Rudolf von Rheinfelden

Herzog von Schwaben (1057-77), deutscher Gegenkönig (1077-80) von Heinrich IV.; wurde während der Abwesenheit des durch Gregor VII. exkommunizierten Heinrich (Gang nach Canossa) von sächsischen und schwäbischen Fürsten am 15.3.1077 in Forchheim im Beisein päpstlicher Legaten zum König gewählt und am 26. des gleichen Monats vom Mainzer Erzbischof gekrönt. Vor dem aus Italien zurückkehrenden Heinrich IV. mußte Rudolf nach Sachsen fliehen. Nachdem auf einem Hoftag zu Ulm Ende Mai 1077 über Rudolf und sein Gefolge die Todesstrafe verhängt und der Verlust ihrer Ämter und Lehen verfügt worden war, blieb das Gegenkönigtum auf Sachsen beschränkt. Infolge der abwartenden Haltung Gregors VII., der eine Schiedsrichterrolle im deutschen Thronstreit beanspruchte, blieb Rudolfs Position im Reich schwach. Mehrere Versuche, auf dem Verhandlungsweg den Bürgerkrieg zu beenden, scheiterten, militärische Auseinandersetzungen (Mellrichstadt, 7.8.1078; Flarchheim, 27.1.1080), aus denen Rudolf zumeist siegreich hervorging, führten zu keiner endgültigen Entscheidung. Dies änderte sich erst in der Fastensynode von 1080, auf der Gregor VII. Rudolf als König anerkannte, nachdem er den Bann gegen Heinrich IV. erneuerte hatte. Mittlerweile jedoch hatten sich Anhänger von Rudolf abgewandt; und obwohl Rudolf sich auch in der Schlacht an der Elster (15.10.1080) behaupten konnte, änderte dieser Sieg nichts mehr an der Situation, zumal Rudolf aufgrund einer schweren Verletzung, bei der er die rechte Hand, die Schwurhand, verlor, was als Gottesurteil gewertet wurde, starb.

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Merseburg, Dom

Adolf von Nassau

Römisch-Deutscher König (1292-98), der “Paffenkönig”, konnte nur aufgrund erheblicher Zugeständnissen an die Kurfürsten nach dem Tode Rudolf I. von Habsburg bei der Wahl gegen dessen Sohn Albrecht von Österreich, den späteren Kaiser Albrecht I., durchsetzen. Seine zwiespältige Außenpolitik gegenüber Frankreich und England brachte ihm von beiden Seiten Subsidien ein, ohne daß er sich in deren Auseinandersetzung um Flandern verwickeln ließ. Seine Versuche, gegen die Interessen der Kurfürsten seine Hausmacht in Mitteldeutschland u.a. gegen die Wettiner auszubauen, scheiterten und provozierten den Widerstand der Kurfürsten, die sich nun mit Albrecht von Österreich verbanden und Adolf absetzten. Adolf suchte daraufhin eine Entscheidung gegen Albrecht in der Schlacht, in der er fiel. Er wurde zunächst in einem nahe gelegenen Kloster bestattet und erst auf Veranlassung König Heinrich VII. 1309 im Beisein der Witwe in der Gruft des Speyrer Doms beigesetzt.

Idealisierte Darstellung Adolfs von Nassau im Frankfurter Römer

 

 

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Speyer, Dom

Heinrich VII.

König (1308-13), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (1312-13); Sohn Graf Heinrichs VI. von Luxemburg, wurde nach dem Tod König Albrechts I. von den Reichsfürsten zu dessen Nachfolger gewählt, gewann durch die Heirat seines Sohnes Johann mit der Tochter des böhmischen Königs Wenzel III. Böhmen 1311 als Luxemburger Hausmacht. 1310 war Heinrich bereits nach Italien gezogen, um dort die kaiserliche Autorität wieder herzustellen und den Konflikt zwischen Guelfen und Ghibellinen zu beenden, zunächst begünstigt durch Papst Klemens V. und von Dante und den Ghibellinen begeistert begrüßt, die ihn im Kampf in der Lombardei gegen die Guelfen unterstützten. Er scheiterte jedoch gegen die Guelfen, wurde dennoch 1311 in Mailand zum König der Langobarden sowie 1312 im römischen Lateran zum Kaiser erhoben. Im Bund mit König Friedrich II. von Sizilien (*1272, †1337) bereitete Heinrich 1313 einen Angriff auf König Robert von Neapel vor; er starb bei Siena während seines Zuges gegen Neapel an Malaria.

