Bild: Claus Harmsen (2001, stones & art)

Christiane Herzog née Krauss

 

Frau des Bundespräsidenten Roman Herzog (verheiratet seit 2.8.1958); die Tochter eines evangelischen Geistlichen machte ihr Abitur in Landshut und absolvierte eine Ausbildung zur Hauswirtschaftlehrerin in München. Als ihr Mann am 1.7.1994 das Amt des Bundespräsidenten antrat, zog das Ehepaar nach Berlin. 1986 bereits hatte sie den Förderverein Mukoviszidose-Hilfe e.V. gegründet, den sie 1997 in die Christiane Herzog Stiftung für Mukoviszidose-Kranke umwandelte.

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Landshut

Florence Nightingale

                  

Britische Krankenpflegerin und Sozialreformerin; aus bürgerlicher Familie stammend, wurde ihr der Berufswunsch, Kranke zu pflegen, zunächst versagt; 1849 jedoch ging sie ins Ausland, um das Krankenwesen zu studieren und begann 1850 eine Schwesternausbildung in der ägyptischen Hafenstadt Alexandria. Danach studierte sie am von Theodor Fliedner (*1800, †1864) gegründeten Diakonissenmutterhaus in Kaiserswerth und wurde 1853 schließlich Leiterin des Hospital for Invalid Gentlewomen in London. Während des Krimkrieges (1853/54-56) verbesserte sie die Organisation der Krankenpflege; sie entwarf einen Plan für militärische und zivile Krankenpflege und gründete 1860 eine Schwesternschule. Als erste Frau erhielt sie 1907 den britischen Verdienstorden. 1912 wurde die Florence-Nightingale-Medaille gestiftet.

Werke u.a.: Notes on Nursing (1860, dt. Rathgeber für Gesundheits- und Krankenpflege), Notes on Hospitals (1859), Notes on Nursing for the Labouring Classes (1861).

Florence Nightingale (Mitte, unterhalb des Fensters) empfängt die Verwundeten in Scutari (pinxit Jerry Barett)

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Bild: Claus Harmsen (2001, stones & art)

London, St. Paul’s Cathederal

Sophie und Hans Scholl

 Deutsche Post

Sophie Magdalena

Deutsche Widerstandskämpferin; eines von vier Kindern von Robert Scholl, eines liberalen Bürgermeisters mehrerer Gemeinden, u.a. nach dem Krieg von 1945 bis 1948 Oberbürgermeister von Ulm, von diesem im Sinne humanistischen Ideale erzogen. Dennoch wurde sie zunächst - wie ihr Bruder Hans schon zuvor - gegen den Widerstand des Vaters Mitglied in Hitlerjugend, und später war sie Gruppenführerin im Jungmädelbund, dem Bereich des Bundes Deutscher Mädchen (BDM), in dem Mädchen im Alter zwischen 10 und 13 Jahren aufgenommen wurden. 1940 begann Sophie Scholl eine Ausbildung zur Kindergärtnerin, wurde dann jedoch für jeweils ein halbes Jahr zum Reichsarbeitsdienst und zum Kriegshilfedienst verpflichtet; im Frühjahr 1941 legte sie dann ihr Kindergärtnerinnen-Examen ab. Seit Juni 1942 studierte sie an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität Biologie und Philosophie. In den Semesterferien mußte sie in der Rüstungsproduktion eines Ulmer Betrieb arbeiten. Gegen den Willen ihres Bruder, der seit 1939 Medizin studierte, schloß sich Sophie der von ihm an der Münchener Universität gegründeten Widerstandsgruppe Weiße Rose an. Zwischen dem 27. Juni und 12. Juli 1942 entstanden die ersten vier von insgesamt sechs Flugblättern. In den ersten der “Flugblätter der Widerstandsbewegung in Deutschland. Aufruf an alle Deutsche!“ riefen sie zur Abkehr von dem menschenverachtenden System des Nationalsozialismus auf: “Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger als sich ohne Widerstand von einer verantwortlosen und von dunklen Trieben ergebenen Herscherclique “regieren” zu lassen”. Als sie gemeinsam mit ihrem Bruder am 18.2.1943 in der Alma Mater vor Beginn der Vorlesungen ihr sechstes Flugblatt“Kommilitoninnen! Kommilitonen”!, das sich gezielt an die Münchner Studierenden wandte, verteilte, wurden beide verhaftet.

