Karl Ernst von Baer

                          

Deutschbaltischer Naturforscher, Biologe; entstammte einer wohlhabenden Familie; sein Vater, Magnus von Baer, war der Besitzer vom Gut Piep und "Oberritter des Ordens der Ritter von Estonia" (Knight Commander of the Order of the Knights of Estonia), seine Mutter war seines Vaters Cousine Juliane von Baer. Von Baer begann sein Studium mit 16 Jahren an der Kathedrals-Schule in Reval (heute Tallinn) bis 1810, begann danach ein Medizinstudium an der Universität Dorpat. Sein Interesse galt besonders den Vorlesungen von Karl Friedrich Burdach, einem deutschen Anatomen und Physiologen aus Leipzig, promovierte 1814 in Medizin mit einer Arbeit, die den Titel De morbis inter esthonos endemicis (Über endemisch-estonische Krankheiten) trug, einer Arbeit, in der er die Krankheiten, die in Estland mit den Lebensbedingungen, Ernährung und persönlichen Charaktereigenschaften der Estländer zusammenhängen, untersuchte, setzte 1814 seine Studien ein Jahr in Wien und danach ein Jahr in Würzburg unter der wissenschaftlichen Betreuung des Anatomen Ignaz Döllinger (1770-1841) fort. Dort eignete er sich Fertigkeiten im Sezieren und Präparieren an und begann sich vor allem für Anatomie und Entwicklungsfragen zu interessieren. 1816 lud sein ehemaliger Lehrer Burdach ihn nach Königsberg ein, wo er die Stelle eines Prosektors annahm und an der dortigen Universität habilitierte. Im Jahr seiner Ehe mit Auguste von Medem (1819) wurde er zum außerordentlichen Professor gewählt, zwei Jahre später erhielt er das Ordinariat für Zoologie, 1826 übernahm von Baer auch noch das Ordinariat für Anatomie. 1827 entdeckte er die Eizelle, als er aus dem Eierstock einer Hündin den Follikel öffnete, und begründete damit die Embryologie und die moderne vergleichende Entwicklungsgeschichte.

Schriften u.a.: Geschichte der Entwicklung der Tiere (2 Bde., 1828-37).

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Tartu (Estland), Raadi-Friedhof

Alexander Freiherr von Humboldt

              

Deutscher Naturforscher und Geograph; Sohn eines preußischen Offiziers aus niederem Adel; wie sein zwei Jahre älterer Bruder Wilhelm wurde er ab 1777 von Gottlob Johann Christian Kunth (*1757, †1829), den die Mutter engagiert hatte, privat erzogen und unterrichtet; er war zunächst ein körperlich schwächlicher und wenig lerneifriger Jüngling, entwickelte jedoch ein besonderes Zeichen- und Maltalent und Interesse an Insekten, Pflanzen und geologischen Phänomenen sowie für die Astronomie und Meerenforschung. Schließlich wurde er zum Studium der Kameralistik (Staatswirtschaftslehre) an die Viadrina in Frankfurt (Oder) geschickt, wechselte 1789 aber an die Universität Göttingen, wo er u.a. bei dem Physiker und Philosophen Georg Christoph Lichtenberg hörte, und u.a. die Bekanntschaft Georg Forsters (*1754, †1794) machte, der gemeinsam mit seinem Vater Johann Reinhold Forster James Cook auf einer seiner Entdeckungsreisen begleitet hatte. Nach Abschluß der Studien an der Bergakademie in Freiberg u.a. bei Abraham Werner (*1749, †1817), der die Theorie des Neptunismus vertrat, arbeitete er von 1792 bis 1796 in preußischen Diensten als Oberbergmeister. Nach dem Tode seiner Mutter verließ er den Dienst und beschloß, auf Entdeckungsreisen zu gehen. In Paris, wo er seinen Bruder besuchte, lernte er den fast gleichaltrigen Franzosen Aimé Bonpland (*1773, †1858) kennen, der ihn auf seiner 1799 begonnenen Reise durch die Länder Mittel- und Südamerikas (Venezuela, Kuba, Kolumbien, Ecuador, Peru, Mexiko) und Nordamerika begleitete, durch die v. Humboldt berühmt wurde.

