Don Adams eigentl. Donald James Yarmy

 

US-amerikanischer Schauspieler ungarischer Abstammung; seine erste Berührung mit dem Theater hatte er als Platzanweiser. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, in dem er bei den US Marines im Pazifik diente, begann er eine Karriere als Stand-Up-Komödiant. Im Fernsehen trat er schon ab 1948 auf, aber bekannt wurde er erst durch seine Rolle als Geheimagent Maxwell Smart, in der Comedy-Serie Get Smart (dt. Mini-Max), die zwischen 1965 und 1970 entstand und für die er für einige Episoden das Drehbuch schrieb und auch Regie führte. Unvergessen auch die Szenen, in denen er seinen Schuh auszog, um von dem im Absatz eingebauten Telefon aus zu telefonieren. Die Serie war als komödiantisches Pendant zu den Agentenfilmen der 1960er Jahre wie z.B. The Man from U.N.C.L.E. (Solo für O.N.C.E.L.) mit Robert Vaughn (*1932) und David McCallum (*1933) oder The Avengers (dt. Mit Schirm, Charme und Melone) mit Patrick Macnee (*1922) entwickelt worden. Die Rolle als Agent 86 brachte ihm drei Emmys ein und eine Nominierung für den Golden Globe. Später übernahm die Sprechrolle des Inspektor Gadget in dem gleichnamigen Cartoon, trat in einigen Werbespots auf, bei denen er auch Regie führte und war Gast in zahlreichen Talk Shows. Den Namen Adams hatte er nach seiner Heirat mit der Sängerein Adelaide Efantis angenommen, die ihn als Bühnennamen verwendete. Auch nach der Scheidung von ihr behielt er diesen Künstlernamen bei.

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Bild: Mark Melville (01/2003)

Hollywood, Hollywood Forever Cemetery

Bild: Damon D'Amato (03/2008)

Lionel Barrymore eigentl. Lionel Blythe

 (Ausschnitt)

US-amerikanischer Schauspieler; älterer Bruder von Ethel Barrymore (*1879, †1959) und John Barrymore. Sein Bühnendebüt hatte er 1893 in New York, wo er zusammen mit seiner Großmutter Louisa Lane Drew auftrat und dort zunächst als Theaterschauspieler arbeitete,bevor er von 1906 bis 1909 er Kunst in Paris studierte. Unmittelbar nach seiner Rückkehr in die Staaten kam er in New York zum Film und arbeitete ab 1911 bei der dortigen Filmgesellschaft “Biograph Company” des Schauspielers und Produzenten D.W. Griffith, der nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten in New York 1919 gemeinsam mit Mary Pickford, Douglas Fairbanks sen. und Charles Chaplin die Filmfirma United Artists gründete, um von den mächtigen Studiobossen unabhängig zu sein. Bei Biograph war Barrymore Partner von bekannten Stars wie Mary Pickford oder Lillian Gish in deren Film A Cry for Help (1912). 1926 wechselte er, als sich der Niedergang der Filmproduktion an der Ostküste abzeichnete, an die Ostküste nach Hollywood, wo er mit Louis B. Mayer, dem Chef der Filmgesellschaft MGM einen Vertrag schloß, und arbeitete für sie die nächsten 27 Jahre. Den Übergang vom Stumm- zum Tonfilm schaffte er mühelos. Neben seiner Arbeit als Schauspieler übernahm er bei einigen Filmen die Regie,so z.B. 1929 in Madame X., wandte sich jedoch nach einem wirtschaftlichen Mißerfolg des Films Ten Cents a Dance (1931) mit Barbara Stanwyck wieder vollständig der Schauspielerei zu. 1931 erhielt er einen Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Darstellung eines Starverteidigers in A Free Soul. an der Seite von Norma Shearer und Clark Gable. Ab Mitte der 1930er war Barrymore,der an Arthritis litt, gezwungen, im Rollstuhl zu sitzen, spielte aber weiterhin in auf ihn zugeschnittenen Rollen,u.a. in It's a Wonderful Life (1946, dt. Ist das Leben nicht schön?) und Key Largo (1948,dt. Gangster in Key Largo).

Filme u.a.: The Temptress (1926, dt. Dämon Weib), Mata Hari (1931), Grand Hotel (1932, dt. Menschen im Hotel), Camille (1936, dt. Die Kameliendame), Duel in the Sun (1946, dt. Duell in der Sonne).