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Wahl Heirichs VII. in Frankfurt am Main am 29.6.1312

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Pisa, Dom

12/2003
Bild: KN (12/2003)

Kaiserdom zu Speyer

Karl Martell gen. Der Hammer

 

Hausmeier des Fränkischen Reichs (seit 717); unehelicher Sohn Pippins II., des Mittleren, und Großvater Karl des Großen. Als Pippin II. (*~635) 714 starb, wurde Martell bei der Nachfolge übergangen, konnte sich aber 717 die Position eines Hausmeiers in Austrasien (östl. Teil des Frankenreichs) gegen die Witwe Pippins Plektrudis erkämpfen und 720 auch in Neustrien (westl. Teil) durchsetzen, nahm jedoch trotz seiner königgleichen Stellung den Titel eines Königs nicht an. Er führte gegen die rechtsrheinischen Stämme Bayern und die Sachsen Krieg und unterwarf die Alemannen und die Thüringer, besiegte 732 in der Schlacht zwischen Tours und Poitiers die immer wieder über die Pyrenäen in Frankreich einfallenden spanischen Mauren, deren Anführer Abd ar-Rachman, Statthalter des Chalifen in Spanien, in der Schlacht fiel, und gebot dem Vordringen der Araber zunächst Einhalt. 739 vertrieb er die Mauren auch aus dem Rhone-Tal. Martell gab entscheidende Impulse für die Bildung des Lehenswesens in Frankreich, unterstütze die Missionstätigkeit Bonifatius im Osten des Reiches und begründete den Aufstieg der karolingischen Dynastie und die Großmachtstellung des Fränkischen Reichs; noch vor seinem Tode teilte er das Reich unter seine Söhne Karlmann (Osten) und Pippin III. (Westen) auf.

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Bild: Dirk Essberger

Pippin III., der Jüngere

Fränkischer König (751-768); (lat. Pippinus minor, daher fälschlich mit “der Kurze” übersetzt), Sohn Karl Martells, Enkel von Pippin II., dem Mittleren, erhielt als Hausmeier 741 Neustrien, Burgund und die Provence, während seinem Bruder Karlmann Austrasien, Alemannien und Thüringen zugesprochen wurde. Sie setzten den Merowinger Childerich III. 743 formell als König ein. Nach dem Verzicht seines Bruders wurde er 747 alleiniger Hausmeier, vereinigte Frankenreich, setzte den letzten merowingischen König Childerich ab, ließ sich 751 in Soissons zum König wählen und von Papst Stephan II. salben, d.h. im christlichen Sinne legitimieren. Als Dank unterstütze er 754 und 756 Papst Stephan III. in zwei Feldzügen gegen die Langobarden und überließ ihm die ehemals langobardischen Gebiete Ravenna und Pentapolis (Pippinsche Schenkung), womit de facto der Kirchenstaat begründet wurde. Er erweiterte Frankreich durch die Eroberung Aquitaniens. Vor seinem Tod teilte Pippin das Fränkische Reich unter seine Söhne Karlmann und Karl dem Großen.

