Bild: Bernd Schwibbe (01/2010)

Christian Ludwig

Prinz von Preußen; Offizier; jüngste Sohn von Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg und dessen zweiter Gemahlin Dorothea Sophie, Prinzessin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg; Christian Ludwig zeigte ein großes Interesse an Musik und den Künsten. König Friedrich Wilhelm I., der Onkel Christian Ludwigs, übertrug ihm die Herrschaften Malchow und Heinersdorf. 1695 wurde er Generalmajor und später Generalleutnant in Stettin als Regimentschef des Regiments zu Fuß. Außerdem war er Herrenmeister von Sonnenburg und Administrator und evangelischer Dompropst von Halberstadt.

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Berlin, Dom, Hohenzollern-Gruft

Philipp II.

König von Makedonien (359-336 v. Chr); dritter und jüngster Sohn des Königs Amyntas III. und dessen Frau Eurydike I.; Vater Alexander des Großen; von 367 bis 365 wurde Philipp als Geisel für die Einhaltung des Bündnisses zwischen Theben und Ptolemaios in Theben im Hause des Felsherrrn Pammenes festgehalten, wo er nicht nur die griechischen Kultur, sondern Kenntnis des Militärwesen Thebens, das seinerzeit die vorherrschende Macht in Griechenland war, kennenlernte. Erst als sein älterer Bruder Perdikkas III. König wurde, konnte Philipp 364 v. Chr. in seine Heimat, damals noch ein Land - auf dem Stand der achaiisch homerischen Gesellschaft stehengeblieben - mit bäuerlicher Bevölkerung, in dem eine keine Städte gab, zurückkehren. 359 v.Chr. trat er zunächst als Regent für seinen minderjährigen Neffen Amyntas, dann als König die Herrschaft an, und - herausgefordert von außen durch permanente Angriffe der Illyrer und die Pöonier - organisierte er die makedonische Armee nach dem Vorbild der thebanischen Phalanx, wie er sie in seiner Geiselhaft in Theben kennengelernt hatte, um. In Rahmen der Absicherung seines Herrschaftsbereichs und der Expansionsbestrebungen eroberte er 356 v. Chr. Poteidaia auf der Chalkidike und Pydna am Thermäischen Golf, und 355 v. Chr. wurden u.a. den Thrakern bedeutende Gebiete abgenommen; deren strategisch gelegene Stadt Krenides wurde in Philippoi umbenannt, die erste nach einem Personennamen gewählte Ortsbezeichnung. Als die Phoker den Dritten Heiligen Krieg eröffneten, indem sie im Jahre 356 v. Chr. die Thermopylen besetzten und anschließend unter ihrem Feldherren Philomelos die Stadt Delphi überfielen, um den reichen Tempelschatz für sich zu akquirieren, rückte Philipp 354 v. Chr. in Thessalien ein. 352 v. Chr. schlug Philipp II. die Phoker entscheidend. Zuvor hatten die Böotier in Amphiktyonie mit den Lokrern und Thessalern einen Sieg auf dem Krokosfelde (vermutlich am Golf von Pagasai) gegen die Phoker errungen. Philipp ließ 3.000 Gefangene als Tempelräuber im Meer ertränken. Der Oberbefehl über die phokischen Truppen ging nach dem Tod Philomelos‘, der sich nach der verlorenen Schlacht das Leben nahm, auf Onomarchos über. Philipp II. sah nach dem Sieg eine günstige Gelegenheit, seinen Einflußbereich weiter nach Süden auszudehnen, und rückte gegen die in Mittelgriechenland liegenden Thermopylen vor. Er brach einen weiteren Vormarsch jedoch ab, als sein Heer im Jahre 353 v. Chr. in Thessalien in einen von den Phokern bereiteten Hinterhalt geriet. Im Inneren machten die von den Thebanern unterstützen Pausanias und Argaios, die Athen unterstützten, zu schaffen. Jene schlug er in einer Feldschlacht, so daß sie die eroberten Gebiete wieder abtreten mußte, diese konnte er auf seine Seite ziehen. Zwei Jahre später brachte er die athenische Kolonie Amphipolis in Thrakien und die Goldminen am Berg Pangaios in seinen Besitz, so daß er jetzt ausreichend Mittel zur Verfügung hatte, weitere Kriege zu finanzieren. 356 v. Chr. eroberte er Poteidaia auf Chalkidike und Pydna am Thermäischen Golf, 355 v. Chr. nahm er die thrakische Stadt Crenides, die unter ihrem neuen Namen Philippi bald zu Ruhm und Reichtum kam. 354 v. Chr. rückte er in Thessalien ein und erreichte wiederum zwei Jahre später die Thermopylen, ohne jedoch weiter nach Süden vorzustoßen. Das änderte sich erst, als der damals 32-jährige athenische Staatsmann Demosthenes (*384 v. Chr., †322 v. Chr.) 351 v. Chr. in Athen seine erste Philippika, in der er die Athener vor der Bedrohung der Freiheit Griechenlands durch die Makedonier warnte. Jetzt eroberte Philipp Thrakien und die Chalkidike (348 v.Chr.)und schloß 346 v. Chr. mit Athen einen für die Stadt erstaunlich günstigen Frieden. Als aber die Thebaner ihn aufforderte, in den Heiligen Krieg gegen Phokis einzugreifen und er die Phoker in selben Jahr besiegte, deren Stelle im Amphiktyonischen Bund einnahm und 338 v. Chr. zum Befehlshaber der Truppen des Bundes ernannt worden war und zudem 340 v.Chr. athenische Getreideschiffe bei der Durchfahrt durch den Bosporus und den Hellespont aufbrachte, schloß sich Athen - von Demosthenes angestachelt - mit Theben gegen Philipp zusammen. Bei Chaironeia kam es zur Schlacht, in der er über Athen und Theben mit Hilfe seines Sohne Alexander, der die Hetaierreiterei führte, siegte und so die Hegemonie über Griechenland gewann.

