Friederike Caroline Neuber née Weißenborn gen. Die Neuberin

       Deutsche Post     

Deutsche Schauspielerin und Theaterleiterin; Tochter eines Advokaten, der ihr Französisch- und Lateinunterricht erteilte. 1717 floh sie mit dem Rechtsanwaltsgehilfen Johann Neuber (†1759),  trat mit ihm gemeinsam in die Theaterwandertruppe des Christian Spiegelberg ein und stand 1718 erstmals auf der Bühne, wechselte aber bald schon zur Haackschen Wandertruppe, die das mecklenburgische und sächsische Patent besaß. Als die Prinzipalin Sophie Haacke 1725 starb und deren Mann die Truppe nur unzureichend führte, übernahmen Caroline Neuber und ihr Mann die Leitung der Truppe unter Weitergewährung des sächsischen Theater-Privilegs. 1727 trat sie mit ihrem Gatten an die Spitze einer Schauspielergesellschaft, der Neubersche Komödiantengesellschaft, deren Prinzipalin sie wurde, und erhielt im gleichen Jahr das sächsische Privileg, in Leipzig ein festes Theater zu etablieren. Sie lJohann Friedrich Schönemanneitete die Schauspielgesellschaft bis die Theatergruppe schließlich 1750 in Zerbst aufgelöst wurde. 1730 wurde Johann Friedrich Schönemann (*1704, †1782) Mitglied der Truppe, die er 1740 wieder verließ und eine eigene gründete und v.a. in Mecklenburg große Erfolge feiern konnte. 1738 führte sie dann erstmals Musik im Theater ein, die eigens für das jeweilige Stück komponiert wurde. Einen herben Rückschlag erlebte die Truppe, als sie nach dem Tode Augusts II, des Starken, im Jahre 1733 das sächsische Privileg an die Truppe des Harlekindarstellers und ihres erbitterten Gegners Joseph Ferdinand Müller (*~1700, † 1761 ) mit der Folge verlor, nur noch während der Zeit der Leipziger Messen auftreten zu dürfen. So trat sie seitdem in Hamburg, Frankfurt am Main, Hannover, Lübeck, Kiel, Braunschweig sowie später auch in Straßburg auf. Bevor sie auf Einladung der Zarin Anna nach Sankt Petersburg ging, gab sie 1740 in Hamburg - enttäuscht vom dortigen Publikum - ihre letzte Vorstellung im Opernhaus am Gänsemarkt. Auch ihr Aufenthalt in Rußland verlief nicht so, wie sie es erhofft hatte, denn schon im Herbst 1740 starb die Zarin, und Caroline Neuber kehrte im Frühjahr 1741 nach Sachsen zurück. In diesem Jahr entzweite sie sich mitJohann Christoph Gottsched, den sie 1727 kennengelernt hatte und dessen Bestrebungen, die Bühne zu reinigen und u.a. den Hanswurst von dieser zu verbannen, sie sich angeschlossen hatte; daß sie seine Stücke kritisiert und ihn selber in ihrem Stück Der allerkostbarste Schatz als übergroße Nachtgestalt mit Fledermausflügeln verspottet hatte, beendete die fast 15-jährige Zusammenarbeit beider. 1743 mußte sie ihre Gesellschaft wegen mäßigen Erfolgs und somit fehlender Einnahmen erstmals auflösen. Sie organisierte ihre Gesellschaft jedoch mit zum Teil alten Ensemblemitgliedern in Leipzig neu, und 1748 inszenierte sie Gotthold Ephraim Lessings erstes Stück Der junge Gelehrte. Aber bereits 1750 legte sie ihrer Prinzipalschaft in Zerbst wegen finanzieller Probleme abermals und diesmal endgültig nieder und löste die Gesellschaft auf. Nochmals versuchte sie ihr Glück in Wien als Schauspielerin, jedoch ohne Erfolg. Von den Auswirkungen des Siebenjährigen Krieges aus Dresden vertrieben, ging sie nach Laubegast, wo sie bis zu ihrem Todes einsam und in großer Armut lebte.

