnenschauspieler bekannt. Ab 1912 war er dann auch in Stummfilmen zu sehen. Gleich zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurde er im August 1914 in Orange als Zugbegleiter für Militärzüge mobilisiert. Nach Ableisten seines Militärdienstes kam er 1915 zum Theater. Seinen künstlerischen Durchbruch erreichte Raimu allerdings erst 1929, nachdem er an der Comédie-Française die Rolle des César in Marcel Pagnols Theatertrilogie Marius, Fanny und César erhalten hatte. Dort spielte er auch den eingebildeten Kranken und den Tartüff in Molières Komödien. Als Pagnol 1931 Marius als Film mit dem Regisseur Alexander Korda produzierte, erhielt Raimu die Rolle des César Ollivier, Wirt der ”Bar de la Marine”. Der Film war einer der ersten erfolgreichen französischen Tonfilme. 1932 folgten als Fortsetzung Fanny und 1936 César. Die Filme, die sogenannte "Marseille-Trilogie", die zu einem Klassiker des französischen Kinos wurden, machten Raimu zu einem der bedeutendsten und auch international anerkannten Darsteller des französischen Films der Jahre zwischen 1930 und 1945. Aber auch die Filme La Femme du boulanger (1938, dt. Des anderen Weib) und seine Darstellung neben Fernandel in La Fille du puisatier (1940, dt. Die Tochter des Brunnenbauers) trugen zu seinem enormen Bekanntheitsgrad bei, ebenso wie seine Filme Un carnet de bal (1937) von Julien Duvivier, L'Étrange Monsieur Victor (1937) von Jean Grémillon und Le colonel Chabert (1943) von René Le Hénaff. Der letzte Auftritt in einem Film war 1948 derjenige in dem Streifen L'Homme au chapeau rond. In den 1940er Jahren wandte er sich auch wieder verstärkt der Bühnenarbeit zu und war in der Spielzeit 1944/45 erneut Mitglied der Comédie-Française.

Auszeichnungen u.a.: César (Ehrenpreis, 1983, posthum)

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Nild: Parisette (10/2011) Wikipedia.fr
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Toulon, cimetière central

Wolfgang Rademann

Bild: Udo Grimberg

 

Deutscher Fernsehproduzent; Sohn eines Industriekaufmanns; absolvierte nach Beendigung der Volksschule eine Lehre zum Schriftsetzer bei der in Ost-Berlin erscheinenden Zeitung Nachtexpress und arbeitete anschließend als Lokalreporter. 1958 floh er in den Westen und schrieb als Journalist für das Magazin Stern und die B.Z.. Zudem stellte er Tanzmusiksendungen für den Rundfunk zusammen und veranstaltete sogenannte Bunte Abende. In dieser Zeit kam er mit Künstlern aus dem Showgeschäft zusammen, wie z.B. mit Caterina Valente, mit der er 1962 einen Promotion-Vertrag schloß.

Der Durchbruch als Fernsehproduzent gelang ihm 1964 mit der ZDF-Sendung Das Leben ist die größte Show. 1969 produzierte er für das ZDF Produzent die erfolgreiche Peter Alexander Show .Ebenso erfolgreich waren Fernsehunterhaltungssendungen wie die Wencke Myhre Show. und die Sendungen Ein verrücktes Paar mit Harald Juhnke und Grit Boettcher oder Lach mal wieder mit Günther Pfitzmann. Seine größten Erfolge aber hatte er als Begründer der Fernsehserien Das Traumschiff (Erstaustrahlung 1981) oder Die Schwarzwaldklinik, die zwischen von 1985 bis 1989 vom ZDF erstausgestrahlt wurde.

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Berlin-Nikolassee, Evangelischer Friedhof

Erwin Linder

pinxit Matthias Profitlich (1929)

 

Deutscher Schauspieler und Hörspiel- und Synchronsprecher; wechselte nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann, die der Vater gewünscht hatte, in das Theaterfach. Nach seinem ersten Engagement am renommierten Nationaltheater Mannheim, wechselte er 1940 nach Hamburg an das Deutsche Schauspielhaus. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges spielte er an den Hamburger Kammerspielen, war aber auch bis 1965 immer wieder als auf der Bühne des Thalia-Theaters zu sehen. Seinen ersten Film, den Spielfilm Hans im Glück , der 1936 in die Kinos kam und in dem er die Rolle des Hans verkörperte, drehte er zwar bereits 1935, aber erst 1948 war er wieder auf der Leinwand inSie sind nicht gemeint an der Seite von Erik Ode zu sehen. In den 1950er Jahre war Linder dann in zahlreichen Kinofilmen zu sehen, während anschließend der Schwerpunkt seiner Arbeit beim Fernsehen lag. So wirkte er in der Rolle des Alistair Goodman in dem dreiteiligen Kriminalfernsehfilm Das Halstuch (1962), einem der sogenannten “Straßenfeger” der 1960er Jahre, von Francis Durbridge mit. Außerdem war er in einer Folge der Raumpatrouille in der Episode Deserteure als Professor Jurko Sherkoff,und in einer Nebenrolle in der Erfolgsserie Die Unverbesserlichen zu sehen.

Er arbeitete aber auch als Hörspielsprecher, wobei die Hauptrolle in Gestatten, mein Name ist Cox – Mord auf Gepäckschein 3311 von Rolf und Alexandra Becker aus dem Jahre 1959 zu seinen bekanntesten Hörspielerfolgen gehören Als Synchronsprecher lieh er seine Stimme u.a. Humphrey Bogart und Kirk Douglas.

Film- und Fernsehproduktionen u.a.: Klettermaxe (1952), Der träumende Mund (1953), Vergiss die Liebe nicht (1953), Die Die Spieler (1954), Zürcher Verlobung (1957), Das Herz von St. Pauli (1957), Für zwei Groschen Zärtlichkeit (1957), Der Schinderhannes (1958), Der Rest ist Schweigen (1959), Der Mann, der sich verkaufte (1959), Rose Bernd (1962), Die Brücke von Esteban (1964), Das unverschämte Glück, ein Mann zu sein (1965), Liselotte von der Pfalz (1966), Der Trinker (1967).

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Bild: Heiko Bockstiegel (04/1995)

Hamburg, Friedhof Ohlsdorf

Bilder: Günter Bihn (05/2016)
Bilder: Peter Müller (10/2016)

Film- und Fernsehproduktionen: Dreizehn unter einem Hut (1950), Vater braucht eine Frau (1952), Ein Herz spielt falsch (1953), Bildnis einer Unbekannten (1954), Ludwig II. (1955),  Rosen im Herbst (1955), Franziska (1957), Immer wenn der Tag beginnt (1957), Auf Engel schießt man nicht (1960), Liebling der Götter (1960), Der Traum von Lieschen Müller (1961), Hedda Gabler (1963), Das Haus in Montevideo (1963), Elf Jahre und ein Tag (1963), Das weite Land (1970), Und Jimmy ging zum Regenbogen (1971), Unordnung und frühes Leid (1977)

Auszeichnungen u.a.: Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1974), Filmband in Gold (1978).

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Theater / TV / Film / Show CXXIX

Omnibus salutem!