Alida Valli eigentl. Alida Maria Laura Altenburger Baroness von Marckenstein und Frauenberg

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Italienische Schauspielerin; wurde im Alter von 16 Jahren von der römischen Filmschule weg für die erste Filmrolle in dem Streifen I due sergenti (1936) engagiert und schlagartig bekannt. In der Zeit zwischen 1936 und 1943 wirkte sie in sogenannten “telefoni bianchi”-Filmen mit. Wegen der heftigen Kritik an ihrer Rolle im faschistischen Film Mussolinis und ihres bewegten Privatlebens verließ sie Italien nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und wurde in dem unter Alfred Hitchcocks Regie 1947 entstandenen Hollywoodstreifen Der Fall Paradine als kaltblütige Mörderin an der Seite von Gregory Peck jetzt auch weltweit bekannt. Den Höhepunkt ihres Bekanntheitsgrades erreichte sie 1949 in dem Film Der Dritte Mann von Carol Reed mit Joseph Cotten. Trotz einer hohen Konventionalstrafe verließ sie Hollywood und kehrte in ihre Heimat zurück, um dort ihre Karriere aufs Neue zu beginnen. Allerdings gelang ihr nicht mehr der Anschluß an ihre internationale Karriere; sie errang jedoch einige Erfolge in der europäischen Filmgeschichte mit Luchino Viscontis Senso (1954) sowie Filmen unter Michelangelo Antonioni. Sie versuchte sich am Theater, aber drehte nur noch wenige Filme u.a. 1976 in Bernardo Bertoluccis Neunzehnhundert und 1993 in Margarethe von Trottas Das lange Schweigen.

1954 wurde sie durch eine Alibiaussage in einer Mordfall hineingezogen, der einen großen Wirbel bis in die Spitzen der italienische Regierung verursachte und zum Skandal geriet: Eine junge Frau, die 21-jährige Wilma Montesi, Tochter eines Zimmermanns, war am 11.4.1953 am Strand von Torvaianica in der Nähe von Rom tot aufgefunden worden. Valli gab in dem aufsehenerregenden Prozeß an, sie sei mit einem der des Mordes Verdächtigen, dem Sohn des italienischen Außenministers, mit dem sie befreundet war, zur Tatzeit im Haus des Produzenten Carlo Ponti (des späteren Ehemanns von Sophia Loren) in Amalfi gewesen, Der von Klatsch und Tratsch beherrschte und aufgrund fragwürdiger Indizien geführte Prozeß endete mit dem Freispruch aller Verdächtigten, u.a. auch von Moritz von Hessen (ital. Maurizio d'Assia), Sohn der Prinzessin Mafalda di Savoia, der Tochter von König Viktor Emanuel III.. Der Montesi-Prozeß inspirierte später Fellini zu seinem Film La dolce vita (1960, dt. Das süße Leben), in dem er den Typus des Paparazzo kreierte. Tatsächlich war Alida Valli durch die Nachstellungen durch die Boulevardpresse gesundheitlich so angeschlagen, daß sie für einige Zeit nicht arbeitete.

Filme u.a.: Manon Lescaut (1940), Piccolo mondo antico (1941), Noi vivi - Addio, Kira! (1942), La vita ricomincia (1945). Il grido (1957, dt. Der Schrei), La prima notte di quiete (1972, dt. Oktober in Rimini), La chair de l’orchidée (1974, dt. Das Fleisch der Orchidee).

Auszeichnungen u.a.: Goldener Bär (Venedig, 1997).

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Rom, Cimitero Comunale Monumentale al Campo Verano

Susi Nicoletti eigentl. Susanne Emilie Louise Adele Habersack

 

Deutsch-österreichische Schauspielerin; die Tochter der Schauspielerin Consuela Nicoletti und des Reedereidirektor Ernst Habersack kam 1927 nach München, wohin die Eltern aus Amsterdam zogen. Ab ihrem 13. Lebensjahr stand sie bei den Münchner Kammerspielen auf der Bühne und arbeitete zwei Jahre später als Solotänzerin an der Münchner Opernbühne. 1940 wechselte sie nach Wien, wo sie - seit 1983 Ehrenmitglied - bis 1992 Mitglied des Ensembles des Burgtheaters war. Außerdem wirkte sie von 1952 bis 1961 und erneut ab 1992 am Theater in der Josefstadt und war seit 1946 bei den Salzburger Festspielen tätig. Ferner betätigte sie sich als Tanz- und Schauspiellehrerin und war von 1954 bis 1989 Professorin des Wiener Max-Reinhardt-Seminars, sie gab Musical-Kurse sowie privaten Unterricht. In zweiter Ehe war sie mit dem Direktor des Burgtheaters in Wien, Ernst Haeussermann, verheiratet.