Von Humboldt gefertigte Karte des nach ihm genannten Sees im Minnesota-Territory.

 Er erforschte den Orinoco in seiner ganzen Länge, sowie die meisten Flüsse rechts und links des Amazonas. Nach seiner Rückkehr im Jahre 1804 lebte er bis 1827 überwiegend in Paris, wo er die Ergebnisse seiner Forschungen auswertete und niederlegte. 1829 brach er - auf Anregung von Zar Nikolaus I. und begleitet von Gustav Rose und Christian Gottfried Ehrenberg - noch einmal zu einer Reise auf: über Dorpat (heute Tartu), Sankt Petersburg, Moskau und Jekaterinburg am Ural und zum Altai an der Grenze zu China; eine zuvor geplante Expedition nach Indien hatte er wegen der Ablehnung seitens der Engländer nicht realisierten können. In seinen letzten Jahren schrieb v. Humboldt das 5-bändige Werk über seine und die Erkenntnisse seiner Zeit zur Geographie und Geologie: Der Kosmos.

Schriften u.a.: Voyage aux régions équinoxiales du Nouveau Continent (36 Bde, 1805-34), sowie viele wissenschaftliche Beiträge zur Geophysik, Meteorologie und Ozeanographie.

      

A.v. Humboldt und A. Bonpland in ihrem Urwaldlaboratorium

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Berlin-Tegel, Schloßpark

Friedrich Carl von Savigny

                        

Deutscher Rechtswissenschaftler; Vollweise und einziger Überlebender von 12 Geschwistern, Studium der Rechtswissenschaft in Marburg und Göttingen, Promotion 1800 und Habilitation in Marburg, dort außerordentlicher Professor, Studienreise durch Deutschland und Frankreich in den Jahren von 1804 bis 1806, ab 1808 Professor in Landshut. 1810 wurde Savigny Mitglied der Kommission zur Einrichtung der Universität Berlin und erster Professor für Römisches Recht, 1811 Mitglied der Akademie der Wissenschaften, 1816 Geheimer Justizrat, 1819 Rat am Revisionshof für die rheinischen Provinzen, 1826 Mitglied der Gesetzgebungskommission. 1842 übernahm er die Leitung des Ministeriums für die Gesetzgebungsrevision und widmete sich ab 1848 wieder ausschließlich seinen wissenschaftlichen Arbeiten. Er gilt als Hauptvertreter der historischen Rechtsschule und lag im Streit mit Justus Thibaut, dem Vertreter der rechtsphilosophischen Rechtsschule.

Savigny war aus der Frankfurter Zeit befreundet mit den Brentanos, insbesondere mit Bettine Brentano (von Arnim); er war ihre erste Leidenschaft (sie lernte ihn kennen, als sie 19 Jahre alt war); er heiratete jedoch die 5 Jahre ältere Schwester Bettines, Gunda Brentano (*1780, †1863).

Schriften u.a.: Das Recht des Besitzes (1803), Vom Beruf unserer Zeit für Gesetzgebung und Rechtswissenschaft (1814), System des heutigen römischen Rechts (8 Bde., 1840-49), Das Obligationenrecht (2 Bde., 1851-53), Mitherausgeber der Zeitschrift für geschichtliche Rechtswissenschaft.