Sog. Neuberhaus in Laubegast (aus: Die Gartenlaube, 1897)

   

Caroline Neuber Gedenkstein in Laubegast (Bild rechts: Billyhill (09/2012) Wikipedia.de cc_somerightsreserved

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Bilder: Hanns-Eckard Sternburg (11/2005)

Dresden-Leuben, Friedhof

Veit Harlan

 

Deutscher Filmregisseur und Schauspieler; nach Schauspielunterricht am Reinhardt-Seminar und Kriegsdienst war er ab 1920 Schauspieler an der Berliner Volksbühne. Nach seiner Scheidung von Hilde Körber, mit der er neun Jahre verheiratet war und mit ihr die Tochter Maria hatte, ehelichte er 1939 die schwedische Schauspielerin Kristina Söderbaum. Bereits unmittelbar nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahre 1993 bekannte er sich zu deren politischen Zielen. Er erregte die Aufmerksamkeit des Reichspropagandaministers Joseph Goebbels, der u.a. auch für die Filmwirtschaft zuständig war, und avancierte durch dessen Protektion zum führenden Filmregisseur des Dritten Reiches. Für sie drehte er Propagandafilme wie 1941 Der große König mit Otto Gebühr oder noch am Ende des Krieges den Durchhaltefilm Kolberg (1945). Bereits 1940 hatte er den antijüdischen Hetzfilm Jud Süß mit Ferdinand Marian, Heinrich George sowie seiner Frau gedreht, der eine weltanschauliche Grundlage liefern sollte für die Deportationen und den millionenfachen Mord an der europäischen jüdischen Bevölkerung. Aufgrund dieses Films wurde er nach Ende des Zweiten Weltkrieges zweimal (1949 u. 1950) wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt, wurde jedoch in beiden Fällen freigesprochen, da man ihm einerseits die Verantwortlichkeit für die Endfassung des Films nicht nachweisen konnte, andererseits nicht widerlegen konnte, daß eine Ablehnung, für diesen Film die Regie zu führen, ihn in Gefahr für sein eigenes Leben gebracht hätte. In den 1950er Jahren drehte er noch einige Film, bevor er während eines Urlaubs auf Capri starb.

Filme u.a.: Der Herrscher (1937), Jugend (1938), Verwehte Spuren (1938), Die Reise nach Tilsit (1938), Das unsterbliche Herz (1939), Die goldene Stadt (1942), Immensee (1943), Opfergang (1944), Unsterbliche Geliebte (1950), Verrat an Deutschland (Der Fall Dr. Sorge), (1954), Anders als du und ich (1957).

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Bild: Matthias Bauer-Scheibmayr

Capri, Cimitero Comunale (Kath. Friedhof)

Konrad Georg

 

 

Deutscher Schauspieler; wollte zunächst Priester werden, entschloß sich jedoch, den Beruf eines Schauspielers zu ergreifen und machte ab 1934 eine Ausbildung am Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main. 1937 stand er dann in Bremen erstmals auf einer Bühne. Bekannt wurde Georg jedoch durch Film- und Fernsehen. So wirkte er in einer Reihe von Kinofilmen mit, u.a. auch den auf den Romanen von Johannes Mario Simmel basierenden, zeitbezogenen Filmen wie Alle Menschen werden Brüder (1972/73), Die Antwort kennt nur der Wind (1974). Einem breiten Publikum bekannt geworden ist er jedoch vor allen Dingen durch seine Arbeit beim Fernsehen, wo er in zahlreichen Fernsehfilmen spielte, hier besonders in der für das Vorabendprogramm konzipierten Fernsehkriminalserie Kommissar Freytag, die in drei Staffeln à 13 Folgen zwischen 1963 und 1965 ausgestrahlt wurde und in der Georg den gleichnamigen Ermittler darstellte.

Filme u.a.: Der Stoff, aus dem die Träume sind (1971), Sieben Tote in den Augen der Katze (1972/73), Und der Regen verwischt jede Spur (1972), Liebe ist nur ein Wort (1971), Das Stundenhotel von St. Pauli (1970), Tage Frist, Köpfchen in das Wasser - Schwänzchen in die Höh' (beide 1969).

