Bild: Martine Frère (09/1999)

Charles Théodore Henri De Coster

Belgischer Schriftsteller; Sohn eines beim päpstlichen Nuntius in München tätigen Beamten; arbeitete zunächst als Bankangestellter, studierte jedoch ab 1850 Jura und Literatur in Brüssel. 1856 gründete er die Zeitschrift Uylenspiegel. 1870 wurde er Professor für Geschichte und französische Literatur an der Militärschule in Brüssel. Sein Hauptwerk ist der in archaisierendem Französisch geschriebene Schelmenroman La légende et les aventures héroïques, joyeuses et glorieuses de Thyl Uhlenspiegel et de Lamme Goedzak au pays de Flandres et ailleurs (1867, dt. Tyll Uhlenspiegel und Lamm Goedzak. Legende von ihren heroischen, lustigen und ruhmreichen Abenteuern im Land der Flandern und andern Orts). In ihm wird Eulenspiegel als Freiheitskämpfer geschildert, der sich im 16. Jahrhundert für die Unabhängigkeit seines Landes von Spanien einsetzt. 1956 wurde Thyl Uhlenspiegel in einer Coproduktion der DDR und Frankreich mit Gérard Philipe verfilmt; 1956 wurde der Stoff, der erst in den 1920er Jahre wiederentdeckt worden war, in der Sowjetunion verfilmt.

Werke u.a.: Légendes flamandes (1858, dt. Flämische Legenden), Contes brabançons (1861, t. Brabanter Geschichten), Le voyage de noce (1872), Lettres à Elisa (dt. Briefe an Elisa, 1894 posthum editiert).

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Ixelles b. Brüssel, Cimetière Ixelles

Leo Stein eigentl. Leo Rosenstein

 

Österreichischer Librettist und Bühnenschriftsteller; arbeitete eng mit den Komponisten Johann Strauß Sohn (Wiener Blut, 1899) und Franz Léhar (Die lustige Witwe, 1905) u.a. zusammen, für die er die Libretti verfaßte.

Libretti u.a.: Das süße Mädel (1901), Tausend und eine Nacht (1904), Der Göttergatte (1904), Die Schützenliesel (1905), Künstlerblut (1906), Die geschiedene Frau (1908), Der Graf von Luxemburg (1909), Polenblut (1913), Die Csardasfürstin (1915), Mädi (1923).

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Bilder: Alexander Krischnig (11/2005)

Wien, Israelitischer Friedhof (Alte Abteilung)

Max Jacob

 pinxit A. Modigliani (Ausschnitt)

Französischer Dichter und Maler; konvertierte 1915 vom jüdischen Glauben zum Katholizismus und lebte ab 1921 vorwiegend in einem Benediktinerstift. Er war befreundet mit Pablo Picasso und Guilliaume Apollinaire und gehörte mit letzterem und Blaise Cendrars u.a. zur Gruppe derjenigen Dichter, die eine Verschmelzung von Vers und Prosa anstrebten. Mit seinem Werk war Jacob ein Wegbereiter des Surrealismus. Am 24.2.1944 wurde er nach dem Besuch der Morgenmesse wegen seiner jüdischen Abstammung in Saint-Benoît-sur-Loire von der Gestapo festgenommen und in das Gefängnis von Orléans gebracht und von dort nach Drancy deportiert, wo er im dortigen Internierungslager inhaftiert wurde. Bevor er von dort in ein Konzentrationslager in Deutschland überführt werden konnte, verstarb er angeblich an den Folgen einer Lungenentzündung.

Werke u.a.: Saint Matorel (1911), Le cornet à dés (1917, 2 Tle., dt. Der Würfelbecher), La défense de Tartuffe (1919), Le laboratoire central (1921).