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John Barrymore eigentl. John Blythe

US-amerikanischer Bühnen- und Filmschauspieler; jüngerer Bruder der Schauspielerin Ethel Barrymore (*1879, †1959) und Lionel Barrymore. Barrymore,der Theaterdebüt 1903 in Chicago gab, spielte 1905 in London und tourte mit einem amerikanischen Ensemble durch Australien. Seine Theaterarbeit machte ihn zu einem der berühmtesten und beliebtesten Schauspieler der Vereinigten Staaten. Bekannt geworden war er 1922 durch seine bemerkenswerte Darstellung des Hamlet im gleichnamigen Drama William Shakespeares. Erste Filme drehte er ab 1913, und ab 1925 arbeitete er überwiegend für den Film, oftmals zusammen mit seinem Bruder, so u.a. an der Seite von Greta Garbo in dem Streifen Grand Hotel (1932, dt. Menschen im Hotel) nach dem gleichnamigen Roman von Vicki Baum oder in Rasputin and the Empress (1932, dt. Rasputin: Der Dämon Rußlands), in dem auch seine Schwester mitwirkte. Ab Mitte der 1930er Jahre wurde es für ihn immer schwerer, Rollen zu bekommen, da er wegen seiner Alkoholkrankheit als unzuverlässig galt und auch schon einmal betrunken am Set auftauchte. In seinen letzten aktiven Jahre spielte er überwiegend in B-Filmen.

Filme u.a.: Doctor Jekyll and Mr. Hyde (1920), Moby Dick (1930), Dinner at Eight (1933, dt. Souper um Acht), Twentieth Century (1934, dt. Napoleon vom Broadway), The Invisible Woman (1940, dt. Die unsichtbare Frau).

Inschrift: Gute Nacht, süßer Prinz.

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East Los Angeles, Calvary Cemetery

Lillie Langtry eigentl. Emilie Charlotte Le Breton

pinxit John Everett Millais        1880

Britische Schauspielerin; sechstes von sieben Kinder, einzige Tochter des Vertreters der Englischen Kirche (Dean of England) auf Jersey; heiratete 1874 den Grundbesitzer Edward Langtry (†1897), Stiefbruder der Ehefrau ihres Bruders William, und überredete ihn, mit ihr nach London zu ziehen und sich im vornehmen Stadtteil Belgrave niederzulassen. Als die Geschäfte ihres Mann in Konkurs gingen, begann die bekannte Schönheit, auch "Jersey Lily" genannt, ermuntert von Oscar Wilde, als Schauspielerin zu arbeiten, debütierte im Dezember 1881 im Theatre Royal Haymarket mit dem Stück She Stoops to Conquer von Oliver Goldsmith und wurde sehr schnell bekannt. 1877 lernte sie auf einem Empfang den Prince of Wales kennen, den späteren König Eduard VII.. Albert Eduard, im Freundeskreis auch Bertie genannt, verheiratet mit Prinzessin Alexandra von Dänemark und Vater von sechs Kindern, war als Schürzenjäger bekannt und hatte das Treffen arrangiert. 1877 wurde sie seine Mätresse. Eduard ließ für sie im Badeort Bournemouth ein Haus erbauen, in dem sie sich trafen und das heute als Hotel (Langtry Manor House) dient. Als die Liaison 1878 beendet war, wurde sie diejenige von Prinz Louis von Battenberg (*1854, †1921), Admiral der Royal Navy, wobei Eduard ihn ermuntert hatte, in seine Fußstapfen zu treten. Nachdem eine Tochter heimlich zur Welt gekommen war, ließ Battenberg sie fallen; sie ging an das Theater zurück und verdiente Geld mit Publikumwerbung für Seife, Haarwuchsmittel und Tonic-Wasser. In dem Jahr, in dem sie US-amerikanische Staatsbürgerin wurde (1877), ließ sich sich von ihrem Mann in Kalifornien scheiden. Dort hatte sie eine Weindomäne in einer Größe von 17 km² erworben, die sie allerdings 1906 wieder abstieß. 1899 heiratete erneut, einen wesentlich jüngeren Mann namens Hugo Gerald de Bathe, einen Pferderennstallbesitzer, mit dem sie sich später nach Monaco zurückzog, dort allerdings von ihm getrennt lebte: Sie sahen sich nur anläßlich gesellschaftlicher Ereignisse. Zuvor, 1903, war sie erstmals in den Vereinigten Staaten aufgetreten, wohin sie 1906 und 1912 erneut zurückkehrte und in Vaudeville-Theatern (Unterhaltungstheater mit Musik- und Varieteeinlagen) zu bewundern war.