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Bild: Dirk Essberger

vorne rechts

Philipp von Schwaben

Römischer König (1198-1208); jüngster Sohn des Staufer-Kaisers Friedrichs I., Barbarossa und Bruder Heinrichs VI., dessen Nachfolger er war, und Beatrix von Burgund; erhielt 1196 das Herzogtum Schwaben als Lehen. 1197 mit der byzantinischen Prinzessin Irene vermählt, setzte er sich 1198 gegen den von der welfischen Partei zum Kaiser gewählten und von Papst Innozenz III. unterstützen Otto IV. von Braunschweig durch (der sich nach Philipps Tod endgültig durchsetzen konnte und 1209 zum Kaiser gekrönt wurde) und wurde am 8.9.1198 in Mainz mit den sich im staufischen Besitz befindlichen Krönungsinsignien zum römischen König gekrönt. Philipp wurde vom bayerischen Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach ermordet. Seine Tochter Kunigunde war mit König Wenzel I. von Böhmen verheiratet.

 
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Ermordung Philipps von Schwaben

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Bild: KN (2003)

Saint-Denis, Basilika

Bild: Alexander Krischnig (03/2008)

Saint-Denis, Basilika

Speyer, Dom

Ernst II.

1915

Herzog von Sachsen-Altenburg; eines von fünf Kindern des Prinzen Moritz von Sachsen-Altenburg und seiner Ehefrau Auguste née Prinzessin von Sachsen-Meiningen; wuchs auf dem Schloß von Altenburg auf. 1890 begann er ein Studium an der Académie de Lausanne und studierte von 1891 bis 1892 an der Universität Jena zwei Semester Naturwissenschaften sowie Staatswissenschaften, Geschichte und Philosophie, wechselte 1882 dann an die Universität Heidelberg. 1894 legte er in Berlin das Offiziersexamen ab und trat im selben Jahr als Leutnant in das Königlich-Preußische 1. Garde-Regiment zu Fuß ein. Nach dem Tod seines Onkels Herzog Ernst I. übernahm er 1908 die Regentschaft im Herzogtum. Im Ersten Weltkriegs war er an der Westfront eingesetzt, bis er 1916 krankheitsbedingt aus dem Militär ausschied. Nach dem Ende des Kaiserreiches sah er sich gezwungen, am 13.11.1918 abzudanken. Er zog sich unter dem Namen Freiherr von Rieseneck ins Privatleben zurück und widmete sich privaten Hobbies, so beschäftigte er sich mit Geographie und Astronomie. Während des Dritten Reichs wurde er 1937 Mitglied der NSDAP und 1938 Ehrenbürger Altenburgs; das Schloß Altenburg vermachte er der Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt er die Erlaubnis, in seinem Jagdschloß "Fröhliche Wiederkunft" in Wolfersdorf wohnen bleiben zu können, wo er auch bis zu seinem Tode lebte. Somit war er der einzige der ehemaligen Reichsfürsten, der Bürger der DDR wurde.

Verheiratet war Ernst II. seit 1898 mit der Prinzessin Adelheid zu Schaumburg-Lippe (*1875). Nach der Scheidung heiratete er 1934 seine langjährige Lebensgefährtin, die Sängerin Marie Triebel (*1893, †1955), die den Titel Freifrau von Rieseneck annahm.

Die verwandtschaftlichen Beziehungen seiner Familie reichten bis in die deutsche Kaiserfamilie, seine Schwester Elisabeth (*1865, †1927) war unter dem Namen Elisabeth Moritzowna Großfürstin von Rußland, sie hatte am 27.4.1884 in Sankt Petersburg Großfürst Konstantin Konstantinowitsch Romanow geheiratet (nach der Oktoberrevolution in Rußland kehrte sie nach Deutschland zurück und ließ sich bei ihrem Bruder nieder).

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Bilder: Wolfgang Prokosch (09/2011)
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Trockenborn-Wolfersdorf, nahe des Jagdschlosses

Håkon V. Magnusson (auch Haakon)

Zeitgenössische, aus dem 1280er Jahren stammende Büste Haakons V. an der Kathedrale in Stavanger.