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Saint-Benoît-sur-Loire

Robert Desnos

 

Französischer Schriftsteller; der Sohn eines Gastwirts, der 1916 eine Drogistenlehre begann, verfaßte seit 1918 Gedichte und stößt 1919 zu den Pariser Dadaisten rund um Tristan Tzara, André Breton, Paul Éluard, Max Ernst u.a.. Zunächst Vertreter des Surrealismus, trennte er sich 1930 vom diesem und suchte im Bereich zwischen Rundfunk und Film nach neuen ästhetischen Ausdrucksmöglichkeiten. Während der deutschen Besetzung Frankreichs schloß er sich der Résistance an, wurde 1944 in Paris verhaftet und in das Konzentrationslager Buchenwald überführt, später nach Theresienstadt, wo er an Typhus starb.

Werke u.a.: Deuil pour deuil (1924, dt. Trauer um Trauer), La liberté ou l’amour (1927, dt. Die Abenteuer des Freibeuters Sanglot), Le vin est tiré (1943).

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Bilder: Gertraude Clemenz-Kirsch

Paris, Cimetière du Montparnasse

Hinweis: Jacob war zunächst in Ivry-sur-Seine begraben; 1949 wurde sein Leichnam auf Veranlassung seiner Freunde Jean Cassou, Pablo Picasso und René Iché auf den Friedhof von Saint-Benoît-sur-Loire überführt.

Jurij Dawidowitsch Lewitanskij

 

Russischer Dichter und Übersetzer; nach dem Schulabschluß in Stalino (heute Donezk) begann er im Jahre 1938 in Moskau am Institut für Philosophie, Literatur und Geschichte (IFLI) mit dem Studium. Im Großen Vaterländischen Krieg, der am 22. Juni 1941 mit dem Überfall deutscher Truppen auf die Sowjetunion begann, war er Offizier an der Front. Später war er als Kriegsberichterstatter tätig; seine Berichte von der Front wurde ab 1943 in der Frontzeitung abgedruckt. Nach seiner Entlassung aus der Armee im Jahre 1947 gab er in Irkutsk 1948 einen ersten Gedichtband unter dem Titel Soldatskaja doroga (dt. Straße des Soldaten) heraus. 1949 folgte Wstrjetscha s Moskwoj (dt. Treffen in Moskau), 1951 Samoje doragoje (dt. Teuerste) und 1954 Sekretnaja familija (dt. Familiengeheimnis) u.a.. Von 1955 bis 1957 setzte er seine Studien der Literatur am Literaturinstitut Maxim Gorki fort. 1963 veröffentlicht er die Gedichtsammlung Sjemnoje njebo (dt. Himmel auf Erden). Inzwischen berühmt geworden, siedelte Lewitanskij nach Moskau über. Dort veröffentlichte er neben seiner Poesie und seiner Arbeit als Übersetzer eine Reihe von Parodien auf bekannte sowjetische Dichter. 1993 war er einer der Unterzeichner des in der Zeitung “Iswestija” erschienen “Pismo 42-x” (Brief der Zweiundvierzig), in dem eine Gruppe bekannter russischer Schriftsteller die Mitbürger aufrief, die Ereignisse vom Oktober 1993 (Russische Verfassungskrise) öffentlich zu diskutieren.

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Bild: Vasil Yaroshevich (08/2008)

Moskau, Wagankowskoje-Friedhof

Horaz (Quintus Horatius Flaccus)

