JohannesHannePaul Friedrich Max Sobek

 

Deutscher Fußballspieler; spielte in den 1920er und 1930er für Hertha BSC Berlin, stand als Halbstürmer von 1926 bis 1932 sechs Mal in Folge im Endspiel um die deutsche Meisterschaftund wurde 1930 und 1931 mit Hertha BSC Deutscher Meister. Zwischen 1923 und 1931 war er Mitglied der deutschen Fußballnationalmannschaft und erzielte zwei Tore.

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Bild: Arvid Zemkus (06/2003)

Berlin, Waldfriedhof, Potsdamer Chaussee

Giuseppe Meazza

 

Italienischer Fußballspieler; begann 1927 bei Inter Mailand als Mittelstürmer, wurde 1930 Mitglied der Nationalmannschaft und führte diese 1934 zu ihrer ersten Weltmeisterschaft. Sein erfolgreichstes Jahr war 1938, als er mit Inter Mailand die Meisterschaft gewann, zum dritten Mal Torschützenkönig und in Frankreich wiederum Weltmeister wurde. Einen Bruch hatte seine Fußballkarriere, als er sich von einer Verletzung nie wieder richtig erholte. Er spielte zwar noch bei diversen Klubs, aber ohne besonderes Fortune. Zuletzt war er Trainer bei Inter Mailand. Das 1981 in Mailand neu erbaute Fußballstadium wurde nach ihm benannt.

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(c) P.Robert Jauch OFM (2006)

Mailand, Cimitero Monumentale

Ulrike “Ulli Maier

 

Österreichische Skirennläuferin; die Tochter des Besitzers einer Skischule begann zunächst mit dem Slalomlauf, stieg dann aber auf Riesentorlauf und Super-G um. Bereits 1984 errang sie erstmals Punkte im alpinen Skiweltcup. Den ersten Weltcup-Sieg errang sie bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft 1998, als sie Weltmeisterin im Super-G wurde. 1991 konnte sie bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft ihren Titel erneut erfolgreich verteidigen. Ein Jahr später errang sie Siege im November den Riesenslalom und ebenfalls im November den Super-G, sowie im Januar 1993 erneut den Super-G. Am 29.1.1994 stürzte sie bei der Abfahrt auf der Kandahar-Strecke in Garmisch-Partenkirchen bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h, als sich ihr Ski verkantete. Wenig später verstarb sie an den Folgen des Sturzes in einem Hospital.

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Rauris (Salzburger Land)

Bild: Franz-Josef Mörsch jr. (11/2003)

Peter Müller gen. Müller Aap

 

Deutscher Boxer; seine Karriere schien zu Ende, als er als er am 8. 6.1952 in Köln im Kampf um die Mittelgewichtsmeisterschaft gegen Hans Stretz zunächst den Ringrichter mit einem rechten Haken niederstreckte, dann auch noch die Sekundanten und schließlich sogar seinen Manager angriff. Er wurde daraufhin lebenslang gesperrt, wobei die Sperre jedoch nach zehn Monaten wieder aufgehoben wurde. Müller wurde zwar dreimal deutscher Meister im Mittelgewicht, der Versuch auch Europameister zu werden, scheiterte jedoch an Bubi Scholz, der ihn bereits nach zwei Minuten in der 1. Runde durch K.O. besiegte, und auch gegen den dreimaligen ungarischen Olympiasieger Laszlo Papp unterlag er in den 4. Runde durch K.O. Der Spitznamen “Aap” (Affe) rührt von der gebückten Körperhaltung her, die er beim Boxen stets einnahm.

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Köln, Südfriedhof

Bilder: Franz Josef Mörsch jr. (11/2006)

Wolfgang Alexander Reichsgraf von Berghe von Trips

Bild: Carlos Alberto Navarro (1957)  no_copyright

 

Deutscher Automobilrennfahrer; begann in den 1950er Jahren Rennen auf Porsche zu fahren, wechselte ab 1958 in die Formel 1, in der er für Ferrari fuhr. 1961 gewann er in dieser Klasse sein erste Rennen. Bereits Anwärter auf die Weltmeisterschaft, verunglückte er beim Großen Preis von Italien in Monza nach einer Kollision mit dem britisch-schottischen Engländer Jim Clark tödlich. Von einem Aufenthalt in den Vereinigten Staaten brachte er die Idee des Gokart-Rennens mit und gründete in Kerpen eine Gokart-Rennbahn, auf der Michael Schumacher (*1969) seine ersten Runden zog und deren Eigentümer heute Schumachers Vater ist. Im Schloß Hemmersbach hat die Familie von Berghe von Trips ein Rennsportmuseum eingerichtet. Ihm zu Ehren wurde in dem Film La Passione (1996) nach einem Drehbuch und der Musik von Chris Rea (Only to Fly) indirekt ein Denkmal gesetzt, in dem unter Einsatz von Originalsequenzen die Geschichte eines Jungen erzählt wird, dessen Vorbild der deutsche Rennfahrer ist.