Auszeichnungen u.a.: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (1977), Nestroy-Ring (1997), Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Wien (2005).

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Wien, Döblinger Friedhof

Hedwig Bleibtreu

 

Österreichische Theater- und Filmschauspielerin; drehte schon zu Stummfilmzeiten vereinzelt Filme; in den 1930er Jahren trat sie u.a. neben Heinz Rühmann in 13 Stühle und neben Orson Welles in Carol Reeds Film Der dritte Mann auf. In zweiter Ehe war sie mit dem Direktor des Burgtheaters Max Paulsen (Künstlername Peter Petersen) verheiratet; dort galt sie als große Tragödin. Ihr Urenkel ist Moritz Bleibtreu, ihre Enkelin Monica Bleibtreu.

Filme u.a.: Pygmalion (1935), Die ganz großen Torheiten (1937), Hotel Sacher (1939), Wunschkonzert (1940), Wiener Blut (1942), Der Engel mit der Posaune (1948), Wiener Mädeln (1949).

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Bilder: Alexander Krischnig (04/2006)

Wien, Pötzleinsdorfer Friedhof

Bilder: Matthias Bauer (2006)

Edda Seippel

 

Deutsche Schauspielerin; nach einer Schauspielausbildung kam sie zunächst zum Theater und arbeitete ab Anfang der 1960er Jahre auch für das Fernsehen. Bekannt wurde sie vor allen Dingen als Mutter Kempowski in dem nach Walter Kempowskis Roman gedrehten Film Tadellöser & Wolf (“Wie ist es denn nur möglich?”) und als Partnerin von Loriot (Vicco von Bülow) in dem Leinwandstreifen Ödipussi (1988).

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Gräfelfing, Friedhof

Bild: Alexander Krischnig (05/2006)

Annie Rosar

 

Österreichische Schauspielerin; nach einer Schauspielausbildung an der Mailänder Akademie für dramatische Kunst (1907) kam sie 1910 an Bühnen in München und Hamburg und spielte am Burgtheater in Wien sowie am Theater in der Josefstadt. Zum Film kam sie noch zur Stummfilmzeit im Jahre 1919. Zum Tragen kam ihre komische Ader jedoch erst mit dem Tonfilm. Rosar, die später häufig Partnerin Hans Mosers war, drehte ihren ersten Film (Kurzschluß) mit ihm 1933. Auch nach Ende des Zweiten Weltkrieges konnte sie ihre Karriere erfolgreich fortsetzen. Als Höhepunkt ihrer schauspielerischen Arbeit gilt der 1958 entstandene Film Der veruntreute Himmel nach einem Roman von Franz Werfel. Ihren letzten Film drehte sie 1963.

Filme u.a.: Glück bei Frauen (1928), Die ganze Welt dreht sich um Liebe (1935), 13 Stühle (1938), Die goldene Stadt (1942), Wen die Götter lieben (1942) Reisebekanntschaft (1943), Hallo, Dienstmann (1951), Maske in Blau, Pünktchen und Anton (beide 1953), Ich denke oft an Piroschka, Mozart (beide 1955), Ein Lied geht um die Welt (1958).

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Wien, Zentralfriedhof

Paul Löwinger

 

Österreichischer Schauspieler und Schriftsteller; der Löwinger Bühne, einer österreichischen Wanderbühne, entstammend, die u.a. während des Zweiten Weltkrieges zur Truppenbetreuung in Rußland, Polen, auf dem Balkan und in Griechenland herangezogen wurde, spielte nach dem Krieg in Wien am Renaissance Theater, dessen Leitung er nach dem Tod seiner Mutter 1949 übernahm. Vom ORF wurden viele der Aufführungen in Fernsehen übertragen, was seine überregionale Bekanntheit begründete und ihn auch zum Film brachte, wo er in zahlreichen deutschen Heimatfilmen zu sehen war. Nach seinem Tode übernahmen seine Tochter Sissy und sein Sohn Paul das Unternehmen.

