Bilder: Alexander Krischnig (07/2005)

Yul Brynner eigentl. Juli Borissowitsch Briner [russ. Юл Бринер]

brynner_plakette Bild: Michael Goodine

(flickr.com/photos/watchsmart/485956292) cc_somerightsreserved

Plakette an seinem Geburtshaus

 

 

 

US-amerikanischer Bühnen- und Filmschauspieler sowjetischer Abstammung; der Sohn eines schweizerisch-mongolischen Erfinders und einer russischen Arzttochter spielte am Broadway erfolgreich im Musical Der König und ich, das 1956 auch in eine Filmversion umgesetzt wurde, sowie in zahlreichen weiteren erfolgreichen Filmen an der Seite bekannter Hollywood-Stars.

Wegen seiner mongolischen Abstammung nannte sich Brynner gelegentlich auch Taidje Khan.

Filme u.a.: Der König und ich, Die zehn Gebote (beide 1956), Die Brüder Karamasow (1957), Die glorreichen Sieben, Anastasia (beide 1960).

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St-Michel-du-Bois-Aubry, Friedhof St-Robert

Louis de Funès eigentl. Louis Germain David de Funès de Galarza

 

 

Französischer Filmschauspieler; der Sohn eines spanischen Anwalts, der mit seiner Freundin, einer Angehörigen der spanischen Gesellschaft, die er verführt hatte, nach Frankreich floh, wo er sie heiratete und wo Louis de Funès zur Welt kam. Dieser glaubte, sein Vater sei tot, tatsächlich aber hatte er seine Familie verlassen. de Funès begann er eine Ausbildung zum Kürschner, die er jedoch wegen Unbotmäßigkeit vorzeitig abbrechen mußte. Er war dann in verschiedenen Berufen tätig, u.a. als Photograph, Buchhalter und als Pianist in Bars, die er jedoch immer wieder wegen Auseinandersetzungen mit seinen Arbeitgebern und Kollegen beenden mußte, bevor er ab 1941 Schauspielunterricht nahm. Bekannt wurde der Komiker in zahlreichen, auch in Deutschland populären Unterhaltungsfilmen, die der Regisseur Gérard Oury in den 1960er Jahren drehte und die in den 1980er Jahren entstanden, in denen es stets sehr turbulent und chaotisch zugeht. Nach einem 1975 während der Dreharbeiten zu dem Film Le Crocodile erlittenem Herzinfarkt reduzierte de Funès seine Arbeit deutlich. 1976 entstand der Streifen L'aile ou la cuisse (dt. Brust oder Keule), zu dessen Dreharbeiten stehts ein Arzt anwesend war; Es folgen dann bis zu seinem Tode nur noch fünf Filmproduktionen.

Verheiratet war Louis de Funès von 1943 bis zu seinem Tod in zweiter Ehe mit Jeanne-Augustine Barthélémy de Maupassant, einer Großnichte von Guy de Maupassant.

Filme u.a.: Poisson d'avril (1954, dt. Sonntagsangler), La traversée de Paris (1956, dt. Zwei Mann, ein Schwein und die Nacht von Paris), Le gendarme de Saint-Tropez (1964, dt. Balduin und Gendarm von Saint Tropez), La folie des grandeurs (1971, dt. Die dummen Streiche der Reichen), Les aventures de Rabbi Jacob (1973, dt. Die Abenteuer des Rabbi Jacob), Le gendarme et les gendarmettes (1982, dt. Louis und seine verrückten Politessen).

Das Schloß Clermont, das Funès 1967 erwarb und in dem er mit seiner Familie lebte.

