Bernd Eichinger

1997 Bild: Gerhard Heeke (Wikipedia.de)cc_somerightsreserved

 

Deutscher Filmproduzent und Regisseur; Sohn eines Arztes und einer Lehrerin; nach dem in München im Jahre 1970 abgelegten Abitur besuchte er die Münchner Hochschule für Fernsehen und Film (HFF), an der bereits erste Kurzfilme entstanden; während des Studium arbeitete er aber auch schon als Aufnahmeleiter in den Bavaria Studios. 1974 gründete er die Filmproduktionsgesellschaft Solaris. Fünf Jahre später, 1979, erwarb er 25% Anteile an der angeschlagenen Verleihfirma Constantin Film, wurde geschäftsführender Gesellschafter des in Neue Constantin Film GmbH umgewandelten Unternehmens und produzierte als ersten Film erfolgreich den Streifen Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (1981), bei dem Ulrich (Uli) Edel (*1947), ein ehemaliger Kommilitone von der HFF, Regie führte. Im Laufe der Jahre führte Eichinger das Unternehmen zu bedeutenden Kinoerfolgen. Er produzierte nicht nur deutsche Filme, sondern sehr erfolgreich auch internationale, zu denen u.a. The Never Ending Story (1984, dt. Die unendliche Geschichte), The Name of the Rose (1986, dt. Der Name der Rose), Last Exit to Brooklyn (1989, dt. Letzte Ausfahrt Brooklyn), The House of the Spirits (1993, dt. Das Geisterhaus). Zu seinen deutschen Produktionen zählen Kassenerfolge  wie Werner – Beinhart! (1990), Manta, Manta (1991), in dem Til Schweiger eine erste Hauptrolle in einem Kinofilm hatte, Der bewegte Mann (1994), Voll Normaaal (1994), Das Superweib (1996), Ballermann 6 (1997). Dabei ließ er sich bei der Produktion seiner hauptsächlich kommerziell ausgerichteten Filme stets vom Publikumsgeschmack leiten, wofür er auch Kritik einstecken mußte. Sein Film Elementarteilchen (2006) mit Martina Gedeck, Franka Potente, Moritz Bleibtreu und Christian Ulmen wurde in den Kinos Europas von über 1,1 Millionen Zuschauer gesehen. Es entstanden aber auch bemerkenswerte Filme, die bleiben werden, so Der Untergang (2004), die Geschichte von Hitlers letzten Tagen im Bunker der Reichskanzlei in Berlin, Perfume – The Story of a Murderer (2006, dt. Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders) nach dem erfolgreichen Roman von Patrick Süskind (*1949) und Baader-Meinhof-Komplex (2007), ein Film über die Situation in der Bundesrepublik während der terroristischen Bedrohung, der auf einer Dokumentation zur Rote Armee Fraktion (RAF) des ehemaligen SPIEGEL-Chefredakteurs Stefan Aust fußt. Erfolgreich betätigte sich Echinger auch bei der Promotion und Vermarktung US-amerikanischer Spielfilme auf dem Markt der Bundesrepublik Deutschland. Als die Constantin Film 1999 an die Börse gebracht worden war, wurde Eichinger Vorstandsvorsitzender der Constantin Film AG. Im Januar 2006 verkaufte er zwar seinen Anteil an der Aktiengesellschaft, blieb aber weiterhin in dem Unternehmen als Produzent tätig. Eichinger, der sowohl in München als auch in Los Angeles lebte und arbeitete, starb in der westamerikanischen Film-Metropole während eines Abendessens an einem Herzinfarkt.

Filme u.a.: Das Mädchen Rosemarie (1995), Fräulein Smillas Gespür für Schnee (1997), Bin ich schön (1998), Der große Bagarozy (1999), Vera Brühne (2001), Der Schuh des Manitu (2001), Nirgendwo in Afrika (2001).

Auszeichnungen u.a.: Bundesverdienstkreuz (2003), Bayerischer Verdienstorden (2006), Goldene Kamera (2011, posthum).