Filme u.a.: Zyankali (1947), Die fünf Karnickel (1953), Kaiserball, Die Schöne Meisterin (beide 1956), Lachendes Wien (1957), Wenn Mädchen ins Manöver zieh'n (1958), Im schwarzen Rößl (1961), Rote Lippen soll man küssen (1963), Frau Wirtin bläst auch gern Trompete (1970), Mein Vater, der Affe und ich, Außer Rand und Band am Wolfgangsee (beide 1971).

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Bilder: Alexander Krischnig (12/2006)
Bilder: Matthias Bauer (08/2005)

Wien, Zentralfriedhof

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Margaret Wycherly  née Margaret De Wolfe

 

Englische Bühnen- und Filmschauspielerin; Wycherly, deren beide Elternteile US-Amerikaner waren, begann ihre Karriere als Bühnenschauspielerin; erst im Alter von 35 Jahren drehte sie ihren ersten und einzigen StummfilmThe Fight (1915). Erst 1929 kehrte sie vor die Kamera für ihren ersten Tonfilm The Thirteenth Chair zurück; der Film basiert auf einem Bühnenstück, das ihr Mann Bayard Veiller, den sie 1901 geheiratet hatte und von dem sie 1922 geschieden wurde geschrieben hatte. In diese Stück war sie bereits 1916 aufgetreten. Immer wieder trat sie erfolgreich in zahlreichen Theaterstücken am Broadway auf. In den 1930er bis 1940er Jahren folgte eine Reihe weiterer Filme. 1941 spielte sie die Mutter des Sergeant York, dargestellt von Gary Cooper, in dem gleichnamigen Film; für die Darstellung dieser Rolle wurde sie für den Academy Award für die beste unterstützende Schauspielerin nominiert. Noch einmal spielte sie beeindruckend eine Mutter: In dem film noir mit James Cagney White Heat (1949) als psychopathischer Gangster Cody Jarrett,

Filme u.a.: Midnight (1934), Keeper of the Flame (1942), Johnny Angel (1945), The Yearling (1946), Something in the Wind (1947), The President's Lady (1953).

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Bilder: Matthias Bauer-Pleiner (08/1999)

Bepton (West-Sussex) Mid-Hurst Cemetery

Leslie Howard Steiner

 

 

Englischer Bühnen- und Filmschauspieler; Sohn eines ungarischen Vaters und einer englischen Mutter; begann seine berufliche Schauspielkarriere auf Tourneenals Darsteller mit den Theaterstücken Peg O 'My Heart und Charley's Tante in den Jahren 1916 und 1917 sowie auf Londoner Bühnen im Jahr 1917. Seine größten Theatererfolge hatte er in den Vereinigten Staaten an Broadway-Theatern mit Stücken wie Aren't We All? (1923), Outward Bound (1924) und The Green Hat (1925). Zum beliebten Broadway-Darsteller wurde er mit Her Cardboard Lover (1927). Nach seinem großen Erfolg in der Rolle des Zeitreisendenr Peter Standish in der Broadwayaufführung des Stückes Berkeley Square im Jahre 1929 - basierend auf dem ein Jahr posthum veröffentlichten Roman The Sense of the Past von Henry James - wurde Hollywood auf ihn aufmerksam. Mit der Filmversion von Outward Bound hatte er zwar seinen Einstieg in Hollywood, war aber so unzufrieden, daß er versprach, nie wieder nach Hollxwood zurückzukehren, ein Versprechen allerdings, an das er sich nicht hielt; er kehrte immer wieder dorthin zurück. 1933 war er in der Filmversion von Berkeley Square, zu sehen. Die Bühne blieb jedoch weiterhin ein wichtiger Teil seiner Karriere. In den Broadway-Inszenierungen, in denen er die Hauptrolle spielte, spielte er häufig Schauspieler, Produzenten und Regisseure. Howard betätigte sich aber auch als Dramatiker; 1927 spielte er in der Broadway-Produktion seines Stückes Murray Hill. Seine Bühnen-Triumphe konnte er mit The Animal Kingdom (1932) und The Petrified Forest (1935) fortsetzen; später verkörperte er beide Rollen in Filmen. 938 konnte Howard in England einen großen Erfolg in der Literaturverfilmung Pygmalion: Der Roman eines Blumenmädchens nach dem gleichnamigen Bühnenstück von George Bernard Shaw feiern.; für seine Darbietung erhielt er seine zweite Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller. Sein größter kommerzieller Erfolg aber war die Rolle des Ashley Wilkes in dem 1939 gedrehten Monumentalfilm Vom Winde verweht, mit Vivien Leigh und . Clark Gable. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Europa kehrte Howard schlie0lich nach England zurück, wo er sich an Propaganda-Aktionen gegen das Dritte Reich und an mehreren Anti-Nazi-Filmen beteiligte. Bei einem Rückflug von Lissabon nach London wurde die zivile Passagiermaschine der BOAC, Flugnummer 777. von der deutschen Luftwaffe im Golf von Biscaya abgeschossen. Die gesamte Crew und alle 17 Passagiere starben; unter ihnen Wilfrid Israel1, Bis heute sind die Umstände des Absturzes nicht restlos aufgeklärt.