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Hamburg-Nienstedten, Friedhof

Maria von Tasnady eigentl. Magdalena Fekete

           Bild

Deutsche Schauspielerin; studierte in Budapest Literaturgeschichte und Germanistik, wollte eigentlich Journalistin werden. 1931 wurde sie zur Miss Ungarn gewählt und gewann eine Reise nach Berlin, wo sie noch im selben Jahr in dem Film Durchlaucht amüsiert sich (1932) eine Nebenrolle erhielt. Zugleich gab man ihr den Namen, unter dem sie künftig bekannt sein würde: Maria von Tasnady. Sie nahm Schauspielunterricht und spielte am Staatstheater Oldenburg und 1936 am Schillertheater in Berlin. mit dem Film Schlußakkord (1936) erzielte sie ihren Durchbruch auf der Leinwand. Ab 1942 spielte sie auch in ungarischen bzw. italienischen Filmen z.B. in L´Usaraio, Inferno Giallo Bengasi (alle 1942). 1948 verließ sie Ungarn, lebte zunächst in Italien und Frankreich und ab 1954 schließlich in München, wo sie als Sprecherin für den Rundfunksender Radio Free Europe tätig war. In erster Ehe war sie mit dem deutschen Produzenten Bruno Duday verheiratet, in zweiter Ehe mit dem ungarischen Filmregisseur Géza von Radványi, der mehrmals in Filmen Regie führte, in denen sie mitwirkte.

Filme u.a.: Wenn die Liebe Mode macht (1932), Streit mit Jo (1937), Frau ohne Vergangenheit (1939), Alarm (1940), Angst (1941), André und Ursula (1955), Die Prinzessin vom Wolfgangssee (1957).

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Juliane (Liane) Hielscher

 

Deutsche Theater- und Fernsehschauspielerin; arbeitete nach mittleren Reife und einer Handelsoberschule absolvierte drei Jahre als Dolmetscherin, bis sie bei Joseph Offenbach Schauspielunterricht am Deutschen Schauspielhaus erhielt. Ihr erstes Engagement trat sie am Städtebundtheater in Hof an. Vom Theater der 1960er Jahre kommend, übernahm sie zunächst Nebenrollen in Fernsehserien und kleinere Rollen beim Film. Einem breiteren Publikum wurde sie durch ihre Rolle der Hanna Zerfass in der beliebten Fernsehserie Moselbrück (1987-93) bekannt, in der sie das Weingut zu erhalten versucht.

Filme u.a.: Neun Leben hat die Katze (1968), Cardillac (1969), Shuttlecock (1988).

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Stephanskirchen b. Rosenheim

Planegg, Krs. München

Bilder: Matthias Bauer (08/2006)
Bilder: Alexander Krischnig (04/2007)
Bilder: Matthias Bauer (05/2007)
Bild: Steffi Eckold (04/2009)

Veit Relin eigentl. Josef Pichler

 

 

Österreichischer Schauspieler und Regisseur; Sohn eines Polizisten; stand bereits im Alter von nur zwölf Jahren als Statist auf der Theaterbühne in seiner Geburtsstadt. Nach dem Realschulabschluß ging er nach Wien und besuchte dort das Max Reinhardt Seminar in Wien, studierte aber parallel dazu Malerei an der Wiener Kunstakademie. Sein Theaterdebüt erfolgte im Alter von 19 Jahren im Jahre 1945 am Landestheater Innsbruck als Spielansager bei einer Aufführung von Jedermann. Danach spielte er u.a. in Wien, Zürich, München, Kassel und Frankfurt am Main Theater. Ab den 1960er Jahren stand er auch vor und als Regisseur hinter den Fernsehkameras: in etwa 30 Fernsehfilmen wirkte er mit. Seit 1976 leitete er das Torturmtheater in Sommerhausen, das 1950 von dem italienischen Theaterregisseur Luigi Malipiero gegründet worden war und mit nur 60 Sitzplätzen als das kleinste privat geführte Theater Deutschlands gilt; in ihm inszenierte er zahlreiche Uraufführungen, die immer auch wieder für Aufsehen sorgten.

Verheiratet war Relin von 1966 bis 1986 in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Maria Schell .