Der Löwe von Chaironeia (~1914)

Zwei Jahre später, als er gerade einen Feldzug gegen Persien plante, wurde er während der Hochzeit seiner Tochter Kleopatra, der Schwester Alexanders, mit dem Molosserfürsten Alexander von Epeiros, einem Bruder der Olympias, den er um 350 v. Chr. als König in Epeiros eingesetzt hatte, von seinem Leibwächter Pausanias ermordet, dem er Genugtuung wegen einer Beleidigung durch Attalos versagt hatte und der sich deshalb rächen wollte. Als Anstifterin zu dem Mord wurde Philipps erste Frau Olympias, die er verstoßen hatte, angesehen.

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Vergina b. Veria (Nordgriechenland)

Bild: Rufus210 (07/2007) wikipedia.en

Hinweis: Das Grab befindet sich bei dem Flecken Vergina, der vermutlichen antiken Stadt Aigai, wo die Archäologen mehrere tumuli (Hügelgräber) entdeckten. Bei dem größten, in eine Vor- und Hauptkammer eingeteilten, unversehrten Grab innerhalb des “Großen Tumulus’” handelt es sich um das sogenannte Philipp-Grab. Sowohl in der Vor- als auch der Hauptkammer befand sich neben umfangreichen Grabbeigaben wie Waffen und Gebrauchsgegenstände jeweils eine goldene Larnax, ein die Asche beinhaltender Behälter. In einer der mit einem Stern, einem Emblem der makedonischen Königsdynastie zur Zeit Philipps II. und Alexanders des Großen, versehenen Latrax, die sich ursprünglich in einem Marmorsarkophag befand, fand man einen goldenen Eichenkranz und die einst in ein Purpurtuch eingewickelten, verbrannten Gebeine eines Mannes, die Philipp II. zugeschrieben werden. Bei der Überprüfung der Knochenreste stellte man fest, daß sich an dem Schädel über dem rechten Auge eine verheilte Wunde befindet. Aus der Geschichte Philipps ist bekannt, daß er in der Schlacht von Methone 355/4 v. Chr. das rechte Auge verloren hatte und die Augenhöhle stets mit einem goldenen Lorbeerkranz bedeckte. Damit scheint trotz einiger Einwände gesichert, daß es sich bei dem Schädel um denjenigen Philipps handelt. 1993 wurde ein Museum errichtet, das der Sicherung der wertvollen Fundstücke dient.