Autobiographie: The Days I Knew (1929)

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Bilder: Cheryl & David Marshall (10/2005) flickr.com/photos/26384082@N04/2770721888/

Jersey, St. Saviour Churchyard

Bilder: Jörg Lux (08/2008)

Günter Mack

 

 

Deutscher Schauspieler; seine Liebe zur Schauspielerei wurde bei ihm geweckt, als die Familie wegen der Bombardierung der Heimatstadt in den Allgäu evakuiert worden war und er dort in einer Laienspielgruppe auftrat. Obwohl er wegen Mangels an Begabung der Otto-Falckenberg-Schule in München wieder verlassen mußte. Er gab jedoch nicht auf und besuchte eine private Schauspielschule. Ein erstes Engagement hatte er 1949 an den städtischen Bühnen in Augsburg, gefolgt von Engagements in den 1950er Jahren am Landestheater Coburg, den städtischen Bühnen Münster und am Pfalztheater Kaiserslautern. In den 1960er Jahre spielte er u.a. an den städtischen Bühnen Heidelberg, am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, an der Freien Volksbühne Berlin sowie am Schauspielhaus Bochum und trat verstärkt in Fernsehspielen in Erscheinung. Insgesamt wirkte er in ca. Fernsehproduktionen mit, zuletzt im ZDF in den Serien Unter einem Dach und Alle meine Töchter (1995). Von 1969 bis zu seinem Tod arbeitete Mack als freier Schauspieler.

Filme und Fernsehproduktionen u.a.: Das Feuerschiff (1962), Abschied von gestern (1966), Der Stoff, aus dem die Träume sind (1972), Die Antwort kennt nur der Wind (1974), Erfolg (1991), Rosamunde Pilcher: Zerrissene Herzen (2000).

Inschrift: Schiller: Ich denke einen langen Schlaf zu tun, sorgt,daß sie nicht zu zeitig mich erwecken. Wallenstein 5.Akt

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Gröbenzell, Gemeindefriedhof

George Randolph Scott

 

 

US-amerikanischer Schauspieler; 1917 meldete sich der Sohn einen Verwaltungsingenieurs freiwillig zur Armee und kam in Frankreich an die Front. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges blieb er zunächst in Frankreich, kehrte dann aber 1919 in die Staaten zurück, begann ein Studium am Georgia Institut of Technology und setzte es anschließend an der University of North Carolina fort. Er ging dann nach Los Angeles und erhielt von Howard Hughes, den sein Vater kennengelernt hatte, eine winzige Rolle in dem Film Sharp Shooters (1928). Nach und nach erkletterte er mit Filmen wie Weary River (1929) oder The Virginian (1929, dt. Der Mann aus Virginia) mit Gary Cooper die Karriereleiter. Seine Karriere umspannte - in den 1920 Jahren beginnend - schließlich vier Jahrzehnte, wobei der Höhepunkt seiner Popularität die 40er und 50er Jahre des 20. Jahrhunderts waren. Einige der bekannstesten Filme des 1,93 Meter großen Schauspielers waren Virginia City (1940, dt. Goldschmuggel nach Virginia), The Tall T (1957, dt. Um Kopf und Kragen), Ride the High Country (1962, dt. Sacramento). Er wurde zwar überwiegend durch Rollen in Western bekannt, hat allerdings auch in Kriminal-, Abenteuer- und Kriegsfilmen und weiteren Genres mitgewirkt.

Filme u.a.: Roberta (1935), Rebecca of Sunnybrook Farm (1938, dt. Shirley Temple), My Favourite Wife (1940, dt. Meine Lieblingsfrau), Western Union (1941, Überfall der Ogalalla), Gung Ho! (1943, dt. Unternehmen Donnerschlag),

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Charlotte (North Carolina), Elmwood Cemetery

Bilder: Liz Kearley (08/2008)

Hinweis: Lionel Barrymore war zunächst auf dem Mount Vernon Cemetery in Philadelphia beigesetzt worden. Seine sterblichen Überreste wurden später hierher umgebettet.