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Bilder: Hajo Rackel (02/2013)

Sommerhausen (Ldkrs. Würzburg), Friedhof

Harald Kreutzberg

 

 

Deutscher Tänzer, Choreograph und Filmschauspieler; Sohn eines in Pennsylvania geborenen US-Amerikaners; der in Deutschland aufgewachsen war; erhielt bereits als Kind ersten Ballettunterricht und trat erstmals im Alter von sechs Jahre am Lobe-Theater in Breslau auf. .Nach seinem Abschluß an einer Oberrealschule machte er an der Kunstgewerbeschule Dresden eine Ausbildung zum Graphiker und Zeichner und nahm parallel zu dieser Ausbildung Ballettunterricht in einer Laiengruppe an der Mary Wigman-Tanzschule. 1922 absolvierte er die Abschlußklasse und ging 1923 an das Opernhaus Hannover, wo er als Solotänzer auch mit eigenen Choreographien auftrat, bevor er 1924 zur Berliner Staatsoper wechselte. Dort wurde er von Max Reinhardt entdeckt, der ihn 1926 für die Salzburger Festspiele verpflichtete. 1933 übernahm er für eine Spielzeit die Funktion des Tanzmeisters am Düsseldorfer Opernhaus. 1934 und erneut 1935 tanzte er bei den Deutschen Tanzfestspielen in Berlin und trat als Solist in bedeutenden Inszenierungen der Berliner Staatsoper sowie in Salzburg auf. 1936 übernahm er die Meisterklassen an den Deutschen Meisterstätten für Tanz in Berlin und trat bei den Internationalen Tanzwettspielen im Rahmenprogramm der XI. Olympischen Spielen, wofür er mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet wurde. Den Nationalsozialisten galt Kreutzberg, der bereits 1929 mit Yvonne Georgi erstmals eine Tournee durch die Vereinigten Staaten unternommen hatte, als Repräsentant deutscher Kultur und wurde aus diesem Grunde immer wieder auf Auslandstourneen geschickt. In den USA galt Kreutzberg als Galionsfigur des “German Dance” und begründete seinen Weltruhm. Er wirkte in Deutschland auch in einigen Spielfilmen mit u.a. in dem 1943 unter der Regie von Georg Wilhelm Pabst gedrehten Film Paracelsus. 1941 erfolgte seine Ernennung zum Leiter der Staatlichen Akademie für Tanzkunst in Wien. Als wegen des fortschreitenden Krieges im September 1944 die Theater im Deutschen Reich geschlossen wurden, wurde Kreutzberg zu Wehrmacht eingezogen und diente bis zum Ende des Krieges als Fahrer und Sanitäter, bis er im Mai 1945 in US-amerikanische Gefangenschaft geriet; zweieinhalb Monate später wurde er aus einem Kriegsgefangenenlager in Italien entlassen. 1946 nahm er seine internationalen Gastspielreisen wieder auf, bereiste u.a. Südamerika und lehrte in der Schweiz für zehn Jahre Tanz und Choreographie bei den Internationalen Sommerkursen für Tanz. Ab 1948 widmete er sich wieder, wie bereits bis 1938, auch religiösen Themen in seiner tänzerischen Arbeit. Beginnend im Herbst 1957 bis zum Ende des Jahres 1961 unternahm er Abschiedstourneen durch Europa und Südamerika; anschließend trat Kreutzberg, der als der berühmteste deutsche Tänzer des 20. Jahrhunderts gilt, nur noch vereinzelt in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf.

Auszeichnungen u.a.: Sudetendeutscher Kulturpreis (1960), Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (1961), Verdienstorden Erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland (1967)..

