Ginger Rogers eigentl. Virginia Katherine McMath

 

US-amerikanische Schauspielerin; Tochter einer Drehbuchautorin, die bereits die 6-Jährige förderte. Im Alter von 14 Jahren trat Rogers bereits als Tänzerin in Vaudeville-Shows auf, sang in Nachtklubs und nahm nach dem Besuch der Central High School in Fort Worth (Texas) bereits Rollen in Musicals in New York City an. Ende der 1920er Jahre trat sie erfolgreich am Broadway in New York auf, wo sie die Filmgesellschaft Paramount 1929 in der weibliche Hauptrolle in dem Musical Girl Crazy entdeckte und ihr 1929 einen Filmvertrag gab. Eine erste Filmerfahrung machte sie im gleichen Jahr mit einem Kurzauftritt in Campus Sweethearts, gefolgt von Young Man of Manhattan (1930) und einer Verfilmung des Musicals 42nd Street (1933, dt. Die 42. Straße). 1926 gehörte sie zu den WAMPAS1. 1933 lernte sie bei den Dreharbeiten zu dem Film-Musical Flying Down to Rio Fred Astaire kennen, mit dem sie in den 1930er Jahren als das Tanzgespann Ginger & Fred berühmt und erfolgreich wurde. Aber sie versuchte auch, sich nicht auf das Image als Partnerin von Astaire festzulegen, so drehte sie 1938 gemeinsam mit Katharine Hepburn in dem Film Stage Door, für den sie von der Kritik sehr gelobt wurde, oder Melodramen wie Sam Wooks Kitty Foyle (1940), für das sie mit einem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde, und auf Komödien wie Roxie Hart (1942) und The Major and the Minor (1942, dt. Der Major und das Mädchen), bei dem Billy Wilder erstmals Regie führte. Zu ihren ebenfalls bekannten Rollen zählt die Verfilmung des Kurt Weill Musicals Lady in the Dark von 1944 sowie Weekend At The Waldorf, einem Remake von Grand Hotel (1945), in dem sie die Rolle von Greta Garbo übernahm. Als Judy Garland erkrankte, sprang Rogers 1949 für sie ein und spielte ein letztes Mal mit Fred Astaire zusammen in dem Film The Barkleys of Broadway (Die Tänzer vom Broadway). 1952 war Cary Grant ihr Partner in der Komödie Monkey Business (dt. Liebling ich werde jünger). 1965 zog sie sich nach Harlow (1965, dt. Die Welt der Jean Harlow) aus dem Filmgeschäft zurück, hatte aber ein großes Comeback am Broadway mit der Titelrolle in dem Musical Hello Dolly! 1984 zog sie sich schließlich in das Privatleben zurück. Ginger Rogers war fünfmal verheiratet.

Filme u.a.: The Thirteenth Guest (1932), The Gay Divorcee (1934, dt. Scheidung auf amerikanisch), Top Hat (1935, dt. Ich tanze mich in dein Herz hinein), Swing Time (1936), Shall We Dance? (1937, dt. Tanz mit mir), The Story of Vernon and Irene Castle, Bachelor Mother (beide 1939).

Autobiographie: Ginger, My Story (1991).

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1 Jährlich zwischen 1922 und 1934 wurden von der Western Association of Motion Picture Advertisers jeweils (mit einer Ausnahme im Jahr 1932) dreizehn junge Frauen ausgewählt, von denen man glaubte, sie würden in der nächsten Saison zu Leinwandstars reüssieren. Ihnen zu Ehren wurde unter dem Namen “WAMPAS Frolic” eine Party ausgerichtet, um sie der Presse vorzustellen. Zu den WAMPAS gehörten neben Ginger Rogers u.a. Mary Astor (1926), Clara Bow (1924), Dolores Costello (1926), Joan Crawford (1926), Janet Gaynor (1926), Dolores Del Rio (1926), Fay Wray (1926), Sally Rand (1927), Loretta Young (1929), Anita Page (1929) und Joan Blondell (1931).

