Courtesy: Nancy (11/2005)
Courtesy: Shae (07/2006)

George Gershwin eigentl. Jacob Gershowitz

 Bild: Carl Van Vechten Collection (1937)

US-amerikanischer Komponist und Pianist; der Sohn russisch-jüdischer Immigranten schuf mit Rialto Ripples (1916) und Swanee (1918) zwei auf Anhieb erfolgreiche Kompositionen. In den folgenden Jahren folgten zahlreiche Kompositionen, in denen er Elemente der aus der europäischen Musik beeinflußten amerikanischen Musik mit Jazzelementen verquickte und die vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen wurden. Viele berühmte Sänger haben seine Kompositionen berühmt gemacht wie z.B. Ella Fitzgerald, auf deren 1959 erschienenen Gershwin Songbook, das von Nelson Riddle arrangiert wurde, zu finden sind.

Werke u.a.: Konzerte: Rhapsody in Blue (1924), Ein Amerikaner in Paris (1928). Oper: Porgy und Bess (1935).

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Buddy Holly eigentl. Charles Hardin Holley

 

US-amerikanischer Rock ’n’ Roll-Musiker und Komponist; trat bereits im Alter von 13 Jahren bei kleineren Veranstaltungen auf. 1949 gründet er mit Bob Montgomery das Country-Duo “Buddy & Bob” (später auch mit Eddie Crandall), die sich in den folgenden Jahren mit öffentlichen Auftritten hervortat und bei lokalen Radiosendern gastierte. 1955 traten sie als Vorgruppe von Bill Haley und Elvis Presley auf. Er starb gemeinsam mit Ritchie Valens bei dem Absturz eines viersitzigen Flugzeugs im Schneesturm kurz nach dessen Start.

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Hastings-on-Hudson, Westchester Hills Cemetery

Lubbock (Texas), Lubbock Cemetery

Bild: Susan Kane (03/2008)

Thomas “TommyF. Dorsey

 

US-amerikanischer Jazzmusiker (Posaune und Trompete) und Bandleader; Tommy und und sein älterer Bruder Jimmy, die beide von ihrem Vater gleichermaßen frühzeitig musikalisch gefördert wurden, gründeten ihre erste Band, der sie den Namen Dorsey's Novelty Six gaben, in den 1920er Jahren in ihrer Heimmatstadt. Später spielte Tommy Dorsey u.a. bei den California Ramblers und im Orchester Paul Whitemans. 1935 stellte er, nachdem sich das 1928 gegründete Dorsey Brother’s Orchester aufgelöst hatte, sein eigenes Orchester aus den Überbleibseln des Joe Haymes' Orchestra zusammen. Diese Band entwickelte sich zu einer der beliebtesten und erfolgreichsten Orchester der Big-Band-Ära. Die erstmals 1932 eingespielte Erkennungsmelodie war I'm Getting Sentimental Over You. Er spielte aber auch immer wieder “freelance” u.a. mit Louis Armstrong. Entdeckt und gefördert hat Tommy Sänger wie Frank Sinatra, der ihm einige seiner größten Hits verdankte, etwa This Love Of Mine oder I'll Never Smile Again. Obwohl Ende der 1940er Jahre die Swing-Ära und damit die der Big Bands zu Ende ging, blieb der Ruhm der Dorsey-Brüder ungebrochen: Tommy Dorsey wirkte 1943 in dem Musical-Film Girl Crazy mit Judy Garland mit, 1947 wurde das Leben der Dorsey-Brüder unter dem Titel The Fabulous Dorseys verfilmt, und in den 1950ern gab es gar ein Wiedersehen und -hören mit ihnen im Fernsehen und im Rundfunk.

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Valhalla, Westchester County (NY), Kensico Cemetery

Jimi Hendrix eigentl. John Allen Hendrix von seinem Vater in James Marshall Hendrix ungenannt

 