Nach eingehenden Verhören und einer durch Roland Freisler geführten, farcehaften Gerichtsverhandlung vor dem Volksgerichtshof wurde sie bereits am 22.2.1943 zu Tode verurteilt und am selben Tag in Stadelheim durch das Fallbeil hingerichtet.

Filme: Die weiße Rose (1982), Sophie Scholl – Die letzten Tage (2005).

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Hans Scholl

 Deutsche Post 1961

Deutsche Widerstandskämpfer; war zunächst ein Mitglied der Hitler-Jugend und nahm einen Führungsposten im Jungvolk der Hitler-Jugend ein. Nach dem Abitur und Reichsarbeitsdienst erfolgte die Einberufung zur Wehrmacht. Seit 1939 studierte er Medizin an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität. Seine Erfahrungen, die er während der Semesterferien im Kriegsdienst, u.a. an der Ostfront, machen mußte, sowie die Erkenntnis, daß der Nationalsozialismus ein menschenverachtendes System darstellt und der Krieg nicht zu gewinnen sei, veranlaßten ihn, in der Universität die Widerstandsgruppe Weiße Rose zu gründen. Er und seine Schwester wurden am 18.2.1943, als sie im Lichthof der Universität Flugblätter verteilten von dem Pedell Jakob Schmid - schon beim Verlassen des Universitätsgebäudes - gestellt, von der Gestapo verhaftet und am 22.2.1943 vom Volksgerichtshof unter Leitung von Roland Freisler zum Tode verurteilt und bereits am gleichen Tag in Stadelheim durch das Fallbeil hingerichtet.

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Bild: Claus Harmsen (stones & art)

München, Friedhof am Perlacher Forst

Das rechte Kreuz markiert das Grab von Christoph Probst.

Margarethe von Witzleben

Die Tochter eines Rittergutbesitzers litt ab dem 13. Lebensjahr unter zunehmender Schwerhörigkeit;seit 1879 in Wiesbaden lebend, verfaßte sie das Manuskript zu ihrer zunächst anonym publizierten Schrift Hephata. [hebr.: Tue Dich auf] Ein Wort an Schwerhörige und Taube von einer Leidensgenossin. Seit 1885 wirtschaftlich unabhängig, stellte sie ihre Kraft mehr und mehr in den Dienst sozialer Einrichtungen. Sie zog nach Berlin und lud im Mai 1901 Schwerhörige und Ertaubte zu einem Gottesdienst in ihre Wohnung ein, bei dem auf die besonderen Bedürfnisse dieser Personengruppe eingegangen wurde. Im März 1909 erfolgte die rechtliche Eintragung als Verein der Schwerhörigen genannt HEPHATA e.V. Witzlebens Einfluß breitete sich in der Folge bis in die Schweiz aus. Im Jahr des Beginns des Ersten Weltkrieges hatten sich 6 Vereine und 20 Gemeinden in Deutschland zum Hephata-Bund zusammengeschlossen. Witzleben war damit zur Vorläuferin der Deutschen Schwerhörigenbewegung geworden.

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Bild: Claus Harmsen (stones & art)

Berlin-Wilmersdorf, Städtischer Friedhof

Bild: Claas Harmsen (2003, stones & art)

Eugen Schauman

Finnischer Beamter und Attentäter; tötete am 16.6.1904 den russischen Generalgouverneur von Finnland, Nikolai Bobrikow (*1839, †1904), mit der in einem Schreiben an Zar Nikolaus II. festgehaltenen Rechtfertigung, Bobrikow fördere eine russische Clique in Finnland und unterdrücke die verfassungsmäßigen Rechte der Finnen.

Zeitgenössische Darstellung des Attentats

 

 

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Porvoo, Finnland

East Wellow (Hampshire) Churchyard of St. Margaret’s

Hinweis: Das Angebot, Florence Nightingale in der Westminster Abbey zu bestatten, wurde von ihren Angehörigen abgelehnt. Lediglich in der St. Paul’s Cathederal wurde die obige Erinnerungsplakette angebracht.