Aigai, Eingang zum “Großen Tumulus”

Bilder: D.J. Mueller (07/2008) wikipedia.de
Bilder: Eric (10/2008)

Hinweis: Der Sarkophag Peters III. befindet sich im Hintergrund in der Mitte, zwischen dener von Katharina II. der Großen und Anna Iwanowa. Im Vordergrund befindet sich der Sarkophag von Katharina I., rechts daneben derjenige von Peter I. dem Großen (mit Büste).

Sankt Petersburg, Peter- und Paul-Festung

Peter III. Fjodorowitsch [russ. Пётр III Фёдорович]

Zar von Rußland; Sohn Herzog Karl Friedrichs von Schleswig-Holstein-Gottorf und dessen Gemahlin Anna Petrowna, einer Tochter Peters des Großen. Nach dem frühen Tod des Vaters wurde er mit 11 Jahren sein Nachfolger. 1745 heiratete er seine Cousine 2. Grades, die Prinzessin Sophie Auguste von Anhalt-Zerbst-Dornburg, die spätere Zarin Katharina II.. Die ehe war unglücklich; Peter teilte die vielfälltigen geistigen Interessen seine im Sinne der Aufklärung erzogenen Frau nicht. Die Zarin Elisabeth I., die Schwester seiner Mutter Anna Petrowna (Bild links), die wenige Monate nach seiner Geburt gestorben war, bestimmte Peter bereits am 18.11.1742, unmittelbar nach ihrer Thronbesteigung, zu ihrem Thronfolger, da sie keine eigenen Kinder hatte. als sie 1762 starb, bestieg er den russischen Thron. Als erste Amtshandlung schloß Peter, der ein Bewunderer Friedrichs II. war, am 5.5.1762 mit Preußen einen Sonderfriedensvertrag, der letztlich den Siebenjährigen Krieg zu einem Ende brachte. Für Preußen bedeutete dieser Friedensschluß die Rettung Friedrich, der in der Schlacht bei Kundersdorf eine schwerwiegende Niederlage erlitten hatte. Seine Absicht, die Rechte der russischen orthodoxen Kirche zu beschneiden und den Staat nach preußischem Vorbild zu modernisieren, brachte ihn in Gegensatz zum Adel, so daß sich Widerstand gegen ihn bildete. Am 9.6.1762, ließ Katharina ihn durch Gardeoffiziere stürzen. Peter dankte ab, und Katharina rief sich selbst zur Zarin aus. Ob sie auch seine Ermordung, an der Alexei Grigorjewitsch Orlow, Bruder von Grigori Grigorjewitsch Orlow, beteiligt war, gebilligt hat, ist umstritten. Der Leichnam wurde im Alexander-Newski-Kloster beigesetzt; später ließ sein Sohn Paul I. den Leichnam nach seinem Regierungsantritt 1796 exhumieren und in der Peter-und-Paul-Kathedrale beisetzen.

 

Peter mit Katharina (1745 ?)

 

 

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Paul I. Petrowitsch [russ. Павел Петрович]

             