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Jörg Hube

 

Deutscher Schauspieler und Kabarettist; wuchs nach der Flucht seiner Eltern mit ihm in den Westen in Dießen am Ammersee und in München auf, wo er das Gymnasium ohne Abschluß verließ und in München die Otto-Falckenberg-Schule, an der er ab 1984 unterrichtete und die er von 1991 bis Mitte 1993 leitete, und das Salzburger Mozarteum besuchte. Sein erstes Theaterengagement hatte er von 1968 bis 1969 am Stadttheater Trier, bevor er nach München zurückkehrte, dort an den Kammerspielen und später am Bayerische Staatsschauspiel spielte. Von 1971 bis 1973 war er im von ihm mitgegründeten Kabarett “Die Hammersänger” zu sehen, wo er gemeinsam mit Helmut Ruge auftrat. Bekannt wurde Hube durch die von ihm entwickelte Figur des Herzkasperls, die er in Kabarettvorstellungen verkörperte. Dem Fernsehpublikum wurde er durch seine Rolle in Edgar Reitz’ Serie Heimat bekannt, sowie der vom Bayrischen Fernsehen produzierten Serie Löwengrube, in der er als Kommissar Ludwig Grandauer glänzte. Im Film ist er als Ermittler der Gestapo in Michael Verhoevens (*1938) Film Die weiße Rose (1982) in Erinnerung geblieben sowie in dem Film Sophie Scholl – Die letzten Tage (2005), in dem er den Vater der Geschwister Hans und Sophie verkörperte.

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Fred Astaire eigentl. Frederik Austerlitz

 mit seiner Schwester Adele (1919)

US-amerikanischer Schauspieler, Tänzer und Sänger deutsch/österreichischer Abstammung; Sohn eines Bierbrauers; trat bereits im Alter von sieben Jahren zusammen mit seiner Schwester Adele zunächst in Vaudeville-Shows auf, dann zwischen 1917 und 1932 am Broadway, in Musicals, u.a. Over the Top (1917), Lady Be Good (1925) und Funny Face (1927). Nachdem seine Schwester 1931 den englischen Lord Charles Cavendish geheiratet und sich damit von der Bühne zurückgezogen hatte, wandte sich Fred dem Film zu, wurde 1933 einen Vertrag von der Filmgesellschaft RKO unter Vertrag genommen und hatte im selben Jahr sein Debüt in Dancing Lady (1933, dt. Ich tanze nur für dich) gleich an der Seite so bekannter Stars wie Clark Gable und Joan Crawford (für diesen Film war er allerdings an MGM ausgeliehen worden). Ein Glücksfall für ihn war, als er 1933 die Tänzerin Ginger Rogers bei den Dreharbeiten zu dem Film-Musical Flying Down to Rio kennenlernte und die beiden zum berühmtesten Tanzpaar der 1930er Jahre wurden. Mit den Filmen The Gay Divorcee (1934, dt. Scheidung auf amerikanisch), Roberta (1935), Top Hat (1935, dt. Ich tanz’ mich in dein Herz hinein), Swing Time (1936) und Shall We Dance (1937, dt. Tanz mit mir) tanzten sie sich in der Herzen des US-amerikanischen Publikums, bevor sie sich 1940 trennten, weil Rogers sich mehr auf eine Solokarriere konzentrierte (nur noch einmal waren sie gemeinsam zu sehen: Als Judy Garland erkrankte, sprang Rogers für sie in dem Film Barkleys from Broadway (1949, dt. Tänzer vom Broadway) ein). Aber er drehte viele Filme mit bekannten Stars, in denen er auch tanzte und sang, so z.B. mit Eleanor Powell 1940 in Broadway Melody of 1940, mit Rita Hayworth You’ll Never Get Rich (1941, dt. Reich wirst Du nie) sowie You Were Never Lovelier (1942, dt. Du warst nie berückender), mit Judy Garland Easter Parade (1948, dt. Osterspaziergang), Daddy Long Legs (1955, dt. Daddy Langbein) mit Leslie Caron (*1931) oder an der Seite von Audrey Hepburn Funny Face (1957, dt. Ein süßer Fratz). Ab Anfang der 1960er Jahre war Astaire zunehmend im Fernsehen zu sehen und trat ab Ende des Jahrzehnt nur noch gelegentlich in Nebenrollen im Film auf.

Filme u.a.: The Band Wagon (1953, dt. Vorhang auf!), Silk Stockings (1957, dt. Seidenstrümpfe), On the Beach (1959, dt. Das letzte Ufer), The Notorious Landlady (1962, dt. Noch Zimmer frei).

Auszeichnungen u.a.: Ehrenoscar für seine Verdienste um das Musical (1949).

Autobiographie: Steps in Time (1959).