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 Freigericht b. Gelnhausen, Auf Hofgut Trages

Friedrich Engels

~1840          1877          1891

Deutscher Politökonom; Sproß einer wohlhabenden protestantischen Familie, mit Karl Marx Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus; in seiner Jugend wurde er von den Werken des Dichters Heinrich Heine und des Philosophen G.W.F. Hegel beeinflußt, veröffentlichte ab 1839 kleinere literarische und philosophische Arbeiten. Unter dem Einfluß des Sozialisten Moses Hess beschäftigte sich Engels ab 1842 mit der kommunistischen Gedankengut. Im gleichen Jahr lernte er Karl Marx kennen, mit dem er in der Folge eng zusammenarbeitete. Engels nahm aktiv am Aufbau der revolutionären Bewegung seiner Zeit teil; nach dem Ausbruch der Revolution in Deutschland im Jahre 1848 gingen er und Karl Marx nach Köln, wo sie eine kommunistische Zeitung herausgaben. Nach deren Scheitern ging Engels wieder als Angestellter in die Weberei in Manchester, deren Teilhaber er später wurde, und war die ganzen Jahre hindurch die wichtigste finanzielle Stütze von Marx und dessen Familie. 1870 ging Engels als Mitglied des Generalrates des Internationalen Arbeiterbundes, auch Erste Internationale genannt, nach London, um Marx von der Leitungsfunktion dieses Rates zu entlasten. Nach dem Zusammenbruch der Ersten Internationale 1872 hielt er mit Revolutionären in aller Welt Verbindung, war jedoch nicht unmittelbar an der Gründung der Zweiten Internationale 1889 beteiligt, übte aber auf die Gestaltung des Programms und der Politik beträchtlichen Einfluß aus.

Die Lage der arbeitenden Klasse in England (1844)

 

 

Schriften u.a.: Der Ursprung der Familie, des Privateigenthums und des Staates (1884), Anti-Dühring (1878-1934).

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Eastbourne (GB), Asche 5 Milen vor Beachy Head ins Meer gestreut.

Erwin Schrödinger

1920                                         1933

Österreichischer Physiker; studierte an der Universität von Wien, lehrte als Professor für Physik in Stuttgart, Breslau, Zürich, Berlin, Oxford und Graz; emigrierte 1938 nach Irland, wo er ab 1940 bis zu seiner Emeritierung 1955 Direktor an der Schule für Theoretische Physik des Institute of Advanced Study in Dublin war. 1956 kehrte er nach Wien zurück. Nach Arbeiten zur statistischen Thermodynamik und zur Theorie des Farbensehens baute Schrödinger 1926 die Ansätze des Franzosen Louis Victor, Herzog von Broglies über Materiewellen zur Wellenmechanik aus; die von ihm als Wellengleichung aufgestellte Schrödinger-Gleichung wurde durch die statistische Deutung (Quantenmechanik) zur nichtrelativistischen Bewegungsgleichung quantenmechanischer Systeme bestätigt. Er bewies die mathematische Äquivalenz zwischen seiner 1926 veröffentlichten Theorie und der Matrizenmechanik Werner Heisenbergs. Später bearbeitete er Probleme der relativistischen Quantenmechanik, der Gravitationstheorie und der einheitlichen Feldtheorie. (Schrödingers Porträt befindet sich auf dem alten 1.000-Schilling-Schein).

 

 

Werke u.a.: Abhandlungen zur Wellenmechanik (1927), What is Life (1945), Meine Weltansicht (1961).

Auszeichnungen u.a.: Nobelpreis für Physik (1933) zusammen mit dem Briten Paul Adrien Maurice Dirac).

Inschrift auf dem Grabstein: die sog. Schrödinger-Gleichung

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Alpbach in Tirol

Carl Freiherr von Auer von Welsbach (seit 1901)

            

 

Österreichischer Chemiker und Industrieller; Sohn des Direktor der k.k. Hof- und Staatsdruckerei in Wien 1841-64); studierte Chenie in Wien und in Heidelberg, wo er Schüler Robert Bunsens war. Er ist der Entdecker der Seltenerdmetalle Lutetium, Neodym und Praseodym; außerdem efand er das nach ihm benannte und heute übliche Auerlicht (Gasbeleuchtung), die Metallfadenlampe (Osmiumglühlampe) und das Auermetall (Cereisen) für Zündsteine, die er 1903 erfand- eine Erfindung. die Herstellung von Taschenfeuerzeuge erst möglich machte. 1907 brachte er entsprechende Feuerzeuge auf den Markt.