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Peter Alexander eigentl. Peter Alexander Ferdinand Maximilian Neumayer

 

 

Österreichischer Sänger, Schauspieler und Entertainer; besuchte nach dem Willen des Vaters, eines Bankangestellten, das Humanistische Gymnasium im Wiener Bezirk Döbling, mußte diese jedoch vorzeitig verlassen., konnte die Matura (Abitur) dann aber in Znaim (heute Tschechien) ablegen. 1944 wurde er zunächst als Flakhelfer eingezogen, kam dann zum Arbeitsdienst nach Breslau und meldete sich, als er schließlich eingezogen wurde, freiwillig zur Marine. 1945 geriet er in britische Kriegsgefangenschaft, und als er nach einem Jahr in die Heimat entlassen wurde, gab er das bereits begonnene Medizinstudium auf und machte eine Schauspielausbildung am Max Reinhardt-Seminar in Wien, die er 1948 abschloß. Bereits seine 1951 erschienene erste Schallplatte Das machen nur die Beine von Dolores wurde zu einem Erfolg. Es folgten zahlreiche weiteren Lieder, von denen viel erfolgreich wurden. Der 1957 entstandene Schlager Das tu ich alles aus Liebe wurde zum Motto seiner 2006 erschienenen Biographie. Mit Schlagern wie Komm’ ein bißchen nach Italien, - gemeinsam gesungen mit Caterina Valente und ihrem Bruder Silvio Francesco - der 1954 in die Plattengeschäfte kam, traf er den Geschmack und die Sehnsucht der Nachkriegsgeneration. Alexander sang auch eine der deutschen Versionen des Elvis Presley-Songs Are You Lonesome Tonight: Bist du einsam heut' Nacht entwickelte sich 1961 zu einem seiner größten Erfolge. Ebenso positiv entwickelte sich seine Coverversion von Engelbert Humperdincks The Last Waltz unter dem deutschen Titel Der letzte Walzer. Insgesamt kamen an die 120 Plattenalben auf dem Markt. 1954 holte ihn der Filmproduzent Franz Antel für den Spielfilm Verliebte Leute an den Set; es folgte nun ein Film auf den anderen. 1960 erfolgte dann sein Durchbruch auch mit einem Operettenfilm Im weißen Rössl. Alexander, v.a. in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren neben Hans-Joachim Kulenkampff (Einer wird gewinnen EWG) und Peter Frankenfeld (Vergißmeinnicht) der beliebteste Unterhalter in der Bundesrepublik Deutschland und Österreich, wirkte in ca. 40 Spielfilmen, überwiegend Komödien, mit. Oft waren seine Partner Caterina Valente und Silvio Francesco. Beliebt beim Publikum waren auch die Graf Bobby-Filme mit Gunther Philipp, Die Abenteuer des Grafen Bobby (1961) und Das süße Leben des Grafen Bobby (1962). Unvergessen seine virtuose komödiantische Einlage mit einem Symphonieorchester in dem Film Wehe, wenn sie losgelassen (1958) mit der schwedischen Sängerin Bibi Johns (*1929) an seiner Seite. Im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) lockte er zwischen 1969 und 1998 regelmäßig Millionen Zuschauer an die Bildschirme mit seinen rund 200 Unterhaltungssendungen; 1969 hatte er eine eigene Fernsehsendung, die Peter Alexander Show, bekommen. Der außerordentlich beliebte Alexander, der zu Singen, Schauspielern, Tanzen und Parodieren verstand, und bei allem Erfolg immer natürlich und bescheiden geblieben war, war mit fast 80% Einschaltquote in den 1970er Jahren seinerzeit der erfolgreichster Entertainer des deutschsprachigen Fernsehens. Er wurde mit zahlreichen Ehrungen bedacht; so erhielt er mehrere Bambis, Goldene Kameras 1985 erhielt er den Ehrenring der Stadt Wien und das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Verheiratet war Peter Alexander seit September 1952 mit der Schauspielerin Hildegard Haagen (*1922). Als sie im Jahr 2003 starb, blieb er tief getroffen zurück und zog sich vollständig aus der Öffentlichkeit zurück. Ein weiteres Unglück traf ihn, als auch noch seine Tochter Susanne, eines der beiden Kinder aus der Ehe, bei einem Autounfall auf der thailändischen Insel Ko Samui tödlich verunglückte (2009). 