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Bild: Kate Stover (05/2009)

Chatsworth, (Kalifornien), Oakwood Memorial Park

Bild: Kate Stover (05/2009)

München, Neuhausener Friedhof

Herbert Hisel

 

Deutscher Humorist; begann seine humoristische Karriere 1953 in seiner Heimatstadt als Büttenredner und war später Präsident des Elferrat der "Nürnberger Trichter Karnevalsgesellschaft e.V. 1909". In den 1960er und 1970er Jahren galt Hisel, dessen Beteuerung "Jou werkli" sein Markenzeichen war, als der bekannteste fränkische Humorist, und seine mit Komik und Witz in fränkischer Mundart gespickten Vorträge brachten dem Redekünstler acht Goldene Schallplatten ein. In der Rolle des Reservisten "Zierngiebel" in dem Stück Das Manöverkind tourte er sehr erfolgreich durch Deutschland und Nordamerika. 1975 floh Hisel wegen seiner Steuerschulden nach Kanada und bestritt dort und in den Vereinigten Staaten mit Auftritten vor Deutschstämmigen seinen Lebensunterhalt und konnte seine Steuerschulden nach und nach ausgleichen. 1978 versuchte er in der Bundesrepublik erfolglos ein Comeback, so daß er enttäuscht nach Kanada zurückkehrte. Dort starb er an den Folgen eines durch einen Herzinfarkts verursachten Verkehrsunfalls.

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Rolf Ulrich

 

Deutscher Kabarettist; gründete die Berliner Stachelschweine zusammen mit Klaus Becker, Alexander Welbat und Joachim Teege. Alle vier waren 1948/1949 am Theater Tribüne am Knie engagiert. 1950 wechselte das Kabarett in die Gaststätte Burgkeller am Kurfürstendamm, 1951 in das Künstlerrestaurant Ewige Lampe in der Rankestraße 9, wo es fast 15 Jahre seine Spielstätte hatte. Seit 1965 hat das Kabarett seine Räumlichkeiten im Europa-Center an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche.

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Clemens Hasse

 

Deutscher Schauspieler; Sohn eines Verwaltungsbeamten; besuchte die Schauspielschule des Preußischen Staatstheaters in Berlin, wo er sein Theaterdebüt als Edler von Henstedt in Heinrich von Kleists Das Käthchen von Heilbronn hatte und ab der Saison 1929/30 bis zu dessen kriegsbedingten Schließung im Jahre 1944 dessen Ensemble angehörte. Erstmal hatte er im Jahre 1932 für den Film Ja, treu ist die Soldatenliebe vor der Kamera gestanden. Nach einer Reihe weiterer Filme war er 1937 in Der Mann, der Sherlock Holmes war an der Seite von Heinz Rühmann zu sehen und 1944 in Die Feuerzangenbowle, in der er den Schüler Rudi Knebel verkörperte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges spielte Hasse ab 1947 am Schloßpark-Theater und ab 1951 auch am Schillertheater; außerdem arbeitete er als Synchronsprecher.

Filme u.a.: U-Boote westwärts! (1941), Ewiger Rembrandt (1942), Berliner Ballade (1948), Canaris (1954).

Inschrift: Ich hab so gern gelebt

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Bilder: Matthias Bauer (05/2009)

Nürnberg, Westfriedhof

Hinweis: Alte Grabgestaltung; Sein Grab wurde 2006 aufgelassen; ein Jahr später, anläßlich seines 25. Todestages, wurde der jetzige Gedenkstein errichtet.

Bild: Hans-Christian Seidel (05/2009)

Berlin, Städtischer Waldfriedhof Dahlem

Bild: Hans-Christian Seidel (05/2009)

Chatsworth, (Kalifornien), Oakwood Memorial Park

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Bilder: Matthias Bauer (03/2012)

Berlin, Städt. Friedhof Dahlem

Alain Resnais

 

 

Französischer Filmregisseur; Sohn eines Apothekers: war schon als Jugendlicher vom Medium Film fasziniert, aber auch vom Theater; experimentierte mit einer ihm geschenkten Schmalfilmkamera, als er 13 Jahre alt war. Da er ursprünglich Schauspieler werden wollte, nahm er von 1940 bis 1942 Schauspielunterricht bei René Simon, bevor er Mitte der 1940er Jahre zunächst als Cutter zu arbeiten begann. Ende der 1940er Jahre begann er dann die ersten Kurzfilme zu drehen, u.a. über Vincent van Gogh oder Paul Gauguin, und es entstand eine erste filmische Dokumentation über die Konzentrationslager der Nazis. Schlagartig bekannt wurde Resnais dann 1959 durch seinen Film Hiroshima mon amour, zu dem die Schriftstellerin Marguerite Duras das Drehbuch verfaßte, dem 1961 der Film L'Année dernière à Marienbad (dt. Letztes Jahr in Marienbad) mit Delphine Seyrig folgte. Resnais entwickelte sich rasch zu einem bedeutenden Vertreter des Nouveau cinéma.

