Gertrud Kückelmann

 

Deutsche Theater- und Filmschauspielerin; Tochter eines Arztes und einer Schauspielerin; zunächst zur Tänzerin ausgebildet, war sie Ballettschülerin an der Bayerischen Staatsoper und spielte 16jährig auf der Bühne im Gestiefelten Kater, studierte dann Gesang und wurde nach einer Schauspielausbildung bei Friedrich Domin 1949 Mitglied der Münchner Kammerspielen. Es folgten zahlreiche Theatergastspiele in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bereits 1949 hatte sie ihr Leinwanddebüt in dem Märchenfilm Hans im Glück. In den 1960er Jahren trat sie vermehrt im Fernsehen in Erscheinung.

Filme u.a.: Rausch einer Nacht (1950), Fräulein Casanova (1953), Der Engel mit dem Flammenschwert (1954), Mozart (1955), Frucht ohne Liebe (1956), Spielbank-Affäre (1957), Die Angst ist ein zweiter Schatten (1975).

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Klaus Wennemann

 

Deutscher Schauspieler; Sohn eines Bergmannes; besuchte nach einer kaufmännischen Lehre von 1964 bis 1966 die Folkwang-Schule in Essen. wo mit Jürgen Prochnow in der selben Schauspielklasse war. Sein Bühnendebüt hatte er in Landshut am Stadttheater, bevor er an das Stuttgarter Staatstheater wechselte und dann ein Engagement bei den Städtischen Bühnen in Frankfurt annahm, wo er acht Jahre lang blieb. Bekannt wurde Wennemann allerdings als Darsteller des Leitenden Ingenieurs in Wolfgang Petersens Film Das Boot (1981). Zwischen 1984 und 1992 spielte er die Titelrolle in der Krimiserie Der Fahnder. Mit der in Frankfurt am Main angesiedelten TV-Serie Schwarz greift ein gelang es ihm nicht, an seine Erfolge anzuknüpfen.

Filme u.a.: Abwärts (1984), Neuner (1990), Morgen gehört der Himmel dir (1999).

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München, Waldfriedhof (Alter Teil)

Oer-Erkenschwick, Waldfriedhof

Willy Harlander

 

Deutscher Schauspieler; bevor er eine kleine Rolle auf einer Kneipenbühne bekam und schließlich mit Unterbrechungen 16 Jahre lang Mitglied der Volksbühne von Ludwig Schmid-Wildy war, war er zunächst bei der bayerischen Bereitschaftspolizei tätig und machte eine Lehre als Tischler und Orgelbauer. Gegen Ende der 1950er Jahre erhielt er erste Rollen beim Film und in Fernsehsendungen. Seinen schauspielerischen Durchbruch hatte er 1974 in dem Fernsehfilm Der Mensch Adam Deigl und die Obrigkeit von Franz Xaver Kroetz. 14 Jahre lang wirkte er in der ARD-Fernsehkriminalserie Tatort als Kommissar Brettschneider mit. Nach dem Tode Gustl Bayrhammers, mit dem er auch schon in Meister Eder und sein Pumukl gespielt hatte, wurde er dessen Nachfolger am Münchner Residenztheater als Petrus in Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben.

Filme u.a.: Der gestohlene Himmel (1974), Drei Bayern in Bangkok (1976), Die Jugendstreiche des Knaben Karl (1977), Lili Marleen (1981), Der Glockenkrieg (1983), Rosalie Goes Shopping (1989), Erfolg (1991), Schtonk (1992).

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München-Perlach

Fritz Eckhardt

 

Österreichischer Schauspieler, Regisseur und Autor; der Sohn eines Theaterdirektors hatte sein erstes Engagement nach der Absolvierung einer Schauspielausbildung an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien 1924 am Wilhelma-Theater in Stuttgart. Nach diversen Engagements in Deutschland und Österreich kam er 1935 an das politische Kabarett "Lieber Augustin" in Wien. Bevor er im Juni 1945 den “Lieben Augustin” wieder eröffnete, verfaßte er in den Jahren von 1939 bis 1944 unter einem Anonym Texte für das "Wiener Werkel". Ende der 1940er Jahre arbeitete er an verschiedenen Kabaretts. Eine breiteren Publikum bekannt wurde er durch seine Rolle in der Fernsehserie Hallo ...Hotel Sacher, Portier und als grantelnder Kommisar Marek in der Tatort-Krimanalserie. Eckhardt verfaßte über 30 Theaterstücke und 200 Drehbücher für Film und Fernsehen.