Bild: David Martin (09/2007) GFDL
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München, Friedhof am Perlacher Forst

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Nellie Bly eigentl. Elizabeth Jane Cochran

~ 1885    ~ 1890   

US-amerikanische Journalistin; eines von dreizehn Kinder eines Richters mit irischen Wurzeln: 1880 zog die Familie nach Pittsburgh; nach dem Tode des Vaters heiratete ihre Mutter einen Veteranen des Bürgerkriegs und Alkoholiker, und die Familie verarmte. Ihre berufliche Karriere begann mit einem an die Lokalredaktion einer Pittsburgher Zeitung in scharfem Ton gerichteten Leserbrief, in dem sie berufstätige Frauen verteidigte; damit machte sie auf sich aufmerksam und wurde von der Zeitung engagiert; ab jetzt schrieb sie unter dem Namen Nellie Bly. Bald aber zog es sie nach New York City, wo ihr der Chefredaktor der New York World den Auftrag für eine verdeckte Recherche erteilte; sie wies sich selbst in die berüchtigte, auf der Blackwell’s Island vor New York gelegenen psychiatrischen Klinik ein, um authentisch über die Umstände berichten zu können, die dort herrschten. Ihre ReportageTen Days in a Mad-House (dt. Zehn Tage im Irrenhaus), die an zwei aufeinander folgenden Sonntagen im Oktober 1887 in der New York World, die Joseph Pulitzer 1883 erworben hatte, machte sie über Nacht bekannt. Als nächstes deckte sie im Folgejahr die Korruption mehrere Mitglieder des New Yorker Parlaments auf, eruierte die Lebensverhältnisse von Prostituierten, von Dienstmädchen in der Millionenstadt und von Arbeiterinnen in einer Papierfabrik. Ein großes Abenteuer - zugleich die Erfüllung eines Traum für die neugierige und agile junge Frau - war der Auftrag auf den Spuren von Phileas Fog, des Helden in Jules Vernes Roman Le Tour du monde en quatre-vingts jours (1873, dt. Reise um die Erde in 80 Tagen), die Welt 15 Jahre später zu umrunden. Parallel zu ihre Reise und ihren Berichten veranstaltete die New York World einen Wettbewerb, bei dem die Leser - es waren 1 Million - die jeweilige für die einzelnen Etappen vermutlich benötige Zeit zu erraten. Am 14. November 1889 in New York gestartet, erreichte sie ihren Ausgangspunkt wieder am 25. Januar 1890 nach knapp über 72 Tagen - damit wesentlich schneller als das literarische Vorbild. Im Alter von 31 Jahren heiratete sie den 70-jährigen Millionär Robert Seaman. Neun Jahre später gab sie nach dem Tode ihres Mannes das Schreiben auf, um sich um dessen Unternehmen kümmern zu können, nahm aber ihre Tätigkeit dann wieder auf; so berichtete sie in Reportagen 1913 von einer Tagung zum Thema Frauenwahlrecht. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges berichtete sie u.a. von der österreichischen Ostfront als Kriegsberichterstatterin. Nach Rückkehr nach New York City, wo sie in einem Hotel wohnte und dort ihre Reportagen verfaßte, wurde sie mit dem erstmals verliehen Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Neben ihrer journalistischen Tätigkeit kümmerte sie sich um Waisenkinder.

Im Alter von nur 59 Jahren starb Nellie Bly, die eine Pionierin des investigativen Journalismus war und mit ihren Reportagen und Erlebnisberichten eine neue Ära in der Art der journalistischen Darstellung verkörperte, an den Folgen einer Lungenentzündung.

