Robert Frederick Chelsea ”BobbyMoore

 

 

Englischer Fußballspieler; spielte bereits in den Schulfußballvereinen; 1956 kam er dann zu West Ham United, wo er in der Jugendmannschaft spielte, bis er am 8.9.1958 sein erstes Spiel gegen Manchester United absolvierte. und Stammspieler des Vereins wurde. Im Alter von nur 19 Jahren wurde Moore erstmals in den Kader der englischen U-23-Nationalmannschaft berufen. Am 29.5.1963 führte Moore bei seinem zwölften Länderspiel erstmals die Nationalmannschaft als Kapitän auf das Feld. Die Partie verlor England gegen die Tschechoslowakei mit 2:4. Im Jahre 1965 gewann er im Wembley Stadium den Europapokal der Pokalsieger und schlug mit seiner Mannschaft – nach zwei Toren von Alan Sealey – den deutschen Vertreter TSV 1860 München mit 2:0. Seine führende Stellung in der englischen Nationalmannschaft war nach mittlerweile 30 Länderspielen unumstritten, und Ramsey stellte um ihn herum eine Mannschaft zusammen, die im eigenen Land die Fußball-Weltmeisterschaft gewinnen sollte. Im Endspiel geriet England zunächst nach einem Treffer von Helmut Haller mit 0:1 in Rückstand, bevor dann Moore maßgeblich am Ausgleich beteiligt war. Er wurde in der Mitte der deutschen Spielhälfte von Wolfgang Overath gefoult, nahm den Ball schnell auf und flankte auf Geoff Hurst, der per Kopf den 1:1-Ausgleich erzielte – eine Variante, die zuvor bei West Ham United einstudiert worden war. Mit dem 2:1-Führungstreffer von Martin Peters war erneut ein Spieler von Moores Verein beteiligt. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit erzielte Wolfgang Weber das 2:2 – Moore reklamierte bei dieser Aktion erfolglos auf Handspiel – und somit die Verlängerung erzwang. Dort gelang England zunächst das 3:2, das in die Fußballgeschichte als Wembley-Tor eingehen sollte. Als Moore nur wenige Sekunden vor Spielende den Ball an der eigenen Strafraumecke eroberte, schoss er ihn nicht mittels Befreiungsschlags heraus, sondern schlug einen 35-Meter-Pass auf Geoff Hurst, der durch seinen dritten Treffer die Entscheidung zum 4:2 markierte (das Spiel endete im direkten Anschluß).

Als Innenverteidiger wurde Moore für sein Spielverständnis und seine Fähigkeit, die Spielzüge seiner Gegner zu antizipieren, bewundert; so erlebten die Fußballfans ihn als ganz das Gegenteil eines hart kämpfenden Spieler, wie er im englischen Fußball die Regel war. Die Art, wie er mit dem Ball umging, war durchaus nicht Spitzenklasse, aber der Umgang und die Führung der Mannschaft wies Bobby Moore als Weltklassespieler aus.

Bobby Moore spielte auch County Cricket für die Essex-Jugendmannschaft zusammen mit West-Ham-Spieler Geoff Hurst.

Königin Elasabth II. überreicht Bobby Moore als Kapitän der englischen Mannschaft im Wembley Stadion am 30.7.1966 den Siegerpokal anläßlich des Gewinns der Fußballweltmeisterschaft des Jahre 1966 [Bild: National Media Museum from UK , no restrictions].

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London-East London, City of London Cemetery and Crematorium, Garden of Remembrance

Gerhard “Gerd Wiltfang

 

 

Deutscher Springreiter; Sohn eines Bäckermeisters, erlernte selber in väterlichen Betrieb das Bäckerhandwerk. Seine Freude an und Leidenschaft für den Pferdesport erwachte, als als fast  4-Jährigen ein Pony erhielt. Sein Talent entdeckte Alwin Schockemöhle, als er den damals 17-Jährigen bei einem Turnier im niedersächsischen Vechta beobachtete. Er holte ihn nach Mühlen, einem Ortsteil der Gemeinde Steinfeld im Landkreis Vechta, der durch das Gestüt der Gebrüder Alwin, Paul und Werner Schockemöhle bekannt geworden war. Bereits drei Jahre später stach er die bekannten und favorisierten Springreiter Hans Günter Winkler (*1926) und Hermann Schridde (*1937, †1985) in Hannover aus und wurde Deutscher Meister, einen Titel, den er noch zweimal dreimal - 1971 und 1979 - erringen konnte. Auch bei den Europameisterschaften war er erfolgreich: 1977 errang er in Wien die Bronzemedaille Mannschaft, 1979 in Rotterdam die Silbermedaille Mannschaft sowie die Goldmedaille im Einzel mit dem dunkelbraunen westfälischen Wallach Roman und 1981 in München: die Goldmedaille Mannschaft 1978 gewann er bei der Weltmeisterschaft in Aachen - wieder mit Roman - den Titel des Weltmeisters. Außerdem wurde Gerd Wintfang 1976 Sieger im Großen Preis von Aachen auf Davos und 1979 beim Deutsches Springderby Sieger auf Roman. Eine große Enttäuschung mußte er erleben, als er wegen des Boykotts der Olympischen Sommerspiele von Moskau im Jahre 1980 seitens der westlichen Staaten nicht antreten konnte.