Hilmar Otto Thate

 

 

Deutscher Schauspieler; Sohn eines Schlossers in einem Bahnbetriebswerk der Deutschen Reichsbahn und einer Hausfrau; besuchte bis zur 10. Klasse die Erweiterte Oberschule der Franckeschen Stiftungen in Halle und gehörte bereits während dieser Zeit einer Laienspielgruppe an. Anschließend machte er eine Schauspielausbildung an der Staatlichen Hochschule für Theater und Musik in Halle und stand dann danach in den 1950er bis zum Ende der 1970er Jahre v.a. mit Stücken von Bert Brecht und William Shakespeare auf den Bühnen der DDR. u.a. in Berlin am Theater der Freundschaft und am Maxim-Gorki-Theater, bevor er 1959 an das renommierte Berliner Ensemble kam. an dem es ihn bis zum Tode der Intendantin Helene Weigel hielt und er an das Deutsche Theater wechselte. Er wirkte aber auch immer wieder in Filmen von Kurt Maetzig und Konrad Wolf mit. Das Wohlwollen der DDR-Führer verscherze er, als er sich über die Ausweisung des Liedermachers Wolf Biermannn öffentlich kritisch äußerte. Er bekam kaum noch Rollen, so daß er 1980 die DDR gemeinsam mit seiner Frau Angelica Domröse, mit der er seit 1978 in zweiter Ehe verheiratet war und die v.a. durch ihre Rolle als Paula in dem nach dem Drehbuch von Ulrich Plenzdorf von der DEFA produzierten DDR-Film Die Legende von Paul und Paula (1973) bekannt geworden war, verließ und sich in West-Berlin niederließ. Dort gelang ihm - inzwischen 50 Jahre alt - der Aufbau einer zweiten Karriere sowohl am Theater - beide spielten am Schillertheater und am Schloßpark Theater - als auch beim Film. So drehte er Filme mit Rainer Werner Fassbinder und Volker Schlöndorff (*1939). Einem breiten Publikum wurde er in der Bundesrepublik bekannt durch seine Rolle als Rudi Kranzow, Betreiber eines Stripteaselokals auf der Hamburger Amüsiermeile St. Pauli. in dem 6-teiligen Fernsehfilm vom Dieter Wedel. Zuletzt war er in dem Kinofilm Hitlerkantate (2005) von Jutta Brückner zu sehen:

Hilmar Thate war Mitglied der Akademie der Künste der DDR und seit 1993 Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

Film- und Fernsehproduktionen u.a.: Einmal ist keinmal (1955), Das Lied der Matrosen (1959), Der geteilte Himmel (1964), Wahlverwandtschaften (1974), Daniel Druskat (1976), Engel aus Eisen (1981), Die Sehnsucht der Veronika Voss (1982), Wege in die Nacht (1999), Der neunte Tag (2004)

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Berlin, Friedhof Dorotheenstädt. u. Friedrichswerdersche Gemeinde

Friedrich Ludwig Heinrich Haase

            

 

Deutscher Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter; Sohn eines Ersten Kammerdieners König Friedrich Wilhelms IV. und dessen Patenkind; genoß eine sorgfältige Erziehung und wurde auf Empfehlung seines Patenonkels an Ludwig Tieck vermittelt, den der König 1842 als Beratertätigkeit an das Hoftheater in Berlin.hat kommen lassen. In dessen Salon stellte Haase sein Talent mit demhaase_friedrich_gartenlaube1876_bild Vortrag von Johann Wolfgang Goethes Ballade Erlkönig erstmals unter Beweis. Nach einer zweijährigen Ausbildung unter der Obhut Tiecks erhielt er sein erstes Engagement 1846 am Theater in Weimar, wo er in Der arme Poet und Der Hofmeister in tausend Aengsten debütierte.