Römischer Dichter; Sohn eines ehemaligen Sklaven, der vermutlich nach seiner Freilassung als salsamentarius (Salzfischhändler) tätig war. Horaz hatte es als coactor exactionum (Versteigerungsagent) zu einigem Wohlstand gebracht (während der Bürgerkriege war es üblich, bäuerliche Güter in großem Stile zu enteignen, um sie für aus Altersgründen entlassenen Soldaten, den Veteranen, zu akquirieren). Nach seiner Übersiedlung nach Rom erhielt er eine Ausbildung in der angesehenen Rednerschule des Grammatikers Orbilius. Anschließend studierte er in Athen an der dortigen Akademie griechische Philosophie und Literatur. Nach der Ermordung Iulius Caesars im Jahre 44 v. Chr. schloß sich Horaz in Athen den Truppen von Brutus und Cassius an, die an der Ermordung Caesars beteiligt waren, an und wurde Militärtribun. Nach der Niederlage bei Philippi im Jahre 42 v. Chr. konnte er zwar nach Rom zurückkehren, verlor allerdings seine Ämter. Außerdem wurde sein bei Venusia an der Grenze Lukaniens und Apuliens gelegenes Gut enteignet. Horaz erkaufte sich eine Sekretärsstellung und widmete sich fortan der Dichtkunst. Im Jahr 38 v. Chr. wurden Vergil und Varius Lucius Varius Rufus (*~70 v. Chr., †~15 v. Chr.) auf ihn aufmerksam und machten ihn mit Maecenas, dem späteren Vertrauten und Berater Kaiser Augustus und Förderer der Kunst, bekannt. Dieser nahm sich des jungen Dichters an, und zwischen den beiden charakterlich sehr unterschiedlichen Männern entstand eine enge Freundschaft. Maecenas schenkte Horaz, der sich in Rom nicht mehr wohlfühlte, ein Landgut in den Sabinerbergen, wofür sich Horaz mit seinen Werke bedankte.

Werke u.a.: Satirae (Sermones), Epoden, Oden (carmina), Epistulae.

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Rom, Esquilin

Hinweis: Die Grabstätte Horaz’,der wunschgemäß neben dem Grab seines Gönners Maecenas beigesetzt wurde, existiert nicht mehr (vit. Hor. 20: humatus et conditus est extremis Esquiliis iuxta Maecenatis tumulum)

Bild: Bernd Wolter (08/2008)
Bild: Gertraude Clemenz-Kirsch
Bild: Bernd Wolter (08/2008)

Matthew Arnold

 

Englischer Dichter und Kulturkritiker; ältester Sohn von Thomas Arnold, des Schulleiters der berühmten Rugby School in Rugby (Warwickshire), eine der ältesten unabhängige Schulen in Großbritannien, die er seit 1837 besuchte, bevor er am Balliol College der University of Oxford studierte. Während dieser Zeit gewann er einige Preise, so 1843 den Newdigate prize für das Gedicht Cromwell. 1844 graduierte Arnold, der früh auch Interesse für die französische Kultur zeigte, Anschließend kehrte er nach Rugby zurück und unterrichtete dort klassische Philologie. Ab 1847 war er als Privatsekretär des einflußreichen Politikers Lord Lansdowne tätig. Auf dessen Vermittlung hin erhielt er 1851 eine Stellung als Schulinspektor und befaßte sich in dieser Funktion mit der Reform des britischen Schulwesens, besuchte in den folgenden Jahren Frankreich, die Niederlande, die Schweiz und Deutschland, um die dortigen höheren Bildungseinrichtungen zu studieren und publizierte zu diesem Thema zwei damals vielbeachtete Bücher. Von 1857 bis 1867 war er in Oxford Professor für Dichtung. In Oxford. 1883 und 1886 unternahm Vortragsreisen in die Vereinigten Staaten. Von 1857 bis 1867 war er in Oxford Professor für Dichtung. In Oxford und war einer der ersten Dozenten, die ihre Vorlesungen nicht mehr in Latein hielten.

Bereits 1849 hatte Matthew Arnold seinen ersten Gedichtband veröffentlicht, 1852 folgte mit Empedocles on Etna, and Other Poems der zweite Band; aber erst seit 1853 publizierte er Lyrik unter seinem wirklichen Namen und wurde bald bekannt. Es folgten noch die akademische klassische Tragödie Merope (1858) sowie die New Poems (1867) mit Elegien für den verstorbenen Vater und einen Freund. Unterdessen hatte sich Matthew Arnold immer mehr der Kulturkritik zugewandt. In seiner Aufsatzsammlung Culture and Anarchy (1867-1868) verteidigte er die Kultur gegen den wissenschaftlichen Materialismus. Seine innerhalb der Literaturkritik bedeutsamsten Aufsätze sind in den Bänden The Function of Criticism at the Present Time (1865) und The Study of Poetry (1880) enthalten.