Später betätigte sich Wiltfang - inzwischen Eigentümer eines großen Bauernhofs - auch als erfolgreicher Pferdezüchter und -händler.

Gerd Wiltfang starb an den Folgen eines Herzversagen; er wurde nur 51 Jahre alt.

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Bilder: Heiko bockstiegel (1995)

Ganderkesee OT Bookholzberg (Ldkrs. /Oldenburg), Friedhof

Imre Polyák

 

 

Ungarischer Ringer;

 

wurde dreimal Weltmeister und 1964 Olympiasieger im Federgewicht. Für seine Verdienste um den Ringersport wurde er im September 2003 als einer der ersten in die FILA International Wrestling Hall of Fame aufgenommen

 

 

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Bild: Pasifal von Pallandt 07/2018)

Sándor Péter Kocsis

 

 

Ungarischer Fußballspieler:

 

 Stürmer in der legendären Goldenen Elf Ungarns.

 

 

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Gyula Grosics

 

 

Ungarischer Fußballspieler, Torwart;

trat insgesamt 86-mal für die Nationalmannschaft Ungarns an, die von 1950 bis 1954, unbesiegt blieb und heute noch als “Goldene Elf“ verehrt wird. Obwohl Torhüter griff er gelegentlich als ”Ausputzer“, also quasi als zusätzlicher Verteidiger, in das Geschehen ein. Bei den Olympischen Sommerspielen 1952 errang er mit der ungarischen Nationalelf in Helsinki Goldmedaille, und ein Jahr später - am 25.11. - in Wembley der Torhüter der ersten nicht-britischen Nationalmannschaft, die England auf englischem Boden bezwang. Dieses Spiel, welches die Ungarn mit 6:3 gewannen, wird in Ungarn auch heute noch als “Jahrhundertspiel“ angesehen.

Der Höhepunkt seiner Laufbahn wurde die Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz, wo die ungarische Mannschaft zwar das Finale erreichte, in dem spannenden Spiel jedoch überraschend von der deutschen Nationalmannschaft 3:2 geschlagen wurde. Diese Niederlage blieb in Ungarn nicht ohne Folgen: Die Mannschaft bekam den Frust der kommunistischen Regierung des Landes zu spüren - besonders des Stalinisten Mátyás Rákosi, der im Jahr zuvor sein Amt des Ministerpräsidenten zugunsten von Imre Nagy aufgeben mußte, aber Parteichef blieb. Grosics wurde vier Monate nach Ende der Weltmeisterschaft verhaftet und kam wegen angeblicher Spionage vor Gericht; er wurde unter Hausarrest gestellt und monatelang drangsaliert.

Abgesehen von dieser schwierigen Zeit, spielte die Mannschaft weiter und absolvierte zwischen Juli 1954 und Februar 1956 19 Spiele, von denen sie 19 gewannen und dreimal unentschieden aus dem Spiel gingen. Nach Niederwerfung des Ungarischen Volksaufstands 1956 kam das Ende der “Goldene Elf“. Grosics blieb Budapest Honvéd treu und absolvierte in Westeuropa einige Spiele; Angebote ausländischer Vereine schlug er stets aus.

Er wurde wieder Stammtorwart der Nationalmannschaft und nahm noch an der Fußball-Weltmeisterschaft 1958 und der Fußball-Weltmeisterschaft 1962 teil. Beide Turniere verliefen für Ungarn enttäuschend, 1958 scheiterte man in der Vorrunde und 1962 im Viertelfinale. 1962 war Grosics der letzte Verbliebene der 1954er-Mannschaft im ungarischen Kader. Insgesamt bestritt er 13 WM-Spiele.