Am 10.3.1906 meldete Carl Auer von Welsbach das Warenzeichen OSRAM für die Waren Elektrische Glüh- und Bogenlichtlampen beim damaligen Kaiserlichen Patentamt in Berlin an.

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Wien, Hietzinger Friedhof

Bilder: Lilian Mutso (2003)
Bilder: Matthias Kohler
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Hinweis: Savigny wurde zunächst in der Hedwigskirche in Berlin beigesetzt. 1875 wurde der Sarg auf das Familiengut Trages in Freigericht bei Hanau übergeführt.

Hugo Riemann

           

Deutscher Musikforscher; Sohn eines Rittergutsbesitzers und Oberamtmanns; seit 1895 Universitätslehrer in Leipzig (1901 Professor), ab 1908 Direktor des von ihm dort gegründeten musikwissenschaftlichen Instituts. Riemann baute die Musiktheorie (funktionelle Harmonielehre, musikalische Rhythmik und Metrik, Phrasierungslehre) entscheidend aus und förderte die Musikgeschichte, besonders durch Entdeckung und Auswertung neuer Quellen des 15. Jahrhunderts, der Mannheimer Schule u.a.

Werke u.a.: Musik-Lexikon (1882), Große Kompositionslehre, 3 Bde. (1902-13), System der musikalischen Rhythmik und Metrik (1903), Handbuch der Musikgeschichte, 5 Teile (1904-13).

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Bilder: Günter Strack

Leipzig, Südfriedhof

Bilder: Günter Bihn (07/2011)

Richard Schöne

                   

Deutscher Archäologe; studierte ab 1858 Klassische Philologie und Philosophie an der Universität Leipzig mit Promotion 1861. Nach einer Ausbildung zum Maler wandte er sich wieder der wissenschaftlichen Laufbahn zu und reiste 1864 zu Studien nach Italien, wo er in Rom u.a. den Archäologen Reinhard Kekulé von Stradonitz kennenlernte, durch den er mit der Archäologie in Berührung kam. 1868 kehrte er nach Deutschland zurück, wo er sich in Berlin mit der Schrift Pompeianarum Quaestionum specimen habilitierte, die als Grundlage der späteren Pompeji-Forschung diente. 1869 erhielt er einen Ruf an die Universität Halle (Saale) als außerordentlicher Professor, gab diese Tätigkeit jedoch drei Jahre später zugunsten einer Position als Referent für Kunstangelegenheiten im Preußischen Kultusministerium in Berlin auf. 1880 wurde er Direktor der Königlichen Museen. Unter seiner Leitung kam es zu einem Aufschwung in den Antikenmuseen durch den Erwerb zahlreicher Exponate aus Vorderasien. Schöne setzte sich auch für die Gründung der Römisch-Germanischen Kommission beim Deutschen Archäologischen Institut ein, die ihre Tätigkeit 1902 in Frankfurt am Main aufnahm. Im Jahre 1900 wurde er Ehrenmitglied in der Preußischen Akademie der Wissenschaften. Als es zu Spannungen mit Friedrich Althoff nach dessen Eintritt in das Kultusministerium um die impressionistische Malerei kam, und Kaiser Wilhelm II. im nach und nach das Vertauen entzog, zog Schöne sich 1905 verbittert ins Privatleben zurück.

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Berlin, Halensee-Grunewald

Johann Carl Wilhelm Moehsen

 

 