Autobiographien: Mit einem Lächeln durchs Leben (1981), Ich erinnere mich gern (1989), Ein Schauspieler muß alles können (1992).

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Klosterneuburg (A)

Bilder: Matthias Bauer (2004)

Hilde Weissner

 

Deutsche Schauspielerin; debütierte nach einer Schauspielausbildung 1929 am Schiller-Theater in Altona, spielte danach u.a. an Theatern in Prag und Berlin. Ihr Filmdebüt hatte sie 1933 in dem Streifen Die Finanzen des Grossherzogs. In den 1930er Jahre folgten zahlreiche weitere Filme deren bekannsteste Der Mann mit der Pranke (1935) und Der Mann, der Sherlock Holmes war (1937) waren. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges spielte sie wieder vermehrt Theater, drehte wenige Filme, wirkte jedoch in einigen Fernsehkrimis mit u.a. in Der Kommissar und Derrick. Zuletzt trat sie 1978 neben Marlene Dietrich in dem Streifen Schöner Gigolo, armer Gigolo in Erscheinung.

Filme u.a.: Traumulus (1935), Der unmögliche Herr Pitt, Lauter Lügen (beide 1938), Ein Mann auf Abwegen, Trenck, der Pandur (beide 1940), Diesel (1942), Großstadtmelodie (1943), Geliebte Feindin (1955), Ein idealer Gatte (1958), Die Dubarry (1963), Die Nibelungen (1966).

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Hamburg, Friedhof Ohlsdorf

Gerda Gmelin

 

Deutsche Schauspielerin; die Tochter des Schauspielers Helmuth Gmelin, von dem sie 1959 das von ihm 1949 in Hamburg gegründete “Theater im Zimmer” übernahm und bis 1999 leitete, stand bereits im Alter von 15 Jahren auf der Bühne. Bekannt wurde sie jedoch erst durch Auftritte im Fernsehen u.a. in der ARD-Kriminalserie Tatort und der Serie Der Landarzt oder als Oma Jensen in Loriots (Victor von Bülows) Spielfilm Papa ante portas (1990/1991).

Filme u.a.: Ulla oder die Flucht in die schwarzen Wälder (1973), Der Schimmelreiter (1977), Randale (1982), Die Bertinis (1988), Die Menschen sind kalt (1998).

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Hamburg, Friedhof Ohlsdorf (Garten der Frauen)

Bild: Nicola & Roland Rauch (05/2006)
Bilder: Matthias Bauer (05/2007)
Bilder: Matthias Bauer (06/2006)
Bilder: Matthias Bauer (08/2007)
Bilder; Matthias Bauer (2008)

Angela Brunner

 

 

Deutsche Schauspielerin; ihr Interese galt zunächst der Malerei, sodaß sie an der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin-Weißensee und der Käthe-Kollwitz-Kunstschule in Berlin-Reinickendorf studierte. Danach wandte sie sch der Schauspielerei zu und besuchte die Staatliche Schauspielschule in Berlin-Schöneweide. Nach Beendigung des Studiums im Jahre 1958 spielte sie zunächst in Frankfurt (Oder), danach zwei Jahre am Deutschen Theater in Berlin, ehe sie ab Beginn der 1970er Jahre in Potsdam auftrat. Sie war zwar bereits während ihres Studium für kleinere Filmrolle engagiert worden, aber erst 1956 gelang ihr mit der Rolle der Gritt Liebig in dem von der DEFA produzierten Film Junges Gemüse der Durchbruch als Filmschauspielerin, dem in der Folge ihrer Karriere über 50 Rollen in Film- und Fernsehproduktionen folgten, die überwiegend von der DEFA und dem Deutschen Fernsehfunk (DFF) gedreht wurden. Einem breiteren Publikum wurde sie im Abendgruß des deutschen Fernsehfunks bekannt, in dem sie von 1963 bis 1968 gemeinsam mit Helga Labudda die Figur der “Frau Puppendoktor Pille mit der großen, klugen Brille“.verkörperte. Außerdem übernahm sie immer wieder einmal Gastrollen in vom Fernsehen der DDR ausgestrahlten Kriminalfilmen, darunter Polizeiruf 110 oder Der Staatsanwalt hat das Wort. Nach der “Wende” spielte sie am Theater im Zimmer in Kleinmachnow und übernahm einige Film- und Fernsehrollen; so war sie 1994 neben Iris Berben in dem Fernsehfilm Tod in Miami und als Tante Martha in der Kinderserie Löwenzahn zu sehen.