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Kerpen OT Horrem, Friedhof

Bild: Franz Josef Mörsch jr. (11/2006)

Hennes Weisweiler

 

Deutscher Fußballtrainer; begann seine Karriere als Trainer beim 1. FC Köln, bei dem er zuvor aktiv Fußball gespielt hatte. Nach mehreren Zwischenstationen übernahm er 1957 als Nachfolger von Sepp Herberger bis 1979 die Trainerausbildung an der Deutschen Sporthochschule Köln, die heutige Hennes-Weisweiler-Akademie. Ab 1964 wirkte er als hauptverantwortlicher Trainer beim damaligen Regionalligisten Borussia Mönchengladbach, den er in die Bundesliga führte, mit ihr 1970 zum ersten Mal deutscher Meister wurde und 1973 den DFB-Pokalsieger und den UEFA-Pokal errang. 1975 wechselte er zum FC Barcelona, kehrte jedoch nach einem Jahr zum 1. FC Köln zurück. Unter seiner Führung errang der Verein 1977 den DFB-Pokal und gewann im Folgejahr erneut die deutsche Meisterschaft. Nach Mißerfolgen wechselte Weisweiler in die USA zu Cosmos New York und trainierte nach seiner Rückkehr aus den Vereinigten Staaten die Grasshoppers Zürich.

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Erftstadt, OT Lechenich

Karl Emil Julius Ulrich Salchow

Schwedischer Eiskunstläufer; Sohn dänischer Eltern; begann seine Karriere im Einzellauf und war nicht nur Eislaufpionier, sondern mit zehn Weltmeisterschaftstiteln und neun Europameisterschaftstiteln der erfolgreichste Eiskunstläufer zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zwischen .1901 und 1911 war er zehnmal Weltmeister (1901–05 und 1907–11) und bei den Wintersportwettbewerben, die bis 1920 Teil der Olympischen Sommerspiele waren, 1908 in London Olympiasieger im Eiskunstlauf (ab 1924 wurden gesonderte olympische Winterspiele veranstaltet). Nach dem Ende seiner aktiven Sportlerkarierre war Salchow, der als einer der erfolgreichsten schwedischen Sportler gilt, eine Schlüsselfunktion in der Internationella Konståkningsförbundet (Internationale Eislauf Union), als deren Präsident von 1925 bis 1937. Außerdem war er von 1928 bis 1939 Vorsitzender des AIK, eines der größten Sportvereine Schwedens. Er war außerdem aktiv als Rennfahrer und als Journalist für die Zeitung Dagens Nyheter sowie für Associated Press tätig.

Sein Name blieb bis heute mit dem nach ihm benannten “Salchow” verbunden, einem Sprung, den er erstmals 1909 ausführte und noch immer einen Teil jedes Eislaufwettbewerbs darstellt (Absprung von einem Fuß und rückwärtiger Landung auf dem anderen Bein nach einer Drehung von 360° in der Luft).

Verheiratet war Ulrich Salchow seit 1931 mit der Zahnärztin Dr. Anne-Elisabeth Salchow.

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Bilder: Norbert Seydinovic (10/2012)

Solna (Stockholms län), Norra Begravningsplatsen

Ernst Fritz Hermann Happel

 

 

Österreichischer Fußballspieler und -trainer; Sohn eines Gastwirts; begann seine Fußballkarriere bereits als Jugendlicher in der Jugendmannschaft von Rapid Wien, wo er nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Stammspieler und Publikumsliebling wurde. Als Spieler erreichte der Verteidiger u.a. den 3. Platz bei der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz. Als Mitglied der österreichischen Nationalmannschaft war er im entscheidenden Qualifikationsspiel gegen die Niederlande siegreich und nahm an der Weltmeisterschaft 1958 in Schweden teil, bei der die Mannschaft jedoch bereits in den Gruppenspielen ausschied. In der folgenden Saison zog Happel sich vom aktiven Fußball zurück und wechselte bei ADO Den Haag in das Trainerfach. Dort war er bereits 1963, 1964 und 1966 mit der Mannschaft im Finale um den niederländischen Cup, schied aber gegen beim Elfmeterschießen gegen Willem II, Fortuna 54 bzw. gegen Sparta aus. Nach dem Cupfinale wechselte er zu Feyenoord Rotterdam., wo es ihm gelang, den Verein als erstem niederländischen Club zum Gewinn des Europapokasl der Landesmeister und Weltpokal zu führen. Nach einem kurzen Zwischenspiel bei Real Betis Sevilla, war Happel beim belgischen Club FC Brügge erfolgreich. Kurz vor der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien verließ er den Club und übernahm das niederländische Nationalteam, mit dem er auf die Mannschaften von Deutschland, Italien und Österreich traf und im Finale gegen den Gastgeber Argentinien antrat. Obwohl es bis kurz vor dem Ende des Spiels 1:1 stand, gelang es der argentinischen Mannschaft in der Verlängerung mit 3:1 von Platze zu gehen. Nach einer kurzen Zwischenstation bei Standard Lüttich wechselte er im Alter von 56 Jahren zum Hamburger SV und wurde mit ihm Deutscher Meister (1979), DFB-Pokalsieger und Europapokalsieger. Dank Happels Arbeit als Trainer entwickelte sich der HSV zu einem der Großen in der Bundesliga. 1987 kehrte Ernst Happel, der mit 17 Titeln als der erfolgreichste Fußballtrainer der Welt gilt und neben Hennes Weisweiler und Branko Zebec (*1929, †1988) zu den besten Trainern der Bundesliga gerechnet wird, als Trainer des FC Swarovski Tirol nach Österreich zurück. 1992 wurde Happel, der wegen seiner eigenwilligen Art auch als “Grantler“ bezeichnet wurde, zum Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft ernannt, starb jedoch bereits nach elf Monaten.