Filme u.a.: Liebe, Tanz und 1000 Schlager (1955), Bonjour Kathrin (1956), So ein Millionär hat’s schwer (1958), Peter schießt den Vogel ab (1959), Kriminaltango (1960), Saison in Salzburg, auch Wenn der Toni mit der Vroni (1961), Die Fledermaus; Die lustige Witwe (beide 1962), Charleys Tante (1963), Zum Teufel mit der Penne (1969), Hurra, die Schule brennt (1969), Hauptsache Ferien (1972).

Schlager u.a.: Die süßesten Früchte freßen nur die großen Tiere (1954), Ich weiß was dir fehlt (1957), Wunderbares Mädchen (1958), Ich zähle täglich meine Sorgen; Mandolinen und Mondschein (beide 1959), So wie ein Bim-Bam-Bumerang (1960), Tanz mit mir (1962), Schön muß es sein, Dich zu Lieben (1968).

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Wien, Grinzinger Friedhof

München, Bogenhausener Friedhof

Rachel gen. Mademoiselle Rachel eigent. Élisa Rachel Félix

1840er     1850    1858           

Französische Schauspielerin jüdischen Glaubens; Tochter wandernder, aus dem Elsaß stammender jüdischer Kleinkünstler und Händler; kam 1827 mit ihren Eltern nach Lyon, wo Rachel mit ihrer älteren Schwester Sarah zunächst auf der Straße, später dann auch in Musikcafés sang und Fabeln rezitierte. Entdeckt von Alexandre-Étienne Choron, Leiter einer Pariser Gesangsschule, holte dieser sie nach Paris. Ab 1837 trat sie im Théâtre du Gymnase Marie Bell, einem Vaudeville-Theater, in kleineren Rollen auf, und sie befreundete sich mit Julie Récamier, die sie förderte. 1838 hatte sie ihr Debüt an der Comédie Française und entwickelte sich zu einem Star, spielte v.a. in Stücken der Dramatiker Pierre Corneille und Jean Racine. Aber nicht nur in Frankreich, in ganz Europa wurde sie auf ausgedehnten Tourneen gefeiert, wurde vom Kaiser in Wien, vom Zar in Sankt Petersburg und in England von der englischen Königsfamilie 1841 empfangen. Rachel führte ein turbulentes Privatleben; insbesondere ihre zahlreichen Affären waren immer wieder Gegenstand der Boulevardblätter: Aus ihrer Beziehung mit dem unehelichem Sohn Napoléons, Alexandre Colonna-Walews, entstammte ihr 1844 geborener Sohn Alexandre, aus der Affäre mit einem Enkel des Generals Henri-Gratien Bertrand ihr 1848 geborener zweiter Sohn Gabriel-Victor (gen. Zozo). Sie blieb jedoch unverheiratet.

als Chimène in Le Cid von Corneille

Nach einer Tournee in den Jahren 1853/54 durch Rußland, wo sie bereits lungenkrank wurde, geriet ihre Tournee 1855 durch die Vereinigten Staaten zu einem Mißerfolg. Krank kehrte sie nach einem Zwischenaufenthalt in Ägypten nach Europa zurück und zog sich zu Freunden in das südfranzösische Städtchen Le Cannet zurück.