Howard wurde 1981 posthum in die American Theater Hall of Fame aufgenommen.

Filme u.a.: Of Human Bondage (1934), The Scarlet Pimpernel) (1934, dt. Die scharlachrote Blume), The Petrified Forest (1936, dt. Der versteinerte Wald), Romeo and Juliet (1936, dt, Romeo und Julia), 1939: Intermezzo, A Love Story (1939, dt. (Intermezzo), 1941: Pimpernel Smith(1941), The First of the Few (1942).

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1 Letzter Eigentümer des ältesten und über einen langen Zeitraum größten Kaufhauses in Berlin, des Kaufhauses Nathan Israel. Wilfrid Israel spielte eine wichtige Rolle bei der Organisation der Kindertransporte zur Rettung jüdischer Kinder und Jugendlicher nach den Novemberpogromen 1938.

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Golf von Biskaya

Bild: Mussklprozz (09/2014) Wikipedia.org
Bild: Mussklprozz (09/2014) Wikipedia.org
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Hinweis: Gedenktafel am Cruceiro de Teixido, Galicien, für die Flugzeugbesatzung und Passagiere, die im Zweiten Weltkrieg durch die deutsche Luftwaffe abgeschossen wurden.

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Inschrift: A la memoria del actor Leslie Howard (1893-1943) que frente a esta costa encontro la muerte el día 1 de junio de 1943 al ser derribado su avion IBIS por aviones alemanes de la Luftwaffe.
In memorry of Leslie Howard (1893-1943 who was killed off this coast on the day 1st june 1943 when his plane IBIS was shot down by the Luftwaffe.

Peter Kern

 

 

Österreichischer Schauspieler, Filmregisseur und Filmproduzent; einem proletarischen Umfeld entstammend; besuchte die Lehrerbildungsanstalt und absolvierte eine kaufmännische Lehre. Nach einer privaten Schauspielausbildung gab er sein Debüt als Gluthammer in Der Zerrissene von Johann Nepomuk Nestroy. an der Burgenländischen Landesbühne in Eisenstadt. Ende der 1960er Jahre war Kern, der schon mit dem Musical Hair auf Tournee durch die deutschsprachigen Länder war, wurde für den neuen deutschen Film entdeckt und .spielte seit den 1970er Jahren in Dutzenden Filmen, u.a. in Gustav Ehmcks Neues vom Räuber Hotzenplotz (1974), Rainer Werner Fassbinders Faustrecht der Freiheit (1975), Peter Zadeks Die Wilden Fünfziger (1983), Wim Wenders’ Falsche Bewegung oder Helmut Dietls Kir Royal (1985).