Arnold, der außerdem als einer der führenden Literaturkritiker der Viktorianischen Ära gilt, wurde 1883 in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

Matthew Arnold starb auf dem Weg nach Liverpool, wo er seine Tochter nach ihrer Rückkehr aus den Vereinigten Staaten treffen wollte, an den Folgen eines Herzinfarkts.

Inschrift. There is sprung up a light for the richteous (righteous!); and joyful gladness for such as are true-hearted: Psalm 97

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Bild: Deeday-U (04/2013), Wikipedia.en
Bild: Deeday-U (04/2013), Wikipedia.en

Staines-upon-Thames OT Laleham (Surrey), All Saints Church, Churchyard

Milo Dor  eigentl. Milutin Doroslovac

 

 

Österreichischer Schriftsteller serbischer Herkunft: Sohn eines Arztes und und einer selbstständigen Kosmetikerin; wuchs wuchs in Groß-Betschkerek (österreichische Kaiserreich (heute Zrenjanin, Serbien) und anderen Dörfern im Banat (historische Landschaft zwischen Theiß, Donau, Maros und den Südkarpaten)., bevoer er 1933 nach Belgrad. Dort geriet er mit den Behörden in Konflikt, nachdem er 1940 in Schülerzeitschriften, erste Artikel veröffentlicht hatte. In der folge wurde er wegen politischer Tätigkeit von der Schule verwiesen. Während Serbien der deutschen Militärverwaltung unterstellt war, machte Dor, der inzwischen im kommunistischen Widerstand aktiv war, sein Abitur als Externer ablegte. 1942 wurde er von der Gestapo verhaftet und 1943 als Zwangsarbeiter nach Wien deportiert. 1944 folgte eine erneute Verhaftung mit anschließender Schutzhaft. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges blieb Dor in Wien; wo er Theaterwissenschaft und Romanistik studierte und begann, als Journalist und Mitarbeiter der Literaturzeitschrift Pan deutsch zu schreiben. Ab 1951 war er Mitglied der Gruppe 47, der von Hans Werner Richter organisierter lockerer Zusammenschluß linksgerichteter Schriftsteller bzw. Kritiker. Erich Kästner war einer seiner Förderer. Er war mit Hans Weigel befreundet und mit Reinhard Federmann, mit dem gemeinsam er in den 1950er Jahren Politthrillerverfaßte: Internationale Zone (1953), Und einer folgt dem anderen (1953) und Und wenn sie nicht gestorben sind (1959)..

Dor, der auch als Übersetzer von Werken kroatischer und serbischer Schriftsteller tätig war, verfaßte Romane, Erzählungen, Essays, Drehbücher und beobachtet die Ereignisse in Welt als Chronist.

Auszeichnungen u.a.: Andreas-Gryphius-Preis (1998).. ausgezeichnet.

Werke u.a.: Tote auf Urlaub (1952), Belgrad liegt in Europa (1953),Nichts als Erinnerung (1959), Die weiße Stadt (1969), Meine Reisen nach Wien (1974), Land im Abseits (1977), Der letzte Sonntag. Bericht über das Attentat von Sarajewo (1982), Auf dem falschen Dampfer. Fragmente einer Autobiographie (1988),.Leb wohl, Jugoslawien. Protokolle eines Zerfalls (1993).

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Bilder: Pasifal von Pallandt /07/2018)

Wien, Zentralfriedhof

Jakob Arjouni   eigentl. Jacob Benjamin Bothe

 

 

Deutscher Schriftsteller; Sohn des Dramatikers Hans Günter Michelsen und der seinerzeit im Suhrkamp-Theaterverlag tätigen Ursula Bothe. Als zehnjähriger schickte ihn sein Vater auf ein Internat im Odenwald, das Abitur legte er in Montpellier ab. Zurück in Deutschland, besuchte er 1984 in Berlin eine Schauspielschule, gab sie aber bald wieder auf und begann ein Studium an der Freien Universität an, das er jedoch ebenfalls nicht zu Ende führte. Nach einem abgebrochenen Studium schlug er sich ein paar Jahre lang mit Gelegenheitsjobs durch, bevor er im Alter von 20 Jahren den ersten Kriminalroman mit seinem inzwischen legendären Privatermittler Kemal Kayankaya vorlegte 1986 kam der Band Happy Birthday, Türke! heraus, den die Regisseurin Doris Dörriie 1991 auf die Kinoleinwand brachte. 1992 erhielt er für seinen Krimi Ein Mann, ein Mord den Deutschen Krimi Preis.