Verheiratet war Angela Brunner mit dem deutsch-australischen Schriftsteller Walter Kaufmann.;

Film- und Fernsehproduktionen u.a.: Das kalte Herz (1950), Bevor der Blitz einschlägt (1959), Nackt unter Wölfen (1963), Der geteilte Himmel (1964), Die Heiden von Kummerow und ihre lustigen Streiche (1967), Die Elixiere des Teufels (1973), Anton der Zauberer (1978),

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Bilder: Dirk Gebauer (06/2007)

Kleinmachnow (Ldkrs. Potsdam-Mittelmark), Waldfriedhof

Victor Lonzo Fleming

 

 

US-amerikanischer Filmregisseur; verlor seinen Vater, der in der Wasserindustrie arbeitet, bereits im Alter von 4 Jahren .Er arbeitete zunächst als Automechaniker, bevor er ab 1910 erste kleinere Tätigkeiten beim Film übernahm. Im Ersten Weltkrieg war er als Soldat einem Signal Corps und im Rahmen dieser Tätigkeit während der Versailler Friedenskonferenz Präsident Woodrow Wilson als persönlicher Photograph zugeteilt. Nach der Entlassung aus der Armee kehrte er nach Kalifornien zurück und nahm zunächst seine Tätigkeit als Automechaniker wieder auf. Er machte in dieser Zeit die Bekanntschaft des Filmregisseurs Allan Dwan, der ihn als Kameraassistenten einstellte, und wurde bald darauf Kameramann. Mit Dwan und D.W. Griffith, drehte er seinen ersten Film im Jahr 1919. Bei vielen seiner ersten Filme handelte es sich um Action-Filme, oft mit Douglas Fairbanks jun. , so z.B. When the Clouds Roll By oder auch um Western. Während des nächsten Jahrzehnts konnte Fleming seine Karriere in Zusammenarbeit mit Clara Bow und Wallace Beery ausbauen. Mit seinem Film The Virginian (1929, dt. Der Mann aus Virginia), verhalf Fleming Gary Cooper zum Start seiner Weltkarriere. Im Jahr 1932 wurde Fleming einer der Regisseure bei Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) und inszenierte dort den Erfolgsfilm Red Dust (1932, dt, Red Dust – Die Wahrheit führt in die Freiheit), in dem Clark Gable und Jean Harlow die Hauptrollen spielten. Es folgten weitere Kassenschlager wie Bombshell (1933, dt. Sexbombe), Treasure Island (1934, dt. Die Schatzinsel) und Captains Courageous (1937, dt. Manuel). 1939 war das fruchtbarste und erfolgreichste Jahr seiner Karriere; unter seiner Leitung gewann Vivien Leigh am 29.2.1940 den Oscar als beste Schauspielerin für ihre Rolle in dem Filmklassiker Gone with the Wind (1939, dt. Vom Winde verweht), Hattie McDaniel einen Oscar als beste Nebendarstellerin, und Olivia de Havilland wurde nominiert .Er selber wurde für die Regie in dem Film 1940 mit dem Oscar für die beste Regie ausgezeichnet. Auch in den 1940er Jahren setzte Fleming seine Karriere als vielbeschäftigter Regisseur fort: Es entstanden Filme wie Dr. Jekyll and Mr. Hyde (1941, dt Dr Jekyll und Mr. Hyde), mit Ingrid Bergman, Lana Turner und Spencer Tracy und Adventure (1945, dt. Mann ohne Herz).mit Clark Gable. Sein letzter Film war Joan of Arc (1948, dt. Johanna von Orleans) mit Ingrid Bergman und José Ferrer in den Hauptrollen. Nur zwei Monate nach der Veröffentlichung des Films erlag Fleming im Alter von nur 59 Jahren einem Herzinfarkt.