1978 gründete Kern seine Luxor-Filmproduktion und machte sich einen Namen als Dokumentarfilmer; in diesen Filmen beschäftigte er sich mehrfach mit seiner Homosexualität und seinem Übergewicht (zuletzt hatte er im Frühjahr auf der Berlinale den Dokumentarfilm Der letzte Sommer der Reichen präsentiert). 1983 inszenierte er zusammen mit Kurt Raab seinen ersten Spielfilm Die Insel der blutigen Plantage. Für seine Arbeiten als Regisseur wurde Kern verschiedentlich ausgezeichnet. Peter Kern war Jurymitglied bei mehreren internationalen Filmfestivals.

Filme u.a.: Karl May (1974), Mutter Küsters’ Fahrt zum Himmel (1975), Die Wildente (1976), Gruppenbild mit Dame (1977), Malina (1981), Domenica (1993), Die Jungs vom Bahnhof Zoo (2011), Diamantenfieber oder Kauf dir einen bunten Luftballon (2012).

Auszeichnungen u.a.: Filmband in Gold (1978).

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Wien, Zentralfriedhof

Carlo Fortunato Pietro Ponti

 

 

Italienischer Filmproduzent; Rechtsanwalt; studierte Rechtswissenschaften an der Universität Mailand, arbeitete anschließend bis 1938 in der Anwaltskanzlei seines Vaters, bevor er sich dem Film zuwandte und seine Karriere als Filmproduzent bei der Artisti Tecnici Associati (ATA) in Mailand begann. 1941 drehte er seinen ersten Film Piccolo Mondo Antico (1941) unter der Regie von Mario Soldati mit Alida Valli in der Hauptrolle. Zwischen 1945 und 1949 war er der alleinige Produzent von Riccardo GualinosLux Films in der italienischen Hauptstadt. 1951 gründete gemeinsam mit Dino De Laurentiis (*1919, †2010) die Produktionsfirma Ponti-De Laurentiis, die u.a. La Strada (1954) von Federico Fellini, der 1954 eine Oscar gewann, Ieri, oggi e domani (1963, dt. Gestern, heute und morgen) von Vittorio De Sica, Doktor Schiwago (1965) von David Lean, Blow Up (1966) von Michelangelo Antonioni oder Krieg und Frieden (1956). unter der Regie von King Vidor Seit 1941 produzierte er über 140 Filme.

Seit 1956 war er selbstständiger Produzent v.a. von Filmen mit seiner Frau Sofia Loren (*1934), die der 25 Jahre Ältere 1950 bei einem Schönheitswettbewerb entdeckt hatte. Nach seiner Scheidung von seiner ersten Frau, heiratete er sie 1957 in Mexiko. Als der Vatikan ihn jedoch der Bigamie bezichtigte, weil die Scheidung vom italienischen Staat nicht anerkannte. wurde die Ehe Poni/Loren 1962 annulliert. 1966 heiratete das Paar, nachdem sie beide die französische Staatsbürgerschaft erworben hatten - diesmal legal - ein zweiten Mal in Sèvres bei Paris. Im Jahre 1979 wurde Ponti in Abwesenheit wegen illegaler Kapitalflucht (Verbringung von Kapital ins Ausland) zu vier Jahren Haft und zehn Milliarden Lire (über 20 Millionen Euro) verurteilt (er wurde allerdings 1987 endgültig freigesprochen). Sofia mußte 1982 wegen Steuerhinterziehung für 30 Tage ins Gefängnis.

Filme u.a.: Dov'è la libertà...? (1954, dt. Wo ist die Freiheit? ), Miseria e nobiltà (1954, dt. Die verkaufte Unschuld), La Romana (1955, dt. Die freudlose Straße), The Black Orchid (1958, dt. Die schwarze Orchidee), Matrimonio all'italiana (1960, dt. Hochzeit auf italienisch), Boccaccio 70 (1962), La moglie del prete (1970, dt. Die Frau des Priesters), Il viaggio (1974, dt. Die Reise nach Palermo), Brutti sporchi e cattivi (1976, dt. Die Schmutzigen, die Häßlichen und die Gemeinen), Una giornata particolare (1977, dt. Ein besonderer Tag).

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Magenta,(Prov. Mailand), Cimitero comulnale

Bild: Skukifish (01/2006) Wikipedia.it
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Bilder: Rainer Patermann (09/2020)
Theater / TV / Film / Show XCIV

Omnibus salutem!