Verheiratet war Alain Resnais seit 1969 mit Florence Malraux, der Tochter des französischen Schriftstellers André Malraux.

Filme u.a.: Muriel (1963, dt. Muriel oder Die Zeit der Wiederkehr), La guerre est finie (1966, dt. Der Krieg ist vorbei), Je t’aime, je t’aime  (1968, dt. Ich liebe dich, ich liebe dich), La vie est un roman (1983, dt. Das Leben ist ein Roman) L’amour à mort (1984, dt. Liebe bis in den Tod), Les Herbes folles (2009, dt. Vorsicht Sehnsucht), Vous n’avez encore rien vu (2012, dt. Ihr werdet euch noch wundern).

Auszeichnungen u.a.: Goldener Löwen des Filmfestivals von Venedig (1995), Silberner Bär der Berlinale für sein Lebenswerk (1998).

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Paris, Cimetière du Montparnasse

Vina Fay Wray

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Kanadisch/US-amerikanische Schauspielerin; eines von sechs Kindern eines aus England eingewanderten Farmers; aus der Provinz Alberta zogen die Eltern mit den Kindern 1912 zunächst nach Salt Lake City, 1914 dann nach Lark in Staate Utah (erst 1933 nahm sie die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an). Ihre Karriere begann sie in Hollywood Anfang der 1920er Jahre - oftmals im Vorspann unbenannt - als Nebendarstellerin in wenig beachteten Western und Melodramen - ihre erste größere Rolle hatte sie in dem Film The Coast Patrol (1925). Aber ihre Karriere auf der Leinwand begann erst, nachdem sie 1926 unter die sogenannten WAMPAS1 gewählt wurde und einen Vertrag mit Paramount abschließen konnte. Während ihrer 57 Jahre währenden Schauspielkarriere erlangte sie insbesondere als Mitwirkende in Horrorfilmen Berühmtheit; sie war eine der ersten sog. "scream queens" (“Schreikönigin“). Besonders, auch international, bekannt wurde sie durch ihre Rolle in dem Film King Kong (1933, dt. King Kong und die weiße Frau). Ab 1934 wirkte sie nur noch in sogenannten B-movies, Filmen der B-Kategorie, mit. Aber erst 1980 beendete sie ihre Karriere. Sie war aber auch dann noch nicht vergessen: Zwei Tage nach ihrem Ableben im Alter von 95 Jahren wurden alle Lichter am Empire State Building ihr zu Ehren für fünfzehn Minuten ausgeschaltet.

Fay Wray war dreimal verheiratet - zweimal mit Schriftstellern und zuletzt mit einem Neurochirurgen.

Filme u.a.: The Wedding March (1926, dt Der Hochzeitsmarsch), The Stolen Jools (1931, dt. Juwelenraub in Hollywood), Dirigible (1931, dt. Das Luftschiff (1931), The Most Dangerous Game (1932, dt. Graf Zaroff – Genie des Bösen), Doctor X (1932), The Vampire Bat (1933), Viva Villa (1934, dt. Schrei der Gehetzten), Woman in the Shadows (1934), Queen Bee (1955, dt. Ehe in Fesseln), Crime of Passion (1957, dt. Das war Mord, Mr. Doyle).

Werke u.a.: (Autobiographie) On The Other Hand: A Life Story.

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1 Jährlich zwischen 1922 und 1934 wurden von der Western Association of Motion Picture Advertisers jeweils (mit einer Ausnahme im Jahr 1932) dreizehn junge Frauen ausgewählt, von denen man glaubte, sie würden in der nächsten Saison zu Leinwandstars reüssieren. Ihnen zu Ehren wurde unter dem Namen “WAMPAS Frolic” eine Party ausgerichtet, um sie der Presse vorzustellen. Zu den WAMPAS gehörten neben Fay Wray u.a. Mary Astor (1926), Clara Bow (1924), Dolores Costello (1926), Joan Crawford (1926), Janet Gaynor (1926), Dolores Del Rio (1926), Ginger Rogers (1926), Sally Rand (1927), Loretta Young (1929), Anita Page (1929) und Joan Blondell (1931).