Autobiographie: …über mich selbst (1938)“

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Bild: Klaus Ernst (2006)

Vechigen (Kt. Bern), Friedhof

Luigi Malipiero

 

 

Italienischer Theaterregisseur, -intendant und Schauspieler; Sohn eines aus Venedig stammenden Vaters und einer baltisch-deutschen Mutter; wuchs in Wien und später in Berlin auf. Er besuchte eine Volkschule und bildete sich autodidaktisch zum Maler, Schauspieler, Regisseur und Bühnenbildner fort und betätigte sich ab 1915 als Maler. 1934 wirkte er am Nordmark-Landestheater in Schleswig-Holstein als zweiter Bühnenbildner. Nach seiner Rückkehr nach Berlin im Jahre 1940 arbeitete er bis zur Zerstörung des Hauses 1943 als Bühnenbildner an der Staatsoper und ging bis 1943 zu Gastspielen an zahlreiche Theater, u.a. auch nach Würzburg. 1944 ließ er sich im nahen Sommerhausen nieder, wo er Kulturtage auf einer provisorischen Bühne organisierte. Ermutigt durch große Zuspruch seitens des Publikums gründete er dort 1950 das Torturmtheater, mit nur 50 Sitzplätzen eines der kleinsten Theater Deutschlands, und machte es in den 1950er und 1960er Jahren berühmt. Sein Nachfolger als Prinzipal des Theaters wurde 1975 Veit Relin.

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Bilder: Hajo Rackel (02/2013)

Sommerhausen, Friedhof

Géza Maria von Bolváry-Zahn

 

 

Ungarischer Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur; Sohn eines Industriellen und Landbesitzers; besuchte die Kaiserliche Militärakademie in Budapest und diente anschließend in der ungarischen Armee bei den Honved Husaren. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges verließ er den Militärdienst im Range eines königlich-ungarischen Rittmeisters. Anschließend verdiente er sich sein Geld in der neu entstandenen ungarischen Filmindustrie, wo er seine Karriere 1920 als Schauspieler in diversen Stummfilmen begann. Bald aber wurde er von der Star-Fim angeworben, wo er zunächst als Direktor und Drehbuchautor tätig war. 1922 engagierte ihn die Produktionsfirma Emelka auf vier Jahre als Direktor nach München. Anschließen wirkte er bis 1928 bei Fellner & Somlo in Berlin, bevor er anschließend für ein Jahr nach London ging, um dort für British International Pictures zu arbeiten und dann nach Berlin zurückkehrte und bis 1933 für die Superfilm Berlin tätig wurde. Am 13.3.1930 kam sein Film Zwei Herzen im Dreivierteltakt mit Willi Forst in der Hauptrolle in die Lichtspieltheater und geriet nicht nur zu einem großen Erfolg, sondern leitete das in den 1930er und 1940er Jahren beim Publikum sehr beliebte Genre des Musikfilms ein. 1935 wechselte er zur Berliner Niederlassung der Boston Film. Ab 1936 arbeitete er Wien u.a. für die Styria-Film, Terra-Film und Wien-Film; es entstanden Filme wie Lumpacivagabundus (1936) mit Hilde Krahl oder Zarah Leanders erster Film in Deutschland, Premiere (1937), Zauber der Bohème (1937) mit Jan Kiepura; Martha Eggerth und Theo Lingen (1937), Opernball (1939) mit Marte Harell und Hans Moser. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war er u.a. Direktor der Volksoper in Wien, an der er Operetten u.a. Gräfin Mariza von Emmerich Kálmán inszenierte, bevor er nach Rom ging, wo er bis 1949 blieb und als Regisseur für Cinopera mehrere Filme schuf. 1950 siedelte er nach München über 1954 wurde er Produktionschef der Firma Starfilm.

Mit ca. 100 Spielfilmen, in den er Regie führte und auch oftmals die Drehbücher verfaßte, gehört Géza von Bováry zu den bekanntesten und erfolgreichsten Regisseuren des deutschsprachigen Films.

Filme u.a.: Wiener G'schichten (1940), Rosen in Tirol (1940), Der weiße Traum (1943), Schrammeln (1944), Die Fledermaus (1946), Das Donkosakenlied (1956), Hoch klingt der Radetzkymarsch (1958), Ein Lied geht um die Welt (Die Joseph-Schmidt-Story) (1958).

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Bilder: Heiko Bockstiegel (07/1995)

Neubeuern OT Altenbeuern (Ldkrs. Rosenheim), Gemeindefriedhof

Theater / TV / Film / Show LXXX

Omnibus salutem!