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Le Cellier, Friedhof

Bilder: Krischnig/Nerger (07/2005)
Bilder: Martina Schulz (07/2005)

Rolf Ludwig eigentl. Rolf Erik Ludewig

 

 

Deutscher Schauspieler; der Sohn eines deutschen Vaters und einer schwedischen Mutter wuchs in Dresden auf, wohin die Familie 1930 zog. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges begann er eine Lehre als Stein- und Offsetdrucker, meldete sich 1942 freiwillig zum Arbeitsdienst und wurde 1943 zur Luftwaffe eingezogen. Nach Abschuß und britischer Kriegsgefangenschaft kehrte er 1947 nach Deutschland zurück und erhielt nach einem nur kurzen Besuch der Schauspielschule Engagements an Theatern u.a. in Dresden und Lübeck, sang von 1950 bis 1952 als Operettenbuffo am Berliner Metropol-Theater und spielte bis in die 1970er Jahre an verschiednen Theatern in Berlin. Einem breiten Publikum wurde er durch eine Reihe von DEFA-Spielfilmen bekannt, wie in Der Dritte (1971) oder in Lotte in Weimar (1975) nach dem Roman von Thomas Mann. Ludwig war einer der vielseitigsten Schauspieler der DDR und auch populärsten, obwohl er - wie Harald Juhnke - zeitweise alkoholabhängig war und so manches Mal betrunken auf der Bühne stand.

Filme u.a.: Der Hauptmann von Köln (1956), Der Mann mit dem Objektiv (1961), Das Buschgespenst (TV, 1986), Nikolaikirche (TV, 1995). 

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Benz (Usedom), Friedhof

Bilder: Matthias Bauer (2003)

Otto Friebel

 

Deutscher Schauspieler; die vor dem Zweiten Weltkrieg begonnene und durch den Krieg unterbrochene Schauspielausbildung konnte er erst 1946 fortsetzen. Friebel kam 1949 zum Film, wo er u.a. in Meines Vaters Pferde, im Forsthaus in Tirol und in Teilen der Krimiserie Der Kommissar zu sehen war.

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Hans Stadtmüller

 

Deutscher Schauspieler; von Karlsruhe her, wo seine Laufbahn begann, ging Stadtmüller nach Berlin. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war er Mitglied des Ensembles der Kammerspiele und des Volkstheaters in München. Er gehörte zu den wenigen ernstzunehmenden Dialektschauspielern, die vor allem in Stücken von Ludwig Thoma meisterhaft ihre Rollen zu verkörperten verstanden.

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Bilder: Matthias Bauer (2005)

München, Neuer Südfriedhof

München, Neuer Südfriedhof

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Charles Denner

 

Französischer Theater- und Filmschauspieler; kam im Alter von vier Jahren mit seinen Eltern nach Frankreich; während der Besatzung Frankreichs durch die deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg nahm seine jüdische Familie Zuflucht in der Provinz. Im Alter von 16 Jahren schlossen er und sein Bruder Alfred sich der Résistance an. Als seine Gruppe einen deutschen Truppenkonvoi überfiel, wurde er an der Wirbelsäule schwer verwundet und wurde mit dem croix de guerre ausgezeichnet. Nach dem Ende des Krieges nahm er Schauspielunterricht bei Charles Dullin, wobei er sich seinen Lebensunterhalt durch Arbeiten in den Les Halles, den Großhallen von Paris, verdiente.

Jahre nachdem Jean Vilar, ihn in dem Bühnenstück Les mamelles de Tirésias (Die Brüste Tiresias) gesehen hatte, holte er Denner an das von ihm geleitete Théâtre National Populaire (TNP). 1951 spielte er beim Festival von Avignon, das Vilar gegründet hatte, , spielte er neben Gerard Philipe in Heinrich von Kleists Der Prinz von Homburg. Seinen ersten großen Kinoerfolg hatte Denner 1963 in Claude Chabrols Film Landru, in dem er den Frauenmörder Henri Désiré Landru (*1869, †1922) verkörpert. An seiner Seite spielten Danielle Darrieux (*1917) und Michèle Morgan (*1920) sowie Stéphane Audran (*1932), die von 1964 bis 1980 mit Chabrol verheiratet war. Während er in dem Film zwei der genannten Damen ermordet, wird er in François Truffauts Film La mariée était en noir (1968, dt. Die Braut trug schwarz) selbst zu Opfer. Für Truffaut spielte er auch in den Filmkommödien Une belle fille comme moi (1972, dt. Ein schönes Mädchen wie ich) und L'Homme qui aimait les femmes (1977, dt. Der Mann, der die Frauen liebte).