Zar von Rußland (1796 bis 1801); Herzog von Holstein-Gottorf (1762-73); Sohn Katharinas II. und vermutlich des Grafen Saltykow, einem Liebhaber seiner Mutter; wurde jedoch von ihrem Gatten Peter III. als legitimer Nachkomme anerkannt. Bereits 42 Jahre alt, folgte er 1796 seiner Mutter auf dem Thron nach. Sie hatte ihn ihn stets von den Staatsgeschäften ferngehalten. Ihre Befürchtungen, das zeigte sich schon bald nach seinem Regierungsantritt, waren nicht unberechtigt; er war physisch und psychisch krank. seine Herrschaft war innen- wie außenpolitisch von Planlosigkeit gekennzeichnet. Als Napoléon 1798 Malta besetzte, schloß er sich, da er Schutzherr und Großmeister des Malteserordens war, der zweiten Koalition gegen Frankreich an, verließ das Bündnis jedoch, obwohl seine Truppen unter dem Befehl Aleksandr W. Suworows reüssiert hatten, gegen Ende des Jahres 1799, da er sich von Österreich und England betrogen glaubte. Aber schon im Folgejahr wechselte er in der Hoffnung, eine Koalition gegen England zustande bringen und Malta von den Engländern befreien zu können, auf die Seite Napoléons. 1801 besetzte er Georgien, um von dort aus nach Indien vorzudringen. Innenpolitisch ging er despotisch vor, verschäfte die Unterdrückung; allein den Schutz der Leibeigenen verbesserte er. Die Erbfolge Rußland regelte er durch die Einführung der sog. Primogenitur (Erstgeburtsrecht). Wegen seines despotischen Verhaltens und seiner Planlosigkeit rief er den Widerstand seiner Offiziere hervor, die ihn zur Abdankung zwingen wollten; als er sich weigerte, wurde er stranguliert und starb. Sein ältester Sohn Alexander, war von der Ermordung völlig unberührt, obwohl er sich von Außenminister Graf Peter Ludwig von der Pahlen (*1745, †1826) hatte schwören lassen, sein Leben nicht zu gefährden; er forderte nicht einmal eine Untersuchung des Todes seines Vaters. Offiziell war er einem Schlaganfall erlegen. Alexander folgte ihm als Alexander I. auf den Thron.

Maria FjodorownaPaul I. war zweimal verheiratet: 1773 heiratete er die deutsche Prinzessin Wilhelmina Luisa von Hessen-Darmstadt, die nach der Annahme des russisch-orthodoxen Glaubens den Namen Natalja Alexejewna annahm; sie starb bereits 1776 bei der Geburt ihres Kindes, das nur wenige Tage überlebte. Am 26.9./7.10.1776 heiratete er die deutsche Prinzessin Sophie Dorothee von Württemberg, die nach der Annahme des russisch-orthodoxen Glaubens den Namen Maria Fjodorowna annahm; sie war die Mutter u.a. Alerxanders I...

Paul I. mit seiner Familie (pinxit Gerhard von Kügelgen, 1800, Ausschnitt)

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Nikolaus I. Pawlowitsch [russ. Николай I Павлович]

                     

Zar von Rußland (1825-55); König von Polen (Kongreßpolen, 1825-30); dritter und ältester Sohn Pauls I. und dessen zweiter Ehefrau, Maria Fjodorowna née Prinzessin Sophie Dorothee von Württemberg. Zuvor 1856war er seit dem 13.7.1817 mit Charlotte von Preußen (in Rußland: Alexandra Fjodorowna), der ältesten Tochter König Friedrich Wilhelms III. von Preußen und dessen Gemahlin Luise, verheiratet.

Er folgte 1825 seinem ältesten Bruder Alexander I. auf den Thron- der eigentliche Thronfolger, der ältere Bruder Konstantin, hatte sich geweigert, den Thron zu besteigen. Nach der Niederschlagung des Aufstandes der Dekabristen regierte er autokratisch und bediente sich dabei polizeistaatlicher Mittel. Auch er lehnte - wie schon seine Vorgänger - 1826 die Aufhebung der Leibeigenschaft ab, schuf aber immerhin strengere Regelungen, die die Leibeigenen vor der Willkür ihrer “Herren” schützen sollten. Weitgehend wirkungslos blieb die Möglichkeit der Leibeigenen sich freizukaufen. Außenpolitisch unterdrückte er den polnischen Aufstand von 1830/31 und die ungarische nationale Revolution 1849. Im Krieg gegen Persien (1826-28) und die Türkei (1828/29) dem Reich große Gebiete hinzu; allerdings scheiterte seine Orientpolitik im Krimkrieg (1853/56).