 

König von Norwegen (1299-1319); zweiter Sohn von König Magnus VI. lagabætir und dessen Gemahlin Ingeborg Eriksdatter von Dänemark. Unter seiner Regentschaft entwickelte sich Oslo allmählich zur Hauptstadt des Landes, und es entstanden dort die Akershus Festning (Festung Akershus) sowie die Bahus festning. Zugleich flammte der Krieg mit Dänemark, den sein Bruder begonnen hatte, wieder, bis 1309 Frieden geschlossen wurde, der den Dänisch-norwegischen Krieg beendete. Innenpolitisch gelang es ihm, die Macht der Magnaten zu begrenzen und die Macht des Königs zu stärken.

Verheiratet war Håkon V. seit 1299 mit Euphemia von Rügen.

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Euphemia von Rügen

 

Königin von Norwegen; Tochter des Fürsten Wizlaw II. von Rügen und der Agnes von Braunschweig-Lüneburg;  sie war zunächst mit Nikolaus dem Kind, Herrn zu Rostock, verlobt, bevor sie 1299 Herzog Håkon Magnusson, der im Herbst desselben Jahres als Håkon V. norwegischer König wurde, heiratete. Bekannt wurde die als einer an der Dichtung interessierten Person dafür, daß sie Übersetzungen von Ritterromanen in Auftrag gab. Die drei Balladen deutschen bzw. französischen Ursprungs - Herr Ivan lejonriddaren (1303), Hertig Fredrik av Normandie (1301 oder 1308) und Flores och Blanzeflor (vermutlich 1312); sie wurden unter der Bezeichnung Eufemiavisene (Euphemia Balladen) sowohl in Norwegen als auch in Schweden bekannt und beliebt.

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Bild: Peter Müller (08/2015)

Oslo, Akershus festning, Königl. Mausoleum

Bild: Leifern (09/2005) Wikipedia.org

Hinweis: Haakon wurde in der Mariakirken (Marienkirche) in Oslo beigesetzt. Nachdem bei Grabungen an der Ruine der Kirche an der vermuteten Grabstätte Reste zweier Menschen gefunden wurden, ging man davon aus, daß es sich um die sterblichen Überreste von Haakon und seiner Gemahlin Eufemia handeln müsse und bestattete diese 1982 im Königlichen Mausoleum im der Akershus Festung. Die urspr. Begrabnisstätte wurde durch eine Grabplatte markiert.

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Julius Echter von Mespelbrunn

 

Fürstbischof (1573-1617); Herzog von Franken (1573-1617); studierte u.a. 1561 an der Universität Löwen, 1563 an der Universität Douai, anschließend in Paris, Angers und Pavia. 1569 wurde er Domkapitular in Würzburg, 1570 auch in Mainz und 1571 in Bamberg. Am 1.12.1573 trat er als Nachfolger des verstorbenen Friedrich von Wirsberg das Amt des Fürstbischof von Würzburg an. Julius Echter gilt als großer Bauherr und Verwaltungsreformer. Er gründete 1576 das Juliusspital und 1582 die Universität in Würzburg; seine Bautätigkeit war kunstgeschichtlich stilbildend (Juliusstil)

Mit der Unterstützung der Jesuiten führte er die Gegenreformation in Würzburg, Bamberg und Fulda durch, die mitt der Vertreibung der Protestanten einherging. Außerdem intensivierte sie unter seiner Herrschaft die Hexenverfolgungen.

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Bild: CsvBibra (07/2011) Wikipedia.org
Bild: CsvBibra (07/2011) Wikipedia.org

Würzburg, St. Kiliansdom

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Maria von Ungarn

 