Jakob Arjouni veröffentlichte neben seinen Kriminalromanen , Theaterstücke, Erzählungen und Hörspiele. Seine Arbeiten handeln meist von zeitgenössischen Problemen der ihm vertraute Umgebung.

Den Namen, unter dem er bekannt geworden ist, übernahm er von seiner Ex.Frau, der aus Marokko stammenden Musikmanagerin Kadisha Arjouni.

Werke u.a.: Mehr Bier. (1987), Magic Hoffmann (1996), Kismet (2001), Hausaufgaben (2004), Der heilige Eddy (2009).

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Bilder: Klaus Meinert (07/2017)

Berlin OT Charlottenburg, Waldfriedhof Heerstr.

Hinweis: Die Stühle sind Bestandteil der Grabanlage

Imre Kertész

 

 

Ungarischer Schriftsteller; Sohn des jüdischen Kaufmanns László Kertész. Nachdem sich seine Eltern getrennt hatte, kam er im Alter von fünf Jahren auf eine Internatsschule und 1940 auf eine Oberschule. Im Juni 1944 wurde er aufgrund seiner jüdischen Abstammung im Zuge eines gegen Miklós Horthy gerichteten, letztlich gescheiterten Gendarmerieputsches von der ungarischen Gendarmerie in Budapest verhaftet und zunächst nach Auschwitz, dann in das Konzentrationslager Buchenwald und in dessen Außenlager Wille in Tröglitz/Rehmsdorf bei Zeitz verschleppt, wo er am 11.4.1945 von Soldaten der 3. US-Armee befreit wurde. Diese ihn zeitlebens prägende Zeit im Lager verarbeitete er zuerst in dem 1973 vollendeten Roman eines Schicksallosen, der zu einem der bedeutendsten Werke über den Holocaust zählt und der seinen Ruhm begründen sollte.

Nach dem Ende des Krieges holte er 1948 das Abitur nach, war für die gerade gegründete Zeitung der Partei der Ungarischen Werktätige, Esti Budapest, tätig, arbeitete dann als Fabrikarbeiter und anschließnd bis 1953 als Pressesprecher des Ministeriums für Metallurgie und Maschinenbau, bevor er sich 1953 als freier Schriftsteller und Übersetzer niederließ. Nachdem 1975 sein erster Roman erschienen war, trugen Übersetzungen aus dem Deutschen von Werken u.a. von Friedrich Nietzsche, Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler, Sigmund Freud, Joseph Roth, Elias Canetti, Tankred Dors und Ludwig Wittgenstein zu seinem Lebensunterhalt bei. Für seine umfangreiche Übersetzertätigkeit wurde er 1996 von der Darmstädter Akademie für Sprache und Dichtung mit dem Gundolf-Preis ausgezeichnet.

Ab 2001 lebte Imre Kertész mit seiner zweiten Frau, der aus Ungarn stammende Amerikanerin Magda Ambrus-Sass dauerhaft in Berlin. 2002/2003 war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, von dem er eine Förderung zur Fertigstellung seines Romans Liquidation erhielt.

Werke u.a.: Kaddis a meg nem született gyermekért (1990; dt. Kaddisch für ein nicht geborenes Kind), .Gályanapló (1993, dt. Galeerentagebuch, .Valaki más. A változás krónikája (1997, dt. Ich – ein anderer), K. dosszié (2006, dt. Dossier K.: eine Ermittlung),

Auszeichnungen u.a.: Nobelpreis für Literatur (2002)

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Bilder: Parsifal von Pallandt (07/2018)

Budapest, Kerepesi temető

Schriftsteller CXVII

Omnibus salutem!