US-amerikanischer Rockmusiker (Gitarre, Gesang) afrikanisch-indianischer Herkunft; wuchs in zerrütteten Familienverhältnissen auf; im alter von 15 Jahren erwarb er seine erste akustische Gitarre und eiferte Chuck Berry und den Blues-Sänger Muddy Waters nach. Nach einer kurzen Zeit als Freiwilliger bei der U.S. Air Force als “Freiwilliger” (er war nach Autodiebstählen zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, die dann zur Bewährung ausgesetzt würden - so der Richter -, wenn er sich freiwillig zur Armee melde), ging er im September 1966 nach London und formierte dort eine Gruppe mit englischen Musiker, die sich Jimi Hendrix Experience nannte. Als Gitarrist und Sänger von Bluesmusikern wie Muddy Waters und Jazzmusikern wie C. Mingus und R. Kirk beeinflußt, kam bereits im Dezember ihre erste Single Hey, Joe auf den Markt, die sehr schnell in die Top 10 in Großbritannien kam; wenig später veröffentlichten sie Purple Haze und The Wind Cries Mary. 1967 trat er u.a. im Hamburger Star-Club auf. Nach der Rückkehr in die USA im Juni 1967 trat er beim Monterey Pop Festival auf, wo er mit seinen Zähnen Gitarre spielte und dann die Gitarre mit Feuerzeugbenzin in Flammen setzte. Die Zahl der Fans von Hendrix, der nicht nur durch sein buntes Stirntuch, eine weinrote Samtjacke und geblümte Hosen auffiel, sondern nach 1966 durch seine orgiastischen Auftritte und klanglichen Experimente, v.a. auf der Gitarre, zur Symbolfigur eines von Drogen und Sex geprägten Rock-Undergrounds wurde, wuchs mit dem Song Axis: Bold as Love und seinem vom Jazz beeinflußten Song Up From the Skies rasch weiter an. Einer der denkwürdigsten Performances Hendrix’ war bei der Woodstock-Festival in New York im August 1969, wo Hendrix seine berühmte Version von The Star Spangled Banner spielte, die von einigen Zuhörer als politisches Statement gedeutet wurde. 1970 kam er u.a. zu einer Tournee nach Deutschland, die Lippmann + Rau organisierte. Von der Festhalle in Frankfurt am Main und der Deutschlandhalle in Berlin kam er schließlich über Hamburg auf die Insel Fehmarn, wo er letztes Live-Konzert auf dem europäischen Festland gab, bevor er nach London zurückkehrte.

Interne Differenzen zwischen mehreren Mitgliedern der Gruppe führte zu ihrer Trennung.

Als es seiner letzten Lebensgefährtin, der deutschen Eiskunstlauftrainerin Monika Dannemann (*1945, †1996 ) am Morgen des 18.9.1970 nicht gelang, Jimi Hendrix, mit dem sie die Nacht im Samarkand Hotel im Londoner Stadtteil Notting Hill verbracht hatte, zu wecken. rief sie einen Krankenwagen herbei, der ihn in das St. Mary Abbots Krankenhaus brachte; dort wurde sein Tod bereits bei der Einlieferung festgestellt, “Dead on Arrival”. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung ergab amtlich als Ursache für sein plötzliches Ableben Ersticken durch Einatmen von Erbrochenem.

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Gedenkstein an das letzte offizielle Konzert Jimi Hendrix’ beim Love and Peace Festival auf der Ostseeinsel Fehmarn in der Nähe des Leuchtturms Flügge am 6. September 1970; zwölf Tage später starb er in London.

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Renton (Washington) Greenwood Memorial Park

Courtesy: Christopher (03/2006) http://www.flickr.com/photos/rop420/
Courtesy: Edward Mitchell (04/2006

Alton Glenn Miller

 

 

US-amerikanischer Jazz-Posaunist, Orchesterleiter, Komponist und Arrangeur; spielte seit 1929 in verschiedenen Orchestern des Chicago-Stils und des Swing als unabhängiger Posaunist u.a. bei Red Nichols, Benny Goodman, in der Ray Nobles American Band und bei den Dorsey-Brüdern, bevor er 1937 eine Big Band gründete, mit der er den typischen “Glenn-Miller-Sound” (vier Saxophone, führende Klarinette) kreierte. Als er mit seiner Band auf Long Island im Glen Island Casino auftrat, aus dem regelmäßig Radioübertragungen durchgeführt wurden, wurde die Band sehr rasch populär. Ende 1939 spielte er bei einem Jubiläumskonzert der ASCAP (American Society of Composers, Authors and Publishers) in der New Yorker Carnegie Hall Musikstücke wie Moonlight Serenade, Little Brown Jug und In the Mood. 1940 folgten in rascher Folge Konzerte in Washington und anderen Städten der USA; im gleichen Jahr folgten u.a. die heutigen Klassiker Pennsylvania 6-5000 und Tuxedo Junction, sowie 1941 Chattanooga-Choo-Choo, für das er die erste Goldene Schallplatte der Musikgeschichte erhielt, und String of Pearls. 1942 löste er sein Orchester auf, meldete sich zum Wehrdienst und übernahm die Leitung des Army Air Forces Orchestra. Während seiner Dienstzeit in England übertrug die britische BBC seine Konzerte Live im Radio. Als er 1944 nach der Befreiung von Paris dort ein Konzert geben wollte, stürzte das Flugzeug, in dem er sich befand, über dem Ärmelkanal ab.

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Arlington (Virginia), Arlington National Cemetery

Hinweis: Die sterblichen Übereste Millers wurde nie gefunden; es existieren in den vereinigten Staaten jedoch zahlreiche Zenotaphe, u.a. das auf dem Friedhof in Arlington.