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Bilder: Parsifal von Pallandt (07/2018)

Budapest, St. Stephans-Basilika

Budapest, St. Stephans-Basilika

Budapest, St. Stephans-Basilika

Bilder: Parsifal von Pallandt (07/2018)

Věra Čáslavská

 

 

Tschechoslowakische Kunstturnerin; interessierte sich in ihrer Kindheit zunächst für Ballett und Eiskunstlauf, bevor sie - noch nicht 15 Jahre alt - 1957 die Kunstturnerin Eva Bosáková, die bei drei Olympischen Spielen Medaillen errungen hatte, kennenlernte. Unter ihrer Anleitung begann sie sich der Gymnastik zuzuwenden. Noch im selben Jahr gewann sie die Turnmeisterschaft der weibliche Junioren. Im Jahr 1958 belegte sie bei den 14. Turn-Weltmeisterschaften in Moskau den 2. Platz. Im Folgejahr - sie hatte der Trainer Vladimír Prorok unter seine Fittiche genommen, der sie später auch bei den Olympischen Spielen in Tokio betreute - gewann Čáslavská ihre erste Goldmedaille für die Cross- und Silbermedaille bei der Europameisterschaft in Krakau. 1960 nahm sie in Rom erstmals an den XVII. Olympischen Sommerspielen teil, gewann eine Silbermedaille mit dem tschechoslowakischen Team und gewann Bronze bei den Europameisterschaften 1961 im Allround-Event. bei den XVII. Olympischen Sommerspielen 1964 in Tokio errang sie drei Auszeichnungen (2xGold, 1xSilber) und setzte im Oktober 1968 bei den XIX. Olympischen Spielen in Mexiko-Stadt den Erfolg fort, wo sie viermal Gold (Pferdsprung, Stufenbarren, Boden (gemeinsam mit Larissa Petrik) und Achtkampf Einzel) und zweimal Silber (Balken und Achtkampf Mannschaft) gewann. Věra Čáslavská liegt (Stand 2016) mit sieben Goldmedaillen auf Platz 4 der erfolgreichsten Olympionikinnen hinter Larissa Latynina (9×Gold), Kanutin Birgit Fischer und der US-amerikanischen Schwimmerin Jenny Thompson (je 8×Gold).

Knapp vier Monate vor den Olympischen Sommerspielen in Mexiko hatte sie das Dva tisíce slov (Manifest der 2000 Worte) mit der Folge unterzeichnet, daß sie nach ihrer Rückkehr in die Heimat nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei einige Wochen untertauchte, wobei sie in einem Wald weiter trainierte. Aufgrund ihrer Popularität durfte sie zu den Olympischen Spielen nach Mexiko reisen. Ihre dort errungenen Medaillen widmete sie den Helden des Prager Frühlings, darunter Alexander Dubček. Nach dem Fall des Kommunismus im November 1989 wurde sie rehabilitiert und war von 1990 bis 1992 Beraterin des tschechischen Präsidenten Václav Havel und Präsidentin der tschechisch-japanischen Gesellschaft. 1996 wurde sie zur Präsidentin des Nationalen Olympischen Komitees gewählt. 1998 erfolgte ihre Aufnahme in die International Gymnastics Hall of Fame; bereits 1991 war sie in die International Women’s Sports Hall of Fame aufgenommen worden..

Sie starb Ende August 2016 im Alter von 74 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.

Verheiratet war Věra Čáslavská mit dem Leichtathleten Josef Odložil, den Gewinner der olympischen Silbermedaille über 1.500 m von 1964; sie hatte ihn in Mexiko-Stadt unmittelbar nach dem Ende der Spiele geheiratet 

Zu einem tragischen Ereignis in ihrem Leben, das sie psychisch aus der Bahn warf, kam es am 6.8.1993: Ihr geschiedener Ehemann wollte in jener Nacht den gemeinsamen Sohn Martin zurechtweisen, der in eine Schlägerei verwickelt war. Die beiden gerieten in Streit, wobei Josef Odložil nach einem Stoß von Martin eine schwere Kopfverletzung erlitt, an der er nach fünfwöchigem Koma starb. Martin kam nach dreijähriger Haft durch einen Gnadenerlaß auf freien Fuß.