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Hinweis: Der Sarkophag Pauls I, befindet sich im Hintergrund ganz links, daneben seine Frau Maria Fjodorowna (Sophie Dorothea von Württemberg) und deren Sohn Zar Alexander I.. Im Vordergrund (von links): Nikolaus I., Alexandra Fjodorowna und Anna Petrowna.

Bild: Eric (10/2008)

Hinweis: Der Sarkophag Nikolaus’ I. befindet sich im Vordergrund, ganz links, daneben seine Frau Maria Fjodorowna (Sophie Dorothea von Württemberg) und deren Sohn Zar Alexander I.. Im Vordergrund (von links): Nikolaus I., Alexandra Fjodorowna und Anna Petrowna.

Sankt Petersburg, Peter- und Paul-Festung

Sankt Petersburg, Peter- und Paul-Festung

Eugène-Rose de Beauharnais

                      

Herzog von Leuchtenberg; Fürst von Eichstätt; Sohn Alexandre Vicomte de Beauharnais´ und Joséphines, die in zweiter Ehe mit Napoléon verheiratet war; Am 14.1.1806 heiratete er auf Vermittlung seines Stiefvaters Napoléon in München die älteste Tochter des späteren König Maximilian I. Joseph von Bayern, Auguste von Bayern, die bereits mit mit Karl Ludwig Friedrich, dem Erbgroßherzog von Baden verlobt war; als Dank machte Napoléon Max zum König von Bayern. 1807 wurde Beauharnais zudem Fürst von Venedig. Nach dem Einmarsch österreichischer Truppen in Italien im Frühjahr 1809 bezwang er mit napoleonischen Truppen am 14. April die unter der Führung des Erzherzogs Johann stehenden Österreicher in der Schlacht bei Raab in Ungarn, und er unterwarf anschließend das von Andreas Hofer angeführte aufständische Tirol. Durch Verrat Hofers bemächtigt, ließ er ihn am 20. Februar 1810 in Mantua erschießen. Im selben Jahr erhob ihn Napoléon zum Großherzog von Frankfurt. 1812 nahm er am Rußlandfeldzug teil, der für die Grande Armée in einer Katastrophe endete. Im Januar 1813 übernahm er den Oberbefehl über den Rest der französischen Armee in Deutschland. Nach der Schlacht von Großgörschen kehrte Eugène de Beauharnais im Mai 1813 nach Mailand zurück, zog aber wenig später wieder gegen die Österreicher zu Felde, während Napoléon in der Völkerschlacht bei Leipzig am 18. Oktober eine schwere Niederlage hinnehmen mußte. Nach der Abdankung seines Stiefvaters verließ er das Königreich Italien und ließ sich mit seiner Familie 1814 in München nieder, wo er nach dessen Fertigstellung das von Hofbaumeister Leo von Klenze errichtete Palais Leuchtenberg bezog.

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Bild: Peter-Michael Steyer (09/2011)
Bild: Rufus46 (06/2007) Wikidepia.de

München, St. Michaelkirche

Ferdinand I.

                                     

Zar von Bulgarien; Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha(-Koháry); Sohn des österreichischen Generals August von Sachsen-Coburg und Gotha und Clémentine von Orléans, Tochter des französischen Königs Ludwig Philipp.1887 wurde er zum Fürsten des unter türkischer Oberhoheit stehenden Bulgarien gewählt; errst 1896 wurde er von der Türkei und den europäischen Großmächten anerkannt. 1908 nutzte er die innen- und außenpolitischen Probleme der Türkei für seine eigenen Pläne, erklärte Bulgarien zum unabhängigen Königreich und nahm den Zarentitel an. Ferdinands Außenpolitik führte 1912 zur Gründung des Balkanbundes; diese Allianz aus Bulgarien, Serbien, Griechenland und Montenegro erklärte 1912 der Türkei dmittelmaechteen Krieg und konnte, größtenteils dank der bulgarischen Armee, wichtige Siege erringen. Als die Bündnispartner 1913 Bulgarien im Stich ließen, mußte Ferdinand einem demütigenden Frieden zustimmen.

mit Kaiser Wilhelm II., Kaiser Franz Joseph I. von Österreich und Mehmet V. Resat.