Bilder: Franz-Josef Mörsch jr. (09/2003)

Hermann Uhde

 

 

Deutscher Sänger (Heldenbariton); studierte in seiner Heimatstadt und debütierte 1936 ebenda. Während des Zweiten Weltkrieges sang er in München und an der deutschen Oper von den Haag, ab 1949 bei den Salzburger Festspielen, ab 1951 bei den Bayreuther Festspielen. Von 1955 bis 1961 sang er an der Metropolitan Opera.

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Dietramszell OT Peretshofen (Ldkrs.Bad Tölz-Wolfratshausen)

Courtesy: Rob Rummel-Hudson (11/2001)
Courtesy: Nancy (10/2005)

Daniel-François-Esprit Auber

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Französischer Komponist; der Sohn eines wohlhabenden Kunsthändler wurde während einer Reise seiner Eltern in die Normandie geboren. Der Vater hatte gehofft, daß sein Sohn einst sein gut florierendes Geschäft übernehmen würde; daß er ihm bereits als Kind gestattete, verschiedene Instrumente zu spielen, hatte jedoch zur Folge, daß Auber sich letztlich der Musik zuwandte, obwohl der Vater ihn im Alter von zwanzig Jahren nach London schickte, damit er dort Erfahrungen für das Geschäft sammeln könne. Als jedoch der 1802 zwischen Großbritannien und dem napoleonischen Frankreich, Spanien und der Batavischen Republik geschlossene Friede von Amiens gebrochen wurde, mußte er 1804 England vorzeitig verlassen. Zurück in Paris, wurde Auber, der bereits einige Komposition geschrieben hatte, von Luigi Cherubini ermutigt, Musik für die Bühne zu komponieren. 1806 wurde er Mitglied der Komponistengesellschaft Kinder Apollons in Paris. Den Durchbruch erreichte er 1820 mit seiner Oper La bergère châtelaine (dt. Die Schäferin als Edeldame), gefolgt von Emma (1821). Erfolgreich war seine Zusammenarbeit mit dem Librettisten Augustin-Eugène Scribe: Dieser schrieb 37  Textbücher für Auber-Opern. Zu den erfolgreichsten Bühnenwerken gehören die Revolutionsoper La muette de Portici (1828, dt. Die Stumme von Portici), Fra Diavolo (1830), Lestocq (1834) und Les Diamants de la couronne (1841). Seine Oper Manon Lescaut (1856) wird bis heute gespielt. Insgesamt schrieb Auber 49  Opern. Er komponierte aber auch Instrumentalkonzerte und Kammermusik. 1829 wurde Auber ins Institut National de Musique berufen, und 1842 wurde er Leiter des Conservatoire de Paris. 1857 wurde er schließlich zum kaiserlichen Hofkapellmeister ernannt.

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Paris, Cimetière du Père-Lachaise

Hildegard-Helene Behrens

 

 

Deutsche Opernsängerin (Sopran); jüngstes von sechs Kindern eines Arztes; studierte zunächst Rechtswissenschaften in Freiburg im Breisgau und legte mit 26 Jahren das Erste juristische Staatsexamen ab, bevor sie sich der Musik zuwandte - sie hatte, wie alle ihre Geschwister in der musikbegeisteten Familie bereits Klavier und Geige gelernt - und an der Freiburger Musikhochschule das Gesangsstudium aufnahm und ihren ersten Bühnenauftritt hatte.

Behrens wurde vor allem als Sängerin der dramatischen Sopranpartien in den Opern Richard Wagners und Richard Strauss' bekannt. Ihre internationale Karriere begann 1977, nachdem sie Herbert von Karajan während einer Hauptprobe an der Düsseldorfer Rheinoper, an der sie 1972 ihre Karriere als Sängerin begonnen hatte, gehört und ihr umgehend die Hauptrolle in Richard Strauss' Salome bei den Salzburger Festspielen angeboten hatte. 1979 übernahm sie in Peter Busses Walküre-Inszenierung die Partie der Sieglinde und war in Monte Carlo damit so erfolgreich, daß sie anschließend zu Gastspielen nach Düsseldorf, München und an die New Yorker Met verpflichtet wurde. Von 1983 bis 1985 feierte sie weitere große Erfolge bei den Bayreuther Festspielen als Brünnhilde im Ring des Nibelungen. Im Laufe ihrer Karriere sang sie unter den bedeutendsten Dirigenten, darunter neben Herbert von Karajan, unter Karl Böhm, Leonard Bernstein, Wolfgang Sawallisch und Lorin Maazel.

Hildegard Behrens war Ehrenvorsitzende der Erna-Schlüter-Gesellschaft in Oldenburg.

Sie verstarb völlig unerwartet in Tokio, als sie sich anlässlich des Kusatsu Sommer Musikfestivals in Japan aufhielt.

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Bilder: Ralf Friedrich (11/2013)

Varel (Friesland), Friedhof

Musiker XLIX

Omnibus salutem!