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Bild: Artemisboy (05/2011), Wikipedia.en
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Hollywood, Hollywood Forever Cemetery

Lotte Loebinger

pinxit Heinrich Vogeler

 

Deutsche Schauspielerin; einer jüdisch-protestantischen Arztfamilie[ entstammend; war zunächst als Kindergärtnerin, später als Verkäuferin in Kiel tätig. Sie schloß sich nach dem frühen Tod ihrer Eltern dem Kommunistischen Jugendverband an. 1925 begann ihre schauspielerische Laufbahn in Breslau. Danach durchlief sie eine dreijährige Ausbildung an der Berliner Volksbühne und stand dann vorwiegend in Berlin auf der Bühne; so war sie von 1927 bis 1931 an der Piscator-Bühne am Nollendorfplatz engagiert und spielte während einer ausgedehnten Tournee des Piscator-Kollektivs durch Deutschland und die Schweiz in dem Stück § 218 (Frauen in Not). Danach gehörte sie der 1931 von Gustav von Wangenheim gegründeten Truppe 1931 an, mit der sie 1931 an einer Tournee durch die Sowjetunion teilnahm. Nachdem die Truppe nach der “Machergreifung” der Nationalsozialisten 1933 aufgelöst worden war, ging sie im Folgejahr mit einer kleinen Theatergruppe auf Tournee nach Polen. Als sie dort ausgewiesen wurde, kam sie über Prag in die Sowjetunion, wo ihr von Wangenheim 1938 eine Rolle in seinem Film Борцы (Borzy, dt. Kämpfer) gab. Außerdem arbeitete sie als Sprecherin beim sowjetischen Allunions-Radiokomitee. Nachdem sie nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland zurückgekehrt war, wirkte sie wieder an verschiedenen Bühnen im Ostteil der geteilten Stadt Berlin, u.a. am Kleinen Theater unter den Linden, am Deutschen Theater und am Berliner Ensemble. Zwischen 1952 und 1983 stand sie in fast 100 Rollen auf der Bühne des Maxim-Gorki-Theaters, dessen Ehrenmitglied sie wurde. Nachdem sie bereits 1931 ihr Debüt als Filmschauspielerinin einer kleinen Rolle in dem Filmklassiker M – Eine Stadt sucht einen Mörder von Fritz Lang gegeben hatte, stand sie erst 1946 wieder für den von der DEFA produzierten Film Irgendwo in Berlin vor der Kamera; es folgten zahlreiche Filme bei der DEFA und später be DDF. zahlreiche Neben- und Hauptrollen bei der DEFA und beim Deutscher Fernsehfunk (DFF), wobei sie meistens Frauen aus dem einfachen Volk darstellte. Eine herausragende Rolle spielte sie unter der Regie von Thomas Langhoff 1978 in dem Fernsehfilm Ich will nicht leise sterben. Immer wieder arbeitete sie auch als Hörspielsprecherin.

Verheiratet war Lotte Loebinger von 1927 bis 1942 mit Herbert Wehner.

Filme u.a.: Das erste Recht des Kindes (1932), Eine Stadt steht kopf (1933), Irgendwo in Berlin (1946), Grube Morgenrot (1948),Das kalte Herz (1950), Frauenschicksale (1952), Ernst Thälmann – Sohn seiner Klasse (1954), Der Prinz hinter den sieben Meeren (1982), Mein lieber Onkel Hans (1985), Adamski (1994), Ein letzter Wille (1994).

Auszeichnungen u.a.: Nationalpreis der DDR (1951), Goethepreis (1981).

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Gerd Ehlers  eigentl. Gerd Szczerbicki

 

 

Deutscher Schauspieler; nachdem er während des Zweiten Weltkrieges bereits als Darsteller an einer Wanderbühne gewirkt hatte, kam er nach dem Ende des Krieges nach Magdeburg und wirkte dort als Bühnenschauspieler. Nach Stationen an Bühnen in Wuppertal, Bremen, Hamburg, Basel und Rostock fand er 1958 eine mehrjährige feste Anstellung am Maxim-Gorki-Theater in Berlin und erlangte dort seinen künstlerischen Durchbruch. Ab Anfang der 1960er Jahre war Ehlers auch in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen der DDR zu sehen, so 1961 in dem Fernsehspiel Der Tag des Ludger Snoerrebrod in der Titelrolle, sowie in .drei Episoden der Kurzfilmreihe Das Stacheltier::

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Bild: Dirk Gebauer (05/2009)

Berlin-Treptow-Köpenick, Städtischer Friedhof Baumschulenweg

Berlin-Treptow-Köpenick, Waldfriedhof Grünau

Bild: Dirk Gebauer (05/2009)
Theater / TV / Film / Show LXXXVII

Omnibus salutem!