Deutscher Arzt; war ab 1742 Arzt am Joachimsthalschen Gymnasium in Berlin. 1747 wurde er Mitglied des Obermedizinalkollegiums und Kreisphysikus des Kreises Teltow und 1763 Mitglied des Obersanitätskollegiums in Berlin, bevor er 1766 Arzt am Kadettenkorps und an der Ritterakademie in Berlin wurde. Ab 1778 war Moehsen Leibarzt des preußischen Königs Friedrichs II.. Ab 1786 ordentliches Mitglied im Fachbereich Medizin der Preußischen Akademie der Wissenschaften, war er einer der einer der Initiatoren der Berliner Mittwochsgesellschaft. Er wirkte an verschiedenen Forschungsarbeiten der brandenburgischen Geschichtsschreibung und Wissenschaftsgeschichtsschreibung mit, untersuchte u.a. Selbstmorde der Soldaten in Berlin, wobei er diese nach deren Regimentern differenzierte. Außerdem wies er nach, daß der Vorwurf des Giftmordes an Kurfürst Joachims II. Hector (*1505, †1571), der dem Hoffaktor und Münzmeister Lippold Ben Chluchim vorgeworfen worden war, unberechtigt und damit dessen Hinrichtung ein Justizverbrechen gewesen sei (Lippold hatte unter der Folter gestanden, Joachim vergiftet zu haben) Hierzu hatte er aus dem Hofarchiv des damaligen Leibarztes Paul Luther, Sohn Martin Luthers, die relevanten Protokolle und Originalurkunden beigezogen.

Das Ganze war inszeniert worden, um Lippolt die Schuld für die enormen Schulden, die Joachim hinterlassen hatte, als des reiche Juden persönliche Bereicherung in die Schuhe zu schieben. Joachims Nachfolger Johann Georg verfügte die Vertreibung der Juden aus dem Land bis spätestens am 1.2.1573, wobei sie ihr Vermögen zu liquidieren und an ihn abzuführen hatten.

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Berlin, Friedhof I der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde

Bilder: Günter Bihn (08/2011)
Bild: Hajo Rackel (08/2016)
Bild: Hajo Rackel (08/2016)
Bild: Hartmut Riehm (01/2009)

Kurt Schubert

 

 

Österreichischer Judaist; war aufgrund seines Asthmaleidens vom Kriegsdienbst befreit und konnte so nach der Matura (Abitu) im Jahre 1941 mit einem Studium der Alten Geschichte und Altsemitischen Philologie an der Universität in Wien beginnen. Er erlebte die Verfolgung der Juden in Österreich nach dem “Anschluß” des Landes an das Deutsche Reich mit und betrachtete sein Studium der Hebräischen Sprache als einen Akt des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus und der Solidarität mit den verfolgten Jüdinnen und Juden: 1944 promovierte er mit einer Untersuchung über die Außenpolitik König Hammurabis. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurde sein Vater wegen Widerstandstätigkeit verhaftet und wegen ”Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung“ angeklagt. Schubert, der noch als Student bei einer Luftschutzübung in einem Keller des traditionsreichen Wiener Rabbinerseminars dessen Bibliothek entdeckt, vor der Vernichtung gerettet und dafür gesorgt hatte, daß die Buchbestände nach 1945 nach Israel transferiert wurden, erwirkte im April 1945 von der sowjetischen Besatzungsmacht die Erlaubnis der Wiederaufnahme des Universitätsbetriebes und war maßgeblich am Wiederaufbau der Universität Wien im Frühjahr 1945 beteiligt. Am 2.5.1945 hielt Schubert seine erste Vorlesung “Hebräisch für Anfänger“. An der Universität Wien wirkte Schubert zunächst als Dozent für Judaistik im Rahmen des Instituts für Orientalistik. 1959 wurden der eigentliche Lehrstuhl für Judaistik, zunächst als Teil der Orientalistik, und erst 1966 das Institut für Judaistik der Universität Wien eingerichtet. Bis zu seiner Emeritierung im September 1993 war Schubert Ordinarius sowie Vorstand an diesem Institut. Auch nach seiner Emeritierung unterrichtete er weiterhin, bis zum Sommersemester 2006, kontinuierlich am Institut.

Schubert publizierte als erster in deutscher Sprache über die zwischen 1947 und 1956 in elf Felshöhlen nahe der Ruinenstätte Khirbet Qumran im Westjordanland entdeckten Schriftrollen von Qumran. aus dem antiken Judentum

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Bilder: Heinz Knisch  (03/2010)

Wien, Döblinger Friedhof

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Bilder: Josef Aschenbrenner (09/2012)
Wissenschaft & Forschung VIII

Omnibus salutem!