Friedrich Haase als König Philipp II. von Spanien (Gartenlaube 1876)

Anschließend spielte er von 1848 bis 1949 in Potsdam, gefolgt von einem Engagement von März 1850 bis April 1852. in Prag .und einem Wechsel zu Eduard Devrient nach Karlsruhe sowie 1853 nach München zu Franz von Dingelstedt, wo er bis 1855 wirkte. Es folgten Engagements in Frankfurt am Main (1856–1858)und in Sankt Petersburg (1860–1864). Danach leitete er von 1867 bis 1868 das Hoftheater in Coburg. Von 1869 bis 1870 wirkte er am Königlichen Schauspielhaus in Berlin, danach arbeitete er erneut als Theaterleiter in Leipzig (1870–1876) Danach spielte er erneut nur in Gastrollen. Iim März 1869 gastierte er in New York City, und von Oktober 1881 bis Mai 1882 trat er auf zahlreichen Bühnen in den Vereinigten Staaten auf. Zurück in Deutschland, war Haase von Herbst 1883 bis Frühjahr 1884 als Gesellschafter an der Gründung des Deutschen Theaters in der Schumannstraße in Berlin beteiligt. 1878 wurde er von König Albert von Sachsen zum Ehrenmitglied des Königlichen Hoftheaters ernannt, mit der Verpflichtung, in jedem Jahr an zehn Abenden gegen ein festes Honorar zu spielen. Im selben Jahr wurde er auch Ehrenmitglied des Schillervereins.

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Berlin, Friedhof III der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde

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Bild: Schiwago (07/2009) Wikipedia.de

Helmut Ahner

 

 

Deutscher Schauspieler und Synchronsprecher; begann seine Karriere in den späten 1940er Jahren auf Bühnen in Hamburg, wo er später Mitglied des Ensembles am Thalia Theater war, und in Berlin. Anfang der 1950er Jahre spielte er dann auch in Kino-, später in Fernsehfilmen, sowie in Episodenfilmen mit.

Seit den späten 1950er Jahren arbeitete er auch als Synchronsprecher in zahllosen Filmen und lieh seine Stimme u.a. Stan Laurel, Peter Lorre und Gene Wilder.

Film- und Fernsehproduktionen u.a.: Die Meere rufen (1951), Die spanische Fliege (1954), Die Hexe (1954), Oh, diese lieben Verwandten (1955), Italienreise – Liebe inbegriffen (1958), Das kunstseidene Mädchen (1960), Tadellöser & Wolff (1975), Ein Kapitel für sich (1979), Bananen-Paul (1982).

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Bilder: Horst Pfeiffer (10/2016)

Neukirchen/Erzgeb., Friedhof

Manfred Krug

Bild: Udo Grimberg (02/2015)

 

Deutscher Schauspieler; Sohn eines Eisenhütten-Ingenieurs, der nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf der Suche nach einer Arbeit nach Leipzig ging und später in Brandenburg an der Havel als Betriebsdirektor ein Stahlwerk leitete, während der Sohn zunächst bei seiner Großmutter in Westdeutschland zurückblieb und erst 1949 seinem Vater in die gerade gegründete Deutsche Demokratische Republik (DDR) folgte und dann im Stahl- und Walzwerk in Brandenburg (heute ein Industriemuseum) eine Lehre zum Stahlschmelzer absolvierte und noch während dieser Ausbildung an einer Abendschule das Abitur nachholte. 1954 begann Krug ein Studium an der Staatlichen Schauspielschule Berlin. Er konnte das Studium zwar "wegen disziplinarischer Schwierigkeiten" nicht beenden, legte jedoch doch noch eine Bühnenreifeprüfung an Bertolt Brechts Berliner Ensemble ab und war zwischen 1955 und 1957 als Eleve dort engagiert. In dieser Zeit lebte er  mit Jurek Becker zusammen, der einer seiner engsten Freunde wurde. Ab Mitte der 1950er Jahre war Krug dann auch im Kino zu sehen und stieg in der DDR mit Filmen von Frank Beyer wie Fünf Patronenhülsen (1966) und Die Spur der Steine. (1966), der allerdings nur wenige Tage nach der Premiere der Zensur anheim fiel und verboten wurde, rasch zu einem Kino-Idol auf. Aber auch als Jazz-Sänger machte er sich schnell einen Namen, auch durch seine Auftritte in DDR-Fernsehshows. Als er sich 1976 nach der Ausbürgerung von Liedermacher Wolf Biermann kritisch zu Wort meldete, indem er eine Protestresolution mit unterschieb, geriet er in der DDR ins berufliche Abseits, indem er mit einem Teilberufsverbot belegt wurde. Er beantragte daher im April 1977 eine Ausreisegenehmigung nach Westdeutschland und verließ die DDR nach deren Genehmigung am 20. Juni desselben Jahres. In Berlin bzw. der Bundesrepublik konnte er rasch auch beruflich Fuß fassen und seine Karriere beim Film und Fernsehen fortsetzen. Hier wurde er v.a. populär mit den ARD-Fernsehserien Auf Achse (1978–93) als LKW-Fernfahrer Franz Meersdonk oder als Anwalt in den von seinem Freund Jurek Becker unter dem Titel Liebling Kreuzberg (1986–98) erdachten Geschichten um einen Berliner Kiez-Anwalt. Er wirkte in weiteren Serien mit und absolvierte außerdem Gastauftritte u.a. in den TV-Serien Sesamstraße, Traumschiff und Jakob und Adele. 1984 übernahm er dann für die Tatort-Serie der ARD-NDR die Rolle des Hauptkommissars Stoever, die in 38 Folgen ausgestrahlt wurde und in der er immer wieder auch einmaleine Gesangseinlage präsentierte; 2001 ging er dann als Kommissar “in Pension”; wenig später - nach Erreichen des Renteneintrittsalters - zog er sich dann tatsächlich vom Fernsehen zurück (zuvor hatte er wegen eines 1997 erlittenen Schlaganfalls schon pausieren müssen). Als weniger ruhmreich empfanden viele Menschen seine Werbeauftritte für die T-Aktie der Deutschen Telekom.anläßlich deren Börsengang im Jahre 1996