Königin des Königreichs Neapel; eine Tochter Stephans V von Ungarn und dessen Gemahlin Elisabeth von Cumania; wurde im Alter von 12 Jahren mit Karl II. vom Neapel (*1254, †1309), verheiratet. Die Hochzeit, die in Neapel stattfand, hatte den Zweck einer Allianz zwischen den beiden Ländern, die der Absicherung eines geplanten Kreuzzuges in das Heilige Land galt. Zugleich wurde mit dieser Ehe der Erbgang des Hauses Anjou in Ungarn eingeleitet, das dort von 1308 bis 1395 herrschte. Maria begleitet ihren Mann anfangs auf seinen Reisen und verbrachte die Zeit zwischen 1278 und 1282 in der Provence. Als ihr Mann 1284 in Aragon im Gefängnis saß, traf sie als seine Vertreterin ihre erste politische Entscheidung, indem sie die Freilassung der Aragoneserin Beatrix von Sizilien (*1260, † 1307),Tochter des Königs Manfred von Sizilien aus dem Hause der Staufer, verfügte, Nachdem Karl 1285 Thronnachfolger wurde, wurde er jedoch weiterhin in Haft belassen. Maria kehrte nicht als Regentin nach Neapel zurück, sondern blieb in der Provence, griff aber nur gelegentlich in die Staatsführung ein. Aber sie führte 1288 die Verhandlungen um die Freilassung ihres Mannes aus dem Gefängnis und schloß einen Friedensvertrag mit Aragon. Noch im selben Jahr kehrte sie mit Karl nach Neapel zurück. Aufgrund der langjährigen Abwesenheit ihres Mannes, war sie immer wieder als Regentin in seinem Namen tätig: Von 1290 bis 1294 war sie Regentin der Provence, von 1295 bis 1296, erneut von 1296 bis 1298 sowie 1302 des Königreiches Neapel.

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Neapel, Santa Maria Donnaregina Vecchia

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Franz Georg von Schönborn

 

Deutscher Reichsfreiherr; Reichsgraf (ab 1701); neunte Kind des kurmainzischen Staatsministers Melchior Friedrich von Schönborn (1644–1717) und der Neffe des Kurfürsten Lothar Franz von Schönborn; besuchte das Jesuitenkolleg in Aschaffenburg und wurde im Dezember 1695 durch den Empfang der Tonsur in den geistlichen Stand aufgenommen. Ab 1702 stuiderte er an Theologie und Kirchenrecht in Salzburg, setzte wegen des Spanischen Erbfolgekrieges und der damit verbundenen kriegerischen Auseinandersetzungen in Süddeutschland das Studium zunächst in Siena fort und nach einem kurzen Aufenthalt in Mainz bis 1706 an der Universität Leiden. Danach war er kurmainzischer Gesandter beim Vatikan, wo er erste diplomatische und Verwaltungserfahrungen sammeln konnte. Als Überbringer der Nachricht von der Wahl Karls VI. zum römischen Kaiser wurde er von diesem mit dem Ritterorden des heiligen Jakobus von Compostela ausgezeichnet. Als sein Onkel, der Mainzer Erzbischof Lothar Franz von Schönborn, Karl 1711 in Frankfurt am Main zum Kaiser krönte, nahm er in Vertretung des Reichserbkämmerers an der Zeremonie teil und stieg zum kaiserlichen Kammerherrn auf. Seit 1712 bzw. 1717 bekleidete er die Ämter eines Reichshofrates und eines kaiserlichen Geheimrates. 1713 als Gesandter des Fränkischen Reichskreises am Friedenskongress in Utrecht teil. Nach dem Tode seines Onkels Lothar Franz im Jahre 1729 wurde er einstimmig zum Kurfürst von Trier und Fürstabt von Prüm gewählt; drei Jahre später wurde er auch Fürstbischof von Worms und Fürstpropst von Ellwangen.

Obwohl selbst fromm, stand Franz Georg der Aufklärung aufgeschlossen gegenüber und strebte eine Hebung der Volksbildung an. Auch verbot er einige Volksbräuche, Wallfahrten, Feiertage und den Exorzismus.

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Bild: Berthold Werner (10/2009) Wikipedia.de
Bild: Berthold Werner (10/2009) Wikipedia.de
Bild: Berthold Werner (10/2009) Wikipedia.de

Trier, Domkirche St. Peter

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Hinweis: Herz und Eingeweide wurden in der Heilig-Kreuz-Kirche zu Ehrenbreitstein beigesetzt.

Adel / Regenten VIII

Omnibus salutem!