La muse de la poésie et de la tragédie (pinxit Adolphe Alexandre Lesrel [*1839, †1929])

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Paris, Cimetière du Père Lachaise

Bilder: Kay (022011)
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Grünwald (Ldkrs. München), Waldfriedhof

München, Bogenhausener Friedhof

Heinz Weiss

 

 

Deutscher Schauspieler; wurde nach einer Schauspielausbildung am Württembergischen Staatstheater in Stuttgart 1940 zur Wehrmacht eingezogen. Nachdem er schwer verwundet aus dem Krieg zurückkehrte, wandte er sich wieder der Schauspielerei zu und spielte an diversen Theatern. Schlagartig wurde er als Clemens Forell in dem Antikriegsfilm So weit die Füße tragen bekannt. Der unter der Regie von Fritz Umgelter 1959 entstandene mehrteilige Fernsehfilm, der nach Josef Martin Bauers gleichnamigem Erfolgsroman entstand und die Erlebnisse eines aus einem sibirischen Kriegsgefangenenlager geflohenen Wehrmachtsangehörigen zum Gegenstand hat, traf den Nerv der Zeit. Allerdings hatte der Erfolg auch eine Schattenseite: Weiss schien auf die Rolle als Soldat festgelegt. Es gelang ihm jedoch, sogar in US-amerikanischen Produktionen mitzuwirken. Schließlich waren es mehr als 140 Filme, die seine Karriere begleiteten. In Erinnerung bleiben die zwischen 1965 und 1969 produzierten, wenn auch etwas hölzern wirkenden Jerry-Cotton-Filmen, in denen er neben Georges Nader den FBI-Agenten Phil Decker verkörperte, und v.a. seine letzte große Rolle, die des Kapitäns des Traumschiffs, eine TV-Sendung, die zwischen 1983 und 1999 über den Sender des ZDF mit großem Erfolg lief. 1999 mußte er seinen Beruf aufgeben, da das rechte Bein amputiert werden mußte.

Film- und TV-Produktionen u.a.: Strafbataillon 999 (1959), Gesprengte Ketten (1963), Flug in Gefahr (1964), Der Mörderclub von Brooklyn (1967), Der Tod im roten Jaguar (1968), Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck (1973), Der Winter, der ein Sommer war (1978),

Autobiographie: Logbuch meines Lebens (2003).

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Friedrich Alexander Kerst eigentl. Kerszt

Bild:Herbert Greite

Österreichischer Schauspieler; nach einem Studium am Max Reinhardt-Seminar in Wien, hatte er erste Engagements am Burgtheater und am Volkstheater in der österreichischen Hauptstadt. 1954 kam er nbach Zwischenstationen in Kassel und Wuppertal an die Münchner Kammerspiele und war dort von 1957 bis 1960 Mitglied des Ensembles. Auf der Bühne spielte er u.a. Titelrollen in Stücken von William Shakespeare, Gotthold Ephraim Lessing und in Goethes Urfaust und Götz von Berlichingen, war aber auch in Boulevardstücken zu sehen. Einem breiten Publikum wurde Kerst, der bereits 1952 in einem Film mitgewirkt hatte, allerdings durch Film und Fernsehen bekannt. 1958 war er als Kommissar in der. 5. Episode Das zwölfte Messer der im selben Jahr gestarteten erfolgreichen NDR-Kriminalserie Stahlnetz des Regisseurs Jürgen Roland zu sehen. Bald gehörte Kerst zu den renommiertesten und gefragtesten Darstellern. So wurde auch der US-amerikanische Film auf ihn aufmerksam. In den letzten Jahren spielte Kerst wieder verstärkt Theater. Immer wieder aber nahm er an Lesungen teil, die vom österreichischen Rundfunk ORF oder auch dem Bayerischen Rundfunk veranstaltet wurden. Zu hören war er mit klassischer, aber auch zeitgenössischer Literatur z.B. von Erich Kästner oder Ludwig Thoma. Die letzten Fernsehproduktionen, in denen er mitwirkte waren der ZDF-Mehrteiler Die Patriarchin (2005) und 2006 Silberhochzeit.

Film- und TV-Produktionen u.a.: Der Stern von Afrika (1957), Hunde, wollt ihr ewig leben (1958), Mein Schulfreund (1960), Katharina Knie (1964), Gewagtes Spiel (1964-67), Mich wundert, dass ich so fröhlich bin (1983).