Film- und Fernsehproduktionen u.a.: Bevor der Blitz einschlägt (1959), Auf der Sonnenseite (1961), Königskinder (1962), König Drosselbart (1965), Fräulein Schmetterling (1966), Weite Straßen – stille Liebe (1969), Husaren in Berlin (1971), Stülpner-Legende (1973, Fernsehserie), Die Faust in der Tasche (1978), Rosamunde (1990).

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Stahnsdorf, Südwestkirchhof

Robert Naegele

 

 

Deutscher Schauspieler, Schriftsteller und Hörspielautor; machte eine Lehre in einer Krumbacher Eisenwarenhandlung, wurde während des Zweiten Weltkrieges eingezogen und kam in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung schloß er in Ebertshause eine kaufmännische Lehre ab, nahm aber parallel zu dieser Ausbildung in Memmingen privaten Schauspielunterricht Nach dem Besuch der Schauspielschulen in Stuttgart und München 1949 hatte ein erstes Engagement in Ulm. Danach wirkte Naegele von 1950 bis 1973 u.a an dem Landestheater Coburg, Theater Ulm, Theater der Stadt Trier, Stadttheater St. Gallen, Städtische Bühnen Mainz, Städtische Bühnen Dortmund, Staatstheater Oldenburg, Fritz-Rémond-Theater im Zoo in Frankfurt am Main, Komödie im Marquardt in Stuttgart, Kammerspiele Hamburg, Kammerspiele München, Bayerisches Staatsschauspiel. Erstmals wirkte er 1959 in dem Film Hubertusjagd mit, dem zahlreiche weitere Kinofilme und später auch Fernsdehfilme folgten, Insgesamt wirkte er in mehr als 250 Fernsehproduktionen mit, darunter in vielen Fernsehkriminalfilme wie Tatort-Filmen der ARD und Kriminalfilmen aus der ZDF-Serie Derrick. Außerdem verfaßte er acht Schwabenbücher, Theaterstücke und zahlreiche Hörspiele und veröffentlichte die LP Abenteuer der sieben Schwaben. In 100 Sendungen Bairisch Herz – Ausgabe Schwaben zeichnete er für die Zusammenstellung und Regie verantwortlich.

Film- und Fernsehproduktionen u.a. Der Seitensprung (1964), Madame und ihre Nichte (1969), Liebe durch die Hintertür (1969), Sie liebten sich einen Sommer (1971), Das Brot des Bäckers /1976), Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand (1978), Die Buddenbrooks (1979), Jauche und Levkojen (1979), 1985: Treffpunkt Leipzig (1985), Wallers letzter Gang (1988).

Auszeichnungen u.a.: Wilhelmine-Lübke-Hörspielpreis, Goldenen Ehrennadel des Bayerischen Rundfunks

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Bilder: Matthias Bauer (10/2016)

Neu-Ulm OT Burlafingen, Friedhof

Bilder: Ulrich Farwick (04/2017)
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Bilder: Klaus Meinert (05/2017)
Theater / TV / Film / Show CXLVIII

Omnibus salutem!