Filme u.a.: Compartiment tueurs (1965, dt. Mord im Fahrpreis inbegriffen), Z (1969), Si c’était à refaire (1976, dt. Ein Hauch von Zärtlichkeit).

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Bagneux (Dép. Hauts-de-Seine), Cimetière de Bagneux

Traugott Buhre

 

Deutscher Schauspieler; Sohn eines Pastors; lebte nach der Scheidung seiner Eltern, die sich scheiden ließen, als er fünf war, bei seiner Mutter, die mit ihm bei Kriegsende aus Ostpreußen vor der anrückenden Roten Armee in den Westen nach Niedersachsen floh. Dort lebten sie in einem Dorf in der Heide, wo sich er sich als Jugendlicher bei einem Bauern Geld u.a. mit dem Hüten von Vieh verdiente; nebenher las er, was Sartre und Kiekegaard geschrieben hatten. 1951 begann er dann eine Schauspielausbildung in Hannover, der Auftritte in Köln und Stuttgart folgten. Wichtige Rollen ließ ihn Peter Palitzsch spielen, als er 1966 an das Stuttgarter Staatstheater kam. Dort spielte er in den Dramen von William Shakespeare. Als Palitzsch 1972 an die Städtischen Bühnen nach Frankfurt am Main wechselte, folgte Buhre ihm in die Mainmetropole, wechselte aber bald wieder zurück nach Stuttgart, wo .Claus Peymann inzwischen die Regie übernommen hatte. Endgültig berühmt wurde Buhre, als Paymann ihn 1981 in Bochum den Nathan in Lessings Nathan der Weise spielen ließ. Aber auch im Fernsehen hinterließ er seine Spuren, wenn es auch immer nur Gastauftritte waren wie z.B. in der Kriminalserie Derrick oder in der ARD TV-Krimireihe Tatort. In seiner letzten Filmrolle 2009 verkörperte er neben Heino Ferch und Nadja Uhl den Editor und Mythenkenner Grünwald in dem Fernsehthriller Die Toten vom Schwarzwald. In diesem Jahr stellten sich gesundheitliche Schwierigkeiten ein, so daß Buhre seine Mitwirkung an der Ruhrtriennale absagen mußte, wie auch seine Rolle in Andrea Breths Inszenierung Der zerbrochene Krug. Zuletzt stand er Juni 2009 auf der Bühne des Zürcher Schauspielhauses in Thomas Bernhards Immanuel Kant.

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Berlin-Steglitz, Friedhof Lichterfelde

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Peter Schulze-Rohr

 

Deutscher Regisseur und Drehbuchautor; Sohn eines Musikpädagogen und Orgelbauers; die ersten Jahre verbrachrte er in seiner Geburtsstadt, ab 1934 wuchs er in Berlin auf. Im Zweiten Weltkrieg diente er an Bord des Panzerschiffs Admiral Scheer. Nach der Entlassung aus kam in Gefangenschaft studierte er in Jena, Bern und Berlin Literatur- und Theaterwissenschaften sowie Rechtswissenschaften, die er mit dem 1. Staatsexamen abschloß. Anfang der 1950er Jahre arbeitete er bei Bert Brecht am Berliner Ensemble alsr Regieassistent, wechselte dann aber an das Schiller-Theater in West-Berlin. 1960 kam er als Chefdramaturg zum SWF nach Baden-Baden und inszenierte Hörspiele und Fernsehspiele. Mit der ab 1985 vom SWF produzierten Fernsehreihe Debüt im Dritten schuf er eine Bühne für junge Filmemacher. Von 1964 bis 1969 war er Redakteur und Regisseur beim NDR-Fernsehspiel, von 1970 bis 1978 als freier Regisseur und Drehbuchautor tätig. 1970 drehte er mit Taxi nach Leipzig mit Walter Richter in der Hauptrolle als Kommisar Trimmel die erste Tatort-Episode. Auch als er als langjähriger Fernsehspielchef des Südwestfunks 1989 in Pension gegangen war, inszenierte er weiterhin Fernsehproduktionen, so Episoden der TV-Serien Bloch und Sperling mit Dieter Pfaff (†2013). Verheiratet war Schulze-Rohr seit 1958 Christa Fest, der Schwester Joachim Fests.