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Bilder: Jirí Endler (09/2018)

Černošice (Bez.Praha-západ), Friedhof

Josef Odložil

1964

 

Tschechoslowakischer Leichtathlet; wuchs in Bělá pod Pradědem auf, wobei er den acht Kilometer weiten Schulweg zu Fuß – laufend – zurücklegte. Mit der Leichtathletik begann er jedoch erst im Alter von 18 Jahren, als er zunächst dem Verein Slován in Olomouc beitrat, wo sein Trainer Jaroslav Slavíček war. Nachdem er nach Košice übersiedelt war, um dort seinen Grundwehrdiensts abzuleisten, wurde er dort Mitglied des Vereins Slávia. Sein neuer Trainer für die kommenden zwei Jahre wurde Jan Liška, unter dessen Obhut er sämtliche Strecken zwischen 400 und 2.000 m lief. Von 1961 bis 1968 startete er unter Aleksandr Zvolenský und Aleš Poděbrad für die Prager Vereine Dukla und Sparta. und war in diesen Jahren als Mittelstreckenläufer erfolgreich. Odložil nahm 1964 an den XVIII. Olympischen Sommerspiele in Tokio teil, wo er über 1.500 m eine Silbermedaille gewann, und 1968 an den XIX. Olympischen Sommerspielen in Mexiko-Stadt, wo er im 1.500 m-Lauf Achter wurde. Einen Weltrekord über 2.000 m in 5:01,2 Min erzielte er am 8.9.1965 in Stará Boleslav. (Unmittelbar nach dem Ende der Olympischen Sommerspiele in Mexiko heiratete er in der Kathedrale von Mexiko-Stadt die Kunstturnerin und Okympiagewinnerin Věra Čáslavská).

Ende der 1960er Jahre mußte er aus politischen Gründen die Streitkräfte verlassen. Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn im Jahr 1969 wurde er Trainer bei Sparta Prag. Im Jahr 1977 promovierte er an der Prager Karls-Universität über das Thema Das Training von Spitzenläufern über 800 m. Von 1979 bis 1981 arbeitete er am Institutio Nationale Del Deporte in Mexiko. Nachdem er 1989 rehabilitiert wurde, kehrte zur Armee zurück. Von 1992 bis 1993 war er Befehlshaber des tschechoslowakischen Kontingents der UNGCI International Mission im Irak.

Josef Odlozil kam auf tragische Weise ums Leben: Kurz nachdem er von seinem Auslandseinsatz in die Heimat zurückgekommen war, gerieten er und sein aus der bereits 1987 geschiedenen Ehe mit Věra Čáslavská stammende Sohn Martin am 6.8.1993 in einem Restaurant in Domašov in eine Auseinandersetzung, in deren Verlauf Martin seinen Vater zurückstieß, woraufhin dieser mit dem Kopf auf der Thekenkante aufschlug und aufgrund der dabei erlittenen Verletzungen nach einmonatigem Koma verstarb. Martin erhielt eine vierjährige Haftstrafe, wurde später aber von Staatspräsident Vaclav Havel begnadigt (Über Ursache und Verlauf der tödlichen Auseinandersetzung zwischen Vater und Sohn gibt es verschiedene Versionen).

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Bilder: Jirí Endle (02(2004)

Bělá pod Pradědem OT Domašov, Kostel svatého Jana Křtitele (Friedhof an der Kirche Johannes der Täufer)

Graciano ”Rocky“ Rocchigiani

Bild: Udo Grimberg (11/2011)

 