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Bilder: Heinz Knisch (11/2012)

Wien, Hernalser Friedhof

Rudolf “RudiNierlich

 

 

Österreichischer Skirennläufer; absolvierte eine Tischlerlehre, konzentrierte sich aber bald auf das Skilaufen. Nachdem er mehrere Medaillen bei Österreichischen Schülermeisterschaften errungen hatte, wurde Nierling, Mitglied der WSV St. Wolfgang, Anfang der 1980er Jahre in den Kader des Österreichischen Skiverbandes aufgenommen. Im Jahre 1984 gelang es ihm, bei der Juniorenweltmeisterschaft in Sugarloaf die Goldmedaille im Riesenslalom erringen, und im selben Jahr wurde er dreifacher Österreichischer Juniorenmeister. Nach seinen Erfolgen bei den Europacups in der Saison 1984/85 und im folgenden Winter, war Nierlich ab der Saison 1986/87 regelmäßig im Weltcup am Start und feierte als Spezialist im Slalom- und Riesenslalom acht Weltcupsiege und wurde dreimal Weltmeister, den ersten im Dezember 1984 als 15. der Kombination von Madonna di Campiglio. 1987 qualifizierte er sich bei den Rennen von Adelboden und Kitzbühel für die Weltmeisterschaft in Crans-Montana und wurde dort überraschend Siebenter im Super-G, schied aber in seinen ureigenen Disziplinen Slalom und Riesenslalom im ersten Durchgang aus. Im Januar 1988 errang er im Riesenslalom von Schladming seinen ersten Weltcupsieg. Im selben Jahr kam er bei den Olympischen Winterspielen im kanadischen Calgary zwar auf den fünften Platz im Riesenslalom, fiel jedoch im Slalom gleich im ersten Lauf aus. Dafür errang er bei den nächsten beiden Weltcups im Januar 1989 im Riesenslalom von Kirchberg und im Slalom von Wengen die Weltmeisterschaft. Bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften im selben Jahr in Vail konnte er in den Disziplinen Slalom und Riesenslalom überlegen zwei Siege erringen, gefolgt von zwei weiteren Weltcupsiegen im Riesenslalom in Furano und im Slalom in Shigakōgen. 1989 wurde Nierling für seine hervorragenden Leistungen als Österreichs Sportler des Jahres ausgezeichnet. Auch bei den Weltmeisterschaften des Jahres 1991 in Saalbach-Hinterglemm konnte er im Slalom seinen Titel im Riesenslalom verteidigen. Nach der Weltmeisterschaft war er in den Slaloms von Oppdal und Aspen erneut mit Weltcupsiegen erfolgreich und erreichte mit weiteren sieben Podestplätzen den zweiten Rang im Riesenslalomweltcup sowie den dritten Rang im Slalom- und im Gesamtweltcup. 1991 fand seine hervorragende Karriere bei einem Autounfall ein tragisches Ende.

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Bilder: Claus Harmsen (04/2013)

Sankt Wolfgang im Salzkammergut, Ortfriedhof

Charles Pélissier

 

 

Französischer Radrennfahrer; jüngerer Bruder Francis und Henri Pelissier, die alle als Rennfahrer erfolgreich waren. 1926, 1927 und 1928 war er französischer Meister im Querfeldein-Rennen. Anschließend konzentrierte er sich auf den Straßenrennsport und galt als Sprinter. Bei den Französischen Straßenmeisterschaften belegte er 1927 und 1930 Platz zwei. 1933 gewann er das Critérium des As. Auch startete er bei acht Sechstagerennen: 1930 gewann er das Rennen von Paris gemeinsam mit Armand Blanchonnet. Während der 144 Stunden dauernden Bahnrennen konnte er allerdings nichts essen, sondern sich nur von Kaffee ”ernähren“. Pélissier gewann 16 Etappen bei der Tour de France und ist bis heute mit acht Etappensiege bei der Tour 1930 immer noch Rekordmeister, ein Rekord, den er sich mit mit Eddy Merckx (*1945) teilt

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Bilder: Axel Haas (04/2013)

Paris, Cimetière du Montrouge

Sportler VI

Omnibus salutem!