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Berlin-Tempelhof, St. Matthias-Friedhof

Adolf von Sonnenthal (seit 1881)

             

Österreichischer Schauspieler; der gelernte Schneider wandte sich nach seiner Ausbildung der Schauspielerei zu, die mehr seiner Neigung entsprach. Nach einer privaten Schauspielausbildung debütierte er 1851 in Temeschburg (heute Timișoara, Rumänien) als Phoebus de Châteaupers, Hauptmann der königlichen Leibgarde, im Drama Der Glöckner von Notre Dame an der Seite von Charlotte Birch-Pfeiffer als Esmeralda. 1852 wechselte er nach Hermannstadt (heute Sibiu) und von dort 1854 nach Graz. Im Winter von 1855 auf 1856 war er in Königsberg in Ostpreußen engagiert, wo er Heinrich Laube, seit 1849 Direktor des Burgtheaters, so sehr gefiel, daß er ihm ein Engagement am Wiener Burgtheater anbot. Sonnenthal folgte der Einladung und debütierte noch im Mai desselben Jahres als Roger Mortimer, Graf von March, wieder an der Seite von Charlotte Birch-Pfeiffer, die Jane Eyre verkörperte, in der Theateradaptierung vom Charlotte Brontës Roman Die Waise von Lowood. Nach Ablauf von drei Jahren wurde er auf Lebenszeit engagiert. Am Burgtheater entwickelte sich Adolf von Sonnenthal zu einem der bedeutendsten deutschsprachigen Schauspieler seiner Zeit. Er galt als bester Konversationsschauspieler in Salonlustspielen, war aber auch als Helden- und Charakterdarsteller äußerst erfolgreich. 1881 wurde von Kaiser Franz Joseph aufgrund seiner Leistungen in den erblichen Adelsstand erhoben und mit 1884 wurde er Oberregisseur und fungierte seit dem Abgang des Direktors Adolf von Wilbrandt im Juni 1887 bis Ende 1888 als künstlerischer Leiter der Theaters. Neben seiner Arbeit am Theater übertrug er auch französische Theaterstücke ins Deutsche - allerdings mit wenig Erfolg.

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Bilder: KN (08/2005)

Wien, Döblinger Friedhof

Ludwig Schuch

 

 

Deutscher Varietédirektor; wandte sich nach der Ausbildung zum Feinmechaniker schon bald der Filmtechnik zu wurde bereits im alter von 21 Jahren technischer Leiter der Allgemeinen Kinematographischen Gesellschaft, aus der später die UFA hervorging, und war damit für die technische Einrichtung der ersten großen Filmtheater in Berlin zuständig. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, während dessen er als Flieger eingesetzt war, war er 1920 Mitbegründer und Geschäftsführer der Scala-Palast-GmbH, die das Weltstadtvarietés Scala betrieb. Nach der Auflösung des Unternehmens im Jahre 1927 engagierte ihn 1928 die Hotelbetriebs AG mit dem Ziel, das Projekt der Neugestaltung des im Central-Hotel gelegenen Wintergarten-Varietés, des seinerzeit größten und modernsten Theaters Europas (es umfaßte fast 3000 Plätze) zu realisieren. Dort war er gemeinsam mit Wilhelm Schmidt in der Direktion des Varietés, die er nach dessen Tode alleine übernahm und es verstand, den Wintergarten zu einem Mittelpunkt des Varietés zu machen. Dort begeisterten viele Künstler das Publikum, u.a. die Diseuse Claire Waldoff und der Coupletsänger Otto Reutter das Publikum. Parallel dazu leitete er ab 1931 auch noch den Gloria-Palast in Leipzig, in dem sich die Vaterland-Lichtspiele befanden, die 1928 in Gloria-Lichtspiele umbenannt worden waren.

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Heiko Bockstiegel (05/2013)

Stahnsdorf, Südwest-Friedhof

Bilder: Klaus Meinert (07/2019)
Bild: Ralf Mayer (09/2019)

Ansicht 2019)

Theater / TV / Film / Show LVI

Omnibus salutem!