Deutscher Boxer (Supermittelgewicht bzw. Halbschwergewicht); der gelernte Gebäudereiniger, ältestes von drei Kindern von Zanubio Rocchigiani, der als Gastarbeiters Anfang den 1960er Jahren aus Sardinien nach Deutschland gekommen war und einer aus Berlin stammenden Mutter, begann seine Boxkarriere in Berlin bei dem Sportverein .Neuköllner Sportfreunde 1907, für die er 1982 in einem Kampf in Sindelfingen Deutscher Meister im Halbmittelgewicht wurde und daraufhin im Folgejahr in das Profigeschäft wechselte, nachdem er bereits 122 Amateurkämpfe. bestritten hatte. Am 10. September stieg er erstmals als Profiboxer in Köln in den Ring und schlug Esperno Postl aus Österreich durch technischen k. o.. in der zweiten Runde. Zwei Jahre später gewann er gegen Rüdiger Bitterling die Deutsche Meisterschaft im Mittelgewicht, gefolgt 1986 von dem Meistertitel im Halbschwergewicht durch einen Punkterfolg über Manfred Jassmann. Nach mehreren Punktsiegen schlug er in seinem 24. Profikampf am 11.3.1987 in der Düsseldorfer Philipshalle den US-amerikanischen Titelträger Vincent Boulware in der achten Runde durch technischen k. o., wurde durch diesen Sieg nach Max Schmeling und Eckhard Dagge, der dritte deutsche Weltmeister im Profiboxsport und war damit der jüngste deutsche Boxweltmeister. 1995 trat er 27. Mai und erneut am 27. Mai gegen Henry Maske an, wobei er im ersten Kampf umstritten nach Punkten unterlag; am 1996 verlor er den Kampf gegen seinen Konkurrenten im Halbschwergewicht, Dariusz Michalczweski in der Preussag Arena in Hannover (heute TUI Arena). Im Jahr 1998 erkannte ihm die World Boxing Council (WBC) den am 21. März in der Max-Schmeling-Halle in Berlin gegen den US-Amerikaner Michael Nunn errungenen WM-Gürtel ab, gewann später jedoch einen von ihm angestrengten Prozeßgegen den WBC und war damit zum zweiten Male Weltmeister. Seinen letzten Kampf verlor er am 10.5.2003 gegen Thomas Ulrich; im selben Jahr .beendete er seine aktive Karriere schließlich und versuchte sich danach als Trainer, führte zwischenzeitlich in Duisburg ein Fitnessstudio, in dem er auch junge Boxer trainierte, mußte das Studio jedoch bereits nach drei Jahren schließen und zog nach Berlin, wo er 2015 gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder seinen eigenen Boxstall, die Graciano-Rocchigiani-Boxpromotion., gründete. 2018 übernahm er in dem österreichischen Kurzfilm TNT Boxerstory des Regisseurs Mark Gerstorfer die Hauptrolle; außerdem moderierte er gemeinsam mit seinem Bruder Ralf Boxkämpfe für den Privatsender Sport.

Rocky Rocchigiani geriet immer wieder in die Schlagzeilen der Boulevardpresse: u.a. kam er wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung oder wiederholten Fahrens ohne Fahrerlaubnis mit dem Gesetz in Konflikt und kam mehrmals hinter Gittern; außerdem war er wegen Alkohol- und Drogenproblemen auffällig.

Rocchigiani kam auf tragische Weise ums Leben: Er wurde auf der Staatsstraße 121 zwischen Belpasso und Catania als Fußgänger gegen 23h.30 Uhr von einem Smart erfaßt und verstarb im Alter von nur 54 Jahren noch am Unfallort. (der genaue Ablauf des Unglücks ist (noch) unklar).

Autobiographie: Rocky – Meine 15 Runden

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Berlin-Schöneberg, Alter St. Matthäus Kirchhof

Lew Abramowitsch Polugajewskij [russ. Лев Абрамович Полугаевский]

 

 

Sowjetischer Schachspieler;

zählte in den 1970er und 1980er Jahren zu den Weltmeisterschaftskandidaten.

 

 

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Bild: Norbert Seydinovic (10/2018)

Paris, Petit Cimetière du Montparnasse

Karl Mildenberger

 

 

Deutscher Boxer; begann seine Boxkarriere 1946 mit Training in der Jugendstaffel der Boxabteilung des 1. FC Kaiserslautern, die von seinem Onkel Richard Mildenberger geleitet wurde.

Milderberger war Europameister der Berufsboxer von 1964 bis 1968 (Schwergewicht), Er bestritt 62 Profikämpfe, davon 53 Siege. Sein spektakulärster Kampf war der WM-Titelkampf gegen Cassius Clay , der sich später Muhammad Ali nannte, am 10.9.1966 im Frankfurter Waldstadion (heute Commerzbank-Arena). In dem Kampf behauptete sich ”Milde”, wie ihn seine Fans nannten, vor 35.000 Zuschauern bis in die zwölfte Runde, ehe ihn der Ringrichter nach mehreren Kopftreffern aus dem Kampf nahm. Bevor er sich im Alter von 31 Jahren aus dem Boxgeschäft zurückzog, verteidigte er seinen EM-Gürtel zwischen 1965 bis 1967 sechsmal.

Nach dem Ende seiner Karriere arbeitete Mildenberger bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2002 als Bademeister,

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Kaiserslautern OT Hohenecken, Friedhof

Bilder: Reinhard Jung (12/2018)
Bilder: Hajo Rackel (10/2020)
Sportler XIX

Omnibus salutem!