 Im Oktober 1915 trat Ferdinand auf der Seite der Mittelmächte in den Ersten Weltkrieg ein, um die Süddobrudscha von Rumänien wieder zurück zu gewinnen. Bulgarien wurde besiegt, und Ferdinand dankte am 4.10.1918 zugunsten seines Sohnes Boris III. ab. Nach seiner Abdankung unternahm er biologische und zoologische Forschungsreisen nach Afrika und Südamerika.

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Coburg, St. Augustin, Krypta

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Claude de France

Königin von Frankreich; Herzogin der Bretagne; aus dem Haus Valois; Tochter König Ludwigs XII. von Frankreich und dessen zweiter Ehefrau Anne de Bretagne; wurde am 18.5.1514 in der Kapelle des Schlosses Saint-Germain-en-Laye mit ihrem Cousin Franz von Orléans-Angoulême vermählt, der nach dem Tod ihres Vaters am 1.1.1515 als Franz I. König von Frankreich wurde. Claude, die zeitlebens kränklich war und seit ihrer Geburt unter einer Gehbehinderung litt, war die Mutter u.a. Heinrichs II.. Sie starb im Alter von nur 24 Jahren.

Die Pflaumenart “Reineclaude” ist ihr zu Ehren benannt.

 

 

 

 

 

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Saint-Denis, Basilika

Hinweis: Die Original-Grabstätte ist nicht mehr vorhanden. Die Gräber in der Basilika von Saint-Denis wurden während der Französischen Revolution aufgrund eines Dekrets vom 1. August 1793 geöffnet, und zwar, um dringend benötigte Metalle, v.a. aus den überwiegend aus Blei bestehenden Sarkophage, zu gewinnen. Dabei wurden auch die sterblichen Überreste der Könige und Königinnen sowie anderer Personen entfernt und anschließend in zwei außerhalb der Kirche ausgehobene Gruben geworfen, mit Löschkalk überschüttet und dort belassen. Das Grab Claudes de France wurde am 15. Oktober 1793 geöffnet. Während der bourbonischen Restauration nach 1815 wurden die in den beiden Gruben außerhalb der Kathedrale beerdigten Gebeine und sterblichen Überreste erneut geborgen und, da sie den einzelnen Personen meistens nicht mehr zuzuordnen waren, in einem gemeinsamen Ossarium in einer Krypta der Kathedrale beigesetzt.

Alexandra Fjodorowna [russ. Алекса́ндра Фёдоровна] née Friederike Luise Charlotte Wilhelmine

         

Prinzessin von Preußen; Kaiserin von Rußland; drittes Kind und älteste Tochter König Friedrich Wilhelms III. von Preußen und dessen Gemahlin Luise; verlor ihre Mutter, als sie gerade 12 Jahre alt war. Ihren künftigen Mann, der späteren Zaren Nikolaus I. lernte sie kennen, als er und sein Bruder Großfürst Michael im Herbst 1814 in Berlin zu Gast waren, wo die beiden Großfürsten Verhandlungen über eine mögliche Hochzeit von Charlotte und Nikolaus führten. Die Heirat fand schließlich am 9.6.1817 statt, nachdem sie zum russisch-orthodoxen Glauben übergetreten war. Mit der Heirat nahm sie den Namen Alexandra Fjodorowna an und wurde Kaiserin von Rußland. Das Paar hatte sieben Kinder, darunter der spätere Kaiser Alexander II. und Olga Nikolajewna Romanowa, die spätere Gattin Karls I., des Königs von Württemberg. Alexandra überlebte Nikolaus um fünf Jahre und machte den Alexanderpalast in Zarskoje Selo zu ihrem Ruhesitz.

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Bild: Christian Bickel (05/2010) Wikipedia.de
Bild: Christian Bickel (05/2010) Wikipedia.de

Sankt Petersburg, Peter- und Paul-Festung

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Adel / Regenten LXXXVII

Omnibus salutem!