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New York, Bronx, Woodlawn Cemetery

Bild: Anthony22 (02/2009) Wikipedia.en
Bild: Anthony22 (02/2009) Wikipedia.en
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Roger Willemsen

Bild: Udo Grimberg (11/2013)

Deutscher Publizist und Fernsehmoderator; Sohn eines Kunsthistorikers und Restaurators und einer Sachverständigen für ostasiatische Kunst; studierte nach dem Besuch des Helmholtz-Gymnasiums in Bonn-Duisdorf Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie in Bonn, Florenz, München und Wien und promovierte über die Dichtungstheorie von Robert Musil. Während seines Studium arbeitete er als Nachtwächter, Reiseleiter und Museumswärter. Nach dem Ende des Studium arbeitete er zunächst als Assistent an der Universität München sowie als freier Autor und Übersetzer. Willemsen erlangte vor allem mit essayistischen Reisebüchern Bekanntheit, u.a. Die Enden der Welt., eine Sammlung von 23 Reisebeschreibungen auf fünf Kontinenten, Die Abruzzen oder Kopf oder Adler – Ermittlungen gegen Deutschland. Ab 1988 berichtete er drei Jahre lang als Journalist für Zeitungen und Rundfunksender aus London. 1991 kam er zum Fernsehen, arbeitete zunächst bei dem Hamburger Pay-TV-Sender Premiere als Moderator für das Interviewmagazin 0137, wo er u.a. mit Jassir Arafat und Audrey Hepburn Interviews führte. 1994 wechselte er dann zum ZDF, wo er von Oktober 1994 bis Juni 1998 die jeweils 60-minütige TalkshowWillemsens Woche moderierte, mit er er sich einen Namen machte. In der Sendung war der mit ihm befreundete befreundete Jazzmusiker Michel Petrucciani regelmäßig sein Gast

Fünf Jahre lang veröffentlichte das ZEIT-Magazin seine Jahreszeitenkolumne. Zuletzt gelang ihm 2014 mit seinem Buch Das Hohe Haus über den Bundestag ein Bestseller.

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Hamburg, Friedhof Ohlsdorf

Wilhelm von Osten

 

Deutscher Lehrer; Sohn eines Rittergutsbesitzers. besuchte bis zur Tertia das Gymnasium in Königsberg, dann die .Gewerbeschule in Danzig und schließlich die Maschinenbauschule in Berlin. Er ergriff den Beruf eines Elementarschullehrer und arbeitete als solcher in Siegen, Holzminden, Lyck, Lemgo und Barmen. 1866 zog er nach Berlin. Dort erwarb er 1888 sein erstes Pferd, einen Hengst, den er “Hans” nannte und zunächst hauptsächlich als Kutschpferd verwendete. Als er bemerkte, daß das Pferd selbstständig abschätzte, ob bzw. wie es mit seinem Wagen eine Einfahrt passieren konnte, schloß von Osten, daß es offenbar zu bewußten Überlegungen in der Lage war, und begann es zu trainieren. Hans war schließlich in der Lage, ohne Zügelhilfen und nur auf Zuruf den Wagen wie gewünscht zu ziehen und Zahlen bis fünf durch Aufstampfen anzugeben. 1900 kaufte von Osten in Rußland deinen etwa fünfjährigen schwarzen Orlow-Traber, den er ebenfalls den Namen Hans gab, und mit dem er erneut zu trainieren begann. Über eine Verkaufsannonce wurde Generalmajor Eugen Zobel auf das Pferd aufmerksam, wohnte dem Training im engen Hof des Wohnhauses bei, veröffentlichte im Sommer 1904 diverse Artikel über von Osten und dessen Pferd und machte die beiden so bekannt. Da von Osten seine Beobachtungen der besonderen Fähigkeiten - angeblich konnte das Pferd sowohl rechnen als auch zählen - auch dieses Pferdes durch eine wissenschaftliche Beurteilung bestätigt sehen wollte, machte er eine entsprechende Eingabe an Kaiser Wilhelm II., die jedoch hinhaltend beantwortet wurde; nichtdestotrotz hatte er einen großen Zulauf von Schaulustigen. Anfang August 1904 besuchte auch der Kultusminister Dr. Studt mit einigen Herren aus seinem Ministerium das Pferd und stellte ihm einige Fragen. Nachdem am 13. August in der Staatsbürger-Zeitung ein Artikel über das “Wundertier” veröffentlicht worden war, erhielt Carl Stumpf, Direktor des Psychologischen Instituts der Universität, den Auftrag, den Fall zu untersuchen und begann im September 1904 gemeinsam mit seinem Assistenten Oskar Pfungst umfangreichere Untersuchungen, bei denen er feststellte, daß der “Kluge Hans” weder rechnen noch zählen konnte, wer von von Osten behauptet, dafür aber auf feinste Nuance .in Gesichtsausdruck und Körpersprache seines menschlichen Gegenübers reagierte. Im Juli 1907 kehrte von Osten auf sein Gut in Sternberg in der Neumark zurück und besuchte Belin, wo er das Pferd zurückgelassen hatte, nur noch sporadisch Berlin. Nach dem Tode von Ostens wurde der “Kluge Hans” nach Mettmann transportiert, wo er auf einem Gut untergebracht wurde. Das Pferd litt aber aufgrund der jahrelangen unsachgemäßen Haltung durch von Osten unter anderem an einer Huferkrankung und wurde im August nach Elberfeld gebracht, wo mit ihm bis 1916 weitere Versuche unternommen wurden.