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Hollywood, Hollywood Forever Cemetery

Bild: Meribona (12/2011), Wikipedia.org
Bild: Timothy Tolle (07/2007), Wikipedia.org
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Bilder: Herbert Herterich (05/2015)

Sári Fedák

1904                  

 

Ungarische Schauspielerin; und Sängerin; studierte bis 1899 bei Szidi Rákos, die an einer Schauspielschule in Budapest unterrichtete, und begann ihre Karriere im selben Jahr an der Magyar Színház Theatergesellschaft. Ab 1900 spielte sie in Pozsony (heute Bratislava) und an mehreren Theatern in Budapest, darunter Népszínház, Király Színház und Vígszínház. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarische Monarchie rief sie während der ungarischen Sowjetrepublik zum Eintritt in die Rote Armee auf. Nach dem Fall der Republik floh sie nach Wien, wurde aber kurzzeitig in Wiener Neustadt gefangen genommen und ins Gefängnis geworfen. Als Unterstützerin der Republik konnte sie in den Jahren 1920 und 1921 nur in Wien auftreten. Aber sie spielte in den Jahren 1921 und 1925 in Berlin und Paris. Im Jahr 1923 wurde sie Mitglied des Fővárosi Operettszínház Theaters. 1934 bereiste sie mehrere Städte in den Vereinigten Staaten. Ab 1940 war sie die Hauptdarstellerin im Theater Új Magyar Színház und 1944 am Donausender tätig, der aus Wien sendete. Da sie sich in Ungarn während des Zweiten Weltkrieges für den Kampf an der Seite Nazi-Deutschlands eingesetzt hatte, wurde sie nach dem Ende des Krieges zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Außerdem wurde ihr für drei Jahre untersagt, öffentlich aufzutreten und auch in Filmen mitzuwirken. Nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis kehrte Sári Fedák, einst gemeinsam mit der Schauspielerin und Sängerin Sári Petrássals die bekannteste Primadonna ihrer Zeit, nie auf die Bühne zurück und zog sich ins Privatleben nach Nyáregyháza und aus dem aktiven Leben zurück.

Verheiratet war Fedák seit 1922 mit ihrem Landsmann, dem Schriftsteller Ferenc Molnár. 1925 begann in Budapest ein aufsehenerregender Prozeß, der mit ihrer Scheidung von Molnár im Folgejahr endete.

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Bilder: Parsifal von Pallandt (06)2017)

Budapest, Farkasréti-Friedhof

André Bazin

 

 

Französischer Filmkritiker; studiertt auf Lehramt und war ab 1943 als Filmkritiker tätig und engagierte sich in der französischen Filmclubbewegung tätig. 1951 gründete er gemeinsam mit Jacques Doniol-Valcroze die Zeitschrift Les Cahiers du cinéma, das er bis zu seinem Tode editierte, und in dem unter anderen François Truffaut, Jean-Luc Godard, Jacques Rivette, Luc Moullet, Éric Rohmer und Claude Chabrol veröffentlichten. Daneben erschienen zahlreiche weitere Textsammlungen von Bazin, u.a. über Charlie Chaplin. Außerdem publizierte Bazin eine Reihe von von Monographien über Orson Welles sowie Jean Renoir, wobei letztere fragmentarisch blieb und unter der Leitung von Truffaut von verschiedenen Cahiers-Kritikern ergänzt und nach seinem Tode publiziert wurde. Ebenfalls posthum wurde seine vierteilige Sammlung, die die Jahre 1958 bis 1962 abdeckt und mit dem Titel Qu'est-ce que le cinéma? veröffentlicht,

Bazin, der als geistiger Vater der Nouvelle Vague. gilt, legte den Grundstock für die spätere ethische und semiotische Theorie.

 

 

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Bilder: Herbert Herterich (07/2017)

Nogent-sur-Marne (Dép. Val-de-Marne), Cimetière communal

Bild: Matthias Bauer (2006)
Theater / TV / Film / Show CLX

Omnibus salutem!