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Rosa Albach-Retty

                 

Österreichische Schauspielerin; Mutter des Schauspielers Wolf Albach-Retty, Großmutter von Romy Schneider; ausgebildet wurde von ihrem Vater, dem Schauspieler und Regisseur Rudolf Retty. Ihre Karriere begann sie an Theatern in Berlin. Dort spielte sie u.a. am Lessingtheater die Titelrolle der Minna von Barnhelm in dem gleichnamigen Lustspiel von Gotthold Ephraim Lessing. Sie wechselte nach Wien und war dort zunächst von 1895 bis 1903 am Deutschen Volkstheater engagiert und dann 1903 am Wiener Burgtheater, dem sie bis 1958 angehörte; 1928 wurde sie Ehrenmitglied des Burgtheaters, nachdem sie bereits 1905 den Titel Hofschauspielerin erhalten hatte. Ihr Filmdebüt gab sie 1930 im Film Geld auf der Straße.

Autobiographie: So kurz sind 100 Jahre (1974).

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Wien, Zentralfriedhof

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Holger-Madsen

 

Dänischer Schauspieler, Filmregisseur und Drehbuchautor; trat ab 1896 jahrelang auf Theaterbühnen in der dänischen Provinz auf, bevor er ab 1905 auch in Kopenhagen spielte, bis 1912 am Casino-Teatret und danach bis 1914 am Dagmar-Teatret. 1908 hatte er schon ein einem Stummfilm mitgewirkt und arbeitete bei verschiedenen dänischen Produktionsgesellschaften. 1912 führte er erstmals Regie für einen Film, für den er auch das Drehbuch geschrieben hatte. 1913 kam er zu der Nordisk Film, bei der er bis 1920 arbeitete. Neben August Blom und Benjamin Christensen gehörte er zu den künstlerisch bedeutenden Regisseuren der Nordisk Film in der Blütezeit des dänischen Films. Durch innovative Kameraeinstellungen und Belichtungen gelang es ihm, neue Ideen in die Kinotraumwelt zu bringen. 1913 entstanden dort bei der Nordisk mehrere ambitionierte Literaturverfilmungen, so führte er gemeinsam mit August Blom bei einer Verfilmung des Arthur-Schnitzler-Stücks Liebelei Regie. Der kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges begonnene, nach dem gleichnamigen Buch von Bertha von Suttner entstandenen Film Ned med Vaabnene (dt. Die Waffen nieder!), der bei einem geplanten Weltfriedenskongreß in Wien im September 1914 hätte uraufgeführt werden sollen, kam wegen der politischen Ereignisse nicht mehr zur Aufführung. Erst 1915 wurde er gezeigt, fand aber wegen der allgemeinen Kriegseuphorie kein Interesse mehr, und in Deutschland wurde die Aufführung sogar verboten. Das Drehbuch hatte Carl Theodor Dreyer geschrieben, der bis 1918 noch fünf weitere Vorlagen für Filme Holger-Madsens schuf. 1919 drehte Holger-Madsen mit Asta Nielsen ihren vierten und letzten dänischen Film: Mod Lyset. Anfang der 1920er Jahre ging Holger-Madsen nach Deutschland und drehte dort bis 1929 13 deutsche Filme, die jedoch nur mäßigen Erfolg hatten. 1930 kehrte er nach Dänemark zurück, konnte aber an seine einstigen Erfolge nicht mehr anknüpfen; zuletzt drehte er 1936 seinen Film Sol over Danmark. Ein Jahr später eröffnete er in Kopenhagen ein kleines Kino, das er bis zu seinem Tode führte.

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Kopenhagen, Assistens-Friedhof

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Bilder: Katharina (10/2011)
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Bilder: Rainer Patermann /07/2014)
Bild: Annie Grillet (04/2015)
Theater / TV / Film / Show CLXXIV

Omnibus salutem!