Wilhelm von Osten mit dem “Klugen Hans”

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Berlin: Rosenthaler Vorstadt, ev. Zionskirchhof

Elisabeth Magdalena “NinaSchenk Gräfin von Stauffenberg  née Freiin von Lerchenfeld

 

 

Deutsche Adelige; Tochter des königlich bayerischen Kämmerers und kaiserlichen Generalkonsuls Gustav Freiherr von Lerchenfeld und dessen Gemahlin Anna Freiin von Stackelberg; besuchte zunächst das Lyzeum in Bamberg und später das von Elisabeth von Thadden geleitete Mädcheninternat im Heidelberger Stadtteil Wieblingen Nach dem fehlgeschlagenen Attentat ihres Mannes auf Hitler am 20.6.1944 wurde sie von der Gestapo in Sippenhaft genommen. Die Kinder wurden von den Nationalsozialisten in ein Kinderheim in das niedersächsische Bad Sachsa verschleppt und unter Angabe von falschen Namen festgehalten. Nina von Stauffenberg brachte ihr fünftes Kind, Konstanze, während der Haft am 27.1.1945 in einem Frauenentbindungsheim der Nationalsozialisten in Frankfurt (Oder) zur Welt. Einige Tage später kam ihre Mutter Anna im Strafvollzugslager Danzig-Matzkau ums Leben. Nach einer Odyssee durch verschiedene Konzentrationslager als Sondergefangene wurden sie bei Kriegsende nach Franken verschleppt und kamen dort schließlich frei. Nach Kriegsende kehrte sie auf den Familiensitz in Lautlingen (heute zu Albstadt) zurück, U.a. setzte sie sich nach dem Ende des Krieges für das Zusammenleben der Deutschen mit den in Deutschland stationierten US-Soldaten ein und engagierte sich in Bamberg im am 27.9.1968 von ihr mitgegründeten  “Schutzgemeinschaft Alt Bamberg e. V.“ für die Erhaltung des wegen einer Straßenverbreiterung zum Abbruch freigegebenen Hauses “Zum Marienbild“ am Kaulbergfuß..

Nina Schenk Grafin von Stauffenberg war seit 1933 mit Claus Graf Schenk von Stauffenberg, den sie bereits im Alter von 16 Jahren während ihr Schulzeit in Bamberg kennen gelernt hatte, verheiratet. Aus der Beziehung gingen insgesamt fünf Kinder hervor.

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Bild:  Wolfram Trapper (11/2010)

Kirchlauter (Ldkrs. Haßberge), Friedhof

Katharina Käthe Branco

 

 

Tochtern aus der ersten Ehe des Physikers Hermann von Helmholtz mit der Artztochter Olga von Velten

Verheiratet war sie seit 1872 mit Freiherr Wilhelm von Branco; das Paar hatte eine Tochter, Sophie Edith Olga

Inschrift:

  Wer hat Euch Wandervögeln
  Die Wissenschaft geschenkt,
  Daß Ihr auf Land und Meeren
  Nie falsch die Flügel lenkt?
  Daß ihr die alte Palme
  Im Süden wieder wählt,
  Daß ihr die alten Linden
  Im Norden nicht verfehlt?

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Bilder: Claus Harmsen (stones&art, 05/2009)

Berlin, St. Annen Kirchhof, Dahlem-Dorf

Bilder: Matthias Röhe (01/2017)
Bild: Parsifal von Pallandt /04/2017)
Sonstige XXV

Omnibus salutem!